Ich bin auf der Suche nach Literatur zu Breitband VCOs welche mehr als
eine Oktave abdecken (wenn möglich noch rauscharm). Ich habe die
Patentschriften von U.Rohde zu diesem Thema und einen Beitrag von DB1NV.
Vielleicht hab ihr mir noch andere Quellen.
Viele Grüße
DiWe
Der VCO ist für einen Frequenzsynthesizer den ich schon mal vor langer
Zeit angefangen habe. Damals hatte ich einen brauchbaren VCO allerdings
hat Infineon die Varicaps abgekündigt, und ich hab verschlafen
rechtzeitig ein paar auf Halde zu legen.
hier der link zum alten SchALTplan
http://www.weisser-engineering.de/elektronikprojekte1/hochfrequenz/69-hf-syntrhesizer?start=1
Nun möchte ich das ganze nochmals etwas optimieren angefangen am VCO
welcher nicht so sehr rauscharm war 50dBc@1kHz
Viele Grüße
Dietmar
Den ADF4150 kenne ich, allerdings ist das ja schon eine PLL +VCO und die
lässt sich nicht fein genug einstellen, außerdem ist die Unterdrückung
der Oberwellen recht schlecht da interne Teiler umgeschaltet werden
müssen und somit für den Betrieb über eine Oktave nicht geeignet. Ich
hab mal geschaut der interne VCO lässt sich auch nicht ohne die PLL
betreiben, da er für das Preselect der einzelnen Bereiche den internen
Takt benötigt.
Wenn man mit dem ADF4150 ein einigermaßen gutes Phasenrauschen haben
möchte muss die Vergleichsfrequenz des Phasendetektors hoch liegen somit
hat man dann nur eine Auflösung in kHz Bereich.
>Wenn man mit dem ADF4150 ein einigermaßen gutes Phasenrauschen haben
möchte muss die Vergleichsfrequenz des Phasendetektors hoch liegen somit
hat man dann nur eine Auflösung in kHz Bereich.
Das ist ueblich mit den meisten Chips. Je hoeher der Teiler, desto
schlechter das Phasenrauschen. Der ADF4350 hat einem Modulus Teiler, der
bestimmt wie weit unterhalb der Referenzfrequenz die Kanaele auseinander
liegen.
Was man natuerlich machen kann, ist einen zweiten PLL als Referenz
arbeiten zu lassen. Man kann zB einen ADF4154 um 200MHz arbeiten lassen,
und bekommt einen Satz kanaele von ein paar kHz Abstand. Diese Kanaele
kann man dann als Referenz eines ADF4350 laufen lassen. Die Mathematik
wird dann etwas komplizierter.
Hallo,
DJ8ES hat mal in den UKW-Berichten einen Mischer für einen
entsprechenden YIG-Oszillator veröffentlich. Den müsste man allerdings
dann noch anpassen, da der 2-4 GHz auf 0-2GHz umgesetzt hat.
Gruß Andreas
Hi, Multi,
etwas Senf dazu:
> Ein YIG ist eine ganz andere Schuhnummer.
Vor erschwert die Hysterese des YIG die Einbindung in eine PLL - und
erleichtert die Entscheidung zu einem Multiloop-Synthesizer.
Ciao
Wolfgang Horn
Wozu soll das Ganze eigentlich gut sein?
Den ADF4350 finde ich dafür recht interessant, allerdings scheint kaum
jemand damit Erfahrungen zu haben bzw. darüber reden zu wollen. Das
Angenehme ist, daß der "VCO" bei diesen Dingern aus ca. 10 Einzel-VCO's
besteht. Entsprechend geringer ist die Abstimmempfindlichkeit und damit
die ungewollte FM Modulation.
Bin selber an sowas interessiert, als Testgenerator und als Wobbler.
Dabei schwebt mir aber so etwa folgende Konfiguration vor:
- ADF4350 von 2.2 bis 4.4 GHz direkt auf nen Ausgang
- ADF4350 (2. Ausgang) auf nen Mischer, selbigen mit einem ADF41xx (hab
die genaue Nummer grad vergessen) gemischt und Differenz durch nen
Tiefpaß, ergibt 0.. ca. 2 GHz am Ausgang.
- Abstimmung: der 2. Oszillator direkt aus einem OCXO zusammen mit einem
DDS (9851 o.ä.), der seinerseits den ADF4350 angesteuert. Damit kann man
auch fein wobbeln.
- dszu noch nen logarithmischen Detektor von AD und der Wobbelmeßplatz
ist fast fertig.
W.S.
Inzwischen habe ich mir das Buch 'the design of Modern Microwave
Oscillators for Wireless Applications' von U.Rohde besorgt, damit komme
ich weiter. jetzt muss ich den VCO nur noch modellieren und simulieren.
(Das Rauschen des ADF ist mir zu hoch, deshalb verwende ich keine
fractional oder integer PLL sondern einen sampling phase detector dieser
lockt auf der n. Oberwelle ohne dass sich das Rauschen erhöht)
Danke für die Tipps, den VCO von Zcomm behalte ich mal im Hinterkopf
sofern der Eigenbau nichts wird.
Gruß Dietmar
Den ADF4350 gibt es als Bausatzgerät auch von Eisch-Kafka, ich habe mir
letzten Samstag auf der UKW-Tagung einen gekauft.
http://www.eisch-electronic.de/entwicklung/signalgenerator-specs.html
Die Bediensoftware ist noch etwas experimentell (seriell über
Terminalprogramm), da soll noch etwas kommen.
