asd schrieb:> Insbesondere, gibt es zu ähnlichem Preis (Budget ist begrenzt)> besseres/ähnliches von einer "westlichen Markenfirma"?
Beim Spekki wäre der Spectran halt mit im Rennen. Ist wohl eher nicht
"Markenfirma" zu nennen, und als Handheld nicht ganz dasselbe wie
das Rigol dort, ließe sich aber durch ein PC-Programm aufpeppen.
Uh, oh. Grad einen Spekrtan (weiß nicht mehr genau welches Modell, ein
NF und ein HF Gerät) haben die auf mein Rat hin als billigen Speki
angeschafft. War dann selber erschrocken wie wenig man mit dem Teil
gesehen hat, im Vergleich zu einem "richtigen" Speki, auch am PC
Bildschirm. An sich dachte ich ja dass man einfach etwas weniger Dynamik
hat, aber mit zwei Linien gemessen ist die schwächere ja schon bei 40dB
Unterschied komplett oder zeitweise verschwunden. Einen Haufen
Geistersignale in dieser Größenordnung (-40dBc) gabs auch... hat mich
alles nicht so überzeugt.
Hier hoffe ich dass das ein Gerät ist dass mit so untere
Mittelklasse-Spekis wie R&S FSP o.ä. zumindest mithalten kann, auch wenn
die eine oder andere Kennzahl evtl. etwas schlechter ist.
Also - ich weiß nicht, ob es der richtige Weg ist, die Studenten mit
solchen Geräten zu beglücken.
Sinnvoller wäre es doch einen Hersteller zu wählen, den man im echten
Leben auch im Labor wiederfindet.
Vielleicht hilft es ja mit diesem Kaufgedanken mal an den Vertrieb von
Agilent oder R&S heranzutreten, die haben auch immer Vorführgeräte - wer
weiß - vielleicht machen die ja dann sogar einen Teil auf
Spendenquittung ?
Wie heißt es so schön : wer billig kauft, kauft zweimal.
vg maik
asd schrieb:> War dann selber erschrocken wie wenig man mit dem Teil> gesehen hat, im Vergleich zu einem "richtigen" Speki, auch am PC> Bildschirm.
Das verwundert mich aber, angesichts dessen, was hier sonst über diese
Teile berichtet worden ist. Habe allerdings selbst noch keinen in
der Hand gehabt.
Maik Hermanns schrieb:> Sinnvoller wäre es doch einen Hersteller zu wählen, den man im echten> Leben auch im Labor wiederfindet.
Neben vielen Geräten von RS und Agilent findet man mittlerweile auch
bei uns im "richtigen" Labor durchaus mal ein Oszi von Rigol.
Wir haben den Rigol Speki, leider ohne Tracking Generator. Wir haben ihn
vorwiegend für EMV-Messungen und zur Signalkontrolle gekauft. Überrascht
waren wir, wie "tief" er anzeigt. Einzig der Lüfter ist sehr laut.
Würden ihn wieder kaufen, allerdings mit Tracking Generator.
Grüße
Markus
PS: Alternativ gibt es immer wieder günstige gebrauchte, z.B Anritsu,
Advantest, ...
Maik Hermanns schrieb:> Also - ich weiß nicht, ob es der richtige Weg ist, die Studenten mit> solchen Geräten zu beglücken.> Sinnvoller wäre es doch einen Hersteller zu wählen, den man im echten> Leben auch im Labor wiederfindet.
Genau das sollte man IMHO nicht tun, ausserdem ist das echte Leben im
Zweifel unzureichend genau definiert. Sind nicht diverse Geräte von
Agilent(?) sowieso umgelabelte Rigols?
Ein Studium ist keine direkte Jobvorbereitung (eine Lehre auch nicht,
aber das kapiert erst recht keiner).
Ich will nichts mit Studenten/Absolventen zu tun haben müssen, die nur
genau Agilent/Tek/Blah können, oder nur MS Word, oder nur "setz Dein
Beispiel ein". Solche sollen ruhig unter den Brücken schlafen, auch wenn
eher die Ausbildungsstätte schuld ist.
Ich erwarte dass die Leute die Prinzipien hinter den Gerätschaften / der
Software verstanden haben/beherrschen.
Alles andere führt geradewegs in den Wahnsinn.
