Danke für die Antworten.
Eine Lösung ist ja vorhanden.
Es geht mir auch um ein besseres Verständniss für das Thema.
Bei dem Beschuss auf den Displayrahmen wie in Skizze gezeigt, ist es so,
dass nur das Display gestört wird (ausfällt). Der weiter hinten im
allseitig geschlossenen Gehäuse liegende uC läuft unbeeindruckt weiter.
Das Frontblech ist massiv gut und flächig mit Chassis und Deckel
verbunden.
An der Stelle, wo auf den Displayrahmen geschossen wird, befindet sich
kein schirmendes Frontblech (siehe Skizze links). Ob Displayrahmen
schwebend oder dünn (nicht massiv) mit GND (Funktionserde) verbunden,
spielt keine Rolle. Display steigt aus.
Unsicherheiten meinerseits:
Angenommen, der Displayrahmen ins an einem seiner sechs –Klemmfüßchen-
mit GND seiner Trägerleiterplatte verbunden. Dann würde bei einem
Beschuss auf den Rahmen ein kurzzeitig (ns) hoher Strom im A Bereich
über diese Anbindung nach GND fließen.
Der hohe Strom bringt ein H-Feld mit und es wird in benachbarte
Leiterbahnen Störspannung induziert.
Ist diese Displayrahmen GND Anbindung nicht vorhanden oder eher eine
dünne lange Leiterbahn, so ist dies wohl als Induktivität + Widerstand
zu sehen und die auf den Displayrahmen aufgebrachte Ladung kann nur
langsam abfließen. In diesem Fall wird die Ladung auf dem Displayrahmen
wohl über das E-Feld auf niedere Potentiale aufkoppeln. Das könnte doch
auch zum Fehlverhalten des Displays führen.
Wo ist die Störursache eher zu suchen?
*H-Feld Problematik, durch einen hohen Strom?
*E-Feld Problematik, durch aufgebrachte Ladung auf den Displayrahmen,
welche als E-Feld auf darunterliegende Signalleitungen und GND Flächen
koppelt?
Bei diesem Displaytyp ist es möglich den Displayrahmen über einen
Lötpunkt mit Displaymasse zu verbinden. Alternativ kann auch eine 0603
Bauform die Verbindung herstellen.
Ein Kupferfolienschirm wie in Skizze rechts zu sehen, hat geholfen.
Denke, ich sollte verhindern, dass die ESD Ladung überhaupt auf den
Displayrahmen abgegeben werden kann. Wenn diese auf dem Rahmen ist, habe
ich so oder so Probleme.
Vermute, wenn ich den schwebenden (nicht mit GND verbunden)
Displayrahmen von seinem Lack befreie und diesen mit dem Frontblech
verbinde, dann sollte ich hinsichtlich ESD wohl tendenziell eher keine
Probleme haben.
Wie hoch können Ströme bei ESD Beschuss werden?
Welche Ladung wird abgegeben?
Gehe ich recht in der Annahme, dass der ESD Funke von der ESD
Pistolenspitze eher auf große Flächen (z.B. GND oder VCC) koppelt und
nicht auf dünne GND-, VCC- oder Signalleitungen? Oder ist das wie bei
einem Blitz. Er schlägt in den nächsten höchsten Punkt mit größtem
Potentialunterschied ein?
--Noch ein Tipp: Klatsch das Display nicht direkt an die Frontplatte,
sondern halte ein paar Millimeter Abstand.--
Ist hier die nichtleitende Frontfolie gemeint?
Oder sollte der Displayrahmen auch einen gewissen Abstand zum
Umrandenden Frontblech haben?
Danke und Gruß