Hi,
Timo schrieb:
> ist diese Technologie dann
> auch für GSM (Handy-Netz) über große Entfernungen anwendbar?
Pink Shell schrieb:
> Na ja, unter den üblichen Bedingungen reicht GSM etwa 30km weit. Wenn es
> weiter gehen soll, dann kann man
> - Sendeleistung
> - Antennengewinn
> - Empfängerempfindlichkeit
> verbessern.
Aber auch mit diesen Mitteln kann man die REichweite nicht wirklich
deutlich über 30KM bringen. Wenn dem so währe, dann hätte ich als
regelmäßiger "Grenzgänger" D-NL immer noch mein D-Netz Autotelefon mit 8
Watt und großer Antenne im Auto...
Neben der rein Physikalischen Reichweite die man durch o.G. Faktoren
beeinflussen kann ist bei allen Netzen die wie GSM mit TimeSlots
arbeiten die Laufzeit der zweite begrenzende Faktor.
Wenn die entfernung Mobilgerät <-> BTS zu lang wird, dann läuft das
Signal zu lange und kommt nicht innerhalb der erwarteten Zeitspane an,
sondern im extremfall erst dann wenn schon ein anderes GErät "an der
Reihe" ist. So ist eine Kommunikation dann nicht mehr möglich, OBWOHL
die Feldstärken noch locker ausreichen würden.
Es gibt aber für Sonderzwecke auch sogenannte "LongRange" BTS die es
explizit zulassen das ein Signal auch später kommt, das Timing ist da
etwas verändert, di eKapazität in der Regel geringer.
Gedacht sind die zum Beispiel für Küstengebiete. Aber auch für die
Randgebiete großer flacher Wüsten könnte das Sinn machen.
Ob diese LongRange BTS aber (noch) an DL-Küsten zum EInsatz kommen kann
ich nicht sagen.
Christian Berger schrieb:
> 2. In der Praxis wirst Du wohl nur thermisches Rauschen haben. Dadurch
> bestimmt sich die Kanalkapazität nach Shannon.
Nee - GERADE beim Interplanetarischen Funkverkehr gibt es SEHR VIEL MEHR
als nur Thermisches Rauschen der Komponennten. Sonst währe die ganze
Radioastronomie ja für die Katz. Deren Hauptaufgabe ist ja gerade NICHT
das suchen nach "durch LEbewesen" ausgesendete Funksignalen...
interplanetarischer Funkverkehr "light" wird übrigneds seit Jahrzehnten
auch von Hobbyisten praktiziert. Dabei wird ein Funksignal auf den Mond
gerichtet, welcher das Refelktiert und zurücksendet wie ein
"natürlicher" Nachrichtensatellit. Somit ist Kommunikation über sehr
große Entfernungen möglich. Das ganze nennt sich "EME" (Erde-Mond-Erde)
Verkehr und ist schon eine etwas MAterialintensivere Facette des
Amateurfunkhobbys.
Gruß
Carsten