Das wird kaum in einem Datenblatt eines Festplattenherstellers
drinstehen, da da -vom Festplattenhersteller selbst mal abgesehen-
niemand dran 'rumzufuhrwerken hat.
Ebenso wird man keinen Schaltplan einer Festplatte bekommen können.
Nur soviel:
Festplattenmotoren sind in der Regel bürstenlose Motoren, bei denen ein
Permanentmagnetanker um drei Spulen angeordnet ist. Die
Ansteuerungselektronik erzeugt in diesen Spulen ein Drehfeld, um den
Motor anzutreiben.
Der Festplattenarm ist außer bei extrem veralteten Platten (< 80 MByte)
ein Linearmotor, der aus einer Spule (mit zwei Anschlüssen) in einem
äußerst starken homogenen Magnetfeld besteht. Das Magnetfeld wird durch
einen oder zwei Neodym-Permanentmagnete erzeugt.
Eine Auslenkung des Festplattenarmes erfolgt durch einen Stromfluß
durch die Spule, dabei muss durch eine Rückkopplung mit von der
Festplatte gelesenen Daten (Servodaten) eine Spurlageregelung
realisiert werden.
Wer ein Messgerät bedienen kann, kann zumindest die Spannungswerte, die
bei so einer Festplatte auftreten, im Betrieb leicht messen. Ein DVM
oder -besser- ein Oszilloskop kann in solchen Fällen erstaunlich viele
Erkenntnisse bringen; gerade die Drehfelderzeugung des Spindelmotors
sollte man sich mit einem Mehrkanaloszilloskop näher ansehen ...