Hallo, ich hab folgendes problem:
vor ein paar Tagen habe ich im Keller einen alten Funkscanner von meinem
Opa herausgekramt und wollte mal so durchprobieren was es da so alles
noch zu empfangen gibt ... lieder nicht mehr viel (btw. das Ding ist
mindestens 35 Jahre alt)
ich aber mal interesse halber das teil aufgemacht und reingeschaut
(also nur die Klappe wo man die Quarze rausnehmen kann)
die verschiedenen Frequenzen werden mit verschiedenen Quarzen "bestimmt"
leider kann ich aber mit deren Beschriftung rein garnix anfangen ...
laut Anleitung soll er UHF und VHF(low/mid/high) empfangen können
hier ein paar Beispiele:
57H KL (ist 2mal verbaut)
57M KL
411H KL
CUNA (sonst nix)
11H KL
61M JOMACO
BR13 KL
und noch ein paar andere die xxH KL haben und 2 wo eine sinnvolle
beschriftung vorhanden ist (insgesammt liegen hier 12 Quarz/Kanäle vor)
erster Gedanke war als ich den 57M rausgezogen hab war das es 57MHz sein
könnten aber die Anderen haben mich dann doch argh verwirrt vorallem die
mit den H
hab leider auch kein Messgerät um die Frequenzen zu bestimmen
vielleicht weis ja jemand was das alles auf sich hat
Ich kann dir zwar nicht weiterhelfen, habe aber dafür mal Deine
identische Anfrage vom 16.11. im Analogtechnik Forum zur Löschung
beantragt.
Gruß,
Magnetus
Wär erst mal interressant, was das für ein Scanner ist und ob man
darüber weitere Informationen findet. Also Typ, genaue Bezeichnung,
Hersteller und evt. ein Foto. Mit den Quarzen kann keiner was anfangen.
Du könntest Dir eine Quarztester bauen:
http://www.igerlach.de/quarztester/quarz.html
Ich bin ein großer Fan davon, weil man immer mal irgendwelche Quarze von
alten Platinen herunterpflückt.
MfG Paul
also meinte Mutter hat beim weiteren Keller aufräumen noch die
Bedienungsanleitung gefunden...
leider hab ich im Funkbereich nicht viel Ahnung und kann mit den Daten
nicht viel anfangen vielleicht helfen euch die Sachen weiter
habe die wichtigen Seiten eingescannt (hab die seiten mit der bedienung
selber und die rein japanischen Seiten mal weggelassen)
entschuldige mich schonmal jetzt, scan6 ist etwas groß geraten, aber
sonst ist die seite unleserlich (hoffe die anderen sind so in ordnung)
Hersteller scheint "Moulin" zu sein (made in Japan) Modelnr. SC-1200
rest ist uninteressant, bzw. steht auch auf den eingescannten Seiten
Auf den Quartzen steht wohl einfach die Kanalnummer
http://www.outback-guide.de/ozinfo/Comm/funk.htm
(leider keine zu VHF) und das Band.
11H wird Kanal 11 high heissen.
Das ist CB Amateur Kram, seit dem Handy überholt,
es sei denn du bist im australischen Outback.
Tonne auf, Ding rein, Tonne zu, es sei denn du
machst mal Urlaub down under.
MaWin schrieb:> Auf den Quartzen steht wohl
Quartz ist die Grafikschicht des Apple Betriebssystems Mac OS X. Bei
Quartz handelt es sich um eine Bibliothek für 2D- und 3D-Grafiken.
Peter Zwieback schrieb:> MaWin schrieb:>> Auf den Quartzen steht wohl> Quartz ist die Grafikschicht des Apple Betriebssystems Mac OS X. Bei> Quartz handelt es sich um eine Bibliothek für 2D- und 3D-Grafiken.
danke herr besserwisser, nur habe ich nun etwas gelernt was ich niemals
brauchen werde weil ich den angebissenen Apfel beukotiere
kopfauftischhau geh raus du wissen!
Was ist nun eigentlich das Problem?
Der Hersteller wird das Gerät mit passenden Quarzen bestückt haben, in
dem Manual steht was zu Betriebsart, Oberwellen und Frequenzberechnung
und wenn das Gerät nicht funktioniert, werden die Quarze das Allerletzte
sein, was daran Schuld ist.
Oder geht es rein darum, aus der Beschriftung "schlau" zu werden?
Hi,
Michael schrieb:> Was ist nun eigentlich das Problem?>> Der Hersteller wird das Gerät mit passenden Quarzen bestückt haben, in> dem Manual steht was zu Betriebsart, Oberwellen und Frequenzberechnung> und wenn das Gerät nicht funktioniert, werden die Quarze das Allerletzte> sein, was daran Schuld ist.>> Oder geht es rein darum, aus der Beschriftung "schlau" zu werden?
Jaja, erst einmal meckern und sich selbst dmit als Ahnungslos "Outen"
;-)
Wie soll denn der HERSTELLER in JAPAN bitteschön das GErät mit den
passenden Quarzen bestücken können? In dem der Käufer ihm vorher einen
Brief schrieb und jedes Gerät als Einzelstück gefertigt wird?
Das ist ein QUARZSCANNER! d.H. die Empfangsfrequenz wird über
"Kanalquarze" eingestellt! Pro Frequenz ein Quarz! Man muste sich also
pro Kanal einen Quarz entweder extra anfertigen lassen oder mit viel
Glück aus einem vorgegebenem Kontigent fertig kaufen. Im Prinzip wie
heute teilweise noch bei Modellflug-Funkfernsteuerungen üblich.
Will man eine neue Frequenz, so muss dann halt wieder ein neuer Quarz
gefertigt werden. Einfach neu Einprogrammieren war da nochnicht...
Ich denke mal das der Scanner früher zum Mithören des BOS (Polizei,
Feuerwehr), und/oder (für den Nutzer) interessanten
Betriebsfunkfrequenzen benutzt wurde.
Allerdings kann es "Kurioserweise" durchaus sein das trotzdem CB
Kanalquarze bestückt sind. Ein Alteingesessener CB Funkhändler für den
ich vor ein paar Jahren einige Geräte reparriert hat, hat mir zu der
Zeit wo die Scanner sich gerade hier "legal" als erschwingliche
Billiggeräte für jedermann ab 50DM durchsetzen erzählt wie die ende der
70er JAhre "umgerüstete" (damals schon alte) 4m Betriebsfunkgeräte oder
auch diese Quarzscanner unter der LAdentheke verkauft haben. Und das die
bei einigen KAnälen das "Glück" hatten das zufällig die KAnalquarze aus
bestimmten 12Kanal CB Geräten auch in diesen GEräten Funktionierten und
GENAU auf 4m BOS Kanäle herauskamen.
Wenn dann jemand das "Glück" hatte genau einen dieser 12 Kanäle hören zu
wollen war das dann für die "wissenden"Händler ein Grund zur Freude,
denn die Kanalquarze waren billig, wenn nicht sogar aus alten CB Geräten
umsonst, im Verkauf aber haben alle quarze dasselbe gekostet, also wie
eine Einzelfertigung + "Höchst_Illegal_Aufschlag", (denn in den frühen
80ern verstanden die Behörden da überhaupt keinen Spass). Also ein
satter GEwinn!
Die Chance auf einen Treffer war natürlich nur 12:143 (bzw. eher
12:120), aber immerhin. In der Stadt war aber einer passend ;-)
Aber BTT:
Aus den Angaben auf den Quarzen kann man leider gar nichts zuverlässig
schließen. Einzig Nachmessen und rechnen würde gehen. Oder einschalten
und schauen was man hört. Wenn das Ding auf BOS ausgelegt wurde und der
Vorbesitzer zu der Zeit schon im selben Ort wohnte wo das Gerät jetzt
ist, dann stehen die Chancen gut das es immer noch läuft, denn die BOS
Führunkskanäle sind in DEN MEISTEN Kreisen in den vergangenen 35 Jahren
nicht geändert worden.
Aber BOS Mithören ist natürlich ausdrücklich verboten, also doch besser
lassen ;-)
Wenn keine Frequenz mehr passt oder andere Frequenzen gewünscht sind,
dann ist aber eine "Umquarzung" definitiv nicht mehr angebracht, völlig
Unwirtschaftlich. Eine Umquarzung kostet PRO Kanal >30 Euro bis der
Quarz bei einem ist. Einen "NEUEN" Programmierbaren Scanner mit
teilweise deutlich mehr als 10 Kanälen bekommt man für 40 Euro,
gebraucht ab 20 Euro.
Was man als interessantes Bastelprojekt machen könnte, das wäre eine
Umrüstung von Quarzgerät auf "Einstellbar". Also entweder anstelle der
Quarze eine SAUBER aufgebaute Ersatzschaltung aus Spule und
Drehkondensator(bzw. Trimmer) aufbauen, wenn man richtig gut ist bekommt
man das sogar so gut hin das man nicht nachregeln muss. "Sender" muss
man aber wie beim alten Radio von HAnd suchen. Oder aber man baut selber
eine PLL Schaltung ein.
Gruß
Carsten
vielen Dank Carsten Sch.
nun mein Opa war früher Fotograf für eine Zeitung, das er also die
"verbotenen" Frequenzen abgehört hat ist durchaus denkbar
ist aber nicht mehr der selbe Ort wo das Gerät jetzt steht (früher in
Amsterdam, nun in Norddeutschland)
wenn die Quarze wirklich so teuer sind lohnt es sich wirklich nicht die
auszuwechseln
dennoch werde ich das Gerät nicht wegschmeißen
wer weiß was in der zukunft alles passiert, ob vielleicht mal das
heutige Mobilfunknetz zusammenbricht? und man wieder auf die alte
Technik zurückgreifen muss
auf jedenfall nochmal vielen Dank
Hi,
Nils schrieb:
...
