Glühlampen sind Kaltleiter, d.h. ihr Widerstand steigt mit der
Temperatur.
Folglich haben sie im Einschaltmoment einen wesentlich geringeren
Widerstand, was eine wesentlich höhere Strombelastung zur Folge hat.
Daher brennen Glühlampen idR. auch immer beim Einschalten durch.
VG,
/th.
Random ... schrieb:> Glühlampen sind Kaltleiter, d.h. ihr Widerstand steigt mit der> Temperatur.>> Folglich haben sie im Einschaltmoment einen wesentlich geringeren> Widerstand, was eine wesentlich höhere Strombelastung zur Folge hat.>> Daher brennen Glühlampen idR. auch immer beim Einschalten durch.
schön zu wissen, aber was hat diese Antwort mit der Frage zu tun?
(Es geht bei dieser Strombremse nicht um das einschalten)
die 25% Enerigeeinsparung bezweifel ich da die Glühwendelt ja sehr
schnell auf Temperatur ist, die erhöhte Lebensdauer ist aber durchaus
nachvollziehbar!
ich schrieb:> Ich habe das so verstanden dass die "Strombremse" den Einschaltstrom> begrenzt!?
Das würde zwar die Lebensdauer (ggf. sogar erheblich) verlängern, aber
hätte nicht wirklich eine Energieeinsparung zur Folge :-)
Random ... schrieb:> ich schrieb:>> Ich habe das so verstanden dass die "Strombremse" den Einschaltstrom>> begrenzt!?>> Das würde zwar die Lebensdauer (ggf. sogar erheblich) verlängern, aber> hätte nicht wirklich eine Energieeinsparung zur Folge :-)
Aber sicher. Das ist doch auch der Grund, warum LED-Beleuchtungen
so energiesparend sind: Sie sind einfach dunkler. Man könnte sogar
eine hundertprozentige Energieeinsparung erreichen, indem man die
betreffende Lampe einfach nicht einschaltet. :-)
Gruss
Harald
Ich vermute mal in dieser kleinen Zwischenfassung ist nicht mehr als ein
in Serie geschaltener Heißleiter drin.
Der begrenzt den Einschaltstrom (erhöht so die Lebensdauer) und im
Betrieb hat er immernoch einen nicht vernachlässigbaren Widerstand,
sodass der Gesamtwiderstand der Lampe steigt und damit der
Stromverbrauch sinkt.
Man sollte aber bestimmt nicht glauben, dass die Stromkosten durch
höhere Effizienz gesenkt werden!
Leo B. schrieb:> Betrieb hat er immernoch einen nicht vernachlässigbaren Widerstand,> sodass der Gesamtwiderstand der Lampe steigt und damit der> Stromverbrauch sinkt.
kann ich mir nicht vorstellen, die Wärme die dabei entsteht kann er
nicht abgeben. Das Ding würde viel zu warm.
Eventuell ist sogar ein Dimmer eingebaut. - bei 50% ersparniss könnte
hätte es auch eine Diode getan.
Vom Preis her kann da nicht viel drin sein.
Ich tippe auf eine Diode, mit der eine Halbwelle abgeschnitten wird.
Von Einschaltstrombegrenzung habe ich in der Produktbeschreibung nichts
gelesen.
> Wird dort mittels Widerstand oder Kondensator die> Spannung an der Glühlampe reduziert?
Nein, die Bauteile wären zu gross.
Vermutlich ist ein fest eingestellter
TRIAC Phasenanschnitt-Dimmer drin.
> Hätte eine Glühlampe mit geringerer Leistung nicht> den gleichen Effekt?
Jein.
Sie wäre wesentlich effizienter, denn eine Reduktion
der Leistung um 25% verlängert nicht nur die
Lebensdauer, sondern verringert vor allem dern
Wirkungsgrad der Lampe um drastisch mehr als 25%.
Ausserdem wirdf das Licht noch viel gelber, geht
schon fast ins Rot.
Eine Glühlampe niedriger Leistung würde mit weniger
Strom trotzdem mehr Licht machen und weisseres Licht
als diese gedimmte Lampe, aber eben nicht verlängert
halten.
