Verlustleistung des Transistors

OP #2422406
Lesenswert?

Hi Leute,

ich habe gerade versucht die Verlustleistung eines Transistors zu 
rechnen und bin mir nicht sicher, ob das Ergebnis stimmt..

ich habe diesen Transistor ausgewählt:

http://www.farnell.com/datasheets/83092.pdf

Durchlassverluste:

P = Rds * Id^2 = 0.09 Ohm * 31A^2 = 86.49W

Schaltverluste:

P1 = 1/4  Un  In * tr/T = 1/4  650V  31A * 5ns/1µs = 25.1875W
P2 = 25.1875W

Verlustleistung:

Pges = 86.49W + 25.1875W + 25.1875W = 136.865 W

ist das nicht zu viel??? wo ist mein Fehler?


vielen dank im voraus

Jürgen
OP #2422452
Lesenswert?

ok ich wollte es eigentlich mit 230 V , 16A und einer Taktfrequenz von 
50 kHz einsetzten?

Durchlassverluste:

P = Rds * Id^2 = 0.09 Ohm * 16A^2 = 23.04W

Schaltverluste:

P1 = 1/4  Un  In * tr/T = 1/4  230V  16A * 5ns/20µs = 0.23W
P2 = 0.23W

Verlustleistung:

Pges = 23.04W + 0.23W + 0.23W = 23.5 W

so passt es dann denk ich oder?
Gast #2422470
Lesenswert?

Könntest du machen, dann bist du auf jeden Fall auf der sicheren Seite. 
Mit welcher Gate-Source-Spannung steuerst du denn an? Der Wert gilt nur 
bei 10V. Sonst solltest du in Diagramm 6 schauen.
OP #2422530
Lesenswert?

ok wenn ich die Rechnung eher bisschen grob haben will und diesen 
Hochsetzsteller habe und die Verlustleistung davon ausrechnen möchte ist 
es dann so ausreichend?

spule: P = R * I^2 = 1.536W

Transistor: wie oben schon berechnet

Diode: P = U * I = 1.5V * 16A = 24W

so und dann alle leistungen zusammenrechnen oder geht das so nicht?
Angehängte Dateien:
Gast #2422602
Lesenswert?

Die Durchschalt Verlustleistung ist zu hoch. Viel zu hoch. Nimm da 4 
Stueck parallel. Dann ist der Gesamt-Widerstand ein Viertel, der Strom 
durch Jeden einen Viertel, die Verlustleistung durch Jeden dann 1/16.
#2423570
Lesenswert?

Jürgen Schmidt schrieb:
> könntet ihr mir sagen was für ein Strom zum Transistor geht und was für
> ein Strom durch die Diode fließt?

Kommt auf die Spule und den Kondensator an.
Und darauf was 'hinter' dem Kondensator angeschlossen ist, im Leerlauf 
macht es sonst ganz schnell "Pöff".

Wenn ich die Frage lese denke ich mir: "Sollte der wirklich einen 
Aufwärtswandler mit 230V basteln, oder wäre es nicht besser wenn er erst 
mal mit max. 9V anfängt."

Edit: Oder ist es eine rein theoretische Hausaufgabe?
#2423581
Lesenswert?

>das habe ich jetzt nicht so richtig verstanden..
>
>kann ich trotzdem jetzt die Verlustleistung so berechnen wie oben
>geschrieben oder wäre das falsch?
>
>könntet ihr mir sagen was für ein Strom zum Transistor geht und was für
>ein Strom durch die Diode fließt?
>
Die Rechnung ist richtig, resp fast. Der diodenverlust kommt nur wenn 
der strom auch durch die diode fliesst. der Transistorverlust kommt nur 
wenn auch der Strom durch den Transistor fliesst. Eine frage der Zeiten, 
resp der Zeitenverhaeltnisse.

Du willst von 230V hochstellen ? Wohin hoch ? 400V, 600V, 800V ? Dann 
sind auch die Zeiten bekannt.
#2423588
Lesenswert?

