LED an Wechselspannung

#2420530
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Ich möchte gerne eine LED zwecks Kontrolle an 9V Wechselspannung 
betreiben.
Dazu habe ich folgendes Beispiel gefunden: 
http://modellbahn.mahrer.net/technisches/led_an_wechselstrom/

Jetzt wäre meine Frage dazu, wie der Kondensator dimensioniert sein muß. 
Sollte das ein ELKO sein oder reicht auch ein KERKO?
#2420542
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Ohne jetzt zu rechnen, würde ich 22-100µF nehmen, was gerade die 
Bastelkiste hergibt. Ich gehe davon aus, dass Deine LED konstant 
leuchten soll. Sollte sie aber irgendwelche schnellen Pulse anzeigen, 
dann könnte ein zu grosses C diese verwaschen.

Natürlich Elko und auf die Polarität achten. Bei dem Beispiel + des 
Elkos an die Kathode der Diode (Strich an der Diode).
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2420559
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Manfred W. schrieb:
> Dazu habe ich folgendes Beispiel gefunden:
Allerdings ist diese Aussage dort zumindest fraglich:
1
Je nach Sperrwiderstand-Verhältniss zwischen Diode und LED kann die 
2
zulässige Sperrspannung der LED überschritten werden, was zur Zerstörung 
3
oder einer übermässig schnellen Alterung der LED führen kann.
Eine LED geht nicht kaputt, wenn sie in Sperrichtung durchbricht. Sie 
geht nur kaputt, wenn dadurch die Verlustleistung auf dem Die 
überschritten wird. Wenn die LED in dieser Einfachstbeschaltung 
durchbricht, dann wirkt umgehend die sperrende Siliziumdiode und 
begrenzt den Strom auf wenige uA...
#2420584
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Andrew Taylor schrieb:
> Manfred W. schrieb:
>> Hätte eher mit 47µF gerechnet
>
> richtig gedacht. Die 47 uF sind für diese Anwendung komplett
> ausreichend.

Klar, geht das dann hast du aber real (da der Strom nicht konstant ist) 
einen Spannungsrippel von 5 - 6V und dadurch ein Absinken des Stroms bis 
auf etwa 50% des Nennstroms.
Viel sehen wird man das voraussichtlich nicht.
Du kannst auch Low Current LEDs nehmen, dann bist du bei 2mA und 5 - 
20µF.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2420592
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Udo Schmitt schrieb:
> Viel sehen wird man das voraussichtlich nicht.
Die Frage ist doch, ob das Flackern für eine Kontrollleuchte überhaupt 
relevant ist (auch Glimmlampen haben vor sich hin geflackert). Auf jeden 
Fall flackern mich jetzt schon diverse mit Lichtnetzen behängte Bäume 
und Büsche an. Da scheint es (ausser mich) auch keinen zu stören... :-/
#2420600
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Lothar Miller schrieb:
> Die Frage ist doch, ob das Flackern für eine Kontrollleuchte überhaupt
> relevant ist (auch Glimmlampen haben vor sich hin geflackert). Auf jeden
> Fall flackern mich jetzt schon diverse mit Lichtnetzen behängte Bäume
> und Büsche an. Da scheint es (ausser mich) auch keinen zu stören... :-/

So Beleuchtungen habe ich bis jetzt noch nicht von nahem gesehen. Bin 
auch nicht scharf drauf :-).
Ich hatte dem TO das halt als Beispiel mal durchgerechnet, vieleicht 
kann er ja etwas mehr Info mitnehmen als die zweifelhafte Formel 1000µ 
pro A. Wie gedankenlos die angegeben wird (Einweggleichrichtung) hat man 
ja gesehen.
#2420823
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Lothar Miller schrieb:
> Die Frage ist doch, ob das Flackern für eine Kontrollleuchte überhaupt
>
> relevant ist

Relevant ist es, defintiv.

Sofern man sich nicht relativ zum Gerät (in dem die LED eingebaut ist) 
bewegt, merkt man nix davon.

Sobald doch, zum Beispiel mal man mal kurz den Kopf dreht (oder das 
Gerät bewegt): Dann fällt es extrem auf, wenn kein Kondensator oder ein 
sehr kleiner eingebaut ist.


Und da der TE sowas in einer Modellbahnlok verwenden will, ist nun mal 
Bewegung per se gegeben.

D.h. zu klein darf der für diese Anwendung C nicht gewählt werden.
#2420839
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Andrew Taylor schrieb:
> Und da der TE sowas in einer Modellbahnlok verwenden will, ist nun mal
> Bewegung per se gegeben.

Das die LED in einer Lok verbaut werden soll war nicht die Rede. Zumal 
in der Lok keine 9V Wechselspannung konstant da sind. (Außer er hätte 
für Beleuchtungszwecke da noch ein NF Signal über der Fahrspannung, dann 
sind wegen höherer Frequenz die Annahmen eh obsolet.
Das sieht mir mehr nach Spannungskontrolle im Pult aus:

Manfred W. schrieb:
> Ich möchte gerne eine LED zwecks Kontrolle an 9V Wechselspannung
> betreiben.
#2420973
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Nein, mit einer Modellbahn hat mein Projekt nix zu tun.
Mit den 9V wird ein C64 betrieben. Und die LED soll nur signalisieren 
das eine Spannung anliegt.