Bei Westfalia findest du auch "Panzer" Glühlampen,
dei auch länger halten. Eben weil sie auch einen
wesentlich schlechteren Wirkunsgrad haben.
Besonders schick ist es jetzt, in so einen Sockel
eine Energy Saver IRC Hochvolthalogen zu schrauben,
weil man ja Energie sparen will....
Der Wahnsinn kennt keine Grenze, insbesondere technisch
nicht begabte Leute werden täglich mit abstrusestem
Werbegelaber über den Tisch gezogen.
MaWin schrieb:> "Panzer" Glühlampen
... unterscheiden sich von den einfachen Heat-Balls durch einen dickeren
und somit stabileren Heizwendel. äh, Glühwendel, sorry.
MaWin schrieb:> abstrusestem Werbegelaber
Als ich das Wort "Westfalia" las, musste ich schon automatisch in weiser
Vorahnung den Kopf schütteln...
Die Tatsache, dass verschwiegen wird, wie in die Arbeitsweise der Lampe
eingegriffen wird, zeigt von vornherein, dass es sich um Gerede, also
nur um heiße Luft handelt.
Alleine der 3cm lange Sockel zeigt, dass zusätzlich Wärme erzeugt und
abgeführt werden muss, von Verbesserung kann da gar keine Rede sein.
Man sollte nicht vergessen, dass jede Glühlampe einen Kompromiss
zwischen Wirkungsgrad , Lichtfarbe und Lebensdauer darstellt.
Wenn man da in den vom Hersteller aus langer Erfahrung gewählten Wert
eingreift, kann man nur Verschlechterung erreichen.
Die einzige sinnvolle externe Maßnahme könnte eine
Langsam-Startvorrichtung darstellen - aber darum handelt es sich nicht -
die würde wesentlich teurer sein.
Ein Softstart z.B. einer 100W-Glühbirne sollte auf einfache Weise mit
einem richtig dimensionierten NTC möglich sein, an dem vielleicht im
Betrieb 0,3% der Nennleistung abfällt, und daß er nicht zu heiß wird.
Das ist wohl an Verlusten verkraftbar.
Die Birne hält dann bis näher an die Verschleißgrenze, an der der
Glühfaden wirklich ziemlich verdampft und dünn geworden ist. Im NTC
steckt auch keine komplizierte Schaltungstechnik, sodaß diese Maßnahme
ziemlich robust sein kann.
Das Gegenteil, einen PTC, hatte ich in den 1970-er Jahren mal als
Vorschaltwiderstand einer Prüf-LED, die Spannungen zwischen 12V und 220V
anzeigen sollte. Der LED war wohl eine kleine Universaldiode
antiparallel geschaltet. Einen solchen gebrauchten PTC von damals habe
ich sogar noch.
Was mich mal interessieren würde: Habe ich das richtig verstanden, dass
eine gedimmte Glühbirne einen schlechteren Wirkungsgrad hat, als eine
ungedimmte gleicher Leistung?
Also 66% von 60W dunkler als 40W?
ja, weil die Glühwendel auf einen festgelegten Temperaturbereich
definiert ist, betreibst Du die Lampe mit nur 170V anstelle von 230V,
ist die Arbeitstemperatur eine andere!
Edit:
// Ironie_on
wobei es wirklich ein unding ist über den Wirkungsgrad eine Glühbirne zu
reden! Eine Glühbirne hat schlichtweg keinen Wirkungsgrad sondern nur
einen "Stromvergeudungsfaktor" ;)
Wenn sie schon schreiben "Strombremse"... Wird der Strom langsamer? Nun,
immerhin verlängert sich der Weg ja insgesamt um 6 cm. Auf der Strecke
kann man den Strom dann schön problemlos abbremsen....
@Hannes H. (mui)
>Was mich mal interessieren würde: Habe ich das richtig verstanden, dass>eine gedimmte Glühbirne einen schlechteren Wirkungsgrad hat, als eine>ungedimmte gleicher Leistung?>Also 66% von 60W dunkler als 40W?
