Hi,
ohne dir jetzt zu nahe treten zu wollen:
Wenn du diese Fragen stellen musst, dann ist absolut eindeutig das es
für dich keinen anderen Weg gibt als ein komplettes Transmitter-/ oder
gar Transceivermodul zuzukaufen. Zumindest nicht wenn es sich um etwas
anderes als einen Breitbandigen Störsender handelt und du dieses Gerät
noch vor Ende des Jahres 2015 fertigstellen willst.
Unter den RF Modulen gibt es die verschiedensten Versionen. Zum einen
gibt es die "Dummem" Module, welche nur die reinen HF Stufen und den
Oszillator nebst PLL enthalten. Die Frequenzprogrammierung und komplette
kontrolle des Moduls erfolgt über einen externen von dir programmierten
Controller.
Das Modulationssignal muss direkt aufbereitet angeliefert werden und das
Empfangssignal kommt da als reiner Bitstrom raus. Die komplette
aufbereitung liegt bei dir. Dies wird bei Mittleren Seriengrößen gemacht
da es einen Kompromiss zwischen dem (teuren) Zukauf des kompletten
Moduls und dem Fertigungstechnologisch Aufwendigen eigenaufbau des
HF-Frontends darstellt. (Multilayer, Spezielle Layoutvorgaben, kleine
Bauteile - will man es Günstig haben... Diskret Aufbauen mit bedrahteten
Bauteilen geht sogar noch, ist aber für 2,4Ghz immens Aufwendig)
Für Einzelstücke und Kleinserien ist der Aufwand der
Modulationsaufbereitung, Ablaufkontrolle und Datenrückgewinnung aber
schon recht immens, da ist ein Intelligentes Modul Zielführender.
Die bei den "dummen" Modulen enthaltenen Bustufen sind:
1. Frequenzaufbereitung:
Mutteroszillator (guter Quarz) VCO, Programmierbarer Teiler und PLL.
(Teilweise bis auf den XO integriert in einem IC, natürlich mit
"Fordernden Designvorgaben)
2. Sendezweig:
Modulator, Endstufe mit Leistungsregelung, einige Filter!
3. Emfängerzweig
Eingangsfilter, Empfangsvorverstärker, Abmischer, regelbarer ZF
Verstärker, Demodulator...
Bei den "intelligenten" Modulen kommt noch der komplette Digitalteil
dazu. Das bedeutet der für die jeweils von dir gewünschte Anwendung
nötige Protokollstack ist bereits in dem Modul integriert. (2,4GHz kann
ja vieles sein!) Der VErbindungsaufbau, Berechtigungsprüfung, aber auch
das aufbereiten der Modulations-/und Demodulationsdaten erfolgt komplett
innerhalb des Moduls. Die kompletten Hardwarespezifischen LAyer werden
abgedeckt. Dadurch wird für dich als Schaltungsentwickler die ganze
Übertragungsschnittstelle fast Transparent. Du bewegst dich nur noch auf
der Anwendungsschicht. (Mit Ausnahme der Parametrierung des Moduls)
Die Kommunikation mit dem Modul -sowohl Kontrolldaten wie
Nutzdaten-erfolgt rein über Übliche Datenbusse wie SPI/UART/IIC.
Für Einzelstücke/Kleinserien die optimale Lösung!
Will man etwas selber bauen ist bei Kleinststückzahlen alleine die
Beschaffung der nötigen Bauteile für den Analogzweig teurer als der
Zukauf eines "dummen" Moduls.
Bei 2,4GHz kommt es teilweise beim Layout auf Millimeterbruchteile an.
da kann die Schaltung bei wxakt demselben Schaltplan bei Aufbau 1 super
Funktionieren, bei Aufbau 2 komplett versagen. Messtechnik für 2,4GHz
ist schon nicht mehr leicht erreichbar. Die Technik erfordert schon
enormes Vorwissen sowohl in Schaltungsdesign wie auch HF spezifischem
Layout.
Gruß
Carsten