2n6254 Ersatztyp gesucht

OP #2293185
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Guten Morgen

in einem Netzteil 0-50V 10A sind sechs Transistoren 2n6254 (RCA 
1854-0755) mit jeweils einem eigenen Emitterwiderstand 0,3 Ohm als 
Längstransitoren parallel geschaltet.

http://pdf1.alldatasheet.com/datasheet-pdf/view/107781/SEME-LAB/2N6254.html

Bei einem Transistor hat die BE Strecke Schluß, so daß nichts mehr geht.

Da ich ihn bislang nur bei Farnell gesehen habe, suche ich einen 
Ersatztyp.

Als erste Wahl hätte ich 2N3772

http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/microsemi/2n3771.pdf

die zweite Wahl wäre 2N5886
http://www.datasheetcatalog.org/datasheet/SGSThomsonMicroelectronics/mXussrq.pdf

wobei mir der erste schon wegen des Preises lieber wäre, da ich wenn 
alle ersetzen möchte, damit die Eigenschaften wieder ähnlich sind.

Bei Nennstrom haben beide Ersatz-Transitoren ein niedrigeres Uce bei 
ähnlichem hfe, also weniger Verlust.
Die maximale Uce (Ib=0) stimmt auch.
Pinout paßt.
Aber vielleicht habe ich ja etwas übersehen.

Der Trafo hat eine max. Nennspannung von 52V und die Siebelkos sind mit 
100V angegeben.

Vielleicht kann ich noch einen Hinweis bekommen, worauf ich noch 
unbedingt achten müßte.
Gast #2294291
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Heiko Bendt schrieb:
> Bei Nennstrom haben beide Ersatz-Transitoren ein niedrigeres Uce bei
> ähnlichem hfe, also weniger Verlust.

Die Verluste sind nur durch deinen Ausgangsstrom bestimmt. Hat mit Uce 
nix zu tun

Bei 52V AC = 75V-80V DC brauchst Du auf jeden Fall 80V-Typen (UCEO) mit 
150W (knapp 2A je Transistor). Da ist hoffentlich noch eine 
SOA-Überwachung drin sonst wirds bei höheren Temperaturen knapp.

Die Stromverstärkung solltest Du bei 2A vergleichen.


Gruß Anja
OP #2294353
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Ich komm hier zu nichts :-(
Aber danke erstmal für die Antworten. Ich werde bei nächster Gelegenheit 
mal den einen Transistor abklemmen und ausprobieren, ob der Rest des 
Gerätes seine Funktion wieder aufnimmt. Leider ist die Mechanik etwas 
verbaut, so daß das nicht eine Sache von 5 Minuten ist.

@Anja:
Du hast natürlich recht. Die Datenblattangabe hat mich etwas verwirrt. 
Die bezog sich m.E. auf die minimale an der CE-Strecke abfallende 
Spannung bei gegebenem Strom.
Trotzdem gehe ich nicht davon aus, daß soviel Leistung verbraten wird. 
Je nach eingestellter Ausgangsspannung werden halbwellenweise 
Trafowicklungen zugeschaltet. So steht es jedenfalls geschrieben und die 
fetten Triacs sind auch gut zu sehen :-) Die Leiterplatte sieht trotzdem 
übel aus (siehe Anhang) Die Schrauben sind nicht übrigends nicht (mehr?) 
fest. Die Scheiben klappern. Die beiden Kühlkörper sitzen allerdings im 
Luftrom eines 12cm Lüfters. Noch ein Grund alle sechs Transitoren zu 
tauschen ...
Angehängte Dateien:
Gast #2294429
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Heiko Bendt schrieb:
> Leider ist die Mechanik etwas
> verbaut, so daß das nicht eine Sache von 5 Minuten ist.

Sehe ich das richtig: Der Transistor liegt mit seiner Kühlfläche auf der 
Leiterplatte auf und mit der Rückseite wo der Wärmewiderstand ein 
Vielfaches Beträgt auf dem (ausgesägten) Kühlkörper????

Wenn du das Gerät wirklich behalten willst würde ich die Mechanik 
überarbeiten. es sei denn das sind Transistorfassungen was da zwischen 
LP und KK sitzt.

Heiko Bendt schrieb:
> Trotzdem gehe ich nicht davon aus, daß soviel Leistung verbraten wird.
> Je nach eingestellter Ausgangsspannung werden halbwellenweise
> Trafowicklungen zugeschaltet.
Es gibt einen Betriebsfall wo das nichts hilft:
Du hast eine Last die bei knapp 50V gerade so 10A verbrät. Wenn du jetzt 
zyklisch alle paar ms in die Strombegrenzung fährst werden die 
Endstufentransistoren mit den vollen 70V und 10 A = 700W gegrillt.

Gruß Anja
OP #2294535
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Nein so schlimm ist es nicht. Auf dem Bild sitzt der Transitor von unten 
am Kühlkörper.
Und in diesem Moment fällt es mir wie Schuppen von den Augen.
Es sitzt eine zweite identisch konstruierte Baugruppe huckepack an den 
Stehbolzen. Dessen Platine ist noch nicht verfärbt.
Dort ist folgender Aufbau:
Mutter-Transistor-Kühlkörper-Isolierscheibe (ca.1mm)-doppelseitige 
Platine-Schraube
Die Isolierscheibe hält die Platine auf Abstand vom Kühlkörper.
Ich habe zuerst gedacht, die hätten eine Klebemase zur Isolation 
zwischen Leiterplatte und Kühlkörper aufgebracht. In Wahrheit handelt es 
sich bei der an den Rändern austretenden Masse um die geschmolzenen 
Isolierscheiben. Vielleicht ist der Transitor noch garnicht gestorben, 
sondern die Leiterbahn hat schon Kontakt zum Kühlkörper. Bei der zweiten 
Baugruppe ist bei genauerem Hinsehen auch schon zu erkennen, daß die 
Scheiben an Stärke verlieren. Da werde ich mich am besten auch mal nach 
einem neuen Material umschauen.
Als erstes würde mir Hartpapier einfallen. Gibt es bessere Alternativen?
#2294605
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Heiko Bendt schrieb:
> Arrrgh Nachtrag
> Ich habe jetzt den Eigentümer mal angerufen, nachdem ich festgestellt
> habe, daß die in den Anschlüß vom Lüfter einen Schalter eingebaut haben.
>
> -der war ihnen zu laut ...-
>
> dazu fällt mir dann auch nichts mehr ein

Yep, der Lüfter ist ja auch nur zum Krach machen eingebaut, eine andere 
Funktion hat der gaaaanz bestimmt nicht!

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