Nein. Alle schwafeln nur Mist - der Wirkungsgrad bleibt der gleiche ;-)
Der Unterschied ist nur, daß sich der Glühfaden bei geringerer
zugeführter Leistung weniger erwärmt (also geringere Temperatur). Und
geringere Temperatur bedeutet, daß sich das Spektrum des Lichtes
richtung "Langwelle" bewegt - also mehr in den infraroten Bereich. Und
wenn die infraroten Wellen zu langwellig werden (aufgrund zu niedriger
Temperatur), kommen wir in einen Bereich, den manche als Wärme
bezeichnen. Leider kommt das Abfallprodukt namens Licht dabei etwas zu
kurz, und erscheint manchen etwas wenig - weniger, als die Reduzierung
der elektrischen Leistung vermuten liese. Deshalb glauben manche, die
"Birne" hätte einen niedrigen Wirkungsgrad. Dem ist aber nicht so - sie
gibt genau so viel Energie ab, wie sie an elektrischer Leistung
aufnimmt. Nur ist diese Energie nicht in der Form, in der wir es
wünschen würde.
(ach ja - so gesehen hat natürlich jeder Spannungsregler und Widerstand
und ... immer η=100% ;-)
Ich glaube nicht das diese These stimmt, weil nämlich ein Teil der
Energie von dem Vorwiderstand oder was immer da getrickst wird
in Wärme umgesetzt wird. Der Wirkungsgrad bezieht sich aber nur
auf das Leuchtmittel.
Michael S. schrieb:> Der Wirkungsgrad bezieht sich aber nur> auf das Leuchtmittel.
Das ist wie bei den ESL.
Laut europäischer Vorschrift muss nur die Leistung des Leuchtmittels
angegeben werden.
Eine Leuchte mit 16W-Leuchtmittel(Röhre) hat aber ein Vorschaltgerät mit
meist cos-phi 0.5. Dann hat man eine Scheinleistung der Leuchte von 40W!
Das Umweltargument fällt somit weg, da auch die Blindleistung in
Kraftwerken erzeugt werden muss.
Ich hatte da schon mal bei Brennenstuhl nachgefragt und dieses als
Antwort bekommen.
Alles Augenwischerei und Vermarktungsstrategie.
Thilo M. schrieb:> Dann hat man eine Scheinleistung der Leuchte von 40W!> Das Umweltargument fällt somit weg, da auch die Blindleistung in> Kraftwerken erzeugt werden muss.
Nur der Ordnung halber: Scheinleistung wird in VA (nicht Watt)
angegeben und Blindleistung dann in VAr.
Jens G. schrieb:> Nein. Alle schwafeln nur Mist - der Wirkungsgrad bleibt der gleiche ;-)
So so!
> Der Unterschied ist nur, daß sich der Glühfaden bei geringerer> zugeführter Leistung weniger erwärmt (also geringere Temperatur). Und> geringere Temperatur bedeutet, daß sich das Spektrum des Lichtes> richtung "Langwelle" bewegt - also mehr in den infraroten Bereich. Und> wenn die infraroten Wellen zu langwellig werden (aufgrund zu niedriger> Temperatur), kommen wir in einen Bereich, den manche als Wärme> bezeichnen.
Vor allem kommen wir in einen Bereich, den unser Auge nicht mehr
wahrnehmen kann.
> Leider kommt das Abfallprodukt namens Licht dabei etwas zu> kurz, und erscheint manchen etwas wenig - weniger, als die Reduzierung> der elektrischen Leistung vermuten liese.
Dass das Licht "zu kurz" kommt bedeutet ja nichts anderes als dass der
Wirkungsgrad geringer geworden ist. Voraussetzung ist natürlich, dass du
das Licht habe möchtest und nicht die Wärme.
Bei ne Heizdecke ist es egal.
> Deshalb glauben manche, die> "Birne" hätte einen niedrigen Wirkungsgrad. Dem ist aber nicht so - sie> gibt genau so viel Energie ab, wie sie an elektrischer Leistung> aufnimmt. Nur ist diese Energie nicht in der Form, in der wir es> wünschen würde.
