DS1820 in Glykolleitung

OP #2247496
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...und Hallo mal wieder :-)

Mal ne etwas andere Frage: Ich muss zwei Temperatursensoren vom Typ 
DS18B20 in die Glykolleitung einer Erdwärmetauscher-Anlage reinbringen, 
um die Glykoltemperatur vor und nach dem Wärmetauscher zu messen. Hat 
jemand evtl. eine schlaue Idee, wie man das hinbekommt? Ne Idee wäre 
eine dünne Edelstahlhülse in die Glykolleitung einzuschweißen und den 
Sensor darin mit irgendwas zu vergießen, was eine hohe 
Wärmeleitfähigkeit hat, damit das Ergebnis nicht zu sehr von der 
Realität abweicht. Oder hat jemand eine andere Idee?

Grüße aus Krakau
Uwe
Gast #2247543
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Kommt immer darauf an was es kosten darf.

Für das Problem gibt es zig fertige Lösungen.

1. Kupferrohr mit eingeschweißter Hülse worin dein Sensor reinpasst. 
Gibt es fertig zu kaufen.

2. T Stück (mit 3 Innengewinden), in das mittige kommt ein Einsatz für 
Temperatursensorn.

3. Da die Glykoltemperatur nicht sehr hoch wird, kann man sich sowas 
auch selbst löten (Weichlöten). Einfach ein Kupferrohr anbohren und 
passende Hülse einbringen

es gibt noch zig weitere Möglichkeiten

Den Sensor wurde ich grundsätzlich in Wärmeleitpaste oder 
Wärmeleitkleber einbringen. Beinchen und Kabel mit Schlumpfschlauch 
(Kleber) überziehen.
#2247607
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Uwe,

die Antwort auf Deine Frage ist deshalb schwierig, weil man in solchen 
Fällen immer an die Vorkehrungen denken muss, die für spätere 
Instandhaltungsmassnahmen und Betriebsstörungen zu treffen sind. Wenn 
Du, z.B. den Temperaturfühler direkt durch einen Flansch in den 
Glykolstrom hängst, dann musst Du jedesmal, wenn Du den Fühler ersetzen 
willst, das Glykol ablassen (zumindest teilweise). Das kann aufwendig 
und teuer werden, wenn das Gykol, das Du einsetzt, gesundheitsgefährdend 
ist (z.B. Methyl- und Ethylengylkol. Propylenglykol ist harmloser) - Mal 
ganz abgesehen von dem Verlust, den der Anlagenstillstand verursacht.

Vielleicht ist es ganz gut, wenn Du Dich über die Montagearten 
informierst, die sich in der chemischen Industrie bewährt haben. Die 
.pdf-Datei von ABB ist dafür sehr gut geeignet:

http://www05.abb.com/global/scot/scot211.nsf/veritydisplay/61e709830c205cffc125754b004dc8b6/$file/03_temp-de-c-12_2008_secure.pdf

Für Deine Überlegungen ist die Montageart mit Schutzhülse interessant 
(siehe Seite 78ff). Wichtig ist nicht nur, wie's funktioniert - 
mindestens genauso wichtig ist, welche Reaktionsmöglichkeiten man hat, 
wenn's kaputt geht.

Viel Glück,

mare_crisium
Gast #2247663
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Warum so kompliziert, wenn das kein sicherheitsrelevanter Einbau mit 
TÜV-sonstwas Abnahme sein soll?
Es reicht völlig, die Platine mit dem überstehendem montierten Sensor im 
TO-92 per Kabelbindern am Rohr zu befestigen, einen Tropfen 
Wärmeleitpaste zwischen Sensor und Rohr aufzubringen und den Sensor mit 
extra Kabelbinder ans Rohr andrücken. Zur thermischen Isolation sollte 
dann z.B. Bläschenfolie drum. Fertig - Wartung kostet ein paar neue 
Kabelbinder. Für's Auge und zum Schutz gegen äußere mechanische 
Einflüsse kann man dahinter natürlich noch ein Gehäuse an die Wand 
schrauben, durch dass das Rohr mit "Anbau" frei durchläuft.
MfG
Gast #2247968
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>Vielleicht wäre so eine Tauchhülse tatsächlich die beste
>Lösung...
Das ist die richtige Lösung. Hülse schräg (nach optimalem Winkel und 
Länge mal suchen) oder in einen 90grd Bogen einschweißen. Fertig
MfG
#2248018
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Warum muss der Sensor vom Medium umgeben sein?

Damit er schneller anspricht?

Falsch, damit man einen höheren Preis beim Einbau erzielt, Folgekosten 
für die Wartung hat und die Strömung behindert wird.

Woraus besteht denn die Leitung?

Ich vermute Kupfer oder Edelstahl.

Wie dick ist die Wandung?

Ich vermute 1mm.

Wie zügig ist der Temperaturdurchgang durch 1mm Material?

http://de.wikipedia.org/wiki/Temperaturleitf%C3%A4higkeit


Zweifelt jemand an der Methode oder gibt es Gründe für eine 
Hülsenkonstruktion?

Bedenke: Die Hülsen waren bei den dicken Stahlleitungen früher
notwendig, bei PE-Verbundleitungen je nach geforderter 
Ansprechgeschwindigkeit vielleicht auch.


Beispiel:
Heizungs-Wärmemesser, Nachrüstlösung für Sparfüchse
http://forum.dwg.ru/attachment.php?attachmentid=49014&d=1290927561

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