Ich will mir endlich mal eine gescheite Abisolierzange (automatik)
zulegen. Sollte von 0,08 bis mind. 1mm^2 gehen (so 0,3 bis 1,2mm
Durchmesser). Mehr wäre besser. Ausserdem sollte sie absolut zuverlässig
und ohne Nacharbeit funktionieren.
Empfehlungen?
Sieht ja nicht schlecht aus. Allerdings ziemlich hightech, im negativen
Sinne, mit kleinen Plastikteilchen. Wie ist da die langfristige
Zuverlässigkeit?
Wie steht die Stripax im Vergleich zu anderen Zangen?
Ok, bei Amazon findet sich folgende Bewertung:
"Die Verarbeitung der Abisolierzange (Stripax) macht den Eindruck einer
15 euro Abisolierzange. Je nach Längeneinstellung sind die 2 Klingen
nicht exakt übereinander sondern teilweise 0,5-1mm verschoben.
Die Einstellung des Durchmesser der Drähte/Leiter ist absolut schlecht
gelöst und ist sehr ungenau, man hat keinen Bezug zur vorherigen
Einstellung weil da einfach mal 8-10 kleine und eng nebeneinander
liegende Striche ohne irgendwelche Nummerierung sind. Selbst mit einer
Lupe würde man kaum mehr Orientierung haben. Will man nur 1 Strich
weiter schieben, so springt man meistens 3-4 Striche weiter, ganz egal
wie sensibel man das ganze macht.
Ein weiterer kritischer Punkt ist dass die Leiter zu stark gequetscht
werden, an der stelle wo die Zange den Draht fixiert. Die Stelle an der
Zange, welche den Draht fixiert ist ca 0,5mm breit und schneidet beinahe
in die Ummantelung rein. Mag bei einem starren Draht nicht viel
aumachen, aber bei einem Mikrofonkabel z. B. ist das ein no go.
Insgesamt muss man sehr lange einstellen, bis man einen Leiter
ordentlich abisolieren kann, ohne dass dieser beschädigt wird, bzw.
einige kleine Drähte beispielsweise im Mikrofonkabel nicht mit
abgerissen werden ODER die Zange nur partiell die Ummantelung der Leiter
anreisst. Getestet mit einem Telefonkabel mit starrem Leiter 0,4mm² und
Mikrofonkabel mit flexiblen 0,15mm² Leitern.
Meiner Meinung nach ist die Zange zu dem angebotenen Preis absolut
unbrauchbar und ich würde sie niemandem weiterempfehlen."
Das geht ja mal gar nicht. Da hört sich ja meine Knipex Steinzeitzange
mit Rädchen zuverlässiger und ergonomischer an.
Was gibts sonst noch für Zangen?
Die Knipex hat zumindest keine negativen Bewertungen, allerdings habe
ich bei dem Knipex Topmodell folgenden Beitrag gefunden:
"...leider bei flexiblen Drähten genauso wenig zu gebrauchen, wie alle
anderen automatischen Abisolierwerkzeuge, die ich bisher in der Hand
hatte (Und das waren berufsbedingt schon einige). Bei flexiblem Draht
wird die Isolierung nur angerissen, aber nicht sauber entfernt. Daher
auch "nur" 4 Sterne. Massiven Draht bearbeitet die Zange einwandfrei und
präzise. Trotz des kleinen Mankos kann ich jedem dieses Gerät ans Herz
legen. Ich würde es mir auf jeden Fall wieder kaufen. "
Kann das jemand bestätigen? Ich brauch das Ding hauptsächlich für dünne
flexible Leiter, scheint als hätten die Automatikzangen gerade damit
Probleme.
Horst-Otto schrieb:> Ich will mir endlich mal eine gescheite Abisolierzange (automatik)> zulegen. Sollte von 0,08 bis mind. 1mm^2 gehen (so 0,3 bis 1,2mm> Durchmesser). Mehr wäre besser. Ausserdem sollte sie absolut zuverlässig> und ohne Nacharbeit funktionieren.>> Empfehlungen?