> nun mein Opa war früher Fotograf für eine Zeitung, das er also die> "verbotenen" Frequenzen abgehört hat ist durchaus denkbar>> ist aber nicht mehr der selbe Ort wo das Gerät jetzt steht (früher in> Amsterdam, nun in Norddeutschland)
...
Ok, wenn das GErät vorher in Amsterdamm stand, dann besteht "fast" keine
Möglichkeit das es auch irgendwie zufällig passt... Evtl. wenn er 2m
HAndfunkfrequenzen von der Brandweer drauf hatte. Ist aber eher
unwahrscheinlich weil nur geringe REichweite und im Vergleich mit dn
Führungskanälen eher uninteressant.
In NL hatte übrigends jede BOS ihren eigenen Frequenzbereich. Die ehem.
Stadtpolizei, jetzt "Landespolizei" (das was bei unsd im Volksmund auch
einfach die POLIZEI ist) hatte wie bei uns den oberen 4m
Betriebsfunkbereich von 77-79 & 83-85Mhz, halt kleinerer Duplexbereich
im 12,5khz Raster... (wir, für ALLE Sicherheitsbehörden: 75-77 &
84-87MHz)
Der NL "Grenzschutz" KMAR (im übrigen eine Zivil-Militärische
Mischverhaltung die hier absolut unzulässig wäre,
disziplinarvorgesetzter für ALLE ist der Verteidigungsminister, Aber für
den teil der die Zivilen Aufgaben übernimmt ist der Innenminister
Weisungsbefugt) lag etwas unterhalb der LAndespolizei. HAndfunk für die
Polizei auf UHF (70cm), nur die ME (Hundertschaften) hatte ein paar
Kanäle auf 2m. Feuerwehr war nur auf 2m (KFZ & HFG) um 168Mhz.
Rettungsdiesnt ebenso, allerdings ein paar MHz tiefer um 155Mhz..
Es konnte also niemand mit niemanden Sprechen, nur mit Hilfe spezieller
"Überleiteinrichtungen". Die Plizei hatte entsprechende Fahrzeuge wo
dann mal kurz 10 verschiedene Funkgeräte (und mehr) eingebaut waren die
im Bedarfsfall auch zusammengeschaltet werden konnten.
Seit ein paar JAhren läuft dort (merh oder weniger gut) C2000, also
TETRA wie es hier auch seit 15 Jahren in der Einführung ist. Allerdings
gehen viele Feuerwehren für den Einsatzstellenfunk, also die
Funkverbindung aus dem Haus welches Brennt zum Einsatzleiter und
MAschinisten vor dem Haus, wieder zurück auf ANALOG weil es viele
gefährliche Situationen gegeben hat wo genau im kritischen Moment TETRA
versagte.
(Während hier gerade in einigen Regionen darauf gedrängt wird, bevor
überhaupt das netzt richtig läuft, das unbedingt sofort auch die HFG die
mit dem Führungskanälen überhaupt nichts zu tun haben, ausgetauscht
werden, für viel Geld - nur um wahrschienlich wie in den NL auch in 5
JAhren wieder dne Schritt zurück zu machen...)
Fahrzeugfunk DIGITAL Ok... wenn auch überflüssig für NPOL, aber DIGITAL
HFG an der EST sind und bleiben ein SChritt in die falsche Richtung..
Aber BTT:
Diese Scanner sind ein nettes Stück Technikgeschichte. Und so viele von
diesen waren hier auch nie im Umlauf. Entweder selbst ins Regal stellen
oder einem Sammler vermachen, gibt sicher einige die sich darüber freuen
würden. Aber eine Umbequarzung ist wie du schon erkannt hast einfach
unsinnig. Zudem kommt noch dazu:
Wenn du nicht gerade in einem der drei Stadtstaaten hier in DL lebst,
dann wird zwar der Analogfunk noch ein paar Jahre empfangbar sein, aber
so lange ist das auch nicht mehr. Ca. 5JAhre für 4m würde ich schätzen.
2m HFG wohl noch deutlich länger, aber das ist für aussenstehende wohl
eher uninteressant, zudem auch kaum reichweite.
In den Stadtstaaten ist Analog schon recht wenig los, wohl ende des
kommenden JAhres Geschichte. (NAch möglichkeit soll der Wirkbetrieb ja
mindestens BundessLANDESWEIT identisch sein, in den Flächenländern fehlt
aber noch massig technik, die Stadtstaaten brauchen ja nur eine HAndvoll
BTS)
Ach ja, als letztes noch:
In den Niederlanden, also auch Amsterdam, war -und ist!- das Abhören der
BOS Frequenzen NICHT Strafbar. Wenn man könnte dürfte man das auch heute
noch... Allerdings hatten die NL Streifenwagen deshalb schon recht früh
Cryptogeräte an Bord. Die meiste Zeit wurde im Klartext gefunkt, weil
die Sprachqualität viel besser war, wenn es aber zu brisanten
Situationen gekommen ist haben alle gemeinsam auf Verschlüsselt
gestellt.
Gruß
Carsten