Halli Hallo Weil man immer die Warnungen bezüglich Hochspannungen (>=2kV für den Betrieb) und explodierenden Köpfen hört wenn man mit Kollegen drüber redet: Ich weiss. Ich hatte schon "Netzwerke und Schaltungen" sowie "Felder und Komponenten" in der ETH und ausserdem werd ich das NUR im geschlossenen Hohlleiter mit ausreichendem Abstand zur Schaltung und Magnetron einschalten. Das Problem ist, dass ich bei Leistungselektronik einfach noch ned soo viel Erfahrung habe. Also Trafos wickeln etc. ist kein Problem. Von 230V-AC nach 24V-AC und dann mit Brückengleichrichter nutzbar machen ist auch kein Problem. Aber zur Beschaltung eines Magnetrons gibts aufm Netz halt ned sehr viel weil alle Schiss davor zu haben scheinen... Im Datenblatt vom 2N218 von Daewo das ich da habe hats zwar Kennlinien zur Impendanz etc. aber ned viel mehr als die olle allgemeinbekannte Einpuls-Verdopplerschaltung... Auf http://www.hcrs.at/MIKRO.HTM fand ich dann eine Schaltung ( http://www.hcrs.at/BILDER/MAGTRON4.GIF ), die mit Hilfe zweier phasenverschobener Mikrowellentrafos wenigstens sowas ähnliches wie einen Dauerbetrieb zuliesse, wenn da nicht die blöde Überschreitung der spezifizierten Leistung wäre.... Nun meine Frage: Das Magnetron ist ja eigentlich ein Röhrengleichrichter... Also einfach nur eine Diode... Kann man da nicht einfach einen Vorwiderstand davor hängen um die Leistungsaufnahme/Abgabe zu verringern? Bitte nicht hauen wenn ich was falsch überlegt hab. Danki ^.^
Gast
#2278573
Das gefährliche an der Strahlung ist nicht, dass dir dein Kopf explodiert, sondern dass du Blind davon wirst!
Ein Mikrowellenmagnetron bekommt man nicht so leicht gedrosselt. Das Magnetron schwingt erst ab einer bestimmten Leistung an. Vielleicht solltest du über ein Triac nur jede 2. Phase in den MOT einspeisen.
Hohlkopf schrieb: > Das gefährliche an der Strahlung ist nicht, dass dir dein Kopf > explodiert, sondern dass du Blind davon wirst! Das weiss ich. War auch mehr sarkastisch gemeint. Von wegen dem Inneren vom Auge... Glaskörper wars glaubs... Der nicht durchblutet ist und daher wie ein Omlet denaturiert wird... kA. ob das der richtige Teil im Auge ist... studiere Elektrotechnik nicht Biologie. Auf alle Fälle kocht da dann was im Auge und man wird blind. Ich weiss. Ich weiss :-)
Gast
#2279069
David Lanzendörfer schrieb: > Aber zur Beschaltung eines Magnetrons gibts aufm Netz halt ned sehr viel > weil alle Schiss davor zu haben scheinen... Nun, man findet immerhin Schaltpläne von Mkrowellenherden. Gruss Harald
Thomas S. schrieb: > Ein Mikrowellenmagnetron bekommt man nicht so leicht gedrosselt. Das > Magnetron schwingt erst ab einer bestimmten Leistung an. Vielleicht > solltest du über ein Triac nur jede 2. Phase in den MOT einspeisen. Super! Genau so einen Gedanken-Anstoss brauchte ich... Ḧmm... Nur wird dann nicht das Plasma unruhig? Denn die Idee ist: Mit dem Konzept hier http://ispc20.plasmainstitute.org/my_ispc/papers/94.pdf und hier http://www.kps.or.kr/home/kor/journal/library/downloadPdf.asp?articleuid=%7B80E30EF5-F67B-40D3-8402-DBE4B9208015%7D einen simplen Experimentalaufbau eines magnetoplasmadynamischen Antriebs zu realisieren. Ihr kennt vielleicht das Projekt VASIMR von AdAstra Rocket-Systems, die "Helicon-Antennas" für die Plasmaentladung verwenden. Dummerweise kriegen die die Impendanz und Verlustleistung der Antennen nicht genüngend gering hin so dass sie das letzte Mal nach spätestens 4h Test aufhören mussten weil ihnen langsam die Antennen durchschmorten... Mit Magnetrons geschieht die Leistungsübertragung in einem Hohlleiter, und hat sich dazumal schon 60 Jahre lang bewährt. Während die dort immer noch um einen Wirkungsgrad von 80% kämpfen hat das das Magnetron schon lange. Von daher ist meine Wahl aufs Magnetron gefallen da a) Bezahlbar b) Effizienter c) Einfacher :-)
