kauf das hier:
http://www.dealextreme.com/p/fluke-17b-2-6-lcd-digital-multimeter-meter-2-aa-included-28659
Wir haben mehrere davon von Dealextreme hier in der Firma im Einsatz.
Definitiv ein echtes Fluke-Gerät und nur minimal schlechter spezifiziert
als die 300 Euro teuren 177er.
Steht zwar drauf "not to be sold outside of China / No Warranty if sold
outside of China", aber der CH-Zoll hat die Sendung nicht beanstandet.
Granatie gibt's also keine, aber das Risiko ist bei einem echten Fluke
sowieso gering.
Gruss
Christoph
Messgeräte ohne True RMS zeigen nur sinusförmige Wechselspannungen und
Ströme korrekt an. Bei True RMS stimmt es auch bei anderen Wellenformen
(in bestimmten Grenzen was Signalform und Frequenz angeht)
Von wegen brauchen gilt Murphys Law: Wenn Du's nicht hast, brauchst Du
es bestimmt.
Zu den anderen Geräten:
Beide Geräte können von der Qualität her und von der Erfahrung des
Herstellers niemals mit einem Fluke mithalten.
Mit Conragd-Messgeräten habe ich noch nie wirklich gute Erfahrungen
gemacht. Irgendwo war immer ein nicht akzeptabler Minuspunkt. Zudem
völlig überteuert. Conrad kauft das Teil wahrscheinlich für um die 15
Euro ein...
UNI-T ist ein eigenständiger chinesischer Hersteller. Die Geräte machen
keinen schlechter Eindruck, aber mit der jahrzehntelangen Erfahrung von
Fluke können auch die niemals mithalten. (Fluke ghört zum gleichen
Konzern wie Tektronix und Keithley).
Das Fluke-Gerät wird auch bei häufigem Gebrauch in 10 Jahren noch
einwandfrei funktionieren. Beide anderen geräte (höchstwahrscheinlich)
nicht!
Gruss
chill24 schrieb:> Braucht man das für den alltäglichen Gebrauch? Bspw. Netzteil Rep oder> was sonst mal aAnfällt..
Gerade die immer mehr üblichen Schaltnetzteile ziehen k e i n e
sinusförmigen Ströme.
Gruss
Harald
>> Braucht man das für den alltäglichen Gebrauch? Bspw. Netzteil Rep oder>> was sonst mal aAnfällt..> Gerade die immer mehr üblichen Schaltnetzteile ziehen k e i n e> sinusförmigen Ströme.
Und was nützt einem da ein True-RMS Multimeter?
Der RMS-Wert gibt ja den Effektivwert an, also die Spannung bzw. Strom,
der die gleiche Verlustleistung an einem Ohmschen Widerstand erzeugt.
Deshalb braucht man diesen Messwert eigentlich nur, wenn man einen
solchen ohmschen Verbraucher an Wechselspannung/-Strom betreibt (z.B.
Glühlampe, Heizung, Röhrenheizdraht, ...).
Schaltnetzteile dagegen, die ohne PFC arbeiten, haben ja nur einen
Gleichrichter am Eingang, da ist deshalb eher der Scheitelwert der
Spannung wichtig. Der RMS-Wert der Netzspannung ist hier nicht
interessant.
Und PFC-Netzteile haben sowieso einen großen Eingangsbereich; hier ist
auch eher der Scheitelwert und vielleicht noch die Sinus-Form relevant.
Wenn man ein Schaltnetzteil repariert, dann schaut man eher auf die
Spannungen bzw. man will wissen, ob überhaupt ein Strom fließt.
Und wenn man den Spannungs-/Stromverlauf wirklich sehen will, dann nimmt
man sowieso ein Oszi. Ich zumindest habe die normale True-RMS Funktion
eigentlich noch nie wirklich gebraucht.
Die einzige Anwendung, bei der ich True-RMS schon mal eingesetzt habe,
ist die Spannungsmessung an Motoren, die mit einem PWM-Wechselrichter
betrieben werden. Dafür reicht aber ein "normales" True-RMS Multimeter
nicht; man braucht da eines mit einem zuschaltbaren Tiefpass-Filter, um
die PWM herauszufiltern.
Diese Funktionen hat man aber erst bei wesentlich teureren Geräten, z.B.
Metrahit Pro.
Johannes E. schrieb:> Und was nützt einem da ein True-RMS Multimeter?>> Der RMS-Wert gibt ja den Effektivwert an, also die Spannung bzw. Strom,> der die gleiche Verlustleistung an einem Ohmschen Widerstand erzeugt.
Auf die Weise hast du einen definierten Wert. Sonst brauchst du kein
Multimeter, sondern kannst einfach einen Zahlengenerator basteln und den
Wert anzeigen lassen. Und auch bei Trafonetzteilen wird der Strom nicht
sinusförmig entnommen.
> Wenn man ein Schaltnetzteil repariert, dann schaut man eher auf die> Spannungen bzw. man will wissen, ob überhaupt ein Strom fließt.
Dann brauchst du ebenfalls kein Multimeter, eine Glübirne in Reihe tut's
dann auch schon.
> Und wenn man den Spannungs-/Stromverlauf wirklich sehen will, dann nimmt> man sowieso ein Oszi.
Mit dem Argument ist jedes Multimeter überflüssig. Mal davon abgesehen,
dass man den Wert mit einem Multimeter genauer hinbekommen wird als mit
dem Oszi (gleicher "Qualitätsklasse", Frequenzbereich des DMM)
> Ich zumindest habe die normale True-RMS Funktion> eigentlich noch nie wirklich gebraucht.> Die einzige Anwendung, bei der ich True-RMS schon mal eingesetzt habe
Erkennst du den Wiederspruch?
