Digital regelbare Spannungsversorgung 9-24V >=30W

Gast #2415175
Lesenswert?

Hallo zusammen,

habe hier einen 30W Motor, der zwischen 9-24V regelbar ist. Die 
Ansteuerung soll von meinem MSP430 (Vcc = +3,3V) erfolgen.

Hab mir folgendes gedacht:
Ein DAC der die Stellgröße vorgibt.
Ein FET der die Spannung schaltet.
Und irgendein OP-Regelkreis, der die Spannung am Motor mit der Spannung 
des DAC vergleicht und die Regelabweichung auf den FET gibt.

Soweit die Theorie, sofern meine Schulkenntnisse richtig sind. Die erste 
Frage ist, passt das soweit?
Die zweite: Bin bis jetzt mehr mit Software in Berührung gekommen. Wa 
froh, dass ich den MSP gelötet bekommen hab. Könnt hier mir 
detailliertere Tipps zum HW-Design geben?

Danke.

Gruß
Martonas
#2415203
Lesenswert?

Martonas schrieb:
> Und irgendein OP-Regelkreis, der die Spannung am Motor mit der Spannung
> des DAC vergleicht und die Regelabweichung auf den FET gibt.

Verstehe ich dich richtig. Du wiollst nicht die Drehzahl oder irgendwas 
wie Vorschubgeschwindigkeit oder Position regeln, sondern nur steuern.
Wenn ja dann wäre eine einfache PWM das Beste. Entsprechend einen 
Leistungs MOSFET am besten n-Kanal Masse geschaltet und fertig.
Gast #2415238
Lesenswert?

Udo Schmitt schrieb:
> Verstehe ich dich richtig. Du wiollst nicht die Drehzahl oder irgendwas
> wie Vorschubgeschwindigkeit oder Position regeln, sondern nur steuern.
> Wenn ja dann wäre eine einfache PWM das Beste. Entsprechend einen
> Leistungs MOSFET am besten n-Kanal Masse geschaltet und fertig.

Wenn "steuern" dafür das richtige Adjektiv ist: Ja.
Nur die Spannung und somit die Drehzahl (bei gleicher Last) sollte halt 
konstant sein. Wie bekommt man das mit einer PWM hin?
Gast #2415278
Lesenswert?

Okay...
D.h. ich kann meine Timer zur PWM-Generierung verwenden...
Das hab ich schon mal im Datenblatt gelesen.

Hab jetzt auch mal den Wiki-Artikel dazu Überflogen. Da ist wohl der 
Abschnitt "Leistungselektronik" der richtige für mich. Nur steht da 
nicht drin, was für ein PWM-Signal ich generien muss um welche Spannung 
zu erhalten.
Geht dann das PWM Signaldiregt auf den FET?
und woher weiß ich, dass mein moduliertes 3,3V Signal auch meine 
gwünschte Spannung zwischen 9-24V ausgibt?
#2415341
Lesenswert?

Martonas schrieb:
> und woher weiß ich, dass mein moduliertes 3,3V Signal auch meine
> gwünschte Spannung zwischen 9-24V ausgibt?
Am Motor liegt dann das selbe Puls Pausen Signal an wie du es im µC 
generierst.
Die Drehzahl hängt ziemlich linear von der Pulsdauer zu Gesamtperiode 
ab. Der Vorteil ist daß das Drehmoment auch bei langsamer Drehzahl höher 
ist als bei einer niedrigeren linear geregelten Gleichspannung.
Gast #2415862
Lesenswert?

Udo Schmitt schrieb:
> Die Drehzahl hängt ziemlich linear von der Pulsdauer zu Gesamtperiode
> ab. Der Vorteil ist daß das Drehmoment auch bei langsamer Drehzahl höher
> ist als bei einer niedrigeren linear geregelten Gleichspannung.

Dann werde ich mich mal in das Thema PWM einarbeiten. Die andere Frage:
Verträgt das jeder Motor? Oder kann es sein, dass sich dieser dann in 
Rauch auflöst?

Gruß
Martonas
#2415875
Lesenswert?

> Dann werde ich mich mal in das Thema PWM einarbeiten. Die andere Frage:
> Verträgt das jeder Motor? Oder kann es sein, dass sich dieser dann in
> Rauch auflöst?

Nun ja, jeder Motor wohl nicht. Das Problem ist, dass Du induktive 
Lasten schaltest, d.h. nach Lenzschen Gesetzt ... Praktisch wird Deine 
Isolation der Wicklung stark beansprucht (eben stärker als bei reinem DC 
Betrieb). Je nach Spg./~festigkeit schlägt irgendwann u.U. die Spule 
durch -> Windungsschluss, höherer Strom in der Enstufe. Schwer zu sagen 
also.

