Led Treiber mit MIC3203 - MOSFET wird sehr heiß.

Gast #2382850
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Hallo liebes Forum,
ich will einen LED-Treiber für eine 2,8 A LED Bauen.
Stromquelle sind 2 LiPos.

Dabei habe folgendes Problem:
Bei meinen ersten fliegenden Aufbau wurde der MOSFET (FDS5672) sehr 
schnell heiß - auch nachdem ich eine Platine bestückt hatte und einen 
anderen MOSFET (FQP4N90C)
genommen hatte wurde dieser auch sehr schnell heiß.

- Den Plan habe ich dem Datenblatt vom MIC3203 entnommen
- Die Dimensionierung der Spule und Shunt-Widerstand von led-treiber.de
- Anbei: Schaltplan, Bestückungsplan und Platinenlayout und Foto von der 
Platine
- Pads für Stromversorgung sind nicht im Layout drin die bohre ich 
später
- Eingang ist ein dicker Elko vorgesehen (im Aufbau ein 220 uF)
- Der Mosfet (FDS5672) hat sich nicht geändert, die Pins waren nur 
falsch belegt. Eigentlich sollte er ausreichend dimensioniert sein. Laut 
Datenblatt: 14mΩ, VGS = 6V, ID = 10A, Gehäuse: SO-8
- Im Moment kann ich noch keine Messung mit einem Oszilloskop vornehmen 
-  das Ändert sich nächste Woche

Ich nehme an, dass der MOSFET ungünstig geschaltet wird.
Wie kann ich dem Problem bei kommen?
Oder welche Bauteile an welcher Stelle könnten das Schaltverhalten 
günstiger beeinflussen?
Oder hat jemand Erfahrung mit dem Treiber?

Vielen Dank für Eure Hilfe
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Gast #2382896
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fusinerd schrieb:
> - Den Plan habe ich dem Datenblatt vom MIC3203 entnommen

In dem Datenblatt steht als Input Voltage Range 6V .. 37V. In deinem 
Schaltplan ist die Eingangsspannung leider arg schlecht zu lesen, sieht 
aber wie +5V aus. Dann würde für den FET evtl etwas wenig Gatespannung 
vorhanden sein, so dass der nicht richtig durchschaltet.
Persönliche Seite #2382898
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186kHz?!?!?! Schei*e!!!

Geh doch mal runter auf 200 - 500 Hz. Sagen wir mal 372 Nummern kleiner. 
Bei 186kHz bekommt dein Treiber das Gate nämlich nicht mehr richtig 
(bzw. kein Stück) umgeladen -> dein MOSFET ist so richtig schön im 
Linearbereich. Und verheizt schön die ganze Leistung, die normalerweise 
die Spule zurückhalten sollte. Und die Spule wird nutzlos. Ich schätze 
mal den Strom, den Du zum Umladen des Gates brauchst, auf etwa 5 - 50 A. 
Ja, richtig gehört, 5 bis 50 Ampere. Das ist mehr als der Laststrom... 
Bei 200 - 500 Hz geht das dann auf jeden Fall.


Gruß
Jonathan
Persönliche Seite #2382901
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Neumod'scher Krams schrieb:
> In dem Datenblatt steht als Input Voltage Range 6V .. 37V. In deinem
> Schaltplan ist die Eingangsspannung leider arg schlecht zu lesen, sieht
> aber wie +5V aus. Dann würde für den FET evtl etwas wenig Gatespannung
> vorhanden sein, so dass der nicht richtig durchschaltet.

Nee, ich hab schon in das FET-Datenblatt geschaut, das haut hin. 
Außerdem hat er 2 LiPolys -> Mindestens 6V.
Gast #2382943
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fusinerd schrieb:
> Und wie bekomme ich die hz runter?

Gar nicht. Ein MOSFET mit weniger Gateladung wäre aber sinnvoll für die 
Schaltung.


> Dann muss ich die Spule groesser machen?

Was für eine ist denn das?


Das Layout ist übrigens ziemlicher Murks, insbesondere in Anbetracht der 
hohen Schaltfrequenz und des nicht gerade winzigen Stroms.
Gast #2382997
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Ich empfehle übrigens die Layoutguidelines die im Datenblatt stehen 
einmal zu lesen.

Unter anderem sehe ich folgendes bei dir grade nicht:

1. Wegen des internen 5V Regulators einen 1µ Keramik C möglichst nah an 
Vcc und GND

2. Groundplane soll benutzt werden.

3. Alle Kondensatoren müssen verdammt gute Keramikkondensatoren sein 
(Siehe vorgeschriebenes Material fürs Dielektrikum)

(4.) Mir kommt es so vor als müsste die Spule kleiner als 33µ sein 
zumindest sieht das nach einem groben Blick in die Tabellen so aus. Ich 
hab es jedoch nicht ausgerechnet das solltest du aber einmal 
nachrechnen.

