Hallo,
ich bastle schon seit Ewigkeiten, aber ein wirklich_ _gutes
Labornetzteil habe ich noch nicht gefunden. Immerhin kann ich nunmehr
sagen, dass es die eierlegende Wollmilchsau nie geben wird: Hohe
Leistung braucht man eher für alles rund um Akkus, exakte
Strombegrenzung bei Mikrocontroller-Bastelschaltungen. Bis jetzt ist
jedes Netzteil bei mindestens einem k.-o.-Kriterium durchgefallen, in
der Reihenfolge ihrer Lästigkeit:
* Kondensatoren am Ausgang wirken als Schaltungstöter und machen
jegliche Strombegrenzung unwirksam
* Ein Ausschalter sollte den Ausgang abschalten und Spannung UND
Maximalstrom einstellbar machen. Eine Kurzschlussbrücke zum Strom
einstellen ist schlichtweg nervig.
* Der Maximalstrom muss im weiten Bereich per Stufenschalter einstellbar
sein, um auch als Stromquelle im Mikroamperebereich nützlich zu sein,
zur Überprüfung des Schlafmodus einer Mikrocontrollerschaltung
* Analoge Zeigerinstrumente (aber mit einfach ablesbarer Skale!) haben
manche Vorteile vor digitalen (so sieht man pulsende Ströme), am besten
wären beide zusammen - ist noch nicht erfunden
* Wahlmöglichkeit zwischen Strombegrenzung und Elektronischer Sicherung,
am besten mit einstellbarer Energiemenge = Zeit der Strombegrenzung
* Spannung und Strom sollten jeweils bis Null einstellbar sein
Auch nützlich wäre:
* Vierquadrantenfunktion = als Energieverbraucher einsetzbar,
wechselbare Polarität (aber trotzdem Spannungs/Strombegrenzung)
* Frequenz/Funktionsgenerator — wenigstens als Steuereingang, um (pure
oder überlagerte) Wechselspannung zu generieren, ein paar kHz genügen;
Rauschgenerator
* AC-Vorgabe wählbar als Spannung oder Strom
* Mini-Oszilloskopfunktion, wenn man vollgrafische Displays spendiert
(erspart Zeigerinstrumente), u.a. zum Einsatz als Ladegerät
* Akku-Funktionen: Laden, Entladen, Zyklen usw.
* Automatisierungs-Interface
Das gibt's zwar bei Keithley, aber nicht in einem praxisgerechten und
bezahlbaren Gerät.
Nervig sind auch Spindelpotenziometer (bei denen man ewig leiern muss),
oder auch allzu leichtgängige, bodennahe / hervorstehende Potis (bei
denen man bei jedem Anecken Überspannung riskiert). Bananenbuchsen
erfordern Bananenstecker; mit Klemmen genügt einfach Draht. Ein
Adapterset für gängige Stromversorgungsstecker wurde auch noch nie
gesichtet: Selber bauen! Wichtig erscheinen: BNC (fürs Oszi), diverse
Hohlstecker, USB, Mini-Clips, Krokodilklemmen, Einzel-Pfostenbuchsen
(zum Ausmessen von Z-Dioden), Einzel-Pfostenstifte (zum Speisen von
Breadboards), Akkupack-Stecker.
Auch farbige Potis und Displays (Strom = rot oder gelb und Spannung =
grün oder blau) sind Mangelware.