Tja, ich nehm da immer meinen Seitenschneider. Allerdings gehört
etwas Übung dazu, den nur soweit zusammenzudrücken, das der Draht
nicht beschädigt wird.
Gruss
Harald
OK, bei der Jokari findet sich folgende Bewertung auf der Conrad-Seite:
"Bei einigen weichen Litzen muss man 2 mal ansetzen (obere Hälfte
/untere) um die Isolierung zu entfernen, tut dem Ergebnis aber keinen
Abbruch."
und dann noch:
"Produkt arbeitet nur mäßig befriedigend, Entisolierung nicht immer
möglich"
Genaus sowas kann ich gar nicht gebrauchen, wenn das in Gefummel
ausartet dann kann ich gleich Fingernägel, Zähne oder den
Seitenschneider nehmen.
Moin,
Stripax, definitiv.
Das ist ein Spitzengerät und wenn Leute schlicht zu dusselig sind damit
umzugehen.... naja, Übung macht den Meister.
Die beiden Knipex Automatik Zangen sind auch Spitze, funktionieren nach
dem gleichen Prinzip.
Charmant ist übrigens auch, dass man bei den Teilen die Verschleißteile
mal erstzen kann, sprich wenn die Klingen nur noch "rupfen" tauscht man
die für Kleingeld aus und weiter.
--
SJ
> Getestet mit einem Telefonkabel mit starrem Leiter 0,4mm² und> Mikrofonkabel mit flexiblen 0,15mm² Leitern
Das nenn ich mal einen sorgfältigen Test. Mehr als einen Stern kann man
da natürlich nicht geben wenn das Ergebnis nicht einwandfrei ist. Die
anderen sechs, die allesamt je 5 Sterne vergeben haben, haben da wohl
nicht so genau hingeschaut. 5 oder auch 20 Jahre Arbeit mit einer Zange
reichen definitiv nicht aus um die Qualität zu beurteilen.
Stefan schrieb:> 5 oder auch 20 Jahre Arbeit mit einer Zange> reichen definitiv nicht aus um die Qualität zu beurteilen.
Na, kommt drauf an. Wenn es ein Elektriker war der immmer nur 1,5mm^2
Massivleiter abisoliert dann bringt mir die Erfahrung null, weil ich
28AWG Litzen abisolieren will.
> 5 oder auch 20 Jahre Arbeit mit einer Zange> reichen definitiv nicht aus um die Qualität zu beurteilen.
5 Minuten damit umgehen reicht aus um Schrott vom Nützlichen zu
unterscheiden.
Horst-Otto schrieb:> Genaus sowas kann ich gar nicht gebrauchen, wenn das in Gefummel> ausartet dann kann ich gleich Fingernägel, Zähne oder den> Seitenschneider nehmen.
Also von einzelnen Flachbandkabel-Leitern bis hin zu 2,5er
Installationsdraht hab ich mit dem Teil bis jetzt alles problemlos aufs
erste Mal abisoliert.
Ich könnt mich nicht beschweren. Mein alter Herr hat ne Stripax. Bei der
find ich die Ergonomie nicht so wirklich ausgereift. Das is aber auch
irgendwie Geschmackssache...
Sven Johannes schrieb:> Stripax, definitiv.> Das ist ein Spitzengerät und wenn Leute schlicht zu dusselig sind damit> umzugehen.... naja, Übung macht den Meister.
Bei mir ist eine Stripax seit bald 30 Jahren im Gebrauch. Ich kam sofort
damit klar und bin nach wie vor superzufrieden damit.
Äusserst roubustes Teil, bei dem ich lediglich einige Male den
Schneideinsatz wegen normaler Abnutzung tauschen musste. Lediglich bei
dünnen teflonisolierten Kabeln gibt es Probleme bei der Abisolierung.
Das Zeug ist halt einfach zu zäh.
