Erdung von Geräten mit Metallgehäuse, vorgeschrieben oder nicht?

OP Persönliche Seite #2261832
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Moin Leute,

mir ist letztens im Saturn aufgefallen, dass die neueren Verstärker für 
Audio zwar hinten eine Kaltgerätebuchse besitzen, aber bei denen fehlt 
der Erdungsnippel. Die Gehäuse sind aus Metall, innen werkelt u.a. ein 
fetter Trafo.

Kleinere Geräte wie Equalizer, seinerzeit TapeDecks und CD Player haben 
seit "immer" auch ein Metallgehäuse und nur eine zweiadrige Leitung mit 
kleinem EURO Stecker.

In der Ausbildung hab ich mal gelernt, dass Geräte mit Metallgehäuse 
geerdet sein müssen.

Ist das nicht (mehr) der Fall? Oder gilt das nur für Geräte, die die 
230V auch wieder ausgeben?
Übernimmt hier der Netztrafo die Aufgabe der Schutzisolierung?


VG,
/th.
#2261866
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Mike Strangelove schrieb:
> Das letzte Mal als ich meinen verwendet habe, konnte man ihn in die 220
> V Dose stecken...

Da habt ihr aber ganz schön große Steckdosen bei euch, wenn da der ganze 
Laptop reinpasst. Mal im Ernst; vermutlich wirst du zu dem Laptop ein 
Netzteil haben, das wird aus Kunststoff sein, hinten kommen 230V rein, 
vorne z.B. 20 raus. Das Notebook läuft wohl kaum mit 230V außer es st 
irgend ein 20 Jahre altes Spezialteil.
#2261874
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Ansonsten waren auch schon frühere CD-Player Schutzisoliert, auch mit 
Metallgehäuse. Nur wird anscheinend bei den neueren eine dreipolige 
Buchse statt fest verbautem Kabel/ zweipoliger Buchse verwendet.

Wikipedia sagt dazu;
Betriebsmittel mit Schutzklasse II haben eine verstärkte oder doppelte 
Isolierung zwischen Netzstromkreis und Ausgangsspannung beziehungsweise 
Metallgehäuse (VDE 0100 Teil 410, 412.1) und haben meist keinen 
Anschluss an den Schutzleiter. Diese Schutzmaßnahme wird auch 
Schutzisolierung (Sichere Elektrische Trennung) genannt. Selbst wenn sie 
elektrisch leitende Oberflächen haben, so sind sie durch eine verstärkte 
Isolierung vor Kontakt mit spannungsführenden Teilen geschützt. 
Bewegliche Geräte der Schutzklasse II haben meist keinen 
Schutzkontaktstecker; zum Anschluss werden Stecker verwendet, die keinen 
Schutzkontakt besitzen; bei großen Strömen sind dies in Deutschland 
Konturenstecker - Steckerausführungen, die einem Schukostecker ähnlich 
sehen. Bei kleinen Strömen (bis zu 2,5 A) werden so genannte Eurostecker 
verwendet. Wird ein Kabel mit Schutzleiter verwendet, darf dieser nicht 
an das Gehäuse angeschlossen werden und muss wie ein aktiver Leiter 
behandelt werden. (VDE 0100 Teil 410, 412.2.2.4) Beispiel: 
Industriestaubsauger mit Schukosteckdose am Gerät Betriebsmittel dieser 
Schutzklasse müssen das Symbol "Schutzklasse II" (siehe rechts) 
gekennzeichnet sein. (VDE 0100 Teil 410, 412.2.1.1)

http://de.wikipedia.org/wiki/Schutzklasse_%28Elektrotechnik%29#Schutzklasse_II_.2F_Schutzisolierung
#2262004
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Mike Strangelove schrieb:
> Bei doppelter Isolierung kann Metall verbaut sein, ohne Erdung. Laptop
> ist auch aus Metall (Magnesium/Aluminium) und nicht geerdet.

Drum wundert es mich, dass die Netzzuleitung mit nem dicken fetten 
3-poligem Stecker ausgerüstet ist. Der dicke Kloß nimmt ne Menge Platz 
weg - aber abschnippeln und nen zweipoligen Flachstecker dranmachen 
dürfte wohl verboten sein.
#2262029
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Michael K-punkt schrieb:
> aber abschnippeln und nen zweipoligen Flachstecker dranmachen
> dürfte wohl verboten sein.

Verboten für Fachkräfte. Amateure haben da ohnehin ihre Finger
von zu lassen. Wenn es die Schutzklasse erlaubt kann man auch
ein Metallgehäuse ungeerdet lassen. Dann muss die Isolierung
innerhalb des Gerätes erfolgen, entweder durch Verguss oder
Isolierplatten im 230V- Verdrahtungsbereich. ELV macht in letzter
Zeit da recht brauchbare Berichte zu solchen Themen.

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