Naja, andererseits: wenn die frischen Absolventen alles Vollhonks mit
der Intelligenz eines feuchten Brötchens sind, die angesichts eines
OWON-Scopes, FrameMaker oder GCC zu heulen anfangen - mehr Jobsicherheit
für mich! Go Bettschelohr! ;-)
> Ich erwarte dass die Leute die Prinzipien hinter den Gerätschaften / der> Software verstanden haben/beherrschen.
Ach?
Und diese Grundprinzipien kann man nicht mit einem bekannten Markengerät
lernen? Und hätte dann auch noch den Vorteil einer kürzeren
Einarbeitungszeit in der Industrie, wegen praktischer Erfahrungen mit
dort verwendeten Geräten/Software.
Jasch schrieb:> Genau das sollte man IMHO nicht tun, ausserdem ist das echte Leben im>> Zweifel unzureichend genau definiert. Sind nicht diverse Geräte von>> Agilent(?) sowieso umgelabelte Rigols?
Mittlerweile eher nicht mehr. Auch Agilent hat erkannt, wo der Hase
läuft.
Im übrigen bin ich auch der Meinung, das irgendwelche Lowcostprodukte in
einem Labor der FH nichts zu suchen haben. Schon alleine deswegen nicht,
weil die Gebrauchsdauer solcher Geräte gerne mehrere Jahrzehnte sein
kann.
Jasch schrieb:> Ich will nichts mit Studenten/Absolventen zu tun haben müssen, die nur>> genau Agilent/Tek/Blah können, oder nur MS Word, oder nur "setz Dein>> Beispiel ein". Solche sollen ruhig unter den Brücken schlafen, auch wenn>> eher die Ausbildungsstätte schuld ist.
Ich weis ja nicht von wo du deine Mitarbeiter rekrutierst.
Die Qualität der Mitarbeiter korreliert meist mit der Bezahlung.
Jasch schrieb:> Ich erwarte dass die Leute die Prinzipien hinter den Gerätschaften / der>> Software verstanden haben/beherrschen.
Tun sie in der Regel. Zumindest bei uns.
Jasch schrieb:> Naja, andererseits: wenn die frischen Absolventen alles Vollhonks mit>> der Intelligenz eines feuchten Brötchens sind, die angesichts eines>> OWON-Scopes, FrameMaker oder GCC zu heulen anfangen - mehr Jobsicherheit>> für mich! Go Bettschelohr! ;-)
Du scheinst auf einen ziemlich hohen Ross zu sitzen.
Auch fisch gebackene Master Ingenieure müssen sich in einer Fa erst mal
einarbeiten. Was sie auf der FH vermittelt bekommen sind zunächst mal
Grundlagen, die aber sehr in die Tiefe gehen. Spezielles Now How der
zukünftigen Fa. zu vermitteln ist nicht Sache der FH.
Ralph Berres
Hi,
Wir standen bei der Einrichtung "unseres" (FH-MS) Studentenlabors vor
derselben Grundatzentscheidung. Also ob wir ausschließlich Markengeräte
verwenden oder aber auch auf günstige oder ältere Geräte setzen.
Dabei hatten wir folgende Rahmenbedingungen.
Das Labor ist eine offizielle Einrichtung der FH welche von allen
Studenten nach Einweisung frei Benutzt werden kann, sowohl für
Privatprojekte sowie auch als alternativer Arbeitsort für
Projektarbeiten im Studium (wenn das eigentlich benutzte LAbor gerade
durch festes Praktikum blockiert ist oder etwas ruhe gewollt ist). Die
Einrichtungskosten werden/wurden aus Projektmitteln bezahlt. Das Budget
war fix. Wenn der Topf leer ist, dann ist er leer.
Der Laborbetrieb läuft optional als reines Angebot zu den anderen
"richtigen" Laboren. Wer das Angebot nicht nutzen will, der hat damit
nie zu tun.
Wir haben uns dann dafür entschieden das auch günstige Geräte eine
Lösung sein können wenn ein notwendiger Mindestnutzwert gegeben ist.
Die Gründe dafür:
* für sicher >>90% der in diesem Labor durchgeführten Arbeiten reichen
günstige Geräte locker aus. Wenn dann doch mal eine MEssung eine höhere
Präzision oder einen größeren Funktionsumfang erfordert, dann ist ja
jederzeit die Benutzung eines MArkengerätes aus einem der für den Lehr-
und Forschungsbetrieb genutzten Labore möglich.