Harald Wilhelms schrieb: > David Lanzendörfer schrieb: > >> Aber zur Beschaltung eines Magnetrons gibts aufm Netz halt ned sehr viel >> weil alle Schiss davor zu haben scheinen... > > Nun, man findet immerhin Schaltpläne von Mkrowellenherden. > Gruss > Harald Ja. Dem ist so. Nur will ich eben eine gleichmässige Plasmaflamme generieren um sie mit einem mit Kupferlackdraht umwickelten Ferrittrichter auf ~40km/s zu beschleunigen :-)
Gast
#2279178
David Lanzendörfer schrieb: > Harald Wilhelms schrieb: >> David Lanzendörfer schrieb: >> >>> Aber zur Beschaltung eines Magnetrons gibts aufm Netz halt ned sehr viel >>> weil alle Schiss davor zu haben scheinen... >> >> Nun, man findet immerhin Schaltpläne von Mkrowellenherden. >> Gruss >> Harald > > Ja. > Dem ist so. > Nur will ich eben eine gleichmässige Plasmaflamme generieren um sie mit > einem mit Kupferlackdraht umwickelten Ferrittrichter auf ~40km/s zu > beschleunigen :-) Nun, heisst das, das Du höhere Leistugen brauchst? Magnetrons sind doch von der Ansteuerung eher einfache Geräte. Heizung und Hoch- spannung anschliessen und schon laufen sie. Gruss Harald
Gast
#2279308
David, lass es sein! Wir wollen nicht sterben :D
So einfach ist das nicht. Ich rechne schon seit Jahren mit Mikrowellenfeldern rum. Wir vermeiden allerdings Plasma, weil sich da die Bedingungen aendern. Einfach mal einen Hohlleiter nehmen und Leistung durchlassen wird nicht viel bringen. Denn wenn das Plasma nicht in einem definierten Mode abgestimmt wird wird es nicht stabil sein. Lass mal.
Gast
#2279335
http://generalfusion.com/ frag doch mal bei denen nach
David Lanzendörfer schrieb: > Das Problem ist, dass ich bei Leistungselektronik einfach noch ned soo > viel Erfahrung habe. Und warum kaufst Du dann nicht einfach etwas Fertiges? Mügge und Alter stellen Magnetron-Netzteile speziell für Applikationen mit Plasma her. http://www.muegge.de/ http://www.altersystem.com/
Harald Wilhelms schrieb: > David Lanzendörfer schrieb: >> Harald Wilhelms schrieb: >>> David Lanzendörfer schrieb: >>> >>>> Aber zur Beschaltung eines Magnetrons gibts aufm Netz halt ned sehr viel >>>> weil alle Schiss davor zu haben scheinen... >>> >>> Nun, man findet immerhin Schaltpläne von Mkrowellenherden. >>> Gruss >>> Harald >> >> Ja. >> Dem ist so. >> Nur will ich eben eine gleichmässige Plasmaflamme generieren um sie mit >> einem mit Kupferlackdraht umwickelten Ferrittrichter auf ~40km/s zu >> beschleunigen :-) > > Nun, heisst das, das Du höhere Leistugen brauchst? Magnetrons sind > doch von der Ansteuerung eher einfache Geräte. Heizung und Hoch- > spannung anschliessen und schon laufen sie. > Gruss > Harald Hmm. Nein das bedeutet, dass ich Leistung kontinuierlich abgeben muss und nicht in Pulsen. Die Antwort auf die Frage ob ich weniger Leistung Pulsfrei (also im Dauerstrich) abgeben kann ist demfall bei einem standard Mikrowellenofen-Magnetron: Nein. Hmm. Demfall werd ich wohl mal den entsprechenden Wellenleiter berechnen und bauen, sodass ich eine stehende Welle bekomme, die vorzugsweise in der Mitte des Keramik/Quartzglas-Rohres zu stehen kommt und dann halt mit voller Leistung betreiben :-)
