(Kopfhörer-) Litze lässt sich nicht verzinnen

Gast #2454439
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Ein Kopfhörer von Sennheiser hat sehr feine Kupferlitzen im Kabel, die 
mit Klarlack isoliert sind. Leider hilft selbst rotglühen nicht dabei, 
dass die Litze mein Lötzinn (350°C) annimmt. Der Kern der Litze 
verbrennt dann (Faden?) und der Klarlack scheint zu verkokeln, es wird 
evtl. aber auch das Kupfer oxidieren und dann ist wohl nicht mehr viel 
mit Löten!?

Hat jemand eine Lösung?
Gast #2454456
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Das hatte ich auch schonmal. Ich habe es dann mit einer niedrigeren 
Lötkolbentemperatur und stetigem Zufügen frischen Lötzinns geschafft den 
Lack zum Bröckeln zu bringen. Wenn der Lack brüchig geworden ist, mit 
dem Fingernagel vorsichtig abstreifen und dann ganz normal verzinnen.
Gast #2454458
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Karl schrieb:
> Ein Kopfhörer von Sennheiser hat sehr feine Kupferlitzen im Kabel, die
> mit Klarlack isoliert sind. Leider hilft selbst rotglühen nicht dabei,
> dass die Litze mein Lötzinn (350°C) annimmt. Der Kern der Litze
> verbrennt dann (Faden?) und der Klarlack scheint zu verkokeln, es wird
> evtl. aber auch das Kupfer oxidieren und dann ist wohl nicht mehr viel
> mit Löten!?

Das ist Lahnlitze, kann man nicht vernünftig löten.


> Hat jemand eine Lösung?

Crimpen.
Gast #2454464
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Habe heute ein Headset-Kabel geflickt: drei der 5 Leiter bestehen aus 
feinem Kupferlackdrahtbündeln mit innenliegenden Kunststofffaden:
Lack abkratzen kann man vergessen, viel zu fein; aber etwas Flußmittel 
vorab hilft. Möglichst schnell arbeiten. Habe mit 0,75mm dickem Sn60 
Lötzinn mit 3,5% Flußmittelanteil verzinnen können.
Gast #2454494
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aus: 
http://www.hoffmeister.it/chemie/oc_kapitel10_-_carbonylverbindungen.pdf

Kupferoxid + Ethanol reagiert zum Aldehyd  Ethanal und Kupfer (II) Ionen 
und Wasser in einer Redoxreduktion.

etwas Akohol entzünden, in der Flamme den Lack abbrennen, dabei glühen 
die feinen Kupferfäden, wie beobachtet, rot auf. Nun die Flamme 
ausblasen und das Kabelende SOFORT in den Alkohol tauchen.
Danach lässt sich prima verzinnen. Haben wir damals(tm) schon so 
gemacht, OHNE zu wissen, wie das mit der Chemie funktioniert ;))

Gruß
Axelr.
Gast #2454522
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Danke für die ganzen Hinweise.
Ich habe es mit etwas mehr Geduld jetzt doch bei 350°C ohne Feuerzeug 
geschafft, wie es bei normalem (?) Kupferlack auch geht: mit der 
Lötspitze den Lack abreiben.

Bei meinem Kophörer (PX 100) ist die Belegung des Klinkensteckers von 
innen nach außen: grün, rot, 2 x klar (Masse).

Habe das schonmal durchexerziert und damals den Knickschutz mit 
Heißkleber und Schrumpfschlauch nachgebildet.

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