* Es sind 8 Elektronik und vier Rechnerarbeitsplätze vorhanden. Die
Projektmittel geben definitiv keine vollausstattung aller Arbeitsplätze
mit dem gesamten Messgerätespektrum her. Je günstiger man einkauft, um
so mehr der Arbeitsplätze kann man Funktionsreich ausrüsten. Das sind
dann überlegungen ob man lieber EINEN Platz mit einem Tektronix TDS2000
oder aber VIER Plätze mit einem günstigen 200MHz DSO aus China
ausstattet.
* Es stellt gewissermaßen auch eine zweite Sichtweise dar. "oben" (das
StudiLabor ist im Keller) stehen relativ moderne Markengeräte. Unten
eher günstige. Der STudent der im Labor arbeitet kommt also zwangsweise
mit beidem in Kontakt und lernt es kennen.
* NEben der reinen Geräteausstattung haben wir auch Verbrauchsmaterial
das wir den interessierten Studenten zur Verfügung stellen. Je weniger
wir für Geräte ausgeben, um so mehr bleibt für dieses MAterial. Da gilt
es dann abzuwägen.
Und die Rückmeldungen die wir jetzt nach gut einem JAhr Betriebszeit
erhalten zeigen uns das wir uns wohl richtig entschieden haben. Selbst
bei Aufwendigeren Projekten reichen die billigen Skopes voll aus. Die
minimalen MAcken die es hat, fallen da überhaupt nicht ins gewicht!
(Im Zuge der Eprobung hat es mich ja immerhin so überzeugt, das ich mir
spontan auch eines zugelegt habe). Spectrum Analyzer usw. werden "unten"
noch nicht wirklich viel benutzt. Dort ist eher µC usw. angesagt. Das
mit der HF findet dann eher oben statt, wobei es da sowieso schon so
ist: Wenn jemand HF macht, dann gleich RICHTIG von denen die sowieso
schon vorbelastet sind.
So dinge wie "ICh baue mir ein Radio selbst" sind leider noch nicht so
vertreten, aber wir arbeiten dran ;-)
Also um abschließend einen Rat von Studilaboreinrichter zu
Studilaboreinrichter (sofern wir darunter dasselbe verstehen, deshalb
habe ich oben unsere Rahmenbedingungen genannt) zu geben:
Ich kann dir zu den konkreteten Geräten nicht viel sagen, aber:
WENN es in anderen Laboren schon "HighEnd" gibt, dann braucht man für
ein solches Studilabor definitiv kein HighEnd mehr.
Denn es wird ja dort nicht geforscht sondern eher ganz praktische
Elektronik auf dem Niveau vom Absoluten Einsteiger bis zum erfahrenen
Hobbyisten gemacht, denn alles was darüber hinaus geht findet in anderen
Räumen statt. Dafür kommt es nicht auf winzigste Linearitätsfehler an
oder ob der Rauschteppich nun 10% höher liegt.
Die Erfahrung zeigt das sicher 2/3 der PRojekte sich mit µC Schaltungen
im Spannungsbereich von 3,3 bis 5V befassen werden. 1/4 wird irgendwie
Audio sein und der Rest halt alles mögliche.
Wenn das Budget gedeckelt ist, dann ist es durchaus eine gute Idee etwas
günstiger einzukaufen wenn man dadurch eine höhere Ausstattungsquote
erreicht.
Was aber auf jeden Fall wichtig ist, das ist natürlcih das es sich um
SICHERE Geräte handelt.Zudem darf auch eine Fehl- oder böswillige
Bedienung nicht dazu führen das der nächste nur noch Müll erhält oder
das GErät gar beschädigt wird. (Bei NEtzteilen und Generatoren vor allem
aufpassen. Bei SA lieber das etwas robustere Gerät nehmen das auch mal
20V DC oder >20dBm RF (kurzzeitig) am Eingang abkann, selbst wenn dieser
dann etwas schlechtere Werte hat, als ein absolutes Präzisionsgerät das
bei versehentlichen 5V DC am Input schon nach Sekundenbruchteilen zum
Service muss.