Stefan E. schrieb: > David Lanzendörfer schrieb: >> Das Problem ist, dass ich bei Leistungselektronik einfach noch ned soo >> viel Erfahrung habe. > > Und warum kaufst Du dann nicht einfach etwas Fertiges? Mügge und Alter > stellen Magnetron-Netzteile speziell für Applikationen mit Plasma her. > > http://www.muegge.de/ > http://www.altersystem.com/ ABER das ist teuer! Nicht? Bisher hab ich genau 0€ für mein Equipment ausgegeben ( Recyclingzeugs :-) ) Wollte eigentlich weiterhien so sparsam arbeiten. Dank Maxwell&co. weiss ich ja recht genau wo meine Augen brutzeln werden und wo ich meine Sehkraft behalte :-)
Oktav Oschi schrieb: > So einfach ist das nicht. Ich rechne schon seit Jahren mit > Mikrowellenfeldern rum. Wir vermeiden allerdings Plasma, weil sich da > die Bedingungen aendern. Einfach mal einen Hohlleiter nehmen und > Leistung durchlassen wird nicht viel bringen. Denn wenn das Plasma nicht > in einem definierten Mode abgestimmt wird wird es nicht stabil sein. > Lass mal. Hmm. Will aber >_< PS: Und ja. Wie man das berechnet ist mir klar. Es ging mehr um die Reduktion der Leistungsaufnahme um die "Augenwegbrutzel"-Gefahr zu reduzieren.
David Lanzendörfer schrieb: > ABER das ist teuer! Nicht? Bei dieser Art von Versorgungen musst Du schon mit einem Preis im vierstelligen Euro-Bereich rechnen. > Bisher hab ich genau 0€ für mein Equipment ausgegeben ( Recyclingzeugs > :-) ) Diese Art von Kunden werden von den o.g. Firmen wahrscheinlich nicht bedient. :-) > Wollte eigentlich weiterhien so sparsam arbeiten. Dann solltest Du Dich erst einmal in die Grundlagen der Regelung von Magnetrons einarbeiten. Die Steuerung der Ausgangsleistung eines Magnetrons ist in einem relativ weiten Bereich über die Regelung des Stromes möglich. Du benötigst also eine einstellbare Stromquelle, idealerweise mit einer Begrenzung des maximalen Stromes, um das Magnetron nicht jenseits der Spezifikationen zu betreiben (Gefahr von Moding oder ggf. Zerstörung).
So geht das aber nicht. Das Plasma ist eine nichtlineare Geschichte. Die Impedanz aendert sich mit der Last. Dh es gibt nicht "ein bisschen" Plasma mit weniger Leistung. Moeglicherweise gibt es "ein wenig" Plasma, das hat dann aber einen anderen Mode. Einen stabilen Mode, der unabhaengig von der Leistung ist, erscheint mir zwar moeglich, aber nicht so von nichts. Wenn wir dann mal ein paar Jahre drauf gearbeitet haben...
Oktav Oschi schrieb: > So geht das aber nicht. Das Plasma ist eine nichtlineare Geschichte. Die > Impedanz aendert sich mit der Last. Vollkommen richtig. Allerdings sollte David bei so einem Projekt Schritt für Schritt vorgehen. Das heißt zunächst sollte er sich um die Leistungsregelung des Magnetrons kümmern. Danach dann um die Ankopplung an den Waveguide, den Zirkulator, den 3-Stab-Tuner und dann schließlich die Auskopplung ins Plasma. > Einen stabilen Mode, der unabhaengig von der Leistung ist, erscheint > mir zwar moeglich, aber nicht so von nichts. Wenn die System wie oben beschrieben einmal steht, lässt sich die Leistung meist in einem weiten Bereich ohne Probleme einstellen. Eventuell müssen noch kleinere Anpassungen am Tuner vorgenommen werden, aber so dramatisch wie Du es beschreibst, ist es in der Praxis nicht.
