Hallo,
wie hier z.B. zu sehen
http://www.kollmorgen.com/en-us/products/motors/dc_motors/dc_torque_motors/dc_torque_motors/http://www.axsys.com/index.cfm?acronym=direct-drive-motors
(oder im Anhang) gibt es Servo-Motoren die aussehen wir Kugellager.
Direct Drive, hat schon mal jemand damit gearbeitet, gibt es irgendwo
bezahlbare Motoren zum Testen, oder kennt sich etwas damit aus?
Ich würde gern eine Kameraführung damit bauen. Alle Profi Systeme
in diesem Bereich arbeiten mit diesen Stell-Motoren...
Über Feedback würde ich mich sehr freuen, ich find im deutschen Netz
leider nicht besonders viel hierzu...
Vielen Dank & Viele Grüße
Ben
Hi Sven,
du verwechselst hier etwas, oder fällst auf die Namen herein.
Das was in der Industrie als Servo-Motoren bezeichnet wird hat nichts
mit den Servos im Modelbau zu tun. Und da du von Stellmotoren schreibst,
denke ich mal das du die Modelbau-Servos meinst.
Die Industriellen Servos sind normaler Weise Drehzahl oder
Leistungsgeregelte Motoren. Im gegensatz zu den Positionsgeregelten
Motoren der Modelbauservos.
Diese TorqueMotoren trennen nun die Servo-Idee (Motor und Regler in
einem) wieder auf und integrieren sich in die Stelleinheit um weniger
Masse zu beschleunigen.
Man kann sie zwar auch recht gut positionieren, aber ihre Stärke liegt
darin, das sie bei geschickten Einbau sehr schnell beschleunigt und
abgebremst werden können.
Gruß,
TManiac
Das sind nichts anderes als ringförmige Direktantriebe. Normalerweise
bezeichnet man die einfach als "Torque-Motoren". Das sind elektrisch
kommutierte, i.d.R. 3-phasige Synchronmotoren. Von der Ansteuerung her
identisch zu normalen industriellen Synchron-Servos und entsprechenden
Direktantrieben. Durch die hohe Polzahl erreicht man hohes Moment bei
vergleichsweise niedrigen Drehzahlen, ähnlich wie beim Schrittmotor, nur
das man hier das Rastmoment so gut es geht vermeidet und den Motor
geregelt betreibt.
Für den Hobby-Einsatz ist das nichts. Die Dinger sind teuer, müssen
aufwendig gelagert werden und die Güte der Regelung hängt wesentlich von
einem hochwertigen Messsystem sowie dessen Montage ab. Und natürlich von
einer entsprechenden Parametrierung der Regelung. Ich habe während
meiner Zeit als Assisten am Werkzeugmaschinenlabor in Aachen mit
Direktantrieben gearbeitet, kenne mich also "ein wenig" in der Materie
aus.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Hallo,
super Vielen Dank für Euer Feedback.
hmmm, schade, dann werd ich wohl mal besser bei den Modellbau-Servos
bleiben.... vielleicht tut sich da ja in Zukunft etwas.
viele grüße
Ben
Ich habe auch schon so kleine Remoteheads gebaut und nach den ersten
Versuchen "normale" Modellbauservos verworfen. Wenn man nicht gerade die
Servoelektronik und das Poti rausreisst und nur die Mechanik nimmt,
taugen die nicht wirklich für etwas, wo man auch im Filmen drehen
kann/darf. Das Zeug ist viel zu ruckelig und unpräzise. Ich habe dann
eine "normale" Lösung mit kleinem Getriebemotor und Drehgeber gemacht
und einen AVR den PID-Regler spielen lassen. Das ist schon eine ganze
Ecke besser, insb. weil man on-the-fly die Regelungseigenschaften ändern
kann (High-Speed für Positionierung, starke Dämpfung beim Filmen).
Es gibt aber da immer noch zwei Probleme:
a) Bin ich kein Regelungspezialist, d.h die Regelstrecke ist nicht so
ganz optimal und ziemlich gedämpft, damit es keine Überschwinger gibt.
Ok, mein Problem ;) Ich werde bei der nächsten Variante wohl
Schrittmotoren im Mikroschrittbetrieb nehmen, dann reicht auch ein
Indexsensor.
b) Nachdem das kleine 0815-Motoren mit wenig Polen sind, braucht man
eine hohe Untersetzung, damit eine feine und ruckfreie Positionierung
auch im Zoom möglich ist. Die Zahnräder haben immer Spiel, egal wie
teuer das Zeug ist. Das ist bei Richtungswechseln im Zoom sichtbar.
"Professionelle" Remoteheads (nicht so Billigkram wie oben, eher was von
Panther) haben kein normales Getriebe, sondern kaskadierte
Zahnriemensätze und damit absolut kein sichtbares Spiel, hab selber dran
gewackelt.... Werde ich wohl auch mitsamt den Steppern probieren..
