Hallo ihr Spezialisten!
Ich habe mal eine Frage: Irgendwo hab ich mal (glaube ich) was gelesen,
dass es möglich ist, aus dem 32kHz Quarz am ACLK einen höheren
Systemtakt zu generieren, ohne einen anderen Quarz zu benötigen - aber
ich finde es nicht mehr oder ich hab einfach Blödsinn in Erinnerung.
Ziel ist, einen relativ genauen Takt von 1.8432MHz zu bekommen, aber
halt abgeleitet aus dem ACLK.
Ich meine, das ging irgendwie mit dem DCO, welcher dann ständig
verglichen und neu eingestellt wird.
Weiß da einer was zu? Und ist die Variante, falls das geht, evtl.
stromsparender als mit dem zweiten Quarz?
Gruß, Guido
Guido Gertz schrieb:> Ziel ist, einen relativ genauen Takt von 1.8432MHz zu bekommen, aber> halt abgeleitet aus dem ACLK.
Ginge zwar, aber so richtig doll wird das nicht. Muss auch zyklisch
nachgestellt werden und liegt dann immer noch ein Stück daneben...Das
war mal eine Appnote von TI.
Guido Gertz schrieb:> Ziel ist, einen relativ genauen Takt von 1.8432MHz zu bekommen, aber> halt abgeleitet aus dem ACLK.
ACLK wird (ebenso wie MCLK und SMCLK) von den Taktgeneratoren abgeleitet
(siehe die div. User's Guide's). Falls das z.B. ein MSP mit FLL+ ist,
kann ACLK direkt für die Stabilisierung von DCOCLK verwendet werden.
> Ich meine, das ging irgendwie mit dem DCO, welcher dann ständig> verglichen und neu eingestellt wird.>> Weiß da einer was zu? Und ist die Variante, falls das geht, evtl.> stromsparender als mit dem zweiten Quarz?
Theoretisch ja, wenn man wüsste welcher MSP430 es denn ist...
Guido Gertz schrieb:> Es handelt sich um den MSP430F2418 - FLL+? Glaube nicht, dass es die> gibt. Bis jetzt noch nicht gelesen.
Dann nur über die angesprochene Software-Variante
Wenn ich mich da mal einklinken darf:
Beim LAunchpad lag auch ein 32,768kHz Quarz bei, den ich natürlich
sofort eingelötet habe. Können die beigelegten MSP430G2211 und
MSP430G2231 das auch irgendwie? Software-PLL wär mir auch willkommen. Wo
ist die Appnote dazu, die oben genannt wurde?
mfg mf
Die reine Softwarelösung (Tuning des DCO in Software anhand von mit dem
32 kHz-Oszillator erzeugten Timerinterrupts) funktioniert zwar, erzeugt
aber einen Takt, der selbst für eine UART-Anwendung schon grenzwertig
ist.
Warum 1.8432 MHz? Die üblichen UARTs in den verschiedenen
MSP430-Varianten benötigen keine sogenannten Baudratenquarze, sie
können auch mit ganzzahligen glatten Frequenzen Baudraten mit
ausreichend niedriger Fehlerrate erzeugen. Das kann schon so ein
Urgestein wie der 'F15x.
Brauchst du den Takt für die UART? 460.800 klingt nach UART. Das geht
sehr gut auch aus 8 MHz usw. mit dem Baudratengenerator des MSP430 wenn
man den Modulator mitbenutzt. Ist extra dafür da.
OK, mehr dazu - sorry, hätt ich auch gleich schreiben können...
MSP430F2418 -> UART: 1200Baud -> HART-Modem
Das HART-Modem braucht diesen Takt zum Modulieren des Ausgangssignals.
Momentan habe ich einen 1.8432MHz Quarz dran, welcher mittels
Hardware-Timer einen Pin toggled...undzwar geht der Timer bis 1 !!! Weil
1.8432/2 wegen togglen sind schonmal die Hälfte..und der Timer braucht
einen Takt zum Rücksprung, wodurch effektiv durch 4 geteilt wird.
Das geht ja mit keiner ISR. Geht es noch anders?
Achso: das wichtigste: Meine Schaltung sollte so ca. 400uA weniger
verbrauchen - das wär toll, daher die Frage mit dem einen Quarz für zwei
Quellen.
Momentan habe ich halt zwei Quarze dran, weil ich auch noch genaue
Sekunden zählen muss. Und der Baudratenquarz ist momentan der Kompromiss
zwischen niedriger Taktfrequenz und anständiger Quelle für das Modem.
Für jeden anderen Vorschlag bin ich offen.
Ich hab aber auch noch nicht ao ganz gerafft, ob der DCO nach der
Initialisierung der Taktquellen weiterläuft, oder nicht...sollte er
weiterlaufen, so verbraucjt er unnötig Strom.
Aber ich habe mittlerweile schon soviel an den SCG0 und SCG1
rumgedreht...mal geht nichts mehr, mal das nicht mehr, mal das nicht -
nur ob er automatisch aus ist, weiß ich nicht.