DCF77 - Antennenausrichtung (Pollin vs Conrad)

Gast #2412419
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Guten Abend,

Ich hab mir eine Funkuhr mit einem ATMega8 und dem DCF77-Modul von 
Pollin gebaut. Nach Startschwierigkeiten funktioniert das ganze 
mittlerweile ziemlich gut.

Aber:
Die Uhr soll keine Spielerei sein, sondern stabil in so ziemlich jeder 
Lage zu betreiben sein. Mit dem Pollin-Modul hab ich das Problem, dass 
die Antenne "recht genau" ausgerichtet sein muss, damit ich da was 
brauchbares rauskriege.
Gelesen habe ich, dass das Signal von dem Pollinmodul per Definition 
schon schlecht ist und dass das Modul von Conrad dort besser sein soll.
Hilft mir allerdings bei der Antennenausrichtung ein Umstieg auf das 
Conrad-Modul oder wird das wenig bis garnichts bringen?

Grüße

PS: Mir selbst eine Antenne zu bauen scheitert an meinen Möglichkeiten. 
Ich habe KEINE vollausgestattete Werkstatt und wohl auch nicht die 
Ahnung dafür!
#2412477
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DCF77bastler schrieb:
> Mir selbst eine Antenne zu bauen scheitert an meinen Möglichkeiten.
> Ich habe KEINE vollausgestattete Werkstatt und wohl auch nicht die
> Ahnung dafür!

Das ist schade. Evtl. reicht es auch, die mitgelieferte Antenne besser 
abzustimmen (ich könnte mir vorstellen, dass es gerade die 
Billiganbieter hier nicht allzu genau nehmen). Wenn Du einen 
Frequenzgenerator und ein Oszi (zur Not auch ein Multimeter mit 
entsprechend breitem Frequenzbereich bei der Wechselspannungsmessung) 
hast, ist die Bestimmung der Resonanzfrequenz des Eingangskreises 
(höchstwahrscheinlich ein Parallel-Resonanzkreis) eigentlich kein 
Hexenwerk. Zum Feintuning dann den vorhandenen C ändern bzw. mit einem 
Trimmer ergänzen.

Oder kennst Du vielleicht einen Funkamateur in Deiner Nähe?
Gast #2412672
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Hi, DCF77bastler,

> Die Uhr soll keine Spielerei sein, sondern stabil in so ziemlich jeder
> Lage zu betreiben sein.

da kommt es auf die Konkretisierung von "so ziemlich jeder Lage" an:
1. Das Antennendiagramm der üblichen Ferritantennen ähnelt einer "8", 
wenn Du sie um die horizontale Achse drehst. Also: Empfang in einem 
großen Winkelbereich mit zwei scharfen Einbrüchen. Signal/Störverhältnis 
und Empfindlichkeit bestimmen den Winkelbereich, wo kein Empfang mehr 
möglich ist.

2. Hinzu kommt die Polarisationsdämpfung. Da kann der Winkelbereich des 
Ausfalls größer werden.

Gegenmittel: Antennendiversity. Zwei Antennen oder auch zwei komplette 
DCF-Module ergänzen einander. Wer ganz sicher gehen will, braucht drei 
Antennen.
Dein Prozessor schaltet bei Nichtempfang auf eine andere Antenne um.

Vielleicht genügt es auch, wenn er den Benutzer durch Piepsen 
auffordert, die Uhr um 90° zu kanten.

Ciao
Wolfgang Horn

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