Warum Schmelzsicherung für E-Herd?

Gast #2315373
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Mein Sicherungskasten ist relativ modern: Alles 
Kipp-Sicherungsautomaten. Ausser die 20A-Sicherung für den E-Herd (kein 
Drehstrom), das ist eine Schmelzsicherung.
Gibt es dafür einen gewichtigen Grund? Es gibt doch 20A-Automaten ... ? 
Oder gab es die vor 15 Jahren noch nicht, in der Zeit etwa wurde der 
Sicherungskasten erneuert.
Gast #2315400
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Vllt weil du keinen Drehstromanschluss hast und der Herd bei 
eingeschalteten Heizstellen kurzzeitig auch mal mehr als 4,5 kW haben 
will?
Da bist du mit einer Schmelsicherung wegen des lahmarschigen 
Ansprechverhaltens besser bedient, ansonsten müsstest du bei Zubereiten 
des Hirschragouts jedesmal zum Sicherungskasten rennen.

Mein E-Herd kann wohl max. 8,5 kW. Er ist u.a, auch für einen 
einphasigen Anschluss vorgesehen. Da hatte ich immer Bedenken, dass die 
Leitung abbrennt. Habe aber jetzt endlich Drehstrom (Vorteil einer 
ETW!).
Gast #2315406
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Simon K. schrieb:
> Dein Sicherungskasten wurde vor 15 Jahren erneuert und ist gleichzeitig
> modern? Wie passt das denn zusammen?

Na gut, "Modern" ist relativ. Sind eben nicht mehr Alles nur 
Schmelzsicherungen ... ausserdem: Hat sich auf dem Gebiet des 
"Sicherungswesens" soo viel getan?
Gast #2315414
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Für das gibts aber A,B,"C" Ansprechverhalten
Die 3 Phasen sollten halt nicht gekoppelt sein, dann kann man mit 
weniger Leistung weiterkochen, wenn eine Phase ausfällt.

Vielleicht hatte dein E-ler noch Restbestände aufzubrauchen  ;-)
#2315417
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20A Automaten waren vor ein paar Jahren sündhaft teuer im Vergleich zu 
16A Automaten (Faktor 3-4). Sie sind zwar heute auch noch teuer, aber 
heute nur noch Faktor 2. Und Schmelzsicherungen + Halter sind viel, 
viel, viel billiger als ein Automat!

Heutzutage kann man ja sogar schon die Vorsicherungen in der UV als 
Automaten bezahlen und selbst in den Hauptsicherungskästen setzen sich 
langsam die Automaten durch.

Kommt halt auch immer auf den Wissensstand des beauftragten 
Funkenschusters an. :-)
Moderator Persönliche Seite #2315425
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Bürovorsteher schrieb:
> Habe aber jetzt endlich Drehstrom (Vorteil einer
> ETW!).

Hmm, ich habe seit 2000 in Mietswohnungen gelebt, die alle mit
3 Phasen versorgt wurden, und der Herd wird dann natürlich auch
3phasig angeschlossen.  Bei mir übrigens auch mit Leitungsschutz-
schaltern.  Da man beim Kochen ohnehin relativ lange Einschalt-
dauern hat, würde eine Schmelzsicherung hier nichts ändern: die
brennt bei Überstrom dann auch durch.  Davon abgesehen, gibt's
die Schutzschalter auch mit C-Charakteristik, das ist dann
vergleichbar mit der Schmelzsicherung.  (Sowas habe ich jetzt für
die Bastelecke.  Das 1,3-kW-Netzteil schmeißt einen B16-Schalter
selbst mit nachgerüsteter Sanftanlaufschaltung sonst noch ziemlich
schnell raus ...)
Gast #2315452
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PeterL schrieb:

> Die 3 Phasen sollten halt nicht gekoppelt sein, dann kann man mit
> weniger Leistung weiterkochen, wenn eine Phase ausfällt.

Richtiger: Mit weniger Platten bzw. ohne Backofen ...
Gast #2315465
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> > Verstehe ich jetzt nicht ganz. Sind Drehstrom kWh teuerer? :-)

> Die kWh nicht; der Zähler schon.

Es gibt im Leben Sachen, die kann man nicht beeinflussen, das ganze Haus 
wurde mit DS-Zählern ausgerüstet. Außerdem findet ich es ganz sinnvoll, 
dass Waschmaschine und Trockner auf zwei Phasen verteilt sind.
Gast #2315583
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> Gibt es dafür einen gewichtigen Grund?

Der vermutliche Grind ist nicht der günstigere Preis,
sondern die Selektivität.
Es soll nämlich diese 20A Sicherung durchbrennen und nicht
deine Haussicherung von vielleicht 25, 50 deor 53A.

Neulich hatte ich mal ein gutes Dokument, da aber Microsoft
bei Win7-64 keinen Bock mehr auf eine funktionierende
Historie hat, hab ich ihn nicht mehr.

http://de.wikipedia.org/wiki/Selektivit%C3%A4t_(Stromkreis)
#2315927
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Carsten Wille schrieb:
> 20A Automaten waren vor ein paar Jahren sündhaft teuer im Vergleich zu
> 16A Automaten (Faktor 3-4). Sie sind zwar heute auch noch teuer, aber
> heute nur noch Faktor 2. Und Schmelzsicherungen + Halter sind viel,
> viel, viel billiger als ein Automat!
>
> Heutzutage kann man ja sogar schon die Vorsicherungen in der UV als
> Automaten bezahlen und selbst in den Hauptsicherungskästen setzen sich
> langsam die Automaten durch.

Das ist ne komische Rechnung. Der Mehrpreis ist 1 bis 3 Euro (mal kurz 
bei Völkner geschaut). Dafür kriege ich wohl grade mal ein Päckchen 
Schmelzeinsätze - die ich dann nicht finde, wenn Samstag um 20:30 Uhr 
die Sicherung rausfliegt und das Essen für den Besuch fertig werden 
soll.

Allein die Vorstellung, dass man mit einem Automat eine solche Situation 
vermeiden könnte, macht für mich die Mehrkosten nicht der Rede wert.
#2316037
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Ich habe ja auch geschrieben, daß die Automaten mit Auslösestromstärken 
größer 16A heute nicht mehr wirklich teurer sind. Sind das denn bei 
Völkner auch Markenautomaten, oder ist das Noname Ramsch? Sowas taugt 
nämlich nichts. Nach ein paar Kurzen brennen die Kontakte weg und die 
Automaten werden schon unter Nennstrom so warm, daß das Bimetall 
auslöst.

Ich selbst würde auch keine Schraubsicherungen mehr einsetzen. Aber der 
Threadstarter schrieb ja von einer 15 Jahre alten Anlage. Da waren die 
Kostenunterschiede noch viel größer.

Carsten

PS: Hatte in der alten Wohnung im noch so eine schöne, mit Alufolie 
geflickte Sicherung von meinem Vormieter zur Abschreckung auf dem Zähler 
liegen. :-) Haben sich die Leute von den Stadtwerken immer fürchterlich 
darüber aufgeregt, bis ich explizit auf den Blisterpack neuer 
Sicherungen daneben hingewiesen habe.

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