Hi, Dietmar,
> Inzwischen habe ich mir das Buch 'the design of Modern Microwave> Oscillators for Wireless Applications' von U.Rohde besorgt> (Das Rauschen des ADF ist mir zu hoch, deshalb verwende ich keine> fractional oder integer PLL sondern einen sampling phase detector dieser> lockt auf der n. Oberwelle ohne dass sich das Rauschen erhöht)
Bitte prüfe den Gedankengang, der zu dieser Erkenntnis führte.
Denn entscheidend für das Phase Noise ist nicht die Grundfrequenz des
Samplers, sondern die Frequenz derjenigen seiner Spektrallinien, mit der
Du das abgetastete Signal mischst.
Wenn Du auf der Grundfrequenz des Samplers +-18° Jitter hast, dann sind
das auf der 10. Oberwelle schon +-180°Jitter....
Ich war an der Entwicklung eines PLL-Multiloop-Synthesizers mit
YIG-Oszillator bis über 10 GHz beteiligt, der von einem OCXO eine
hochstabile 50 MHz-Grundfrequenz erzeugte, mit einer Step-Recovery Diode
ein Comb-Spektrum bis über 10 GHz - und dann wurde runtergemischt, damit
die übrigen Schleifen des Synthesizers Abstimmschritte von 1 kHz
ermöglichten.
Das ist schon lange her, war damals aber auch "ein Steinwurf vor dem
vorderen Rand des technisch machbaren", und ich erstarre immer noch
innerlich in Ehrfurcht vor den Leuten, die die Hysterese in der
Steuerkennlinie des YIG-Oszillators in den Griff bekommen haben.
Zur Erleichterung: Die Abstimmbandbreite des YIG war schon etwa eine
Oktave, aber immer noch über 4 GHz.
Zur Begründung findest Du ebenfalls bei U.Rohde in "Digital PLL
Frequenzcy Synthesizers" einen Abschnitt über die Multiplikation des
Phasenrauschens.
Ciao
Wolfgang Horn
Christoph Kessler (db1uq) schrieb:> Den ADF4350 gibt es als Bausatzgerät auch von Eisch-Kafka
Ja, hab das Teil dieses Jahr in Friedrichshafen gesehen. Aber es ist so
wie gebaut eben doch nur ein Taktgeber und kein wirklicher HF-Generator
- weil die eingebauten Flipflops benutzt werden und damit das Signal
einigermaßen rechteckig ist.
Genau deshalb geistert mir ja die Idee vom Heruntermischen im Kopf
herum. 2 Oszillatoren im 2-4 GHz Bereich und mit nem (hoffentlich)
funktionablen Tiefpaß sollte nur noch die Differenz als Sinus
übrigbleiben.
Ach ja, hat einer ne Idee, was man bei 2.2 GHz als Mischer nehmen kann,
so daß die beiden Inputfrequenzen möglichst wenig auf den Ausgang
durchschlagen?
W.S.
Naja. die beiden Frequenzen kommen natuerlich durch. Das liegt in der
Physik der Sache. Die muss man abtrennen. Mit einem Filter.
Erst muss man einen Mixer haben, der was Vernuentiges bringt.
zB LTC 5560, der wuerde 2GHz bringen, ein RMS-30 bringt nur 1GHz am
IF...
Du benötigst einen double balanced Mischer, der unterdrückt LO un RF um
ca 20-30dB, außerdem einen steilen Tiefpass.
Mischer macht unter anderem Hittite z.B. HMC128
den HMC128 kann Dir eventuell Eisch-elektronik besorgen
Gruß Dietmar
Hi, W.S.,
> Ach ja, hat einer ne Idee, was man bei 2.2 GHz als Mischer nehmen kann,> so daß die beiden Inputfrequenzen möglichst wenig auf den Ausgang> durchschlagen?
Ein Image reject mixer wäre da zu aufwändig.
Eine Kombination aus Tiefpass mit impedanzrichtig abgeschlossenem
Hochpass genügt doch auch in Messendern.
Ciao
Wolfgang Horn
Hier habe ich den Schaltplan des VCOs angehängt welcher nach dem Studium
der von euch angegebenen Quellen und dem Buch von U.Rohde entstanden
ist. Noch fehlt die Pufferstufe und er ist noch nicht auf geringes
Rauschen optimiert. Die Frequenz geht laut Simulation von 800MHz bis
2.6GHz allerdings habe ich nur die wichtigsten Elemente per
Transientenanalyse modeliert. Ich werde mal einen Versuchsaufbau machen
und die Ergebnisse verifizieren und versuchen die Simulation mit HB zum
Laufen zu bekommen.
Gruß Dietmar
Die beiden Platinen von DB1NV habe ich damals von den UKW-Berichten
gekauft. Das sind soweit ich noch weiß 0,8mm dicke Epoxid-Platinen, auch
Matjaz Vidmars VCO ist auf 0,8mm-Material aufgebaut.
ja ich hab die Platinen auch (0.8mm oder 1mm weiß nicht mehr ganz
genau), allerdings möchte ich Ultralam o.ä. verwenden da es weniger
Verluste hat (ob das was bringt weiß ich nicht) und das habe ich derzeit
nur in 0.5mm. ALternativ wäre RO4003 ganz schön, nur finde ich da außer
Mauritz keine Bezugsquelle und die Verkaufen nur ganze Tafeln.
Dietmar
vy73 DG9SHF
Hallo Dietmar,
wieviel RO 4003 benötigst du denn? Ich hab hier folgendes vorrätig
0.8 mm RO4003 er=3.2 ohne Fotolack
1.5 mm R04003 er=6 ohne Fotolack
Martin DF9DA