Auto Endstufe an Schaltnetzgerät betreiben

#2286416
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Hallo.

Ich möchte diese Endstufe zuhause betreiben -> 
http://www.conrad.at/ce/de/product/379391/
Nicht nur profisorisch oder vorübergehend, sondern dauerhaft.
Ich habe dieses Schaltnetzgerät: 
http://shop.lindinger.at/product_info.php?products_id=80202&osCsid=6ea816b95a1fefb94cce0c10ee0bb6f0
Hier sieht man es von innen: 
http://www.hifi-forum.de/bild/dsc02624_91132.html

Kann das durch die starke, pulsierende Belastung kaputt werden? Oder 
macht das dem garnichts, solange es nicht überlastet wird?
Gast #2286427
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Offiziell gehen sie nicht kaputt.

Praktisch handelt es sich natürlich um Billigramsch für Car HiFi 
Anwendungen, und da ein Auto auch nur 2000 Betriebsstunden lebt, sind 
die Dinger bei weitem nicht so solide aufgebaut, wie die deutlich 
teurere Heimelektronik, ist doch klar, noch Nichts kommt Nichts.

Potentiell lebensadauerbegrenzend unterdimenioniert sind bei beiden 
Geräten die inneren Kondensatoren und die Kühlung.
#2286432
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Meinst du die Endstufe, oder das Schaltnetzteil?

Ich meine eigentlich das Schaltnezteil. Denn das ist für 12V Akku 
Ladegeräte gedacht, die z.B. konstant ihre 30A ziehen. Aber ne Subwoofer 
Endstufe zieht bei einem Basschlag kurzzeitig ne riesenmenge stom, dann 
wieder garnichts.

Um die Endstufe mache ich mir ehrlichgesagt weniger sorgen, die ist SEHR 
sauber aufgebaut, wird auf maximal Leistung nichteinmal Lauwarm und die 
Kondensatoren sind nach 2 Jahren kein bisschen gebläht.

MfG Domi
Gast #2286439
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Dominik S. schrieb:
> Hallo.
>
> Ich möchte diese Endstufe zuhause betreiben ->
> http://www.conrad.at/ce/de/product/379391/
> Nicht nur profisorisch oder vorübergehend, sondern dauerhaft.

Du solltest eher den Verstärker öffnen, und feststellen, mit
welcher Betriebsspannung er intern arbeitet. Ich schätze mal,
so ca +-40V. Für diese Betriebsspannung würde ich dann das
Netzteil auslegen. Am besten mit einem Ringkerntrafo passender
Grösse, Gleichrichter und Siebelko. Die doppelte Spannungsum-
setzung, so wie Du sie planst, führt nur zu Problemen.
Gruss
Harald
#2286458
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Dominik S. schrieb:
> Kann das durch die starke, pulsierende Belastung kaputt werden? Oder
> macht das dem garnichts, solange es nicht überlastet wird?

Solange du in den angegebenen Bereichen bleibst. Du musst genau 
nachlesen, nur weil bei 12V xx Ampere auf dem Aufkleber steht, heißt das 
noch lange nicht, dass du auf einem Anschluss auch diese xx Ampere 
entnehmen kannst (!).

Die von dir sog. "pulsierende Belastung" sollte dem Netzteil eigentlich 
nichts ausmachen.

Was man dir hier vermitteln möchte ist, dass im Car-Hifi Bereich meist 
ziemlicher Müll verkauft wird und es absolut keinen Grund gibt, ein 
minderwertige Car-Endstufe wo anderst als im Auto zu verwenden.