Also wenn ich mit einem größeren Kondensator auf der sicheren Seite bin 
nehm ich den auch. Daran sollte es nicht scheitern.
Ich kämpfe jedoch gerade mit jedem Millimeter in dem Gehäuse. Zu große 
Elkos würden da wieder mehr Platz benötigen.
Gast #2421526
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Lothar Miller schrieb:
> Eine LED geht nicht kaputt, wenn sie in Sperrichtung durchbricht. Sie
> geht nur kaputt, wenn dadurch die Verlustleistung auf dem Die
> überschritten wird.

Richtig.

Manfred W. schrieb:
> Jetzt wäre meine Frage dazu, wie der Kondensator dimensioniert sein muß.

Und wenn ein C zum Einsatz kommen soll, um eine Belastung in 
Sperrrichtung komlett zu vermeiden, reichen locker auch schon 1nF.
Gast #2421588
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Manfred W. schrieb:
> Der C der allerdings hier zum Einsatz kommt wird ja für die
> Spannungsversorgung der LED in Sperrichtung verwendet. Oder sehe ich das
> falsch?
In Sperrrichtung gibt es keine Versorgung. Nur während der Sperrphase 
der Dioden kann man die LED mit einem entsprechend großen C 
weiterversorgen.

In dem zitierten Link wurde die Schaltung ohne C vorgestellt und dabei 
davor gewarnt, dass durch den Leckstrom der zweiten Diode ein 
Rückwärtsstrom durch die LED fließt. Der C verhindert das - auch schon 
bei 1n, weil sich dann gar keine Sperrspannung über der LED aufbauen 
kann.
Wenn ich davor aber Angst hätte, würde ich die Variante mit der 
antiparallelen Diode verwenden. Ein C weniger, allerdings doppelte 
Leistungsaufnahme.

Ohne C pulst die LED natürlich mit 50Hz, was ggf. störend sein kann. Mit 
dem kleinen C wird das nicht besser, mit einem entsprechend großen aber 
schon.
#2421972
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Manfred W. schrieb:
> Ich möchte gerne eine LED zwecks Kontrolle an 9V Wechselspannung
> betreiben.
> Dazu habe ich folgendes Beispiel gefunden:
> http://modellbahn.mahrer.net/technisches/led_an_we...
>
> Jetzt wäre meine Frage dazu, wie der Kondensator dimensioniert sein muß.
> Sollte das ein ELKO sein oder reicht auch ein KERKO?

Goolge mal nach Kondensatornetzteil das ist was du suchst!
Gast #2661010
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Also erstmal vorweg, es geht rein um die Theorie.

bei 230V hab ich ja eine Spitzenspannung von 325V, meine LED hat eine 
Betriebspannung von 3,2V die will ich bei 1mA Betreiben! Dazu hab ich 
errechnet: Rv= 330k, 0,33W.

Das hier ist meine LED: 
http://de.farnell.com/multicomp/ovs-3001/led-3-2x2-7x1-9mm-smd-weiss/dp/1716781RL

Jetzt muss ich eine Diode finden die ich da antiparallel schalte. Ich 
muss aber genau begründen wieso ich mich für diese entschieden habe, am 
besten mit Rechnung.
#2661048
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Peter schrieb:

> Jetzt muss ich eine Diode finden die ich da antiparallel schalte. Ich
> muss aber genau begründen wieso ich mich für diese entschieden habe, am
> besten mit Rechnung.

Dann müsstest Du als erstes mal ne Diode finden, die nur 1mA
zulässt. M.W. gibt es solche Dioden nicht. Selbst die kleinsten
vertragen mehrere mA. An Deiner Steller würde ich eine zweite
LED antiparallel schalten; dann musst Du nichts mehr begründen.
:-)
Gruss
Harald
Gast #2662409
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So meine letzte Bitte.
kann mir einer von euch vielleicht anhand der Schaltung erklären warum 
zwei antiparallel geschaltete Dioden sich gegenseitig in der maximal 
auftretenden Sperrspannung begrenzen.
Wie bereits geschrieben geht es um die Schaltung 2b auf folgender Seite:
http://www.ferromel.de/tronic_16.htm

Ich will ja nicht nur abkupfern sondern auch etwas dabei lernen :-)
#2662498
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@  Peter (Gast)

>kann mir einer von euch vielleicht anhand der Schaltung erklären warum
>zwei antiparallel geschaltete Dioden sich gegenseitig in der maximal
>auftretenden Sperrspannung begrenzen.

Na überleg doch mal! Bei positiver Spannung leitet die LED, die normale 
Diode sieht deren Flußspannung als Sperrspannung, bei negativer 
Polarität anders herum!

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