Jürgen Schmidt schrieb:
> könntet ihr mir sagen was für ein Strom zum Transistor geht und was für
> ein Strom durch die Diode fließt?

Das must du doch wissen. Du bist der Konstrukteur der Sache.
Einen Wandler fuer 230V baut man nicht einfach mal so ohne fundierte 
Grundkentnisse in Schaltreglertopologien. Da faengt man mal klein an mit 
12V Wandler. Da fliegen die Splitter auch nicht so weit.
#2423602
Lesenswert?

Jürgen Schmidt schrieb:
> hinter dem kondensator ist ein gegentaktflusswandler (vollbrücke).
> und vor diesem aufwärtswandler ist ein gleichrichter, der die 230V
> netzspannung gleichrichtet, deshalb die 230V.

Du versorgst mit einem Aufwärtswandler einen Gegentakt-Flusswandler?
Warum?
Außerdem hast du nicht unbedingt 230V Gleichspannung wenn du 230V AC 
gleichrichtest. Ist die Spannung geglättet?
Was willst du erreichen?
#2423679
Lesenswert?

Jürgen Schmidt schrieb:
> kann mir keiner sagen wie die verlustleistung beim aufwärtswandler
> aussieht? :(
Wurde doch oben schon gesagt.
Pro Periode:
Solange der Transistor eingeschaltet ist: die Verluste durch den 
Transistor.
Solange der Transistor ausgeschaltet ist: die Verluste durch die Diode 
plus die Verluste des Kondesnators.
Die ganze Zeit: die Verluste der Spule.
Zusätzlich: pro Periode die Schaltverluste für einmal ein und einmal 
ausschalten.
OP #2423712
Lesenswert?

Ist es jetzt prinzipiell so richtig?

immer: Pspule = 1,536W

pro Periode:

Transistor ein: Ptransistor (durchschalt) = 25W
                Ptransistor (schalt-ein) = 0,32W

Transistor aus: Pdiode = 24W
                Pkondensator = 20,48W
                Ptransistor (schalt-aus) = 0,32W

wenn ich den mittelwert nehme komm ich auf -> 36,5W
#2423737
Lesenswert?

Jürgen Schmidt schrieb:
> aber ich glaube das stimmt nicht ganz, da ich für den strom immer 16A
> genommen habe.. ich weiß nicht genau wie viel strom durch den transistor
> fließt und wie viel weiter durch die diode..
richtig erkannt.

Jürgen Schmidt schrieb:
> wie kann ich das denn ausrechnen?
gar nicht wenn du die Belastung dahinter nicht kennst und die Regelung 
die den Transistor ansteuert.
#2423865
Lesenswert?

Du hast laut Datenblatt mit Rds = 0,09Ohm gerechnet. Das ist aber nur 
der mittlere Wert, laut der Tabelle kann er bei bis zu 0,99Ohm liegen, 
somit iet er nochmals 10% höher. Aus deinen 86W Durchlassverlusten 
werden nun knapp über 95 W.

Wen's interessiert: Dave Jones hat in seinem neuesten EEV-Blog-Beitrag 
das Thema Serienstreuung von 1000 Widerständen genau unter die Lupe 
genommen. Interessant-amüsanter Beitrag, insbesondere die Schlußminute.
#2423888
Lesenswert?

Ich hoffe mal, dass der TE das Gerät als PFC ansteuert, und keinen 
dicken Siebelko nach dem Netzspannungs-Brückengleichrichter einbauen 
will.

Dann bleiben die tOn/tOff über eine Netzspannungsperiode aber nicht 
konstant. => bei der Berechnung evtl. zu berücksichtigen.

Und die Spule muss auch viel mehr als 17A aushalten können, wenn am 
Ausgang konstant 16A gezogen werden sollen...

laut dem Tool hier kommen mir ausserdem die 10µH bei 50kHz etwas klein 
vor...

http://schmidt-walter.eit.h-da.de/smps/pfc_smps.html

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren