Marcel (gast) schrieb:> Von wo und was benutzt Du genau? Bilichtungszeit ist damit dann ca. das> vierfache als "normale" Folie?
Verschiedene Hersteller, was gerade bei Staples vorrätig ist. 60 gramm
Papier.
Belichtung mit UV-Röhren Belichter ca. 5 min
Material: Bungart
12 Gramm Ätznatron pro Liter
Das ganze nennt sich Transparentblock und sieht so aus
http://www.amazon.de/Folia-8000-25-Transparentpapierblock-80-m%C2%B2/dp/B000FOT88G/ref=sr_1_10?ie=UTF8&qid=1311529658&sr=8-10
Meiner ist noch von Stables (vor Ort) und hat dort 4,19 EUR gekostet (25
Blatt), aber aktuell sehe ich den dort gerade nicht mehr.
Der Vorteil von Transparentpapier ist, es verzieht sich nicht im
Laserdrucker und man kann bei nicht ausreichender Deckung es auch mit 2
Lagen probieren (Belichtungszeit erhöht sich). Hohe Lichtdurchlässigkeit
erreicht man mit Pausklar oder etwas ähnlichem (ist natürlich immer
erwas "Sauerei"). Probieren kann man auch das Blatt zweimal durch den
Drucker laufen zu lassen (geht nur bei genauem Einzug), um den
Schwärzungsgrad zu verbessern.
Transparentpapier geht auch gut mit pigmentierten Tinten
(nicht-pigmentierte Tinten verlaufen und sind diesbezüglich
unbrauchbar).
Ah okay, also brauche ich kein Öl drauf streichen oder Pausplar oder
Ähnliches, richtig?
Hört sich für mich irgendwie ähnlich wie das Verfahren Kopierpapier an.
Wenn der Toner da richtig gut deckt, sollte es auch gehen, oder klappt
das nciht?
Ich belichte auch mit Transparentpapier, wird nur einmal bedruckt und
ich benutze keine weiteren Sprays oder sowas.
Das ausgedruckte Layout ist leicht durchscheinend, aber trotzdem werden
die Platinen einwandfrei belichtet.
Bei ebay übrigens besser mit Stichwort Transparentpapierblock suchen.
;)
> Ah okay, also brauche ich kein Öl drauf streichen oder Pausplar oder> Ähnliches, richtig?
Das kann man nicht pauschal sagen. Kommt immer drauf an, ob die Deckung
ausreicht, wie stark die UV-Quelle ist, der Abstand etc. MIT Pausklar
ist die Belichtung nach meiner Erfahrung einfacher, weil nun mal
wesentlich mehr UV durch die Vorlage dringt. Wenn es auch OHNE klappt,
warum nicht?!
Ich habe verschiedene Verfahren mit meinem Laserdrucker (HP LJ 4100,
Original HP-Toner) versucht:
- Laserfolie, unbehandelt: nicht deckend genug, ungleichmäßig
- Laserfolie, mit Tonerfestiger besprüht: gleichmäßig gut deckend
Die Laserfolie verziehen sich leicht. Wenn man das verhindern möchte
lässt man die Folie vor dem endgültigen Druck 2x mit höherer
Fixiertemperatur ohne Druckbild durch den Laser. Dann Fixiertemperatur
reduzieren und richtig bedrucken, dann Tonerfestiger. Das gibt bei mir
die besten Ergebnisse.
Ich hab sicher 5 oder 6 unterschiedliche transparente Zeichenpapiere
ausprobiert. Lassen sich gut bedrucken, das Verziehen ist ähnlich wie
bei der Folie.
Pausklar hat bei mir mit dem Transparentpapier nix gebracht, ist nicht
wirklich in das Papier eingedrungen.
Nachteil des Transparentpapiers ist der schlechtere Kontrast im
Vergleich zur Folie. Ich hab Vergleichsreihen gemacht und die
Belichtungszeiten für jede Methode optimal gewählt. Dann das Ergebnis
verglichen. Die Laserfolie hat besser abgeschnitten, das ist das was ich
seit dem verwende.
Meine Empfehlung daher: Kauf Dir ne Dose Tonerfestiger und probier es
nochmal mit der Folie.
Gerd E. (robberknight) schrieb:
> Pausklar hat bei mir mit dem Transparentpapier nix gebracht, ist nicht> wirklich in das Papier eingedrungen.
Der optische Unterschied mit/ohne Pausklar ist bei Transparentpapier
auch eher gering und dann neigt das Pausklar auch relativ schnell auf
diesem Papier zu verdunsten. Ich hab hier welches vor mir und das gerade
nochmal ausprobiert. Solange das Papier durchnässt ist sieht man aber
den Unterschied schon. Ich bin mir allerdings selber nicht sicher wie
hoch die UV-Durchlässigkeit generell bei Transparentpapier ist (denke
sie ist bereits ohne Pausklar schon ganz gut), so dass die Anwendung von
Pausklar eigentlich nicht mehr viel bringt. Da muss ich selber nochmal
schauen.
> Ich hab sicher 5 oder 6 unterschiedliche transparente Zeichenpapiere> ausprobiert. Lassen sich gut bedrucken, das Verziehen ist ähnlich wie> bei der Folie.
Das wäre mir neu.
>> Ich hab sicher 5 oder 6 unterschiedliche transparente Zeichenpapiere>> ausprobiert. Lassen sich gut bedrucken, das Verziehen ist ähnlich wie>> bei der Folie.>> Das wäre mir neu.
Ich hab ne A4-Seite mit nem 1x1 cm Raster gefüllt und das mit
Tintenstrahler auf Tintenstrahlerfolie gedruckt. Das habe ich als
Referenz genommen und die Laserausdrucke damit auf dem Leuchttisch
verglichen.
Das Ausmaß des Verziehens hängt aber sicher von der verwendeten
Laserfolie und der Fixiertemperatur des Lasers ab.
Meint ihr mit Verziehen, dass sich die Folie nach dem Drucken wellt?
Soweit ich weiß habe ich bei meinem Laserdrucker keine Möglichkeit, die
Fixiertemperatur einzustellen.
Ich würde wenn es besser ist, auch eine Folie verwenden, am liebsten
wäre mir etwas günstiges, was ich nicht durch irgendwelche Sprays
nachbehandeln muss.
Habt ihr auch Erfahrungen mit Kopierpapier?
Autor: Gerd E. (robberknight) schrieb:
>>> Ich hab sicher 5 oder 6 unterschiedliche transparente Zeichenpapiere>>> ausprobiert. Lassen sich gut bedrucken, das Verziehen ist ähnlich wie>>> bei der Folie.>>>> Das wäre mir neu.> Ich hab ne A4-Seite mit nem 1x1 cm Raster gefüllt und das mit> Tintenstrahler auf Tintenstrahlerfolie gedruckt. Das habe ich als> Referenz genommen und die Laserausdrucke damit auf dem Leuchttisch> verglichen.
Da liegt der Knackpunkt drin. Tinte vergleich mit Laser.
Ich habe eine Platinenfläche von 160x100 mm mit OpenOffice erstellt und
mit Siemenssternen gefüllt (Anzahl 40; angefangen von 0.01 mm
Liniendurchmesser aufsteigend (+ jeweils 0.01 mm); die letzten beiden
Sterne wieder 0.25 und 0.15 mm).
Das ganze einmal ausgedruckt auf Transparentpapier und auf normalem
Laserdruckerpapier. Deckungsgleichheit im Gegenlicht vor
Plexiglasscheibe beurteilt und .. ist deckungsgleich. Da ich nicht an
den Verzug durch Hitze auch von normalem 80g Papier glaube ist für mich
damit der Verzug von Transparentpapier negativ bzw. es verzieht sich
nicht.
Dann der Vergleich mit dem Tintenausdruck (ip3600) und siehe da, der
Laserausdruck ist in horizontaler Richtung nach 160 mm etwa 0.5 mm
kürzer als der Tintenausdruck (vertikal schwer auszumachen), deckt also
nicht. Ich denke allerdings, mit einer minimalen Skalierung (gibt mein
Druckertreiber beim 6L leider nicht her) bekäme man beide
Deckungsgleich. eagle Ausdrucke könnte man allerdings einfach
sklalieren.
Bei Folen tritt eher ein anderer Effekt auf, da hat man beim Laser einen
(je nach Folie u. Drucker) nichtlinearen Verzug der Folie, der auch
heftiger sein kann, als der Unterschied der sich hier zeigt. Insofern
ist das nach meiner Ansicht noch was anderes.
Marcel (gast) schrieb:
> Meint ihr mit Verziehen, dass sich die Folie nach dem Drucken wellt?
So schlimm ist es nicht, es sei denn du hast Overheadfolien genommen. ;)
agp schrieb:> So schlimm ist es nicht, es sei denn du hast Overheadfolien genommen. ;)
Ja sicher, gibt es denn noch andere Folien, ausser die a* teuren
Spezielfolien?
Hier wurde aber häufig von Verzug gesprochen. Darunter kann ich mir
jetzt nichts vorstellen. Ich hatte es manchmal nur, dass meine Folie aus
dem Drucker etwas gewellt kam.
Marcel (gast) schrieb:> lieber dickes und schweres (bessere Temperaturbeständigkeit aber> undurchlässiger) oder besser ganz dünnes, leichtes?
Besser duennes. Bei dickerem hast du an der Seite der Leiterbahnen
Unterstrahlung.
Helmut Lenzen schrieb:> Marcel (gast) schrieb:>> lieber dickes und schweres (bessere Temperaturbeständigkeit aber>> undurchlässiger) oder besser ganz dünnes, leichtes?>> Besser duennes. Bei dickerem hast du an der Seite der Leiterbahnen> Unterstrahlung.
Deswegen spiegelt man auch den Ausdruck.
Marcel (gast) schrieb:>> Meint ihr mit Verziehen, dass sich die Folie nach dem Drucken wellt?
Nein, sondern daß der Ausdruck auf der Folie im Format ungleichmäßig
wird, weil manche Teile der Folie sich durch die Hitze beim Fixieren
stärker ausdehnen als andere.
Wenn Du also nen Raster mit exakt 10mm x 10mm druckst, kommen nachher
auf der Folie z.B. 10mm x 10,05mm raus.
Bei den Pads stört das in der Regel nicht, auch bei 0,5er Dotpitch hatte
ich da noch nie Probleme mit. Störend ist es eigentlich nur wenn Du
zweiseitige Layouts machst und Bohrlöcher mit engem Restring verwenden
willst. Dann kann es eben sein daß die nicht exakt passen, auch wenn Du
4 saubere Positionier-Bohrungen in die Ecken der Platine gesetzt hast.
Daher lasse ich die Folien für zweiseitige Platinen vorher zweimal leer
durch den Drucker um die sozusagen vorzudehnen. Und dann geb ich halt
nen bischen mehr Restring dazu und dann passt das.