DAC-Ausgabe verfeinern

Gast #2326746
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Ich möchte ein besonders hochauflösendes Analogsignal erzeugen, bin aber 
durch die Bandbreite des DAC begrenzt. Das betreffende Test-Board hat 
eine Grenzfrequenz von 10MHz, fällt dann steil ab. Die Daten, die ich 
ausgebe, werden per Controller auf das Board geschoben und dann zyklisch 
abgespielt.

Jetzt habe ich mir überlegt, einen zweiten Kanal des boards dazu 
zuschalten und es genau so zu machen, sodass ich die doppelte Frequenz 
bekomme. Dazu möchte ich die auszugebenen Daten alternierend schreiben, 
also erst die ungeraden auf den ersten Kanal und die geraden auf den 
zweiten.

Wenn dann beide gleichzeitg abspielen, würden sich die Daten jeweils 
addieren. Damit es so funktioniert, wie ich es will, müssten nach meiner 
Meinung die Daten des zweiten Kanals um 90 Grad verschoben werden, was 
dann 180 Grad in der neuen Domain wären. Damit hätte ich im zweiten 
KKanal die Zwischenpunkte und im ersten die Originalen.

Zusammen kann sich das Signal dann doppelt so oft ändern und müsste 
20MHz entsprechen.

Oder, liege ich da falsch?

Bis wohin kann man das machen? Erhalte ich mit 4 Kanälen (weiteres 
board) dann 40 MHz?
#2327547
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G. H. schrieb:
> Wieso? die SH würde das Signal doch rechteckiger machen. Nach dem DAC
> ist das Signal doch kontinuierlich und kann permanent mit einem anderen
> gemischt werden.

Der TO will doch einen hoehere Ausgaberate haben und nicht eine hoehere 
Bitanzahl. Hoehere Ausgangerate = hoehere Frequenzen = rechteckiger.
Wenn das Signal verschliffen wird braucht man keinen schnelleren DAC.
#2328739
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Christian L. schrieb:
> Warum nicht einfach einen DAC nehmen, der bereits von sich aus die
> höhere abtastrate besitzt. alles andere wäre pfusch und würde nur auf
> kosten der qualität gehen

Das waere die Trivial-Loesung. Nur leider hat der TO keinen schnelleren 
DAC auf dem Board aber dafuer 2 langsamere.

Its es schon aufgefallen das der TO sich nicht mehr gemeldet hat?
Gast #2332692
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keine Sorge, bin noch da. :-)

Helmut Lenzen schrieb:
> Nur leider hat der TO keinen schnelleren
> DAC auf dem Board aber dafuer 2 langsamere.

genau so ist es und ich möchte eigentlich nichts umbauen

ich dachte mir, dass ich einfach zwei kanaele zusammen schalte.

normal wäre es ja, zwei exakt synchron -> mehr amplituduenauflösung

aber ich will, zeitversetzt ->  mehr frequenzauflösung

ich bin mir nur nicht sicher, wie ich den ausgang hinbekommen soll, da 
ja in wirklichkeit beide nach wie vor mit derselben frequenz arbeiten
#2332722
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S&H Switch
DAC1---------------
                    -------+---- Ausgang
DAC2---------------        |
                           C
                           |
                           gnd

Was du brauchst ist wie gesagt eine Sample Und Hold.
Da dein Dac nicht schnell genug einschwingt kann muss du den Wert mit 
einer schnellen S&H zwischenspeichern.
Du gibts einen Wert aus nachdem der DAC sich eingeschwungen hat wird die 
S&H den Wert zwischenspeichern dann das ganze für den anderen Kanal.
Die S&H muss natürlich schneller als der DAC sein.
Gast #2333338
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Ich sehe das immer noch nicht ein. Warum muss das Signal gehalten 
werden? Der DAC schwingt doch "angemessen" in die neue Position, warum 
also halten? Und auf welchen Takt?

Machen wir mal langsam:

DAC1 : (2 Punkte = 1 Sample)

              ****
            **    **
    ********        **
  **                  **
**                      **



DAC2: (um ein halbes Sample verschoben)


   **      **
 **  **  **
*      **


Ergebnis:
             *
    **      *
   *  **  **
  *     **
 *
*


Das Ergebnis ist doppelt so steil.

Es reicht ein OP als Summierer / addierender Mischer
Gast #2334092
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Ich hatte meine Überlegung dieser Grafik entnommen, aber übersehen, dass 
die Steilheit auf die Amplitude zurückzuführen ist. Das Mischen um 90 
Grad klappt zwar mit Sinus, aber ich bekomme trotzdem einen Sinus.

Ich kann mir aber immer noch nicht vorstellen, wie ein S&H funktioniert:

Sollen jetzt die binären Werte addiert werden oder die analogen?

Dann brauche ich einen Analogmultiplexer, oder?
Angehängte Dateien:
#2334320
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Dingolfinger schrieb:
> Ich kann mir aber immer noch nicht vorstellen, wie ein S&H funktioniert:
>

Eine S&H entnimmt eine Stichprobe und speichert sie Analog zwischen in 
einem C. Diese Abtastzeit muss allerdings kuerzer sein als die 
Settlingtime des DACs. Also nach dem ausgeben des Wertes an den DAC wird 
gewartet bis es sich eingeschwungen hat. Dann wird der Analoge Wert 
durch die S&H zwischengespeichert. Der DAC ist danach wieder frei fuer 
die naechste Wandlung. In der zwischen Zeit haelt die S&H den Wert fest. 
Parallel dazu arbeitet der 2. DAC um 50ns versetzt. Auch er wandelt bei 
10MHz in 100ns den Wert. Die S&H entnimmt jetzt wechselweise in 50ns 
Abstaenden jeweils einen Wert von einem DAC. Dabei muss die S&H 
allerdings wesentlich schneller sein als die DACs. Resultat: alle 50ns 
einen neuen Analogwert und damit doppelt so schnell als ein DAC. Du 
braucht die S&H um den Analogwert um 50ns zwischenzuspeichern damit du 
den DAC wieder mit neuen Werten fuettern kannst.


> Sollen jetzt die binären Werte addiert werden oder die analogen?
>

Weder noch es wird zwischen den beiden DACs mit doppelter Wandlungsrate 
umgeschaltet.

> Dann brauche ich einen Analogmultiplexer, oder?

Die S&H kann man so als  Analogmultiplexer sehen.

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