Hallo!
Unser Lehrer hat uns damals im Physik-Unterricht gezeigt, wie man durch
Transformation viel Strom erhält und damit Metall schmelzen kann.
Er hat dabei den Transformator mit den vielen Wicklungen an die 230V
Steckdose angeschlossen und die wenigen Wicklungen (so 3-5) direkt über
einen Nagel kurz geschlossen. Dieser Nagel fing dann wegen dem hohen
Strom zu glühen an :)
Ich wollte nun wissen, ob zwischen Steckdose und Trafo irgendeine
Absicherung oder Ähnliches dazwischen geschlossen war? Ist das nicht ein
Kurzschluss?
Danke, lg
Der Nagel als auch die Primär- und Sekundärwicklung weisen einen
Ohmschen Widerstand auf. Darüberhinaus sind die Primär- und
Sekundärspule nicht ideal gekoppelt, es treten Streuverluste auf.
Der Nagel wird einen größeren Widerstand als die Sekundärwicklung gehabt
haben, sonst hätte er nicht geglüht. Damals(tm) im Physik Leistungskurs
ist uns der Nagel geschmolzen.
mfg mf
Tja, im Zweifelsfall brennt halt eine der Trafowicklungen druch.
Noch Blöder ists, wenn im Trafo durch die Hitze die Isolierung zwischen
zwei Windungen kaputt geht, dann hat man Windungsschlüsse und es wird
extrem heiß an der Stelle.
Mach zumindest eine Schmelzsicherung in Reihe zur Primär- und
Sekundärwicklung, die der Maximalen Stromaufnahme/Abgabe des Trafos
angepasst ist.
Manche Trafos haben eine Übertemperatursicherung in der Primärspule
drin. Wenn die kaputt geht und der Trafo vergossen ist, kannste ihn
wegschmeißen.
Und nochwas: Mr. 230V ist gnadenlos und wenn du was falsch machst, wirst
du klein, schwarz wie Kohle und hässlich.
Lass im Zweifel jemand drüber gucken, was du da Experimentierst.
Hitzdrahtversuche??
mfg mf
So jetzt hab' ich leider was vergessen.
Ich habe einen alten Trafo gefunden, aber leider ist nichts beschriftet.
Weder Typenbezeichnung noch sind die Drähte markiert. Kann ich irgendwie
herausfinden, welche Drähte zur Primär- und welche zur Sekundärspule
gehören?
Die Drähte haben die Farben Rot, Gelb, Blau und Weiss, wobei Weiss ein
wenig hervorgehoben ist (am Stecker).
Danke, lg
Mal den Ohmschen Widerstand der Leitungen zueinander messen:
Sekundärspule ist meist niederohmig, die Primärspule hochohmiger.
Das kommt einmal dadurch dass Primär mehr Wicklungen als Sekundär drauf
sind und weil Sekundär dickerer Draht zum einsatz kommt. Mehr Strom
heißt immer dickerer Draht.
Die Induktivitäten verhalten sich zum Wicklungs- bzw
Übersetzungsverhältnis so:
ü = N1/N2 = Wurzel(L1/L2)
Hast du ein Multimeter, das auch Induktivität messen kann?
mfg mf
Also - rot und gelb sind auf jeden Fall die 230V.
Blau und weiss sind die, an die du den Nagel anschliessen musst
(Nagelkopf an weiss, deshalb ist der gekennzeichnet).
Und im Ernst - lass die Finger davon, solange du nicht die elementarsten
Sachen verstanden hast.
martin schrieb:> Ich habe einen alten Trafo gefunden, aber leider ist nichts beschriftet.> Weder Typenbezeichnung noch sind die Drähte markiert. Kann ich irgendwie> herausfinden, welche Drähte zur Primär- und welche zur Sekundärspule> gehören?
Du solltest besser die Finger davon lassen.
BU508 schrieb:> Du solltest besser die Finger davon lassen.
Na Na Na. Soll er ruhig experimentieren, solange
Mini Float schrieb:> Lass im Zweifel jemand drüber gucken, was du da Experimentierst.
befolgt wird. Vorausgesetzt, eine kompetente Person schaut sich das an.
Willst du ihm den gröbsten Einstieg in ein schönes Hobby verbieten?
mfg mf
Also mein Multimeter sagt immer nur '0', wenn ich versuche den
Widerstand zu messen. Ich bin nicht sicher, ob ich auch Induktivität
messen kann. Vielleicht 'NCV', 'hFE' oder das Dioden-Symbol?
Keine Sorge, ich bin zur Zeit nur am messen und überlegen. Ich werd
nichts mit 230V anfassen, wenn es niemand bestätigt hat oder ich nicht
zu 1000% sicher bin, dass nichts passieren kann.
Vielen Dank für die Hilfe!
Oke, also kaputt ist der Transformator auf jeden Fall nicht. Wenn ich
mein Multimeter aufs Dioden-Symbol stelle und zwei drähte berühre, beept
das Multimeter. Also die Drähte kann ich schon den Wicklungen zuordnen.
Nur weiß ich nicht welche Wicklung welche ist.
1.Geh mal in den kleinsten Ohm-Bereich
2.Halt die Strippen zusammen.
3.Angezeigten Wert merken(=Offset).
4.Eine Wicklung messen, Ablesen(*), gemerkten Wert abziehen(offset raus
rechnen), auf Zettel notieren was du wo gemessen hast.
5.Andere Wicklung messen, Ablesen(*), gemerkten Wert abziehen(offset
raus rechnen), auf Zettel notieren.
6.Werte auf dem Zettel bedenken und sich überlegen, was man da genau
ermittelt hat.
(*)Wenn man sich über der oberen Grenze des momentanen Ohm-Messbereiches
bewegt(∞, OL oder ähnliches angezeigt bekommt), dann den nächsthöheren
wählen. Am unteren Ende eines Ohm-Messbereiches, insbesondere Wenn der
Wert kleiner ist als der größte Wert eine Einstellung darunter, eben
zurückschalten. Es muss jedesmal aber der Offset rausgerechnet werden.
mfg mf