GRuß
Carsten
Ralph Berres schrieb:> Jasch schrieb:>> Genau das sollte man IMHO nicht tun, ausserdem ist das echte Leben im>> Zweifel unzureichend genau definiert. Sind nicht diverse Geräte von>> Agilent(?) sowieso umgelabelte Rigols?>> Mittlerweile eher nicht mehr. Auch Agilent hat erkannt, wo der Hase> läuft.
;-)
Ist vermutlich dann wie bei AMD: "Diffused in Germany" aber "Assembled
in Malaysia".
> Im übrigen bin ich auch der Meinung, das irgendwelche Lowcostprodukte in> einem Labor der FH nichts zu suchen haben. Schon alleine deswegen nicht,> weil die Gebrauchsdauer solcher Geräte gerne mehrere Jahrzehnte sein> kann.
Nachdem ja so ziemlich jeder Hersteller heutzutage in seine Geräte
virtuelle "Garantiezähler" einbaut, d.h. kurz nach Ablauf derselben
fällt das Gerät aus, bezweifele ich das mal. :-(
Nein, mal im Ernst, Jahrzehnte sind doch bei heute gebauten Geräten kaum
noch zu erwarten. Schon garnicht im harten Laborbetrieb mit Studenten.
Sowas wäre aber immerhin ein valides Auswahlkriterium.
> Jasch schrieb:>> Ich will nichts mit Studenten/Absolventen zu tun haben müssen, die nur>> genau Agilent/Tek/Blah können, oder nur MS Word, oder nur "setz Dein>> Beispiel ein". Solche sollen ruhig unter den Brücken schlafen, auch wenn>> eher die Ausbildungsstätte schuld ist.>> Ich weis ja nicht von wo du deine Mitarbeiter rekrutierst.
Ich persönlich garnicht.
> Die Qualität der Mitarbeiter korreliert meist mit der Bezahlung.
Jein. Nur weil jemand mit Glück ein gutes Gehalt abbekommen hat ist er
noch lange keine gute Kraft, und umgekehrt.
[snip]
> Jasch schrieb:>> Naja, andererseits: wenn die frischen Absolventen alles Vollhonks mit>> der Intelligenz eines feuchten Brötchens sind, die angesichts eines>> OWON-Scopes, FrameMaker oder GCC zu heulen anfangen - mehr Jobsicherheit>> für mich! Go Bettschelohr! ;-)>> Du scheinst auf einen ziemlich hohen Ross zu sitzen.
Smiley beachten.
Heh, ist nicht so als ob ich nicht jede Menge Berufseinsteiger kennen
würde die hinreichend kompetent sind. Zum Glück sind die,
Entschuldigung, "unbrauchbaren", eher die Ausnahme.
> Auch fisch gebackene Master Ingenieure müssen sich in einer Fa erst mal> einarbeiten.
Stimme ich absolut zu.
> Was sie auf der FH vermittelt bekommen sind zunächst mal> Grundlagen, die aber sehr in die Tiefe gehen. Spezielles Now How der> zukünftigen Fa. zu vermitteln ist nicht Sache der FH.
Hmm.
Ganz genau das habe ich gesagt (sagen wollen, aber kläglich
gescheitert?).
Darum ja mein Einwand: Laborequipment nicht nach Industrie-Usancen
auswählen, das bringt im Zweifel genau nix, die Firma wo die Leute am
Ende landen hat wahrscheinlich doch was anderes.
Jasch schrieb:> Darum ja mein Einwand: Laborequipment nicht nach Industrie-Usancen>> auswählen, das bringt im Zweifel genau nix, die Firma wo die Leute am>> Ende landen hat wahrscheinlich doch was anderes.
Equipment sollte aber danach ausgewählt werden, das sie intuitiv
bedienbar ist, ohne das man vorher stundenlang englische ( oder im
zweifelsfalle koreanische Bedienungsanleitungen, auch das haben wir
wirklich erlebt ) studieren muss. Das gilt ganz besonders im Einsatz von
Laboren, in welche Studenten was lernen sollen.
Ergebnisse sollten unmissverständlich und vor allem verlässlich sein.
Auserdem sollte ein Gerät fehlertolerant sein. Es sollte nicht gleich
den Geist aufgeben, wenn ein Student das Gerät fehlbedient, oder ein
falsches Signal anlegt.