Jo, kann auch die Stripax nur empfehlen. Habe die jetzt 20 Jahre, da
ging auch schon mal 4mm² durch :-)
Probleme allenfalls mit ganz dünnen Kabeln und alten Kabeln (alte
Verteilerdosen mit NYM)
Auf ner Messe bekamm ich mal ein Beutelchen mit Ersatzteilen und Klingen
geschenkt, habe nie was nachkaufen müssen :-)
Und wenn man sich mal überlegt, wie auf der Baustelle damit umgegangen
wird (fliegt schon mal von der Leiter oder aus 2m Entfernung in die
Werkzeugtasche kann man nur sagen : Hut ab, trotz viel Plastik)
ich kann die Stripax auch uneingeschränkt empfehlen.
Im Betrieb hatten wir ein älteres Modell, welches genauso aussieht wie
das rote Cimco-Modell (Davon ca. 8 Exemplare in Gebrauch):
Maulwurf schrieb:> http://www.markenmix.de/Elektro-Installation/Werkz...
Die Klingen sind leicht auszuwechseln, das Abisolieren problemlos.
Meistens waren das natürlich auch die üblichen 1,5mm^2, massiv oder
flexibel.
Eine der Zangen wurde mal zwischen einem Schiff und der Kaimauer
eingeklemmt und war danach am Stück gekrümmt wie eine Banane und
natürlich komplett blockiert.
Ich habe sie zerlegt und die zentrale Stahlplatte wieder geradegebogen,
die Zange hat daraufhin wieder genausogut wie alle anderen Exemplare
funktioniert.
Privat verwende ich die "Super No. 5" von weicon. Damit lässt sich
ebenfalls gut arbeiten, die Klingen sind allerdings nicht auswechselbar
und die Verriegelung rastet inzwischen nicht mehr richtig fest. Dafür
ist sie halt deutlich preisgünstiger.
Abgesehen davon, das ich im alltäglichen Abisoliergeschäft eher die
normale Abisolierzange verwende, kann ich die Stripax auch nur
empfehlen.
Von der Qualität ist das mitunter die beste.
Einige Elektriker schwören darauf und verwenden nur noch die Stripax.
Andere wie ich, sind eher die normalen Zangen gewohnt. Aber wenn man
sich mal an die Zange gewöhnt hat, ist die extrem gut.
iaoffline schrieb:> Die beste für kleine Drähte ist IMHO diese> https://www.buerklin.com/default.asp?event=ShowDvN...> gibt es aber nur bis 0,8mm²
Das kann ich betätigen. Ich benutze die für telfonisolierte dünne
Litzen. Da geht kaum was andres.
Allerdings passt ein Abisolierer nur für genau einen Drahtdurchmesser
:-(
Gruß Dietrich
Ich habe jahrelang immer nur einfache manuelle Abisolierzangen benutzt,
da mir die Stripax zu teuer war. Nachdem ich eine Stripax aber zwei
Monate lang in einem Praktikum benutzen konnte, war ich so überzeugt
davon, dass ich mir diese letztes Jahr selber zum Geburtstag geschenkt
habe. Und ich bin bisher noch nicht einmal enttäuscht worden davon.
Hauptsächlich arbeite ich mit dünneren Drähten um die 0,14mm^2,
natürlich manchmal auch dünner oder dicker. Und die Zange hat fast
jedesmal, ohne die Schneidtiefe einzustellen, auf Anhieb problemlos
funktioniert. :)
Wegen den vielen Plastikteilen würde ich mir keine Gedanken machen, denn
die Konstruktion ist wirklich sehr robust aufgebaut. Und die Funktion um
die Backen bei weiterem Durchdrücken automatisch wieder zu öffnen finde
ich mittlerweile auch sehr praktisch.
Ciao,
Rainer
Horst-Otto schrieb:> Fox Mulder schrieb:>> Und die Zange hat fast>> jedesmal, ohne die Schneidtiefe einzustellen, auf Anhieb problemlos>> funktioniert. :)>> Siehste, "fast" jedesmal finde ich scheisse. Vor allem bei dem Preis.> Willst du ein Auto das fast jedesmal anspringt?