Außerdem will man dir ans Herz legen, dass wenn du es unbedingt machen 
möchtest (wofür es keinen Grund gibt) du dich eher darum kümmern 
solltest, die intere Spannungsregelung der Endstufe zu umgehen, da diese 
dir nichts als Verlustleistung bringt. Nehmen wir an deine Endstufe 
arbeitet intern mit 40V:

Autobatterie ca. 12V -> Spannungregelung Endstufe -> 40V intern

was du vorhast:

230V AC -> 12V DC -> Spannungregelung Endstufe -> 40V intern

was du machen solltest:

230V AC -> 40V intern (Spannungregelung Endstufe übergehen).
Gast #2286606
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Harald Wilhelms schrieb:
> Du solltest eher den Verstärker öffnen, und feststellen, mit
> welcher Betriebsspannung er intern arbeitet. Ich schätze mal,
> so ca +-40V. Für diese Betriebsspannung würde ich dann das
> Netzteil auslegen. Am besten mit einem Ringkerntrafo passender
> Grösse, Gleichrichter und Siebelko. Die doppelte Spannungsum-
> setzung, so wie Du sie planst, führt nur zu Problemen.

Lehrmann Michael schrieb:
> was du machen solltest:
>
> 230V AC -> 40V intern (Spannungregelung Endstufe übergehen).

Genau dann wird die Endstufe sterben. Das Zusammenbrechen der intern 
erzeugten Betriebsspannung rettet sie vor dem thermischen Tod.

Das angesprochene SNT wird die Impulsbelastung in diesem Maße nicht 
besonders mögen, sollte aber deswegen nicht gleich kaputt gehen.
Gast #2286850
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Hinweis: Die Endstufe ist 1 Kanalig (Mono).

Zur Frage (Alles eigene Erfahrungen):
Ein Schaltnetzteil ist für eine Endstufe dieser Leistung nicht geeignet. 
Bei Impulslast (z.B. Bass) besteht die Gefahr, dass das Netzteil einen 
Kurzschluss oder Überlast annimmt und dann (kurz) abschaltet und 
anschließend gleich wieder startet (war bei mir zu Hause so). Wie das 
der Endstufe gefällt, weiß man nicht. Macht sie dieses mit, besteht 
immer noch die Gefahr der Zerstörung der Lautsprecher durch 
Rechteckspannung (Damals im Praktikum passiert), wenn die Endstufe keine 
Schutzschaltung (verzögerte Zuschaltung der Lautsprecher) besitzt.

Um diese Gefahr zu verringern, wird ein großer Elko aus dem Car-Hifi 
Bereich hilfreich sein.

Besser eine Endstufe / einen Verstärker wählen, welcher für 230V 
ausgelegt ist.
Gast #2286854
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mhh schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:
>> Du solltest eher den Verstärker öffnen, und feststellen, mit
>> welcher Betriebsspannung er intern arbeitet. Ich schätze mal,
>> so ca +-40V. Für diese Betriebsspannung würde ich dann das
>> Netzteil auslegen. Am besten mit einem Ringkerntrafo passender
>> Grösse, Gleichrichter und Siebelko. Die doppelte Spannungsum-
>> setzung, so wie Du sie planst, führt nur zu Problemen.
>
> Lehrmann Michael schrieb:
>> was du machen solltest:
>>
>> 230V AC -> 40V intern (Spannungregelung Endstufe übergehen).
>
> Genau dann wird die Endstufe sterben. Das Zusammenbrechen der intern
> erzeugten Betriebsspannung rettet sie vor dem thermischen Tod.

Naja, wenn man die Ladeelkos nicht allzugross macht, dürfte auch
dort die Spannung zusammenbrechen. Bislang hat ja Dominik nicht
gesagt, warum er diese Endstufe verwenden will. Vielleicht glaubt
er ja wirklich, das er dort 500W zur Beschallung eines Stadions
rausholen kann. :-) Ansonsten sollte man die interne Spannung
natürlich der gewünschten Leistung anpassen.

> Das angesprochene SNT wird die Impulsbelastung in diesem Maße nicht
> besonders mögen, sollte aber deswegen nicht gleich kaputt gehen.

Es kann aber auch zu Regelschwingungen durch die zwei hintereinander
geschalteten SNTs kommen.
Gruss
Harald
#2289047
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> Und der Kfz-Motor wird auf 1000 (!) Betriebsstunden ausgelegt!
Wo hast Du denn diesen Bullshit her?