...und daher sinkt der Wirkungsgrad bei der Herstellung des von uns
gewünschten "Lichtes".
Fazit: Verallgemeinerungen ("alle" "nur") sind oft nicht so hilfreich
und eher peinlich, wenn man sich kurz darauf selbst widerspricht.
Michael S. schrieb:> Nur der Ordnung halber: Scheinleistung wird in VA (nicht Watt)> angegeben und Blindleistung dann in VAr.
Danke, stimmt natürlich! ;-)
Thilo M. schrieb:> Eine Leuchte mit 16W-Leuchtmittel(Röhre) hat aber ein Vorschaltgerät mit> meist cos-phi 0.5. Dann hat man eine Scheinleistung der Leuchte von 40W!> Das Umweltargument fällt somit weg, da auch die Blindleistung in> Kraftwerken erzeugt werden muss.
Apropos Blindleistungskompensation:
Wieso kam eigentlich noch nie jemand auf die Idee, z.B. an den
Trafostationen vor Ort eine Blindleistungskompensation zu installieren?
Dann wären die Versorgungsleitungen ja weitgehend entkoppelt. Je nach
cos und dank moderner Elektronik heute könnte man sowas doch variabel
anpaßbar gestalten, je nach Last.
Nun, ich las in meiner früheren Firma mal einen
Fachzeitschriftenartikel, daß größere Firmen mit
Blindleistungsverbrauchern sich eine Blindleistungskompensation an den
Hausanschluß bauen lassen können, und der sich sogar bezahlt macht,
amortisiert, weil man vom EVU dann Vergünstigungen bekommt. Ergo würde
sich das doch auch für das EVU lohnen, ohne daß ein Endverbraucher
überhaupt beteiligt ist, sowas in ihre eigenen Anlagen direkt zu
installieren.
Wilhelm Ferkes schrieb:> dann Vergünstigungen bekommt>Wieso kam eigentlich noch nie jemand auf die Idee, z.B. an den>Trafostationen vor Ort eine Blindleistungskompensation zu installieren?
Wozu?
Extra berechnet wird das nicht, weil ohne Kompensation der Kunde
den Blindstrom gleich mit bezahlen muss, denn der wird meines Erachtens
vom Zähler (nicht sicher) einfach mitgezählt.
Daher ist den EVUs das auch völlig Wumpe, solange die Kasse stimmt.
Klar kann man das elektronisch regeln, aber das rechnet sich wohl
eher bei Großverbrauchern. Bei großen Beleuchtungsanlagen wie z.B.
in Turn- oder Werkhallen ist in der Regel ein Kondensator gleich
in den Leuchten (Leuchtstofflampen)mit eingebaut die nur die Aufgabe
haben den Blindstrom zu kompensieren.
Michael S. schrieb:> Extra berechnet wird das nicht, weil ohne Kompensation der Kunde> den Blindstrom gleich mit bezahlen muss, denn der wird meines Erachtens> vom Zähler (nicht sicher) einfach mitgezählt.
Zählen die üblichen Ferraris-Zähler denn nicht die Wirkleistung?
Michael S. schrieb:> Extra berechnet wird das nicht, weil ohne Kompensation der Kunde> den Blindstrom gleich mit bezahlen muss, denn der wird meines Erachtens> vom Zähler (nicht sicher) einfach mitgezählt.
Dein Energieverbrauchszähler im Keller ist ein reiner
Wirkleistungszähler. Der höhere Scheinstrom vor dem Zähler belastet aber
die Zuleitungen des EVU, und verursacht dort unnötige Spannungsabfälle,
bzw. eben die Blindleistung. Die höhere Scheinstromanteil wird dort
wiederum am ohmschen Leitungswiderstand in Wirkleistung verwandelt,
erwärmt damit den Zuleitungsdraht vor dem Zähler.
Wenn du über die Blindleistungskompensation nicht ganz im Bilde bist,
können wir das aber gerne ein wenig diskutieren.
