An die Fachleute hier drinnen, ich weis sonst nicht, wen ich da fragen
soll:
Am FI-Schalter steht: 40Ampere
Vorsicherung vor dem FI ist 63Ampere.
Das habe ich so gesehen und der Elektriker, der da war, den hab ich
gefragt, ob das so in Ordnung wäre - der sagte ja, dass ist es.
Aber ich habe da mein Problem - wenn ein FI-Schalter nur bis zu einem
Strom von 40A ausgelegt ist, dann darf doch da nicht mehr dranhängen,
demzufolge dürfte die Sicherung vor dem FI-Schalter nicht größer sein -
oder täusche ich mich da???
Angenommen, es fließt wirklich ein Strom von 63 Ampere, dann könnte der
FI doch warm werden, weil vielleicht die Isolierung nicht stark genug
ist, die Querschnitte im FI-Schalter zur Stromleitung ... - das stelle
ich mir zumindest so vor, aber der Installatör hat was anderes gesagt.
Fragender schrieb:> Das habe ich so gesehen und der Elektriker, der da war, den hab ich> gefragt, ob das so in Ordnung wäre - der sagte ja, dass ist es.
das ist doch schon das Problem - ist es nicht in ordnung. Für diesen
zweck muss man halt einen 63A FI nehmen - kostet meist auch nicht mehr.
Fragender schrieb:> Aber ich habe da mein Problem - wenn ein FI-Schalter nur bis zu einem> Strom von 40A ausgelegt ist, dann darf doch da nicht mehr dranhängen,> demzufolge dürfte die Sicherung vor dem FI-Schalter nicht größer sein -> oder täusche ich mich da???
Vlt. ist die 63A Sicherung flink, die 40A jedoch träge?
Helfer schrieb:> Fragender schrieb:>> Aber ich habe da mein Problem - wenn ein FI-Schalter nur bis zu einem>> Strom von 40A ausgelegt ist, dann darf doch da nicht mehr dranhängen,>> demzufolge dürfte die Sicherung vor dem FI-Schalter nicht größer sein ->> oder täusche ich mich da???>> Vlt. ist die 63A Sicherung flink, die 40A jedoch träge?
Oder man wechsel die 63A-Sicherung durch eine 40A-Sicherung aus - schon
passt wieder alles zusammen.
Fragender schrieb:> Am FI-Schalter steht: 40Ampere>> Vorsicherung vor dem FI ist 63Ampere.
Viel wesentlicher ist: Was hängt HINTER dem RCD?
Mal eine "übliche" 3phasige Installation vorausgesetzt:
Wenn da z.B. 6 B16 LSS verbaut sind, ist das eine einwandfreie
Installation.
Wenn da 9 B16 LSS ist es grenzwertig, aber da kann man diskutieren.
Wenn das 10 und mehr B16 LSS sind: Dann ist der RCD mit 40A zu knapp
dimensioniert. Etc.
Danke für die manigfaltige Anzahl Eurer Beiträge. Ich fand es sehr
schade, dass ich nur eine mässige Auskunft von einem Elektromeister
bekommen habe
Helfer schrieb:> Vlt. ist die 63A Sicherung flink, die 40A jedoch träge?
Ist denn der FI wirklich eine Sicherung? 40A-träge? Ein FI trennt doch
nur Phasen und Null vom Netz.
Bei mir hängen dran 7*Kraftsteckdose 16A, 2*32A, 12LSS 16A, 1LSS 10A -
zumindest in der Unterververteilung, wo dann von der Hauptverteilung der
Strang zur Unterverteilung geht und der FI-Schalter dazwischen sitzt.
Natürlich wird nie alles verwendet. Der Elektriker war halt da, hat
seinen Check gemacht wegen der Berufsgenossenschaft und mir gesagt, dass
das egal ist, ob da 40A auf dem FI draufstehen oder 63A, weil ich mir da
unsicher war, wollte ich einfach nur nochmal nachfragen und ein bißchen
noch was dazu lernen.
> Vlt. ist die 63A Sicherung flink, die 40A jedoch träge?
Der normale FI (RCD) löst bei Überstrom überhaupt nicht aus.
Er ist eben für 40A gebaut wenn 40A draufsteht.
Ob diese 40A durch die Vorsicherung (bei 63A offenbar nicht)
oder durch die nachfolgenden, nicht über 1m entfernten,
Sicherungen vor Überstrom geschützt ist, ist jedoch egal.