Moeglich. Ich wuerd's auch ausprobieren. Ein Trafo, der die Spannung ab Netz bringt, und einen Variac vornedran. Das Plasma bekommt man da wo das E Feld am hoechsten ist. zB in einem Resonator. Dort ist die Impedanz am hoechsten. Wenn da nun ein Lichtbogen, aka unkontrolliertes Plasma entsteht, dann ist die Guete weg. Und die Spannung bricht zusammen. Wenn auf Resonanz angepasst wurde, wird nun die Leistung reflektiert. Allenfalls kann man's schnell genug neu anpassen.
Wie viel Leistung benötigt dein Plasmaantrieb? Wenn es im 10 Watt-Bereich wäre, dann könnte man es mit Solid-State machen. Hacky hat übrigens recht mit der leistungsabhängigen sprich nichtlinearen Last einen Plasmas. Guckst du z.B. hier auf Seite 51: http://www.fbh-berlin.de/downloads/Press/FBH_Annual_Report_2010.pdf Dort ist die Plasmazündung in einem Resonator bei Mikrowellenfrequenzen über die Zeit aufgetragen. Das gibt dir eine kleine Vorstellung vom Plasma.
Gast
#2279998
Was wurde eigentlich aus dem 3D-Drucker? ^^
Gast
#2280578
Vermutlich ist nicht nur das ABS geschmolzen....
.... schrieb: > Vermutlich ist nicht nur das ABS geschmolzen.... Ja. Die Treiberstufen waren zu schwach und die Mechanik buggy. Bin noch am debuggen. Das andere war jetzt erst mal so "Mich schlau machen, bevor ich das Labor in Flammen aufgehen lasse und mir meine Augen wegbrutzel" War auch recht informativ. Danke viel Mal! Jetzt bin ich schon ein ganzes Stückchen schlauer und weniger weit weg von der Möglichkeit dass das Experiment funktioniert :-)
Gast
#2282765
David Lanzendörfer schrieb: > Jetzt bin ich schon ein ganzes Stückchen schlauer und weniger weit weg > von der Möglichkeit dass das Experiment funktioniert :-) Weniger weit, aber immer noch sehr weit. Mit fatalen Folgen im Falle eines Fehlschlages. Ich appelliere an deine Vernunft, auf ein solches Experiment in deinem und deiner Mitmenschen Interesse zu verzichten!
.... schrieb: > David Lanzendörfer schrieb: >> Jetzt bin ich schon ein ganzes Stückchen schlauer und weniger weit weg >> von der Möglichkeit dass das Experiment funktioniert :-) > > Weniger weit, aber immer noch sehr weit. Mit fatalen Folgen im Falle > eines Fehlschlages. Ich appelliere an deine Vernunft, auf ein solches > Experiment in deinem und deiner Mitmenschen Interesse zu verzichten! Also... * Ich schau schon das niemand im Raum ist, der Geschädigt werden kann. * Wenn du "Menschen" so deutlich unterstreichst motivierst du mich fast noch mehr... :-P * Wer bist du eigentlich "Gast"? * Und ich werd schon nicht einfach so blöd sein und ewigs in das Ding rein starren respektive gleich mal Gas reinpumpen und mich wundern dass mir alles um die Ohren fliegt. Ich bin neugierig aber nicht dämlich. Daher ging ich ja vorher Informationen einholen bezüglich meiner Unklarheiten... Ausserdem bin ich immernoch am RepRap dran. Man kommt nicht vorwärts wenn man nur immer kreischend auf einem Baum vor sich hin zittert und alles mit Bananen bewirft, was anders aussieht als gewohnt...
.... schrieb: > Ich appelliere an deine Vernunft Hi david, ich appelliere an deinen Erfindergeist. Du wirst schon mehr oder weniger wissen was du machst. Also lass dir diesbezüglich nicht reinreden. PS: Plasma International verwendet gute aber teure Schaltnetzteile für ihre magnetronbasierenden Plasmalampen. In gewissen Grenzen regelbar. Genaueres müsstest du anfragen.
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