Die Blindleistungskompensation ist genial. Ich lernte sie erst im
Studium kennen. In der Telekommunikation hatte ich damit ja nichts zu
tun. Da gibt es ganz andere Probleme. Schaltet man einen Kondensator
parallel zum induktiven Verbraucher, und schwupp, halbiert sich
plötzlich der Strom in der Zuleitung. Ohne daß am Verbraucher was
passiert. Als Elektriker müßtest du das aber auch wissen.
Sollte ich hier irgendwo im Detail falsch liegen, z.B. daß der
Hauszähler etwa doch kein reiner Wirkleistungszähler ist: Bitte,
diskutieren wir das. Bin ja selber auch gerne auf einem richtigen
Wissensstand.
Thilo M. schrieb:> Michael K-punkt schrieb:>> Zählen die üblichen Ferraris-Zähler denn nicht die Wirkleistung?>> Doch, tun sie.
Ich sehe gerade, daß der Hauszähler als Wirkleistungszähler damit
geklärt ist.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Als Elektriker müßtest du das aber auch wissen.
Klar weiß ich das, nur welchen Leistungsanteil der Zähler erfasst,
da war ich mir nicht mehr sicher. Ist ja auch schon über dreißig
Jahre her das das mal durch genommen wurde. In dem Fachkundebuch,
das ich damals benutzte, wurde darüber eher unzulänglich geschrieben.
Wiki ist da viel ausführlicher.
Michael S. schrieb:> Ist ja auch schon über dreißig> Jahre her das das mal durch genommen wurde. In dem Fachkundebuch,> das ich damals benutzte, wurde darüber eher unzulänglich geschrieben.
Ja, bei mir sind es ebenfalls über dreißig Jahre her. Ich hatte als
Fernmelder zusätzlich zu den Fernmelder-Fachbüchern auch ein allgemeines
Fachbuch, Fachkunde Elektrotechnik, vom Europa-Verlag. Da sind die Dinge
aus der Energietechnik sehr gut erklärt, es sind sogar noch
Quecksilberdampfgleichrichter und Selengleichrichter drin.
Oft hatte man als Azubi aber auch keine Lust oder Möglichkeit, sich
wirklich jedes Thema anzueignen. ;-)
Mit dem Internet bzw. Wiki bin ich vorsichtiger, da weiß man nie, wie
weit ein Artikel vor Fehlern strotzt. Bei den Büchern war man ja früher
sorgfältiger. Schon alleine aus dem Grund, weil man sie nicht mal gerade
eben schnell editieren kann, um einen Fehler zu beseitigen. OK, es kam
auch hin und wieder mal ein Fehlerchen vor.
Aber noch mal zu meiner Frage: Warum baut man nicht grundsätzlich eine
Blindleistungskompensation ins Trafohäuschen? Wird das teuerer, als die
Blindleistungsverluste? Es müßte ja noch nicht mal viel Elektronik dran
sein, aber einfach, um wenigstens einen Teil der Blindleistung zu
kompensieren. Die Versorger haben doch sicher Anhaltspunkte,
Durchschnittswerte zu Mindestlasten am Trafohäuschen, und deren
induktivem Anteil.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Aber noch mal zu meiner Frage: Warum baut man nicht grundsätzlich eine> Blindleistungskompensation ins Trafohäuschen? Wird das teuerer, als die> Blindleistungsverluste? Es müßte ja noch nicht mal viel Elektronik dran> sein, aber einfach, um wenigstens einen Teil der Blindleistung zu> kompensieren. Die Versorger haben doch sicher Anhaltspunkte,> Durchschnittswerte zu Mindestlasten am Trafohäuschen, und deren> induktivem Anteil.
Die Verluste durch den Blindstrom entstehen überwiegend durch den
ohmschen Widerstand der Leitung vom Trafo zum Verbraucher. Daher ist es
am günstigsten, den so dicht wie möglich, am Verbraucher zu
kompensieren.
mfG ingo
Michael S. schrieb:> Ich glaube nicht das diese These stimmt, weil nämlich ein Teil der> Energie von dem Vorwiderstand oder was immer da getrickst wird> in Wärme umgesetzt wird. Der Wirkungsgrad bezieht sich aber nur> auf das Leuchtmittel.