Mal rechnen, wenn ich im Durchschnitt 50 km/h fahre habe ich nach 1000 
Stunden 50.000 km zurückgelegt. Mein Bus hat locker das Fünffache runter 
und der alte treue TDI springt selbst bei 20 Grad minus noch mit vier 
defekten Glühkerzen an...
#2289049
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Dominik S. schrieb:
> Danke für die informativen Antworten ;)
> Ich wollte das für meinen Heimkinosubwoofer (0,6kW RMS, 8Ohm) verwenden,
> aber wenn das so umständlich ist kaufe ich lieber ein gebrauchtes Aktiv
> Modul.
>
> MfG Domi

Naja Dominik,
0,6kw hmmmmm. das ist krass. Das sind ja schon 0,6 Mio. Milliwatt.

schön ist allerdings, dass du die Problematik einsehen konntest.
Ich würde auch sagen, dass du mit jedem leistungsmässig passenden
Bausatz welcher dann direkt auf Netzspannung aufsetzt, besser bedient 
wärest.


Gruss Klaus
#2289372
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Ich könnte damit auch 600 von solchen Subwoofern auf je 99dB laufen 
lassen ;D
Der hat einen so hohen Wirkungsgrad, dass er bereits bei einem Watt 99dB 
macht. Leider bringt eine Leistungsverdoppelung aber nur +3dB...

Meine Aktuelle Lösung sieht so aus: bereits vorhandene PA Endstufe mit 
ner Aktivweiche davor, also den Subwoofer passiv betreiben ;)

MfG Domi
Gast #2289438
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> Mal rechnen, wenn ich im Durchschnitt 50 km/h fahre habe ich nach 1000
> Stunden 50.000 km zurückgelegt.

Die 1000 Stunden sind die MTBF, in der Zeit geht also durchschnittlich 
was kaputt was dich am weiterfahren hindert und repariert werden muß 
damit du wieder fahren kannst.

> Mein Bus hat locker das Fünffache runter und der alte treue TDI
> springt selbst bei 20 Grad minus noch mit vier defekten Glühkerzen an...

Keines dieser Autos würde noch fahren, wenn du sie nicht repariert 
(lassen) hättest.

2000h bei Durchschnitt 64 sind übrigens 128000km, da gibt es meist teure 
Reparaturen, und 4000h sind 250000km, da sind Autos meist schrottreif.

Lange hält ein Auto nicht, dabei könnte man problemlos 1 Mio km bauen, 
wie man an Lastwagen und Bussen sieht, es wäre pro Nutz-km sogar 
billiger, aber Michel ist blöd und kauft lieber alle paar Jahre ein 
hippes neues Cabrio.
#2289462
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MaWin schrieb:
> Lange hält ein Auto nicht, dabei könnte man problemlos 1 Mio km bauen,
> wie man an Lastwagen und Bussen sieht,

Na ja, aber hast du mal die Ausmaße und das Gewicht in Relation zur 
Leistung eines LKW Motors gesehen?
Würde bestimmt toll aussehen in einem Mini einen 5 Liter Diesel mit 160 
PS drin zu haben.

Der Konkurrenzkampf ist im Automobilbau viel zu hart als daß sich die 
Hersteller hier Minderwertigkeit leisten können.

Du kannst dir ja einen alten Strich6er kaufen, der hielt bis zu 1000000 
km. Eben bei 60PS und 300kg Motor.
Gast #2289861
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Michael Roek schrieb:
> Und der Kfz-Motor wird auf 1000 (!) Betriebsstunden ausgelegt!

Michael Roek schrieb:
> Entschuldingung......ich hab das nur studiert.
> Und hab's auch erst nicht geglaubt.

Ich glaube es trotzdem nicht. 1000h Volllast-Motorlebensdauer - ok, 
denkbar. Das ganze Auto ist für 4000 Betriebsstunden konzipiert, incl. 
Motor. Dabei landet man bei vllt. 35 oder 40 km/h 
Durchschnittsgeschwindigkeit. Dabei gibt es wie überall Ausreißer nach 
unten und nach oben, d.h. ein Motor kann nach 70.000 km platt sein, aber 
auch erst bei 280.000 km. (mein drittletztes Auto: fast 235.000 km, und 
immer noch original Kupplung drin gewesen)

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