Positiver Reflektions und Durchlassfaktor

Gast #2237905
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Sehr geehrte Forenteilnehmer,

ich bin gerade am grübeln über folgenden Sachverhalt.

Beim berechnen der Reflexions und Durchlassfaktoren von zwei Medien, 
erhalte ich beim Übergang von Medium 1 (Wellenwiderstand Z1) zum Medium 
2 (Wellenwiderstand Z2) folgendes Ergebnis:

r = (Z2 - Z1)/(Z2 + Z1) > 0
d = 2*Z2 / (Z2 + Z1) > 0

Dabei ist Z2 > Z1, da Medium 1 = Luft und Medium 2 = Glas.

Die Differenz d - r ist 1 und d > 1.

Wie interpretiere ich das jetzt richtig. Der Reflexionsfaktor ist größer 
0 - gibt es keine Reflexion? Dass kann aber doch nur im Fall Z1 = Z2 
sein.

Zwickmühle - für Anregungen wäre ich dankbar.


Danke Frank.
#2237956
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Frank D. schrieb:
> Die Differenz d - r ist 1 und d > 1.

Wie kommst Du denn auf d-r=1? Richtig waere

d^2/Z2 + r^2/Z1 = 1,

das ist naemlich die Energieerhaltung - einfallende Leistung muss gleich 
durchgelassener Leistung plus reflektierter Leistung sein, sofern es 
keine anderweitigen Verluste gibt. Die Spannung U allein (fuer 
durchgelassenes Signal bestimmt durch d) ist nicht alleine 
ausschlaggebend fuer die Leistung, sondern auch die Impedanz R, denn 
allgemein P=U^2/R wie auch in der obigen Gleichung.

d kann also durchaus groesser werden als 1, naemlich maximal 2 (wenn der 
Lastwiderstand gegen unendlich geht). Reflexionen (r <> 0) gibt es immer 
wenn Z1<>Z2.

Wolfgang
Gast #2238155
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Hallo Wolfgang.

Wolfgang M. schrieb:
> d kann also durchaus groesser werden als 1, naemlich maximal 2 (wenn der
> Lastwiderstand gegen unendlich geht). Reflexionen (r <> 0) gibt es immer
> wenn Z1<>Z2.

Dank dir für deine Ausführungen.
Wenn d größer als 1 ist, bedeutet das doch, dass die transmittierte 
Feldstärke größer als die einfallende Feldstärke ist, oder?

Angenommen ich hätte ein r von 0.25 und d von 1.25 berechnet, ist die 
Feldstärke im Medium 2 nach Übergang von Medium 1 (1 - r) oder d?

Danke Frank.
Gast #2238667
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Wolfgang M. schrieb:
> Die Feldstaerke im Medium 2 ist proportional zu d. Das ist ja die
> Bedeutung des Durchlassfaktors. Die kann tatsaechlich groesser sein als
> die einfallende Feldstarke wenn Z2 > Z1 ist. Wichtig ist bloss die
> Energieerhaltung, und grosses Z2 bedeutet kleinen Strom im Medium 2.

Dank dir vielmals.

Ich haber das fast vermutet, nur haben wir in einem Seminar die 
Feldstärke folgendermaßen berechnet:

E2 = E1 - Er = E1 - E1 * r = E1 * (1 - r)

Mein Ansatz für die Lösung ist aber:

E2 = E1 * d


E2 ist die Feldstärke im Medium 2, E1 die Feldstärke im Medium 1 und Er 
die reflektierte Feldstärke.

r = Reflexionsfaktor
d = Durchlassfaktor


Grüße Frank.

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