Nur der Ordnung halber - um bei deinem Schlaubi-Schlumpf-Zitat zu
bleiben:
1. wird nicht energie, sondern erst mal leistung umgesetzt.
2. nicht "ein Teil", sondern genau 100% der am Vorwiderstand anfallenden
Leistung in Wärme umgesetzt.
Wenn du schon die Klappe aufreißt und andere verbesserst, dann mach es
doch erst mal selber richtig.
Ingo Wendler schrieb:> Die Verluste durch den Blindstrom entstehen überwiegend durch den> ohmschen Widerstand der Leitung vom Trafo zum Verbraucher. Daher ist es> am günstigsten, den so dicht wie möglich, am Verbraucher zu> kompensieren.
Das ist mir schon klar. Vor allem muß der Hausbesitzer die Kompensation
selbst kaufen, und installieren. Eigentlich möchte ich näher darauf
hinaus, wo denn die Blindleistungsverluste zu welchen Anteilen
entstehen. Eher in den Hochspannungs-Fernleitungsnetzen, oder in den
lokalen Ortsnetzen? Deshalb zog ich die Trafostation als Montageort mal
mit in Betracht. Denn die Trafostationen befinden sich ja meist auch
nicht so weit vom Haus entfernt.
Aber ich war noch nie im Energiebereich tätig. Habe da keinerlei
Erfahrung, nur die theoretischen Kenntnisse. Und die Blindleistung
transformiert sich ja über den Trafo auf die Primärseite zurück, ins
Hochspannungsnetz.
Streng genommen und konsequent müßte die Kompensation ja dann auch
direkt am Verbraucher sein, und nicht am Hausanschluß.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Ja, bei mir sind es ebenfalls über dreißig Jahre her. Ich hatte als> Fernmelder zusätzlich zu den Fernmelder-Fachbüchern auch ein allgemeines> Fachbuch, Fachkunde Elektrotechnik, vom Europa-Verlag.
Das hatte ich sowieso, in der dicken Ausgabe(10.Auflage) mit 456 Seiten
und das liegt hier natürlich noch mit entsprechenden Gebrauchsspuren,
weil man gelegentlich wieder mal was nachlesen muss.
> Da sind die Dinge> aus der Energietechnik sehr gut erklärt, es sind sogar noch> Quecksilberdampfgleichrichter und Selengleichrichter drin.
Da muss ich dir wiedersprechen. Die Themen werden da nur oberflächlich
behandelt und im Kapitel Zähler wird nur von Leistungsmessung
geschrieben.
Von Wirkleistung ist da keine Rede. Zur Blind- oder Scheinleistung
wird da nicht eingegangen. Das wird dann, aber nicht in Beziehung mit
einem Zähler, in einem anderen Kapitel behandelt, genauso wie die
Kompensation(immerhin). Da Zusammenhänge zu wissen muss man erst mal
gelernt haben wenn es keine Querverweise gab.
> Oft hatte man als Azubi aber auch keine Lust oder Möglichkeit, sich> wirklich jedes Thema anzueignen. ;-)
Ist doch klar, wenn man keinen hat der einem das damals erklären wollte.
Damals gabs noch kein Internet als Informationspool und das wollen
heute einige nicht wahr haben.
> Mit dem Internet bzw. Wiki bin ich vorsichtiger, da weiß man nie, wie> weit ein Artikel vor Fehlern strotzt. Bei den Büchern war man ja früher> sorgfältiger. Schon alleine aus dem Grund, weil man sie nicht mal gerade> eben schnell editieren kann, um einen Fehler zu beseitigen. OK, es kam> auch hin und wieder mal ein Fehlerchen vor.
Da frage ich mich warum das Autorentheam zehn und mehr Auflagen benötigt
und man immer noch Fehler und Mängel findet? Das kann nicht nur
Erweiterung der Themen sein. Ich vermute, das man erkannt hat das man an
der Ausführlichkeit noch einiges verbessern kann.