Dazu gehört m.E. auch ein Überlastungsschutz am Eingang, welches den
Eingang sicher abschaltet, wenn eine zerstörerische Spannung anliegt.
Bei Signalgeneratoren renomierter Firmen ist sowas mittlerweile
Standart, bei Billigfirmen immer noch nicht. Bei Spektrumanalyzer
renomierter Firmen gibt es sowas oft immerhin als Option.
Noch was. Oft passiert es , das ( speziell bei kleineren Firmen ) der
Ingenieur gefragt wird welches Gerät neu angeschafft werden soll.
Welches Gerät wird der Ingenieur dann empfehlen? Richtig! Das Gerät was
er kennt, bzw, womit er am besten zurecht kommt.
Es macht dann auch Sinn dieser Empfehlung zu folgen, sofern Gründe an
technischen Anforderungen nicht dagegen sprechen.
Mit einen Gerät was man kennt, arbeitet man schneller , sicherer und
zielstrebiger, und kann sich wesentlich mehr dem eigentlichen Messobjekt
widmen, als mit einem Gerät, wo man irgendwelche Funktionen erst in
mehrfach verschachteleten unlogisch angeordnete Untermenues suchen muss,
und wo man jedes angezeigte Ergebnis erst auf die Goldwaage legen muss,
um es richtig zu interpretieren.
Ralph Berres
Ralph Berres schrieb:> Mit einen Gerät was man kennt, arbeitet man schneller , sicherer und> zielstrebiger, und kann sich wesentlich mehr dem eigentlichen Messobjekt> widmen, als mit einem Gerät, wo man irgendwelche Funktionen erst in> mehrfach verschachteleten unlogisch angeordnete Untermenues suchen muss,> und wo man jedes angezeigte Ergebnis erst auf die Goldwaage legen muss,> um es richtig zu interpretieren.
das wundert mich bei ihnen,
sie haben ein rießen grosses labor aber bauen tuhen sie nichts? Der
Tisch ist immer lehr auf den Bildern ...
Wenn ich an meine Studentenzeit zurückblicke (was etwa 10 Jahre her
ist), wäre ich froh gewesen damals halbwegs aktuelle Geräte zu haben.
Die Ausstattung der Labore glich damals einem Museum. Die dortigen
Geräte sah man manchmal auch auf Flohmärkten; nur gekauft hat die schon
damals niemand mehr. Der Spekki von R&S war sicher nicht ganz schlecht
(wenn man von den ständigen Defekten absieht), nur der Bedienungskomfort
war eine Katastrophe. Noch schlimmer der Plotter, den man für jede
Messaufgabe neu kalibrieren musste.
Die eigentliche Messaufgabe rückte damals total in den Hintergrund. Die
meiste Zeit ging dafür verloren, um die Geräte einzustellen um das
gewünschte Ergebnis zu erhalten. Aus Zeitmangel wurden dann viele
Messaufgaben nicht erledigt.
Anliegend einige Fotos, die ich irgendwo gefunden habe und die besagte
Geräte zeigen.
Wie oben schon beschrieben, haben wir (kleine Firma) uns für den Rigol
Speki entschieden. Es war unser erster Speki und er ist sehr intuitiv zu
bedienen. Man muss nur aufpassen, dass das angelegte Signal zum
Mesbereich passt. Nur der Trackinggenerator fehlt.
Nach dem Kauf des Rigols in der Firma habe ich mir privat einen
gebrauchten Speki der Firma Anritzu für ca. 1000 Euro gekauft. Er ist
ebenso intuitiv zu bedienen.
Wir hatten übrigens noch einen R&S Speki zur Auswahl. Entschieden hat
letztendlich der Preis. Einzig störend an dem Rigol ist der (subjektiv)
sehr laute Lüfter.
Viel Erfolg bei der Entscheidung!
Grüße
Max
ich schrieb:> nur gekauft hat die schon> damals niemand mehr.
Wo anders bekommt man mehr 'Performance' fürs Geld?
Der Tek 191 'Constant amplitude signal generator' (350k-100MHz) hat bei
Ebay so um die 60€ gekostet. Da kann kein Chinese mithalten, sowohl beim
Preis/Leistungsverhältnis und der mechanischen Qualität.