> hängen dran 7*Kraftsteckdose 16A, 2*32A, 12LSS 16A, 1LSS 10A
Dramatisch zu viel. Die Summe pro Phase darf 40A nicht
überschreiten, sonst bäuchte man einem zur Vorsicherung
passenden FI.
Es gibt zwar in Hausistallationen einen Schätzwert "mehr
wird auch in Summe nicht gezogen" der deutlich unter der
Summe liegt, aber dieses Schönrechnen halte ich nicht für
seriös sondern für ein Spiel mit dem Feuer.
> Für diesen zweck muss man halt einen 63A FI nehmen -> kostet meist auch nicht mehr
Doch. Deutlich. "Damals" sogar 78 DM zu 368 DM.
> Wenn das 10 und mehr B16 LSS sind:
...ist es Murks, da übliche Sicherungen erst verzögert beim doppelten
Strom nach 1 Sekunde auslösen müssen.
Wenn nach dem nächsten Stromausfall wieder Strom ins Haus kommt, könnte
es in solchen Überlast-Fällen wohl etwas rauchen. Daher lieber mehrere
FIs verbauen. Dann brennt evtl. noch etwas Licht im Haus.
MaWin schrieb:> Dramatisch zu viel. Die Summe pro Phase darf 40A nicht>> überschreiten, sonst bäuchte man einem zur Vorsicherung>> passenden FI.
Hmm, also hätte der E-Check eigentlich als mit Nichtbestanden gewertet
werden müssen. Wenn das jetzt tatsächlich der Fall ist, dann ist wieder
mal mein Vertrauen in das "Goldene Handwerk" verloren, wenn man nicht
selber wieder kontrolliert.
MaWin schrieb:> Es gibt zwar in Hausistallationen einen Schätzwert
Selbst wenn, bei 7 CEE und BG ist das eine Werkstatt. Da muss man auch
damit rechnen, dass der Strom gezogen wird. Entweder die Vorsicherung
auf 35A / 40A reduzieren - in der Werkstatt sicher nicht praktikabel -
oder einen FI mit 63A Bemessungsstrom einbauen. Keine Frage.
Wenn der FI 40A Bemessungsstrom hat, dann ist der dafür ausgelegt. Sonst
hätte der Hersteller ja 63A draufgeschrieben.
Ja, 63A FIs sind deutlich teurer. Wäre die Frage, wer den Ärger mit der
BG bekommt, - der Anlagenbetreiber oder der abnehmende Elektriker - wenn
der FI im Fehlerfall wegen verklebter Kontakte nicht öffnet. Kann mir
kaum vorstellen, dass der Elektriker das wirklich riskiert.
Hier
http://forum.electronicwerkstatt.de/phpBB/Elektroinstallation/mit_nennstrom_vorsicherbare_fi_schutzschalter-t64681f17_bs0.html
Kurz gefasst:
Ein 40A RCD (FI) hält 40A Dauerstrom aus.
Er hat normalerweise keine eingebaute Überstromsicherung.
Die Sicherungen vor ihm oder hinter ihm müssen die 40A sicherstellen.
Ein Aufdruck auf dem RCD (z.B. 63A oder 100A) sagt, daß die Vorsicherung
nicht über diesem Wert liegen darf, zur Absicherung von Kurzschlüssen IM
RCD, oft ist auch ein Trennschaltvermögen angegeben, 6000A oder 10000A.
Kurzzeitig darf der FI mit mehr asl 40A belastet werden, ob so
kurzzeutig wie eine B-Sicherung oder eine C-Sicherung oder eine
D-Sicherung erlaubt müsste man im Datenblatt nachgucken.
Die übliche Hausinstallation (63A rein, mehr als 63A raus) bedeuett, daß
die Summe aller Stromkreise nie voll belastet wird. Dieser Schätzwert
"63A reicht schon" darf man zwar zur Dimensionierung des Hausanschlusses
machen (3x63A reicht) aber nicht zur Absicherung (10 x 16A sind in Summe
nicht mehr als 63A wäre eine falsche Schätzung).
In Österreich scheint es andere Probleme zu gaben, so daß 40A FI mit 25A
abgesichert werden, weil die auch N trennen.
Funktion siehe auch Wiki-Skizze
http://de.wikipedia.org/wiki/Fehlerstromschutzschalter
Ein Elektriker, der heute NUR einen FI für das GANZE Haus einbaut, soll
mir bitte mal erklären, wie ich im Finstern zum unfallfrei zum
Sicherungskasten komme!! Schade, daß es für diesen speziellen Fall keine
Prügelstrafe gibt.
oszi40 schrieb:> Ein Elektriker, der heute NUR einen FI für das GANZE Haus einbaut, soll> mir bitte mal erklären, wie ich im Finstern zum unfallfrei zum> Sicherungskasten komme!!
und was hilft es dir wenn er ein FI für die Beleuchtung einbaut?