> Aber noch mal zu meiner Frage: Warum baut man nicht grundsätzlich eine> Blindleistungskompensation ins Trafohäuschen? Wird das teuerer, als die> Blindleistungsverluste? Es müßte ja noch nicht mal viel Elektronik dran> sein, aber einfach, um wenigstens einen Teil der Blindleistung zu> kompensieren. Die Versorger haben doch sicher Anhaltspunkte,> Durchschnittswerte zu Mindestlasten am Trafohäuschen, und deren> induktivem Anteil.
Wenn der Blindstrom messbar und damit elektronisch regelbar ist, werden
die das vielleicht machen, aber die Energieerzeugung und der Transport
ist so aufwendig und teuer das die Kompensation nur dann wirtschaftlich
ist, wenn auch viel davon auftritt. Bei der Energiemenge die
Verlustbehaftet produziert und transportiert wird schenkt man sich
wohl den Aufwand. Die Leitungen sind in der Regel auch im Übermaß
ausgelegt das eine Erwärmung da kaum bemerkbar sein wird.
Und letztendlich zahlt der Kunde doch alles ohne es zu hinterfragen.
Wenn der EVU daran was liegen würde, hätte man ja auch überall
Blindstromzähler betreiben können.
Ansonsten entwickele eine Kompensationsregelung und biete die den
EVUs an. Aber ich würde die vorher fragen ob die überhaupt Interesse
haben oder ob deren Bedarf nicht schon gedeckt wird/wurde.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Das ist mir schon klar. Vor allem muß der Hausbesitzer die Kompensation> selbst kaufen, und installieren. Eigentlich möchte ich näher darauf> hinaus, wo denn die Blindleistungsverluste zu welchen Anteilen> entstehen. Eher in den Hochspannungs-Fernleitungsnetzen, oder in den> lokalen Ortsnetzen? Deshalb zog ich die Trafostation als Montageort mal> mit in Betracht. Denn die Trafostationen befinden sich ja meist auch> nicht so weit vom Haus entfernt.
Genau, daher können die EVU's sowas dem Kleinverbraucher auch nicht
zumuten, aber ab einem bestimmten Anschlusswert, muss die Industrie auch
ihre entnommene Blindleistung bezahlen.
> Aber ich war noch nie im Energiebereich tätig. Habe da keinerlei> Erfahrung, nur die theoretischen Kenntnisse. Und die Blindleistung> transformiert sich ja über den Trafo auf die Primärseite zurück, ins> Hochspannungsnetz.
Ja, das ist so, wobei die (insbesondere Erd-) Kabel mit einem
nennenswerten Kapazitiven Belag, die Sache auch wieder etwas
entschärfen.
> Streng genommen und konsequent müßte die Kompensation ja dann auch> direkt am Verbraucher sein, und nicht am Hausanschluß.
Das wäre der Idealfall, darum ist zum Beispiel, in (vernünftigen)
Leuchtstofflampen, die Kompensation auch schon mit drin. Und EVG's
müssen ab einer bestimmten Leistung (so um die 20W) eine PFC drin haben,
verhalten sich damit gegenüber dem Netz auch, wie ohmische Widerstände.
Man muss ja nicht jeden Verbraucher so kompensieren, wie hier
beschrieben:
Beitrag "E-fixx, wie funktionierts?"
mfG ingo
Michael S. schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Ja, bei mir sind es ebenfalls über dreißig Jahre her. Ich hatte als>> Fernmelder zusätzlich zu den Fernmelder-Fachbüchern auch ein allgemeines>> Fachbuch, Fachkunde Elektrotechnik, vom Europa-Verlag.>> Das hatte ich sowieso, in der dicken Ausgabe(10.Auflage) mit 456 Seiten> und das liegt hier natürlich noch mit entsprechenden Gebrauchsspuren,> weil man gelegentlich wieder mal was nachlesen muss.
Ja, exakt diese Auflage habe ich hier. In Schrankbodenpapier
eingebunden. Mein Vater band mir früher alle Schulbücher in
Schrankbodenpapier ein, zum Schutz des Originalumschlages.
