Gegentaktverstärker für 125kHz

Gast #2425314
Lesenswert?

Hallo,

ich möchte nun einen Gegentaktverstärker für meinen 125kHz 
Leitungssucher bauen. Dabei müssen nur 125kHz Sinusimpulse verstärkt 
werden. Ausgangsleistung soll ca. 1-2W sein und das ganze möglichst 
kurzschlussfest.

Ich habe mir einige NF-Verstärker im TO220-Gehäuse angeschaut: Der 
Frequenzbereich ist meist nur bis 20kHz angegeben. Gibt es da vielleicht 
auch was fertiges, was bei 125kHz noch funktioniert? Oder baut man sowas 
eher konkret auf mit Komplementär-Transistoren? Wenn ja, welcher Typ im 
TO220-Gehäuse ist dazu empfehlenswert? Lieber klassische bipolare oder 
FETs? Möchte das ganze mit max. 12V Eingangsspannung betreiben.

Und wie kriegt man die Kurzschlussfestigkeit hin? Einfach ein ohmschen 
Lastwiderstand am Ausgang? Dann wird im Kurzschlussfall aber dort die 
meiste Leistung abgegeben statt wie gewünscht an die niederohmige 
Leitungsschleife. Um einen Anpassungstrafo käme ich dann wohl nicht 
herum (ist sowieso noch geplant). Dann sollte ich mich lieber erst mal 
damit beschäftigen. Dachte an fertige Printtrafos mit mehreren 
abgriffen. Ob die eingangsseitig 125kHz geeignet sind? Vermutlich ist 
X_L der Eingangswicklung viel zu groß, als dass dort überhaupt ein 
ordentlicher Strom fließen kann und somit entsprechend Leistung 
übertragen werden kann. Dann bliebe nur noch selbst wickeln. Bei 125kHz 
müssten der Trafo eigentlich recht klein ausfallen. Aber da müsste ich 
mich erst noch mal grundsätzlich einarbeiten.
#2425668
Lesenswert?

Ich würde auch den TDA 2030 empfehlen.Das IC ist kurzschlussfest,die 
äussere Beschaltung ist minimal und ist durchaus bis über 100 khz 
verwendbar.In der DDR wurde das IC ebenfalls produziert und hatte die 
Bezeichnung " A 2030 ".Mit sehr engen Parametertoleranzen wurde er für 
industriellem Anwendungen als " B 165 " 
(Präzisionsleistungsoperationsverstärker) gehandelt.
Gast #2426036
Lesenswert?

Vielen Dank für die Empfehlungen! Ich werde mir dann ein paar TDA2030 
zulegen und damit experimentieren. Im Datenblatt sind ja einige 
Referenzschaltungen und zudem eine gute Beschreibung der Auswirkungen 
der externen Bauteile, insbesondere was passiert, wenn man die Werte 
abändert...
Gast #2426106
Lesenswert?

Günther N. schrieb:
> Ich würde auch den TDA 2030 empfehlen.Das IC ist kurzschlussfest,die
> äussere Beschaltung ist minimal und ist durchaus bis über 100 khz
> verwendbar.In der DDR wurde das IC ebenfalls produziert und hatte die
> Bezeichnung " A 2030 ".Mit sehr engen Parametertoleranzen wurde er für
> industriellem Anwendungen als " B 165 "
> (Präzisionsleistungsoperationsverstärker) gehandelt.

In Wessiland als L165.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren