Kunststoffgehäuse ohne Kratzer öffnen

OP #2400430
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Ich hab hier 2 TFT-Monitore, bei beiden sind unterschiedliche Teile 
defekt. Jetzt möchte ich daraus einen funktionsfähigen machen. Soweit 
kein Problem.

Doch das Kunststoffgehäuse wird von Clips zusammengehalten. Um die zu 
öffnen muß man mit einem flachen Gegenstand kräftig in einen Schlitz 
reindrücken und drehen. Bei dem einen hab ich das mit nem normalen 
Schlitz-Schraubendreher gemacht. Geht wunderbar auf, nur ist jetzt das 
ganze Gehäuse mit Kratzern geziert.

Bei dem anderen möchte ich das gerne vermeiden und dann dessen Gehäuse 
verwenden.

Ich habe bereits erfolglos versucht:

- alte Kreditkarte (verbiegt sich zu stark)
- Schraubenzieher in Leder gehüllt (zu dick)
- altes Messer mit der Blechschere zurechtgeschnitten (gibt genauso 
Kratzer)

Hat jemand noch eine Idee wie das geht?

Vielleicht ein Stichwort mit dem man passende Produkte findet?

Die Hersteller müssen das ja auch irgendwie schaffen.

Vielen Dank.

Gruß,

Gerd
OP #2400514
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Danke für die Tipps!

> Holz-Stil, z.B. die Kaffee-Umrühr-Stäbchen von McDonalds (sind schön
> schmal)

da werde ich doch gleich mal vorbeigehen und mir welche holen!

>> und drehen
>
> sicher, daß das gedreht werden muß? Vielleicht reicht ja auch "Hebeln"
> aus (also nur in eine geeignete Richtung drücken)

Hebeln würde reichen, man muß aber so 3-4 mm Abstand schaffen bevor das 
Ding dauerhaft aufgeht. Schätze mal mit den Teilen aus dem Ebay-Link 
könnte das klappen, mit rein flachem Werkzeug kommst Du nicht tief genug 
rein um den Hebel ansetzen zu können.

Gruß,

Gerd
OP #2401117
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Peter R. schrieb:
> Ich komme da mit einer Malerspachtel immer ganz gut zurecht. Wenn sie
> etwas abgenutzt ist, und nicht mehr ganz so scharfe Kanten hat, ist das
> gerade richtig.

Danke für den Tipp. Eben probiert: Mein Malerspachtel verbiegt sich 
leider zu leicht als daß ich damit hier was ausrichten kann.

Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> mach doch mal ein Foto vom Operationsfeld (offene und "Einführ" Seite)

Gute Idee, Fotos vom verkratzten Gerät anbei.

Gruß,

Gerd
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#2401204
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1. Oft ist es so, dass ein sehr breiter Schraubendreher oder eben doch 
Malerspachten hilfreich sein kann - oder gleich mehrere davon. Ziel 
sollte sein, das Gehäuse möglichst breitflächig zu öffnen, womöglich 
reihum ein wenig anheben etc.

2. Es kann auch sein, dass das Gehäuse so konstruiert ist, dass ein 
schadloses Öffnen gar nicht möglich ist. In diesem Fall könnte man mit 
einem Skalpell die verbindenen Kunstsstoffnasen durchschneiden und 
müsste dann beim Zusammenbau irgendwo Schrauben einsetzen oder das 
Gehäuse zukleben.
OP #2402242
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Michael K-punkt schrieb:
> 1. Oft ist es so, dass ein sehr breiter Schraubendreher oder eben doch
> Malerspachten hilfreich sein kann - oder gleich mehrere davon. Ziel
> sollte sein, das Gehäuse möglichst breitflächig zu öffnen, womöglich
> reihum ein wenig anheben etc.

Wie gesagt ist mein Malerspachtel recht flexibel und reicht nicht aus um 
da genug zu hebeln. Ich habe aber nur eine Ecke genommen, ich wollte das 
Teil jetzt nicht auch noch auf die Breite der Schlitze zurechtschneiden. 
Vielleicht würde es mit mehreren von den Dingern übereinandergelegt und 
zugeschnitten gehen.

> 2. Es kann auch sein, dass das Gehäuse so konstruiert ist, dass ein
> schadloses Öffnen gar nicht möglich ist.

Nein, die Reparieren die Dinger auch. Bei nem anderen von diesen 
Monitoren haben die mal das Netzteil getauscht als es noch innerhalb der 
Garantiezeit war. Da hat man außen nix gesehen, ich konnte aber mein 
Gehäuse an einem Kratzer an einer anderen Stelle wiedererkennen.

Ich hab jetzt mal 2 verschiedene solcher Uhrgehäuseöffner und diese 
China-Öffner bestellt. Die Uhrgehäuseöffner kommen aus D und sollten Mi 
oder Do kommen. Die Dinger aus China werden wohl noch ne Weile durch den 
Zoll brauchen.

Ich hab nochmal 2 Fotos von innen gemacht und angehängt, vielleicht hat 
ja jemand noch ne Idee.

Gruß,

Gerd
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#2404936
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Also diese China-Gehäuseöffner kannst du getrost vergessen, genauso wie 
die Plektrons: die sind für derartige Dinge zu viel zu instabil. Für 
Handys und Fernbedienungen prima geeignet aber nicht für Monitorgehäuse. 
Ich nutze dafür mehrere Kreditkarten die ich an jeder Seite 
unterschiedlich stark mit der Feile angeschrägt habe.
Wichtig ist auch vorher Infos zu sammeln, also Fotos von dem Modell oder 
ähnlichen wo man erkennen kann an welchen Stellen in welche Richtung 
gehebelt werden muss. Manchmal gibts da ganz fiese Sachen: Schrauben 
hinter Typenschildern oder die Blende auf der Vorderseite erst ein Stück 
hochschieben und dann ausklipsen usw. Einige Hersteller sind da sehr 
kreativ. Würden die lieber an anderer Stelle mal ein bischen mehr 
Hirnschmalz investieren...hatte letztens einen teuren Samsung 24" TFT 
offen, da war zwischen Panelrückseite und Lötseite des SNT grad mal 1mm 
Luft ohne irgendeinen Isolator dazwischen. Keine wunder dass es da zum 
Überschlag kam...
OP #2408710
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So, Vielen Dank für all die guten Tipps. Die Operation ist gelungen, 
Monitor geht wieder und hat keine Kratzer bekommen.

Ich habe mir ein als "hart" ausgewiesenes Plektrum ausgeliehen. Damit 
hat es leider nicht geklappt, ich konnte damit nicht genug Kraft 
aufbringen da es vorne zu spitz zulief.

Womit es recht einfach ging war der Uhrengehäuseöffner, Bild anbei. Gab 
es für ein paar Euro bei ebay.

Damit musste ich nicht drehen, sondern konnte einfach in die Schlitze 
rein und aufhebeln.

Gruß,

Gerd
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