@I2C_Protector:
Nein. Die Schaltung würd eich SO niemals freigeben.
1) Zwischen PullUp (jetzt noch 3k3), also dem eigentlichen Bus, und
jedem Bus-Teilnehmer bitte einen 100Ohm-Widerstand einfügen. Bei Dir
also zwischen RP und ZUM_UC_PIN.
2) Der PullUp-Widerstand ist ein wenig hoch. Es gibt eine Tabelle in der
I2C-Spezifikation, da kommt man ungefähr bei 1k7...1k8 raus.
3) Je nachdem, wie Dein I2C-Bus dann aussieht (Wie ist die Bus-Belastung
im Ausgangszustand? Wieviele Bus-Teilnehmer hast Du schon?), hast Du
mehr oder weniger viel Luft zum Spielen. Die kapazitive Bus-Last kannst
Du ganz wunderbar mit dem Oszilloskop messen -> Anstiegszeit auf 63%
wäre 1 Tau. Das R kennst Du (= RP), C lässt sich dann ja einfach
ausrechnen.
Kennst Du die kapazitive Bus-Last, kannst Du im Normalfall mit der
Differenz spielen (400pF - aktuelle Bus-Last).
4) Spielen bedeutet: Ja, man kann dann kleine C's dranhängen. Der Schutz
gegen ESD wird alleine schon durch einen kleinen Kerko im Bereich 10p
gewährleistet. Hier geht es nicht um einen Ladungsausgleich, sondern
primär darum, dass die Spannung im Kerko überschlägt und die Energei
verbrannt wird. Kerkos haben bei solchen Spannungen sowieso kaum noch
Kapazität. Wer hier mit Ladungsausgleich rechnet, kommt nicht weit.
Unschön wären hingegen längere mittlere Spannungen, niederohmig
eingekoppelt. Wenn Du auf der CLOCK- oder DATA-Leitung z.B. mal 12V mit
einem Netzteil einkoppelst, brennt Dir der Open-Kollektor-Eingang von
dem IC weg, der kommunizieren möchte. Da kannst Du leider auch nichts
gegen tun. I2C ist hier einfach niemals kurzschlussfest.
Eine minimale Lösung, die ich oben schon mal beschrieben hatte (mit
47Ohm + 47Ohm + Doppel-Schutzdiode) könnte ein wenig helfen bei leichten
Überspannungen. Die können dann auch dauerhaft anliegen. Die
Schutzmaßnahme muss dann aber vor jedem Busteilnehmer auf CLOCK und
DATA.