>> Da sind die Dinge>> aus der Energietechnik sehr gut erklärt, es sind sogar noch>> Quecksilberdampfgleichrichter und Selengleichrichter drin.>> Da muss ich dir wiedersprechen. Die Themen werden da nur oberflächlich> behandelt und im Kapitel Zähler wird nur von Leistungsmessung> geschrieben.
Ja, da hast du Recht. Es ist nur ein grober Einstieg. Mehr wollten sie
von uns Fernmeldern ja gar nicht. Ich fand es aber für mich als
Nicht-Energietechniker damals spannend genug.
>> Oft hatte man als Azubi aber auch keine Lust oder Möglichkeit, sich>> wirklich jedes Thema anzueignen. ;-)>> Ist doch klar, wenn man keinen hat der einem das damals erklären wollte.> Damals gabs noch kein Internet als Informationspool und das wollen> heute einige nicht wahr haben.
Das Internet ist natürlich Top, aber man muß immer ein wenig
Plausibilität im Auge haben. Im Lehrlingswohnheim gab es abends nur
Randale, da konnte man sowieso nicht lernen, oder Hausaufgaben machen.
Und am Wochenende hatte ich das Dilemma, welche Bücher ich mit zur
Wochenend-Heimfahrt nehme, und an welchem Ort ich die sowieso besser
aufbewahre.
> Da frage ich mich warum das Autorentheam zehn und mehr Auflagen benötigt> und man immer noch Fehler und Mängel findet? Das kann nicht nur> Erweiterung der Themen sein. Ich vermute, das man erkannt hat das man an> der Ausführlichkeit noch einiges verbessern kann.
Es wird wohl meistens schon an Erweiterungen und Ausführlichkeit gelegen
haben. Ich kannte die erste Auflage nicht, vielleicht waren da noch
Geräte aus dem WW1 drin, was man inzwischen entfernen konnte.
> Wenn der Blindstrom messbar und damit elektronisch regelbar ist, werden> die das vielleicht machen,
Das ist doch heute kein technisches Problem, in einer Leitung den
Blindanteil zu messen. Sowas mache ich hier zu Hause mit dem Oszi. Und
was habe ich im Studium noch so kennen gelernt: Z.B. die
Hummelschaltung, als noch niemand ein Oszi hatte. Da steckt aber auch
gute anspruchsvolle Mathematik dahinter. Ich dachte ja noch nicht mal an
eine Feinregelung, man könnte ja grob 3 klug ausgedachte gewichtete
Kondensatorblöcke bauen, die man je nach Last zuschaltet. Gegen die
Kosten des Trafos selbst sind das sicher Peanuts.
Ich hab gerade mal grob überschlagen, daß für 50A Blindstrom eben gerade
mal nur 700µF nötig sind. Das haben 2 Netzelkos aus alten
Röhrenfernsehern schon.
Sicher sind die Dinge in Relation der Blindleistung doch zu aufwändig,
wartungsintensiv, platzbeanspruchend. Die Betreiber der EVU jammern wohl
eher über den letzten Cent, den man zum Gewinn für die Aktionäre noch
irgendwo heraus kratzen könnte. Die wollen ja im Idealfall nur die
Leitungen dünner machen, und Material sparen. Aber der Rubel rollt doch
gut in der Branche.
Vielleicht weiß ja hier noch jemand anders was.
Ingo Wendler schrieb:> Man muss ja nicht jeden Verbraucher so kompensieren, wie hier> beschrieben:>> Beitrag "E-fixx, wie funktionierts?">> mfG ingo
Oh Mann! Wie man die 98% Bürger veräppeln kann, die keine Ahnung von
Technik haben. Ich hab da mal kurz hinein geschnuppert.
Ich hatte auch schon mal esotherisch angehauchte Bekannte, die sich für
hunderte Euronen Kästen mit irgendwelchen Wässerchen kauften, die
homöopathisch um den Faktor 10^14 verdünnt sind. Bachblüten, und
ähnliches. Vor allem Frauen. ;-)