Oder Willst du 1 FI für jedes Zimmer? Aber der Flur ist ja nur ein
Zimmer, damit steht du schon wieder im dunkeln wenn dieser FI drausen
ist.
Man müsste also über eine beleuchteten Verteiler nachdenken, der sich
einschaltet wenn eine Sicherung oder ein Fi auslöst. Diese Lampe sollte
dann aber Redundant sein und an 2 veschienden FIs und Sicherungen
hängen.
Beim Fall vom obigen TS besteht der starke Verdacht daß der EINE FI für
komplette Finternis sorgt. Mit etwas Überlegung hätte man auch meherere
FI verbauen können und hätte noch nicht den Preis eines 63A-Typs
erreicht.
Vorteil wäre daß ein feuchtes Kabel nicht das ganze Haus lahmlegt (wo
evtl. auch der PC, die Telefonanlage, die Alarmanlage usw. betroffen
wären).
Aus dem erlesbaren Zusammenhang vom TE hier geht es um den E-Check
welcher eine bestehende Alt-Anlage auf korrekte Funktion u. Einhaltung
der Normen zum ZEITPUNKT der Installation prüft.
Und ebend NICHT um die derzeitig aktuellen Forderungen einer
Neuninstallation, einer neu zu errichtenden Anlage durch abschließende
Abnahme!
Elektroniker und E-Technik > Gebäudeinstallation sind dann wohl doch
mehr als zwei verschiedene Paar Schuhe!
Wer in beiden Welten zurecht kommen will, muß dann wohl auf einer ein
gewisses Manko in Kauf nehmen, oder sich besser informieren, da wo die
Defiziete bestehen.
... weiterhin lässt sich aus dem Thread herauslesen, dass es sich um
eine gewerbliche (Teil-) Installation (Stichwort: "Unterverteilung")
handelt. Ob die Beleuchtung separat ist, lässt sich nicht sicher sagen.
Sofern jedoch keine Nachtschichten gearbeitet werden, ist das Argument
mit dem ausfallenden Licht wohl ohnehin hinfällig.
Jaja, die lieben Elektriker... Solche Exemplare kenne ich (leider) auch.
Bloß: Was tun? - Das ist eine gute Frage.
Mittelfristig würde ich mir jedenfalls eine andere
Elektroinstallationsfirma für die immer wieder anfallenden Arbeiten
suchen.
Da es sich vermutlich um eine ältere Anlage handelt, die bisher noch
nicht abgebrannt ist, wird diese sicherlich auch weiterhin ihren Dienst
tun - so richtig dicke überlastet scheint der FI immerhin nicht zu sein.
Ein gewisses Restrisiko verbleibt natürlich dennoch. Man kann nun
natürlich den Elektriker bezüglich seiner Falschaussage zur Rede
stellen, ihn einen passenden FI installieren lassen, oder - gleich eine
andere Firma damit beauftragen, einen korrekten FI zu installieren. Ich
denke, das muss der TO abwägen, welche Maßnahme er mit seinem Gewissen
vereinbaren kann.
Na ja, der Elektriker ist ja überzeugt es richtig zu machen,
woher auch immer er seine Fehlinformation hat (das haben wir
schon immer so gemacht - weil es billiger war und niemand
meckerte)
also bleibt nur seine Innung bei der man die Arbeit bemäkeln
muß.
Sie sagt ihrem Mitglied dann was richtig ist, und deren
Meinung wird es sich beugen. So ist der offizielle Weg.
Und das ist in Odnung, schliesslich werden viele Kunden
angebliche Probleme haben, und wenn da klein Schliechter oder
Mittler zwischensitzt, funzt das nicht.
MaWin schrieb:> also bleibt nur seine Innung bei der man die Arbeit bemäkeln> muß.
muss man denn immer gleich zu der nächst höheren Stelle gehen und sich
beschweren?
Erstmal sollte man die Firma noch einmal darauf hinweisen, das es so
nicht richtig ist und ihr die Möglichkeit zur nachbesserung geben.
Eventuell weiß es ja wirklich der Monteur nicht besser. Wenn man die
Firma noch einmal schriftlich darauf hinweist werde sie sich vermutlich
erstmal genau darüber Informieren und einen dann eine Antwort geben. Im
schlimmsten Fall bleiben sie bei der Meinung das es OK ist, aber
vermutlich werden sie die FI austauschen.