Der Strom wird aber bei angepassten PWM Freq. geglättet (eben durch die 
Ind.), der macht Deinen Motor heiss und lässt ihn ggf. abrauchen ;-)

Letzlich eine Frage der Auslegung/Anforderungen also.

Auch solltest Du Dir die Grundlagen der Regelungstechnik stärker 
ansehen. PWM und uC/C/asm ist die eine Seite, den Regelkreis stabil 
hinzubekommen eine Andere.
#2415940
Lesenswert?

Olaf .o. schrieb:
> Nun ja, jeder Motor wohl nicht. Das Problem ist, dass Du induktive
> Lasten schaltest, d.h. nach Lenzschen Gesetzt ... Praktisch wird Deine
> Isolation der Wicklung stark beansprucht (eben stärker als bei reinem DC
> Betrieb). Je nach Spg./~festigkeit schlägt irgendwann u.U. die Spule
> durch -> Windungsschluss, höherer Strom in der Enstufe.

Na ja bei einem 24V DC Motor sehe ich da keine Probleme, wir reden ja 
nicht von 600V DC.
Ich kenne keine Berichte über Niederspannungsmotore die da Probleme 
haben. Fakt ist natürlich daß du durch die Oberwellen etwas mehr 
magnetische Verluste im Motor hast. Dafür fährt er aber auch im 
Teillastbereich.

@Martonas
Etwas aufpassen muss man evt. bei Motoren mit integriertem Lüfterrad, da 
die Kühlung bei niedrigeren Drehzahlen dann schlechter wird.

PWM wird millionenfach erfolgreich eingesetzt, wenn dein Motor nicht bis 
an die absolute Grenze belastet wird sehe ich da normalerweise keine 
Probleme.

Olaf .o. schrieb:
> Auch solltest Du Dir die Grundlagen der Regelungstechnik stärker
> ansehen. PWM und uC/C/asm ist die eine Seite, den Regelkreis stabil
> hinzubekommen eine Andere.
Er hat keinen Regelkreis es geht um reine Steuerung!

Olaf .o. schrieb:
> Der Strom wird aber bei angepassten PWM Freq. geglättet (eben durch die
> Ind.), der macht Deinen Motor heiss und lässt ihn ggf. abrauchen ;-)
Was soll der Satz? Natürlich macht der Strom den Motor heiss. Er sorgt 
aber auch für das Drehmoment und es fliesst mehr Strom wenn der Motor an 
Nennspannung DC hängt.

@Martonas: Jede Steuerung von Niederspannungsgleichstrommotoren wird 
heutzutage mit PWM gemacht. Jeder Akkuschrauber hat das. Lass dich von 
Olaf nicht verunsichern.
Gast #2418335
Lesenswert?

Udo Schmitt schrieb:
> Jede Steuerung von Niederspannungsgleichstrommotoren wird
> heutzutage mit PWM gemacht. Jeder Akkuschrauber hat das. Lass dich von
> Olaf nicht verunsichern.

Okay, beruhigend! ;)
Mal schauen, ob ich heute noch dazu komme mich dem Thema ein wenig 
anzunehmen, damit ich wenigstens kommende Woche die passenden Bauteile 
bestellen kann. Möchte einen 2-Quadrantensteller realisieren, wie es in 
diesem Artikel 
http://www.mikrocontroller.net/articles/Motoransteuerung_mit_PWM#Synchrongleichrichtung.2C_2-Quadrantensteller 
beschrieben ist.

Gibt es noch irgendeinen Tipp, was ich bei der Auswahl des FET beachten 
muss?

Gruß
Martonas
Gast #2418536
Lesenswert?

Martonas schrieb:
> Das wären ja rund 100A bei 3,3V! Das sollte reichen. ;)

100A? Wie kommst du darauf? Bei Ansteuerung mit 3V würde ich dem IRF7470 
nicht mehr als 5A zumuten, und das erfordert schon ein 
kühlungsoptimiertes Layout.


> Der Vorteil, ich brauch dann keine Treiberstufe, richtig!?

Wenn du du es mit der PWM-Frequenz nicht übertreibst.
Gast #2418551
Lesenswert?

Das hinterlegte Datenblatt, seite 3/9, Fig. 3
I_D(V_GS) (Drain-to-Source Current (A) als Funktion der Gate-to-Source 
Voltage (V)). Wenn ich die Kennlinie auf 3,3 V verlängere komme ich bei 
ca. 100A raus ...

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren