Hi Leute,
ich hab mir eine LED-Taschenlampe gebaut, mit einer T6 und einem Lipo.
Die grüne LED soll ausgehen, wenn der Lipo ca. 6,8 V unterschreitet
(also 3,4 V pro Zelle)
Könnte man die Ladestandsüberwachung folgendermaßen machen?
(-) - Z-Diode 6,8 V 0,5W - LED grün - Vorwiderstand für LED - (+)
Würde das funktionieren?
Geht das ganze auch anders herum? also dass die LED anschaltet, sobald
die Spannung unter 6,8 V abfällt?
mfg
Nein, das kannst Du nicht so machen. Z-Dioden haben so große Toleranzen,
dass die eine bei 5V, die andere aber erst bei 8V durchbricht (leitend
wird). Außerdem hat deine LED auch noch eine Vorwärtsspannung von 1,5
bis 2 Volt. Also stimmt deine Rechnung nicht. Nimm lieber ein fertiges
LiPo-Überwachungs-IC oder Komparatoren (am besten sogar ein
Mikrocontroller)... Li-Akkus explodieren nämlich recht gerne. Da reichen
schon 0,1 Volt zu viel dazu aus. UND NIMM BLOß EIN RICHTIGES LADE-IC!!!
Deiner eigenen Gesundheit zuliebe! Brennt so ein Akku erst mal, kannst
Du den nicht mehr löschen!!!
Gruß
Jonathan
Hmm, also geladen wird der Akku mit einem speziellen Lipo Ladegerät mit
Balancer von Robbe...
Es geht mir nur darum, dass ich ungefähr weiß, bis wann ich die Lampe
benutzen kann, also damit er nicht tiefentladen wird, denn dunkler wird
die lampe erst ab 4V, und das ist bei weitem zuspät.
Meine Idee war eben, statt eines Widerstands eine Diode einzusetzten,
damit die LED nicht langsam schwächer wird, sondern plötzlich
abschaltet.
Wie hoch ist den die Toleranz von Z-Dioden ungefähr in %?
Könnte ich die Schaltung theoretisch so aufbauen:
(-) Z-Diode 6,8 V - 1k Ohm Widerstand --------(+)
I I I
---------------E B C--470 Ohm Widerstand LED-
Ghostrider1911 schrieb:> Wie hoch ist den die Toleranz von Z-Dioden ungefähr in %?
Groß. Seeehr groß. Deine 6V8-Diode könnte gut und gerne 4V5 - 7V5 haben.
Nimm keine Z-Diode!!! Nimm sowas:
1
2
10kOhm |\
3
+ -------|====|-|---|+\___
4
|-|=|--------<---|-/
5
R1 | | |/
6
--- ---
7
R2| | \ / 1N4007
8
--- ---
9
| |
10
-------|
11
|
12
GND ---
Die beiden unbeschrifteten Widerstände bestimmen die Schwellspannung.
Gruß
Jonathan
Hmm, dann werde ich wohl um einen OP-Amp nicht herumkommen..
Mal angenommen, diese Toleranz der Z-diode währe vernachlässigbar, würde
diese Schaltung dann funktionieren?
mfg
Hmm, das ist ja ziemlich doof.. Ich dachte eine Z-diode reagiert ab
einer bestimmten Spannung... naja morgen probiere ich mal die OP-Amp
schaltung aus.
mfg
Ghostrider1911 schrieb:> Die grüne LED soll ausgehen, wenn der Lipo ca. 6,8 V unterschreitet> (also 3,4 V pro Zelle)
Nimm als Grundlage Deiner Schaltung ein TL431 -IC. Das hat eine
wesentlich höhere Spannungskonstanz als eine Z-Diode. Vielleicht
findest Du im Datenblatt ja schon eine für Dich passende Schaltung.
Gruss
Harald
Richtig gut und ohne schleichendem Einschalten geht das nur mit OpAmp.
Und dann kann man auch gleich 'LED on bei Unterspannung' realisieren.
Die Schaltung nimmt sich weniger als 1mA wenn der Akku > 6,8V hat.
Beim Ansprechen kommt noch der LED Strom hinzu, hier auf 2mA
dimensioniert.
Die Teile gibts beim Reichelt und kosten unter 1 EUR.
Hmm, so wie ich das sehe, funktioniert die Schaltung mit dem OP-Amp auch
mit einer Z-diode, was ist denn daran nund genauer?
Und den TL431 kann ich dann einfach wie eine Z-diode einsetzen?
mfg
Ghostrider1911 schrieb:> Hmm, so wie ich das sehe, funktioniert die Schaltung mit dem OP-Amp auch> mit einer Z-diode, was ist denn daran nun genauer?
Der LM385-Z2,5 ist wie der TL431 eine Bandgap-Referenz, mit ebenso guter
Genauigkeit, nur nicht einstellbar sondern mit einer festen Spannung von
2,5V. Dafür benötigt der LM nur 0,1mA zum arbeiten statt 1mA beim TL431.
Und der Unterschied in der Genauigkeit einer Z-Diode zu einer
Bandgap-Referenz ist so ungefähr wie eine Kuckucksuhr zu einer Atomuhr.
Hmm, ich werde mich für den TL Chip entscheiden, jedoch verstehe ich
nicht ganz, wie man denn die Spannung, ab der die LED zu leuchten
beginnt berechnet, also welchen Widerstand ich einsetzten muss?
Für eine Aufklärung der Formel aus dem Datenblatt währe ich sehr dankbar
mfg
Frage nach der Formel hat sich geklärt, ich habe nun bemerkt, dass ich
die falsche Schaltung betrachtet habe.
Dennoch verstehe ich eins nicht, wenn die eingesetzte LED 20mA
verbraucht, für was brauch ich dann R4?
mfg
Eben nicht, dass eine LED zwingend einen Vorwiderstand braucht, ist mir
durchaus bewusst, jedoch ist der Widerstand parallel zur LED geschalten,
was für mich keinen Sinn ergibt, ist doch nur unnötige
Energieverschwendung?
Hier der Kommentar der unterm Schaltplan steht:
A. Select R3 and R4 to provide the desired LED intensity and cathode
current ≥1 mA to the TL431 at the available
VI(BATT)
Da ich in die 10te klasse gehe, und mein englisch auf dementsprechend
bemessen ist, kann ich mit dem Kommentar nicht viel anfangen..
Ich übersetzte ungefähr so: Wähle R3 und R4 so aus, um die gewählte LED
Leuchtkraft zu regulieren und die Stromstärke über 1mA zu halten
mfg
Achso, ich glaub, wir reden von unterschiedlichen Schaltungen... Also:
R3 und R4 müssen so gewählt werden, dass die LED nicht zu hell ist, aber
gleichzeitig der Strom >= 1mA ist. Steht doch drunter. R4 soll also den
Strom auf >= 1mA erhöhen, damit das IC korrekt arbeitet.
Hmm ok, anscheinend braucht der Chip eine bestimmte Last um nicht zu
schwingen oder ähnliches..
Ihr glücklichen.. ich hab morgen auch Schule.. bäääähh...
mfg
Ghostrider1911 schrieb:> Eben nicht, dass eine LED zwingend einen Vorwiderstand braucht, ist mir> durchaus bewusst, jedoch ist der Widerstand parallel zur LED geschalten,> was für mich keinen Sinn ergibt, ist doch nur unnötige> Energieverschwendung?
Durch das Teil muss ein gewisser Strom fließen damit es arbeiten kann.
Wenn dir 1mA zu viel ist, beherzigst du halt den Vorschlag von Bernd K.
Bernd K. schrieb:> Der LM385-Z2,5 ist wie der TL431 eine Bandgap-Referenz, mit ebenso guter> Genauigkeit, nur nicht einstellbar sondern mit einer festen Spannung von> 2,5V. Dafür benötigt der LM nur 0,1mA zum arbeiten statt 1mA beim TL431.
Hmm, nein dass passt schon so, bei meiner nächsten Reichelt bestellung
werde ich mir dann ein paar dieser Bausteine mit bestellen, und das
ganze dann dementsprechend aufbauen, falls es dann nochmal Probleme
gibt, werde ich mich wieder melden
mfg
Hi,
leider muss ich euch nochmal belästigen, denn meine Schaltung
funktioniert leider nicht so wie gewünscht.
Folgende Situation:
Schaltung ist wie im Bild aufgebaut, Werte sind auch dem Bild zu
entnehmen.
Wenn die Spannung über den max. Wert steigt, leuchtet die LED, sinkt die
Spannung jedoch unter den min. Wert, bleibt die LED dennoch dunkel.
Die Schaltung ist richtig aufgebaut, da bin ich mir sehr sicher, da ich
sie mehrfach überprüft habe. (Auf Steckplatte)
Meine Vermutung liegt darin, dass die Werte für min bzw. max falsch
gewählt sind. Gibt es bestimmte Vorschriften für die Widerstände?
Oder wo könnte der Fehler sonst noch liegen?
Danke im Vorraus!
mfg
Ghost Rider schrieb:> Hmm, hat den wirklich keiner ne Idee, was falsch sein könnte??
Mit deinen Widerstandwerten dürften die Schaltschwellen nach Formel bei
16.5V bzw. 40V liegen. Ist es das, was du möchtest?
Die Schaltung mit zwei TL431 ist aber keine Unterspannungsanzeige,
sondern ein 'Voltage Monitor', der anzeigt, ob eine Spannung in
einem bestimmten Fenster liegt.
Und bei deiner Dimensionierung ist die LED on, wenn die Spannung im
Fenster zwischen 16,5V und 40V liegt, gemäß den angegebenen Formeln.
Also unter 16,5V aus. Und das bestätigst du ja als Testergebnis.