Peter II schrieb:> Wenn man die> Firma noch einmal schriftlich darauf hinweist werde sie sich vermutlich> erstmal genau darüber Informieren und einen dann eine Antwort geben.
Darf ich dazu mal zitieren:
Herricht: Ja, jetzt weiß ich's!
Preil: Ja, jetzt, wo ich es Ihnen gesagt habe. Das müssen Sie gleich
wissen.
Das sind ja wohl Grundlagen, dass muss ein Elektriker wissen. Und wenn
sich die Grundlagen ändern, muss er sich informieren. Sonst brauch ich
auch keinen Fachbetrieb...
Timm Thaler schrieb:> Das sind ja wohl Grundlagen, dass muss ein Elektriker wissen. Und wenn> sich die Grundlagen ändern, muss er sich informieren. Sonst brauch ich> auch keinen Fachbetrieb...
ja so sollte es sein, aber leider gibt es diese perfekte Welt nicht.
Helfer schrieb:> Vlt. ist die 63A Sicherung flink, die 40A jedoch träge?
Da schmeißt du wohl etwas durcheinander. 40 A ist die
Strombelastbarkeit, für die der FI ausgelegt ist, fliegen tut der bei
einigen zehn mA Differenz.
Nochmal zur eigentlichen Frage zurück. Was ist wenn beim FI der
Nennstrom mit 40A angegeben ist aber der hersteller eine vorsicherung
von 63A angiebt. Denn so ist es bei mir im Haus der Fall.
Vielleicht weiß da jemand eine antwort!
Lg
Einfach eine Phase abklemmen, dann hast Du nur noch 42A Belastung auf
dem FI. Der wird dann immer noch sauwarm, aber das Gehäuse schmilzt
gerade noch nicht!
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Dieser und alle vorherigen Tipps wurden Ihnen präsentiert von:
- www.mikrocontroller.net. Die 230V-Trolle -
Es hat mit Sicherheit einen Grund, warum 63A Zählervorsicherungen
verbaut worden sind.
Somit ist auch ein FI 63A zu wählen!
Die Lastkontakte des FI 63A halten einen Mindeststrom von 63A bei
einschalten unter Vollast aus, was bei einem FI 40A zum Verschweißen der
Lastkontakte führen kann.
Grüße
Walter
Fragender schrieb:> An die Fachleute hier drinnen, ich weis sonst nicht, wen ich da fragen> soll:>> Am FI-Schalter steht: 40Ampere> Vorsicherung vor dem FI ist 63Ampere.
Bist du dir sicher, dass der FI direkt nach der Vorsicherung von 63A
kommt?
>> Das habe ich so gesehen und der Elektriker, der da war, den hab ich> gefragt, ob das so in Ordnung wäre - der sagte ja, dass ist es.
Nehmen wir mal an, es stimmt, was der Elektriker sagt (und davon gehe
ich mal aus), dann gehst du von falschen Vorraussetzungen aus.
63A ist in der Regel die Hausanschluß-Absicherung. Dass direkt danach
ein FI kommt halte ich für sehr unwahrscheinlich (wie einige hier schon
angemerkt haben). Normalerweise werden einzelne Räume oder
Leitungsgruppen damit abgesichert. Z.B. Bad (Licht, Steckdosen). In
diesem Fall würde ein 40A FI sicherlich ausreichen.
Schau nochmal, ob du tatsächlich nur einen FI hast, oder ob da mehrere
sind, die einzelne "Gruppen" absichern.
Ausgehend von den ~40A des RCDs darf die übergeordnete Sicherung, bei
Anwendung der Selektivität, bei Kurzschluß nicht auslösen, das sind 63A.
Das Nennstromverhältnis muß mindestens 1:1,6 betragen (DIN VDE 0636_x).
>Mittelfristig würde ich mir jedenfalls eine andere>Elektroinstallationsfirma für die immer wieder anfallenden Arbeiten>suchen.
Anno Tobak war es üblich nur die Bereiche, die auch einen FI benötigen
mit diesem abzusichern. Es ist also möglich, das es Sicherungen in
deiner Verteilung gibt, die nicht hinter dem FI liegen.
Spätestens dann würde die Rechnung stimmen.
Eine Firma zu finden, die dir alles mögliche und eventuell unnötige in
deine Verteilung einbaut, dürfte kein Problem sein. Aber dann bitte
keinen Streit über die (Un)kosten.