Hallo,
danke, sehr interessant, von dem Bild oben (Servocity.com)
gibt es glaube ich auch so ein Panther Remotehead
(mit Riehmen), "PT-2100" und hier einige Videos davon
http://www.youtube.com/ServoCity#p/u/24/UrmDJi5bk2w
Welche Modellbau-Servos hattes Du denn verwendet?
Mitlerweile gibt es ja auch Digitale Servos, sogar Brushless
Servos, extrem schnell und genau, wie man hier z.B. sieht
http://www.youtube.com/watch?v=EFnY0wLXCLg
Dachte bisher, mit noch einer 1zu5 Untersetzung
http://www.youtube.com/watch?v=G17ZNDR4RgQ
würde das schon sehr genau werden. Müßte eigentlich aber
auch mit Zahnriehmen gehen... nur die Servos kann ich
glaube ich nicht so einfach ersetzten.
Viele Grüße
Ben
1899$? Viel zu billig, das PT steht da sicher nicht für Panther ;) Das
Logo fehlt auch... Die Mechanik sieht schon gut aus, aber die "super
slow motion" im Video ist bei extremen Zoom auch schon viel zu schnell.
Das muss noch deutlich langsamer sein. Für meine Anwendung wäre das auch
nichts, weil es keine absolute Positionierung gibt, nur so analoges
Joystickgeeiere... Bei mir gibts noch ein Notebook zur Speicherung
verschiedener Positionen und Fahrten.
Ich habe "normale" Servos vom Conrad probiert, aber sicher nicht die
teuersten. AFAIK heisst "digitales Servo" aber auch nur, dass die
Regelschleife im Servo digital läuft, die blöde Pulssteuerung ist
weiterhin da.
Georg A. schrieb:> Ich habe "normale" Servos vom Conrad probiert, aber sicher nicht die> teuersten.
Also vermutlich billigst-Servos? Die taugen tatsächlich nicht viel. Du
hast großes Zahnradspiel, billige Potis und schlechte Lagerung. Bei
analogen Servos auch eine recht träge Regelung. Wenn du statt 10 Euro
mal 200 ausgibst, sind da schon nochmal Welten dazwischen.
> AFAIK heisst "digitales Servo" aber auch nur, dass die Regelschleife im Servo
digital
> läuft, die blöde Pulssteuerung ist weiterhin da.
Ist die denn ein Problem?
> Also vermutlich billigst-Servos?
Es waren immerhin schon welche mit durchgängigem Metallgetriebe und
beidseitigen Kugellagern...
Das Problem bei einem vernünftigen Remotehead ist NICHT die
Geschwindigkeit, sondern eine geschmeidige langsame Bewegung ohne
Ruckler beim Anfahren/Abbremsen. Das ist halt eine ganz andere
Anforderung als beim Modellbau, wo es nur ums schnelle Ankommen geht und
weniger auf den Weg dahin ;) Und solange der Regelungsalgo im Servo
abläuft, kann man da gar nichts anpassen. Schon eine kleine Videokamera
hat ein ziemliches Trägheitsmoment und sorgt für viel Spass beim
Anfahren und Abbremsen...
> Ist die denn ein Problem?
Meine Positionierung hat jetzt eine Genauigkeit von 0.04 Grad. Die
braucht man auch für langsame Schwenks, das ist im Zoom so grade noch
brauchbar. Das will ich mal mit dem Pulsverfahren und Servos mit
Poti-Positionierung sehen.
Ich habe inzwischen schon einige andere Remoteheads mit Modelbauservos
gesehen, die taugen aber wirklich nur zur Ausrichtung der Kamera vor dem
Filmen.
Schrittmotor im 250 fach Mikroschrittbetrieb also bei 200 Vollschritten
200x250=50000 Schritte pro Umdrehung. 360°/50000=0.0072° pro Schritt.
Kann man noch mit Zahnriemen untersetzen. Finde die Tango PCI-S usw.
ganz gut.
Und MicroLynx ist ganz anständig für Standalone Systeme und erweiterbar
und man kann mehrere Module zusammenschalten (mit Softgetriebe)
Einen ganzen PC mit PCI-Karte wollte ich dann auch nicht rumschleppen ;)
Schon der jetzige RH ist nur per Bluetooth ans Notebook angebunden, das
sollte nicht schlechter werden. Für den Stepper-Remotehead plane ich
jetzt mal mit dem A4982, der kann 16xMicrostepping und sollte für einen
kleinen Motor völlig ausreichen.
>Und solange der Regelungsalgo im Servo>abläuft, kann man da gar nichts anpassen.
Die Graupner Digitalservos haben nen ATMEGA16.
Die kann man sehr gut mit ner eigenen Firmware austatten.
Hi,
hab hier noch ein Bild gefunden vom Innenaufbau einer Cineflex HD
(ist weltweit wohl der Mäßstab für Remote Heads)
Die nutzen natürlich Torque Motoren (Hersteller ist Axsys).