Hilfreich ist auch sicherlich das Beispielmodul sowohl vom Layout als 
anhaltspunkt als auch von der Art der verwendeten Bauelemente.

Die verwenden dort einen fds5672 bei 1A. Da kann man den Gatecharge und 
ähnliches als Referenz verwenden.

Gruß Andi
#2383012
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Moinsen

schau mal in das Datenblatt des MIC3203!
-> http://www.micrel.com/_PDF/mic3203.pdf

Da ist (ab Seite 10) auch die Schaltung und das Layout für ein 
Evaluation-Board enthalten.

Dein Layout hat nicht sehr viel Ähnlichkeit damit
und ist  - gelinde gesagt - kompletter Murks.

Vor allem bezüglich der Masseführung und sämtlicher Kondensatoren!

Der Eingangskondensator soll laut Datenblatt aus zwei 
parallelgeschalteten
4,7µ X7R-Keramikkondensatoren in 1210 bestehen.
Hier braucht man Low-ESR Typen, da tut's nicht jeder Feld- Wald- und 
Wiesen-Kondensator und schon gar kein lächerlicher Alu-Elko...

Im Datenblatt wird erwähnt, daß man einen Elko ggf. zusätzlich 
benötigt, wenn die Anschlußleitungen zum Board länger sind, da sich 
sonst (aufgrund der zu hohen Güte des Schwingkreises aus 
Leitungsinduktivität und Keramik-Eingangskondenstoren) beim Einschalten 
für das IC bedrohliche Überspannungen ergeben können.

Die Eingangskondensatoren gehören auch direkt zwischen die 
Versorgungsflächen, nicht irgendwo an lange Leitungen.


Der 1µF Keramik-C an Pin 1 gehört auf kürzestem Weg direkt neben das IC 
geroutet, nicht über eine endlose Leiterbahn + Drahtbrücke 
angeschlossen!

Für sämtliche Bauteile, insbesondere Speicherdrossel, Halbleiter und 
Kondensatoren macht Micrel im Datenblatt exakte Angaben zu den 
erforderlichen Typen.

Ich möchte Dir empfehlen Dich daran, wie auch an den Layoutvorschlag zu 
halten...
Einseitig wird das nix, eine doppelseitige Platine ist da kein Luxus.

Gruß,
Thorsten
#2383025
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achja, die Schaltfrequenz ergibt sich aus der Induktivität der 
Speicherdrossel, aus der Betriebspannung und der Anzahl der 
angeschlossenen LEDs.
Siehe Diagramme im Datenblatt Seite 5.

Der MIC3203 kann bis zu 1,5MHz Schaltfrequenz...
Bei ansonsten gleichen Bedingungen ist die Schaltfrequenz annähernd 
linear von 1/L abhängig.
Mit doppelter Induktivität bekommt man also rund die halbe 
Schaltfrequenz.

Das Eva-Board verwendet eine 68µH Drossel von TDK
mit 1,2A Nennstrom und 0,14 Ohm DC-Widerstand.

Gruß,
Thorsten
Gast #2386849
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Ich habe jetzt mal das Layout neu aufgebaut.
Vielleicht hat jemand Lust darauf zu schauen ob as Alles so Ok ist.
Vorausgesetzt natürlich dass die Verbindungen stimmen.
Die Flächen habe ich noch nicht gefüllt.

Was mich im Speziellen interessieren würde:
- Darf die Leiterbahn (GND) zwischenden Chipbeinen durchgeführt werden?
- Ist die Masseführung so in Ordnung?

Entsprechende Kondensatoren sind bestellt


Vielen Dank
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Gast #2387094
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Hallo,
welchen schaltkreis setzt Du nun genau ein. Im Betreff schreibst Du 
MIC3203, zeigst uns aber ein Datenblatt vom MIC3202.

Der MIC3202 hat einen internen Schalttransistor. Wenn Du damit einen 
externen Transistor ansteuern willst, mußt Du das Ausgangssignal 
negieren damit Strommessung und Pulsmuster zusammenpassen.
Gast #2398190
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So, ich habe nun:
- Das Layout verändert und eine Platine gemacht
- Bauteile gemäss des Datenblatts ersetzt
- Mir ein Oszi geliehen und Gemessen (Leider kenne ich mich mit der 
Oszi-Messung nicht so gut aus ...)


...und der Mosfet wird noch immer heiss.

Dann habe ich nochmal den Mosfet gegen einen IRLZ34N getauscht - aber 
auch der wurde sehr schnell heiss.


Wie könnte ich weiter machen??
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