Auf solche Dinge wie USB muss man dann halt verzichten, vermisse ich
aber auch nicht wirklich.
Marian schrieb:> das wundert mich bei ihnen,>> sie haben ein rießen grosses labor aber bauen tuhen sie nichts? Der>> Tisch ist immer lehr auf den Bildern
Das was zu sehen ist, ist mein privates Labor zu Hause.
In der letzten Ausgabe der UKW-Berichte kann man sehen was ich so
treibe.
Ansonsten ist nach getaner Arbeit mein Labor meistens so aufgeräumt.
Ich finde meine Utensilien nämlich gerne ohne groß zu suchen.
ich schrieb:> Anliegend einige Fotos, die ich irgendwo gefunden habe und die besagte>> Geräte zeigen.
Den HP141 habe ich unter anderen auch. Nur glücklich wurde ich mit dem
Ding im Originalzustand nicht. Das Gerät hat einfach nur Müll angezeigt.
Der Intermodulationsabstand war unter aller Sau. Erst nach dem ich Hand
angelegt hatte, wurde das Gerät einigermasen brauchbar. Von der
Bedienung aber etwas umständlich.
Lukas K. schrieb:> Da kann kein Chinese mithalten, sowohl beim>> Preis/Leistungsverhältnis und der mechanischen Qualität.
Kann ich nur zustimmen.
Ralph Berres
> Wenn ich an meine Studentenzeit zurückblicke (was etwa 10 Jahre her> ist), wäre ich froh gewesen damals halbwegs aktuelle Geräte zu haben.> Die Ausstattung der Labore glich damals einem Museum.
Und die Professoren schwärmten in nostalgischen Gefühlen von den ach so
tollen Geräten mit denen man im Gegensatz zu dem "neumodischen Geraffel"
viel besser lernen kann. Deshalb wurden die Versuchsanordnungen und die
Aufgabenstellungen für die Studenten auch mindestens 30 Jahre nicht
geändert.
blah schrieb:> Und die Professoren schwärmten in nostalgischen Gefühlen von den ach so>> tollen Geräten mit denen man im Gegensatz zu dem "neumodischen Geraffel">> viel besser lernen kann. Deshalb wurden die Versuchsanordnungen und die>> Aufgabenstellungen für die Studenten auch mindestens 30 Jahre nicht>> geändert.
Das kann aber auch schlicht praktische Gründe haben.
Nämlich das das für eine FH einfach nicht bezahlbar ist das Equipment zu
modernisieren. Zumindest nicht aus den vom Land zugeteilte Mitteln.
Ralph Berres
Hallo,
schau dir mal die Produkte von Hameg an, das ist zwar preislich nicht
ganz wie Rigol, aber die haben einen technisch vergleichbaren Analyser
im Programm, mit Oszilloskopen handelt die ja schon länger.
Was die Qualität betrifft, mein altes Analogoszi von Hameg ist
mittlerweile 25 Jahr alt und funktioniert bisher ohne Probleme.
PS:
Die gehören jetzt zu R&S
Wo ist der Unterschied, ob der Signalgenerator ein klappriger DDS vom
Chinesen oder ein HP200CD ist? Was die Bedienung anbetrifft ist der
200CD noch besser als ein Chinaböller mit einem hakeligen
Inkrementaldrehgeber, dessen Betätigung nur in mittelbarem Zusammenhang
zum angezeigten Wert steht. (um mal ein Extrembeispiel zu konstruieren)
Klar, wenn man eine exakte Amplitude und Frequenz benötigt, kommt man
mit 'nem 200CD nicht weit, ich behaupte aber mal, dass man die für die
meisten Studenten-/Schülerversuche auch nicht braucht.
Ralph Berres schrieb:> Du scheinst auf einen ziemlich hohen Ross zu sitzen.>> Auch fisch gebackene Master Ingenieure müssen sich
Hallo Ralph,
nun ja, ich muß dem Jasch in einigen Punkten Recht geben, wenngleich er
es doch recht ruppig formuliert hat. Ich selber habe bei dem
Ingenieur-Nachwuchs eine Menge Dünkel gepaart mit Unfähigkeit zum
systematischen und auch kreativen Denken feststellen müssen. Dafür haben
die jungen Leute allerdings die Fähigkeit, sich selbst gut zu
präsentieren und dabei nen Bogen um Probleme zu machen (anstatt sie zu
lösen) recht gut erworben. Ich rede hier nicht von einer
firmenspezifischen Einarbeitung, die kann man von nem Absolventen (auch
mit nem Masterdiplom) nicht erwarten. Drastisch formuliert: Eine
Gesellschaft, die smarte Placebos generiert, braucht sich später nicht
über deren Vorhandensein in den Firmen zu wundern.