Angegeben Genauigkeit ... 0.000636 Grad (10 microradian) ... :)
vg
Ben
Hallo Ben!
Die Begriffe sind soweit ich weiss in keiner Norm spezifiziert. Wann ein
Synchronmotor als Torque-Motor bezeichnet wird, ist also
Auslegungssache. "Frameless" bedeutet lediglich "ohne Gehäuse", und
genau das sind die meisten Torque Motoren ja auch. Im Deutschen spricht
man auch von "Bausatzmotoren", weil die Lagerung Teil der umgebenden
mechanischen Struktur ist. Damit lassen sich sehr kompakte
Gesamtlösungen bauen, z.B. in Gabelköpfen oder Schwenktischen von
Werkzeugmaschinen.
In den Anfangstagen der Linearmotoren (Anfang der 90'er), als der Markt
noch nicht so von den großen Herstellern dominiert war, gab es auch
2-phasige Linearmotoren. Ich habe in der Firma sogar noch einen
Linearschrittmotor (auf Basis des Reluktanzprinzips) liegen. Ich würde
aber mal davon ausgehen, das abgesehen von exotischen Anwendungen der
Aufbau 3-phasig mit Permanentmagneten ist, also einem permantenterregten
Synchronmotor entspricht. Nachdem die Chinesen sich den Markt für die
Magnet-Werkstoffe gesichert haben und die Preise steigen, kann das in
einigen Jahren allerdings schon wieder anders aussehen...
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Hallo Zusammen,
da bin ich wieder, nachdem ich die Idee fast begraben hatte,
hab ich nun dieses Video entdeckt
http://www.youtube.com/watch?v=ewK7NkcCFCk&feature=related
Nicht ganz das gleiche, aber die Performance ist großartig.
DC Servo Motoren von dynetic.com
Ich frage mich gerade wie diese angesteuert werden?
Hat Erfahrungen mit solchen Moteren? Weiß jemand ob man
diese auch für normale Bieftaschen in Deutschland bekommt?
So exotisch sehen die jetzt nicht aus, wie die Frameless-Motoren... :)
vielen Dank
ben
Hallo Ben!
Das werden ganz normale EC-Motoren sein (bürstenlose, elektronisch
kommutierte Gleichstrommotoren mit Positionsfeedback).
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann
Hallo Dank,
ich seh gerade, Ihr habe nur Schrittmotoren (ich glaube das ist
von der Steuerung noch etwas anders).
Von dem gezeigten Remote-Head gibt es auch ein Patent,
http://www.google.com/search?q=7642741&btnG=Search+Patents&tbm=pts&tbo=1&hl=en
Demnach ist der Motor ein Brush DC Motor, 36V, wird aber mit
18V betrieben und braucht 4 ampere pro Achse, mit einer 1:10
Untersetzung (Planeten Getriebe mit < 10 Arc Minuten Spiel)
Vielleicht kann man das Getriebe auch mit einem Riehmenantrieb
lösen.
Ich weiß garnicht wie man Brush oder Brushless Motoren so
genau ansteuert... als Servo und nicht als Motor der ein
Rad antreibt.
Sind hier Brush oder Brushless-Motoren besser geeignet?
Ist die Steuerung von Brush Motoren einfacher (günstiger, kleiner zu
haben)
Wo gäbe es eine Steuerung?
Über Tipps würde ich mich sehr freuen.
Viele Grüße
Ben
Hallo,
> Das werden ganz normale EC-Motoren sein (bürstenlose, elektronisch> kommutierte Gleichstrommotoren mit Positionsfeedback).
Ich hatte hier nochmal ein Video mit solchen Motoren gesehen.
http://www.youtube.com/watch?v=pWdOoGDqzLw
"maxon motor Australia announce the multi axis motor control EPOS 2 36/2
motherboard range. "
nur leider kostet das ganze wohl mindestens 1.200 netto für 3-Achsen
Die günstigesten Komponenten sind
EPOS2 Module 36/2, 2 A, 11- 36 VDC >> 200 EUR netto
EC 45 flat Ø45 mm, bürstenlos, 70 Watt, mit Hall-Sensoren >> 90 EUR
netto
und einiges (Motherboard) etc. fehlt leider noch. >> + X
Kennt hier jemand Alternativen?
Vielen Dank
Ben
Es hat schon seinen Grund, warum man heute vielfach BLDC-Motoren
(bürstenlos) statt normaler DC-Gleichstrommotoren (mit Bürsten)
verwendet. Warum DC-Motoren jetzt als Torque-Motoren auf einmal
vorteilhafter sein sollen als BLDC erschließt sich mir nicht. Es mag
höchstens sein, dass noch niemand auf die Idee gekommen ist,
Torquemotoren mit Niederspannungswicklung zu bauen. Die meisten
Torquemotoren sind ja "echte" Synchron-Servos für Spannungen von 230V
und mehr.
Mit freundlichen Grüßen
Thorsten Ostermann