> ist die Spannungsmessung an Motoren, die mit einem PWM-Wechselrichter> betrieben werden. Dafür reicht aber ein "normales" True-RMS Multimeter> nicht; man braucht da eines mit einem zuschaltbaren Tiefpass-Filter, um> die PWM herauszufiltern.
Welche Frequenz hat die PWM denn? Zumindest bei meinem >20 Jahre altem
HP/Agilent DMM stehen schon 20kHz TRMS drauf, da dürften entsprechend
neuere besser sein. Hier würde ich dann erwarten, dass ich in dem
angegebenen Frequenzbereich auch keinen Tiefpass brauche.
Generell halte ich ein nicht-TRMS Multimeter einfach nicht mehr für
zeitgemäß. Ein MM das nicht mal das betet, wird wohl auch sonst nicht
besonders genau sein.
>> Und wenn man den Spannungs-/Stromverlauf wirklich sehen will, dann nimmt>> man sowieso ein Oszi.>> Mit dem Argument ist jedes Multimeter überflüssig. Mal davon abgesehen,> dass man den Wert mit einem Multimeter genauer hinbekommen wird als mit> dem Oszi (gleicher "Qualitätsklasse", Frequenzbereich des DMM)
Nein; für DC-Spannungs- und Strommessung ist ein Multimeter natürlich
schon sinnvoll. Für AC-Messungen auch, aber nur, wenn das zu messende
Signal einigermaßen sinusförmig ist. Bei Schaltnetzeilen oder anderen
Geräten mit hohem Crest-Faktor bzw. einer Kurvenform, die stark vom
Sinus abweicht, interessiert mich meistens der Scheitelwert und die
Kurvenform mehr als der RMS-Wert. Und das geht sinnvoll nur mit dem
Oszi.
>> Ich zumindest habe die normale True-RMS Funktion>> eigentlich noch nie wirklich gebraucht.>>> Die einzige Anwendung, bei der ich True-RMS schon mal eingesetzt habe>> Erkennst du den Wiederspruch?
Ich hab geschrieben: "die normale True-RMS Funktion". In Kombination
mit dem Tiefpassfilter ist das etwas anderes, wobei man da theoretisch
auch auf TRMS verzichten könnte; da der Spannungsverlauf hier recht gut
sinusförmig ist. Aber ein so ausgestattetes Multimeter hat immer auch
TRMS.
>> ist die Spannungsmessung an Motoren, die mit einem PWM-Wechselrichter>> betrieben werden. Dafür reicht aber ein "normales" True-RMS Multimeter>> nicht; man braucht da eines mit einem zuschaltbaren Tiefpass-Filter, um>> die PWM herauszufiltern.>> Welche Frequenz hat die PWM denn? Zumindest bei meinem >20 Jahre altem> HP/Agilent DMM stehen schon 20kHz TRMS drauf, da dürften entsprechend> neuere besser sein. Hier würde ich dann erwarten, dass ich in dem> angegebenen Frequenzbereich auch keinen Tiefpass brauche.
Die PWM liegt so im Bereich 3 - 20 kHz; es nützt aber nichts, wenn das
Multimeter TRMS bis 20 kHz messen kann. Das Ziel ist doch, den RMS-Wert
der sinusförmigen Grundwelle (tpischer Bereich 20 - 500 Hz) zu messen
und nicht die PWM-Spannung. Das überlagerte Rechteck soll weggefiltert
werden und dann erst der RMS-Wert gemessen werden. Deshalb gibt es da
einen Tiefpass mit 1kHz Grenzfrequenz, den man dazuschalten kann.
> Generell halte ich ein nicht-TRMS Multimeter einfach nicht mehr für> zeitgemäß. Ein MM das nicht mal das betet, wird wohl auch sonst nicht> besonders genau sein.
Ja, da stimme ich dir absolut zu; auch wenn der tatsächliche Nutzen der
TRMS-Funktion nicht all zu groß ist.
> Irgendwo war immer ein nicht akzeptabler Minuspunkt. Zudem> völlig überteuert. Conrad kauft das Teil wahrscheinlich für um die 15> Euro ein...>> UNI-T ist ein eigenständiger chinesischer Hersteller. Die Geräte machen> keinen schlechter Eindruck,
Die Voltcraft Multimeter sind doch UNI-T Geräte. Meistens jedenfalls.
Bis auf die Farbe unterscheiden sich die nicht.
Mal ne Frage die immer wieder kommt (ich weiß :-) )
Wenn ich mir das Gerät bei dealextrem bestelle und der Zoll möchte hier
in Deutschland Geld haben wieviel ist das dann?
Einfuhrsteuer wird doch erst über 150 Euro fällig d.h. ich zahle dann
nur die Märchensteuer?
100 US-Dollar = 79,0701352 Euro (google)
79,0701352 Euro * 1,19 = 94,0934609 Euro (google)
Stimmt das so?
> Einfuhrsteuer wird doch erst über 150 Euro
aber doch nur, wenn Du die Ware am Mann hast und dem Zöllner glaubhaft
versichern kannst, daß das Reisenadenken sind. Ansonsten wird immer
Einfuhrumsatzsteuer fällig und die liegt - welch ein Zufall - bei 19%.
Oder liege ich da falsch? Ich meine jedenfalls, daß ich bei meiner
letzten Bestellung bei Digikey weit unter 150€ lag und trotzdem 19%
abgedrückt habe.