Damit meinte ich eigentlich nur, dass ich die Tiefeneinstellung doch das
eine oder andere mal verstellen musste. Danach funktionierte sie aber
immer problemlos. zwischen 0,08mm^2 und 1,5mm^1 erwarte ich auch nicht,
dass immer die gleiche Einstellung problemlos funktioniert.
Du ziehst im Winter doch auch andere Reifen auf deinen Bentley als im
Sommer. ;)
Fox Mulder schrieb:> Damit meinte ich eigentlich nur, dass ich die Tiefeneinstellung doch das> eine oder andere mal verstellen musste. Danach funktionierte sie aber> immer problemlos.
Die Tiefeneinstellung funktioniert doch automatisch, oder nicht ... oder
meinst du die Längeneinstellung?
Ist die Isoliering bei dünnen Kabeln noch sauber geschnitten oder
ausgefranst?
Fox Mulder schrieb:> zwischen 0,08mm^2 und 1,5mm^1 erwarte ich auch nicht,> dass immer die gleiche Einstellung problemlos funktioniert.
Du gehst davon aus, dass deine Werkzeuge schlecht funktionieren? Du bist
ja der perfekte Kunde!
Fox Mulder schrieb:> Du ziehst im Winter doch auch andere Reifen auf deinen Bentley als im> Sommer. ;)
Den Winter verbringe ich auf meinem Jagdsitz in Sibirien, und da fahre
ich nur den Range Rover. Die erlegten Tiger würden nie in den Bentley
passen.
Leute, richtig cool wäre, wenn ihr Videos von euren Zangen auf Youtube
hochladen könntet, dass man das ganze mal in Aktion sieht :)
> Die beste für kleine Drähte ist IMHO diese> https://www.buerklin.com/default.asp?event=ShowDvN...> gibt es aber nur bis 0,8mm²
Volle Zustimmung
Für Installationsarbeiten mit Starren Leitungen die automatikzange von
Knipex und nen Abisoliemesser
Für Verdrahtungsarbeiten im Gerät oder für anschlußleitungen ein
Sortiment der oben Genannten und für den Mantel ein Skalpell
Horst-Otto schrieb:> Fox Mulder schrieb:>> zwischen 0,08mm^2 und 1,5mm^1 erwarte ich auch nicht,>> dass immer die gleiche Einstellung problemlos funktioniert.>> Du gehst davon aus, dass deine Werkzeuge schlecht funktionieren? Du bist> ja der perfekte Kunde!
Wenn ein Produkt mit der falschen Einstellung meistens trotzdem
funktioniert, ist das eher schlecht als gut?
Mit der richtigen Einstellung funktioniert es auch immer richtig....
Harald Wilhelms schrieb:> Wichtel schrieb:>> Eine der Zangen wurde mal zwischen einem Schiff und der Kaimauer>> eingeklemmt>> Nimmt man dafür nicht eigentlich Fender?> SCNR
Meist schon, das Schiff war allerdings mit umlaufender Vollgummileiste
ausgerüstet. Hat auch gereicht um die Zange ordentlich umzuformen. ;)
zinn schrieb:> Hallo,> weiß hier zufällig jemand wo man so eine Abisolierzange her bekommt?
Nicht wirklich...
So sah meine erste Abisolierzange in den 70igern aus, irgendwo vom
Wühltisch.
Bin damit überhaupt nicht klar gekommen, hab unmittelbar danach ein
anderes Billigmodell mit Stellschraube mitgeordert.
Das hats leidlich getan, bevor ich auf ner Messe eine funktionsfähige
Automatik mit einstellbarem Anpressdruck eingepackt habe.
Mittlerweile nutze ich eine Jokari und für feine Adern habe ich mir
heuer die Chinakopie einer Stripex zugelegt.