Überspannungs-/Verpolungsschutz für ICs

Gast #2487699
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Hi,

wegen einer Unachtsamkeit habe ich gestern meinen Atmega falsch rum an 
VCC und GND angeschlossen... Das Ding wurde ziemlich heiß und hat jetzt 
Macken (Lesen der Flashdateien geht z.B. nicht mehr, programmieren aber 
noch).

Damit mir sowas nicht nochmal passiert, würde ich gerne folgendes 
wissen:

Wie schützt man einen IC möglichst effektiv gegen Überspannungen und 
Verpolungen? Dabei würde ich gerne einen Schutzmechanismus haben, der 
sich möglichst lokal auf den IC(-Sockel) begrenzen lässt.

Mein Vorschlag wäre es, eine Diode in Sperrichtung (bei korrektem 
Anschluss ;) zwischen VCC und GND zu bauen, zusammen mit einer Sicherung 
an VCC (die Sicherung aber global), die bei 0.5A auslöst.

Schützt das die ICs zuverlässig vor Verpolungen, oder eher nicht? 
Überspannungen können ja erstmal aussen vor bleiben.

Gruß Jost
Gast #2487813
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MaWin schrieb:
> Der Rest der Welt kommt eigentlich klar mit "aufpassen".
>
> Sicherung und Diode diretk dranlöten ?
> Teurer als der IC ist das auch noch...

Also teurer finde ich das nicht - die Sicherung braucht man einmal pro 
Spannungsversorgung, und ne Diode kostet ~10 Cent. Der IC (nen Atmega168 
wars hier) kostet aber nen paar Euros.

Aber du hast natürlich recht, aufpassen ist die beste 
Sicherheitsmaßnahme, aber die klappt ja nicht immer :(

Gustl schrieb:
> Bis Deine Sicherung anspricht, ist Dein IC schon lange tot....

Meine Idee war, dass die Diode bei Verpolung enen Kurzschluss herstellt, 
fast der ganze Strom aufgrund des Innenwiderstandes des ICs durch die 
Diode fließt und dabei die Sicherung auslöst. Ich habe aber keine 
Ahnung, was so ein Microcontroller an Widerstand aufbringt, d.h. wie 
viel Stromm trotzdem durch den durch geht...

Gruß Jost
#2488024
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Nimm eine Leistungsschottkydiode, die den Kurzschlußstrom der 
Stromversorgung vertragen kann, und löte die zw. + und - "verkehrtherum" 
in den Sockel. Die bleibt mit ihrem Uf idR deutlich unterhalb der Uf's 
der vielen internen Dioden des µC.
Damit die Stromversorgung nicht hops geht, sollte natürlich eine 
Sicherung noch mit in die Leitung (oder ein R als Strombegrenzung, falls 
sinnvoll machbar - je nach nötigem Strom der µC-Schaltung).
#2488164
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@MaWin (Gast)
> und löte die zw. + und - "verkehrtherum" in den Sockel.
>Welchen Sinn soll das haben
>wenn man danach den IC verkehrtherum einsteckt ?

Das ist eben die Frage ...
So wie seine Frage "klang", will er letztlich die gesamte 5V-Schiene 
damit schützen will, und zwar durch "etwas" im Sockel, der die 
5V-Schiene "unter Kontrolle" hat ....
Klar - verkehrtherum reinstecken ist etwas diffizieler zu "händeln" ;-)
Eher unmöglich ....
Gast #2488193
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Es ging nicht ums verkehrt herum einstecken - das kriege ich noch hin. 
Das Problem in meinem konkreten Fall war, dass ich die 
Spanungsversorgung der Platine geändert habe, und dabei so blöde war, 
zwei Drähte (VCC + GND) zu vertauschen. Das ist war pure 
Unaufmerksamkeit, passiert aber mal. Und weil ich ein Spielkind bin, das 
öfter mal irgendwas umbaut (ich probier einfach nur mal rum mit uCs), 
könnte sowas durchaus öfter vorkommen.

Dass man das verkehrte Einstecken der ICs nicht wirklich abfangen kann, 
ist mir klar.

Abgesehen davon haben mich einfach mal Ansätze interessiert, mit denen 
man sowas verhindern kann - stellt euch vor, jemand schraubt eine 
Platine mit der Lüsterklemme in sein Auto und vertauscht dabei GND und 
Masse oder so.

Gruß Jost

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