Wo ist also das Problem?
Edit: Da war einer schneller
Warum bleibst du nicht bei dem sinnvollen Vorschlag eines Komparators?
Dann brauchst du nichtmal einen TL431, denn jede Leuchtdiode oder
normale Diode oder Zenerdiode ist einmal justiert genau genug für den
Rest des Lebens deiner Taschenlampe. Alles was du brauchst, wäre dann am
zweiten Eingang ein Poti.
Ist auch jedes dritte Wort von mir => KOMPARATOR
Um aber dem Autor: Ghostrider1911 das leben nicht zu schwer zu machen
sage ich mal dass der vorher genannte Operationsverstärker als
KOMPARATOR geschaltet war.
Klaus
> denn jede Leuchtdiode oder normale Diode oder Zenerdiode ist> einmal justiert genau genug für den Rest des Lebens deiner> Taschenlampe.
Seit wann ist die Spannung dieser Dinger unabhängig von der Temperatur ?
Und eine Taschenlampe liegt schon mal bei 0 GradC run oder steckt bei 37
GradC in der Hosentasche.
Für den Anwendungsfall
> Die grüne LED soll ausgehen, wenn der Lipo ca. 6,8 V unterschreitet
ist nun mal der TL431 die sinnvollste Lösung
2mA LED grün
+6.8V ---+--|>|--+
| |
430k 1k2
| |
+-----TF431
| |
250k |
| |
GND -----+-------+
Dann MaWin, bastele deine Schaltung doch mal um, denn die Anforderung
wurde geändert.
Für ne schnöde Taschenlampe reicht der Temperaturkoeffizient ganz
sicher. Du darfst aber auch gerne zwei Dioden in Reihe schalten oder
sonstwie.
Hmm, die TL431 ´s hab ich nun extra bestellt und deswegen würd ich die
schon gern verwenden :D
Mit deinen Widerstandwerten dürften die Schaltschwellen nach Formel bei
16.5V bzw. 40V liegen. Ist es das, was du möchtest?
Genau das mach die Schaltung!! Aber das will ich eben nicht..
Ich will das die LED angeht wenn die Spannung unter 6,6 V ist
Also zwischen 0 und 6,8 V
Wie muss ich den die Formel berechnen?
Also so wie ich das verstandne habe definiert low die kleinste spannung
bei der die LED leuchtet und max die größte Spannung bei der die LED
leuchtet.
Also nun:
Low: (1 + 10000 Ohm / 1785 Ohm) =6,6 V
High: (1 + 10000 Ohm / 555 Ohm) =16,01 V
Wie kommst du den auf 40 V?
Also nun eine neue Rechnung:
Low müsste bei 0 V liegen High bei 6,8 V
2V = (1 + 10000 Ohm / 10000 Ohm)
6,6 V = (1 + 10000 Ohm / 1786 Ohm)
Würde das so stimmen?
Danke euch!!
mfg
Naja, die ICs schon da. Erst designet man, dann wird bestellt. Meistens
jedenfalls. Hast du die Widerstände denn auch schon da ;-)) Potis wären
angebracht.
Der Komparator wäre wirklich viel einfacher, da auch leichter zu
verstehen.
Ich habe mir nun die Mühe gemacht, dir hoffnungsfrohen Jungvolk die
Zukunft zu erhellen. Lade dir LTspice von linear.com runter und dann
startest du die beiliegenden Dateien. Da kannst du dann spielen. Viel
Spaß!! Die Mühe sich in LTspice reinzuarbeiten, wird dir irgendwann als
sehr gute Investition in Erinnerung bleiben.
Die Werte stellst du dir eben selbst passend ein. Der REF-Eingang des
TL431 hat die bekannte Schaltschwelle von 2,5V.
Ghost Rider schrieb:>> Also nun:> Low: (1 + 10000 Ohm / 1785 Ohm) =6,6 V> High: (1 + 10000 Ohm / 555 Ohm) =16,01 V>> Wie kommst du den auf 40 V?
Ganz einfach, in der Formel ist rechts recht unauffällig noch die
Multiplikation mit Vref (2,5V) vorgegeben, die du übersehen hast:
Also:
6,6V * 2,5V = 16,5V
16,01V * 2,5V = 40V
Abdul K. danke dir für den Tipp!!
Werde mir die Software auf jedenfall mal anschauen..
Ganz einfach, in der Formel ist rechts recht unauffällig noch die
Multiplikation mit Vref (2,5V) vorgegeben, die du übersehen hast:
Also:
6,6V * 2,5V = 16,5V
16,01V * 2,5V = 40V
Danke auch dafür!! das hab ich nun wirklich übersehen, die Schaltung hab
ich voher kurz aufgebaut, ERFOLGREICH!!
Und den Tipp mit dem anderen Bauteil werde ich dann nächstes mal wenn
ich sowas brauche berückstichtigen.
Danke euch allen !
Mfg