Ich bin mir ziemlich sicher, daß es für das Fortkommen unserer
Gesellschaft nicht von Vorteil ist, wenn junge Leute sich schon in den
Hochschulen an Scheuklappen gewöhnen: Immer nur den allerneuesten
allerdicksten PC, immer nur die teuersten Gerätschaften, immer nur die
Software, die gerade hipp ist und so weiter. Solche Dummheiten hatte ich
schon vor Jahren am Gymnasium von Sohnematz festgestellt: Die Lehrer
dachen, der Informatikunterricht sei inhaltlich vom Kennenlernen von MS
Word, Excel usw. bestimmt. Keiner konnte den Kindern die wirklichen
Grundlagen der Rechentechnik beibringen - ich rede hier nicht von
historischen Betrachtungen.
Um beim Topic zu bleiben: Wer als Student die
mathematisch-physikalischen Prinzipien bei einem Versuch mit nem Impuls
auf das Galvanometer oder das Prinzip des Nulldurchganges bei der
Wheatstone-Brücke wirklich begriffen hat, kann mehr als jemand, der
nur den Knopf "ANALYZE" am teuren Digitalgerät zu drücken gelernt hat.
W.S.
@W.S.
das typische Gerede, dass auch schon "eure Eltern" über "eure
Generation" gesagt haben:
"Früher war alles besser, da konnten die Leute noch was... Die Jugend
von heute hat nur noch Flausen im Kopf..."
Ich kann dir für jeden Nachwuchs-Ingenieur auf den das Gesagte zutrifft
und den du mir zeigst mindestens einen Alt-Ingenieur zeigen, auf den
genau das Gleiche zutrifft. Da sind genug Beispiele bei, die in
irgendeinem Jahrhundert hängen geblieben sind und auch nur von 12 bis
Mittag denken können. Oder man hat das Denken ganz eingestellt und macht
nur noch das was einem aufgetragen wurde, ohne sich selbst mal mit der
gestellten Aufgabe auseinander zu setzen.
Im Mittel sind beide Generationen gleich, dass fällt dir vielleicht nur
nicht auf. Denk mal drüber nach, bevor du gleich über eine komplette
Generation urteilst.
branadic
branadic schrieb:> @W.S.>> das typische Gerede, dass auch schon "eure Eltern" über "eure> Generation" gesagt haben:> "Früher war alles besser, da konnten die Leute noch was... Die Jugend> von heute hat nur noch Flausen im Kopf..."
Hat da nicht schon der alte Platon oder so drüber gejammert? Ein Mem
sozusagen.
> Ich kann dir für jeden Nachwuchs-Ingenieur auf den das Gesagte zutrifft> und den du mir zeigst mindestens einen Alt-Ingenieur zeigen, auf den> genau das Gleiche zutrifft. Da sind genug Beispiele bei, die in> irgendeinem Jahrhundert hängen geblieben sind und auch nur von 12 bis> Mittag denken können.
Da würde ich zustimmen. Der wirkliche Unterschied ist zwischen Leuten,
die eingestehen dass sie etwas nicht wissen und denen die das eben nicht
können. Und dann nochmal zwischen Leuten die dann losgehen und Dinge
dazulernen und denen die eben nichts mehr dazulernen.
Wobei es ja heute eine sehr eigenartige Art von "dazulernen" gibt:
Google (alternativ Stackoverflow etc.). Viele Softwareentwickler bei
meinem AG tippen z.B. einen Funktionsnamen bei Google ein und was immer
dann herauskommt (der erste Hit natürlich meistens...) wird als die
Wahrheit(tm) genommen. Dass es da offizielle Doku des Herstellers,
passend zur benutzten API-Version, einfach zu installieren und benutzen,
gibt - who cares? Ich könnte immer Heulen wenn ich sowas sehe, kommt
auch bei Leuten mit dem Job-Titel "SW-Architect" vor, Grusel.