Sinn von Sicken an bedrahteten Bauteilen

Gast #2519773
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Bei bedrahteten Bauteilen (z.B. Kondensatoren) gibt es Ausführungen mit 
und ohne Sicken an den Anschlußbeinen (Stichworte sind hier auch crimped 
leads, kinked usw.).

Wozu dienen diese Sicken? Um bei dem Wellenlöten die Bauteile auf einen 
definierten Abstand zu halten oder auch damit bei mechanischer 
Beanspruchung (z.B. mehrfache hin- und her biegen während der Montage, 
Vibrationen) die Beine nicht abbrechen?
Gast #2519986
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Gästle schrieb:
> Wozu dienen diese Sicken?

Sinnvoll sind sie vor allem bei Bauteilen, die keine definierte 
Standfläche haben, z.B. Tropfen-Tantals, Scheiben-Kondensatoren und 
Varistoren, manche Klein-Elkos - die bis zum Anschlag reinzustecken ist 
zwar nicht unüblich und funktioniert auch i.d.R., aber optimal ist es 
nicht, z.B. kann es leicht passieren, dass ein Draht abreisst, wenn man 
das Bauteil hin- und her biegt, etwa um es senkrecht auszurichten.

Bei Leistungswiderständen ist es besser, sie hochzustellen, damit sie 
nicht die Leiterplatte ansengen.

Gruss Reinhard
Gast #2520066
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Gegen Vibrationen ist das auch nicht schlecht. Mir brachte man eine
defekte NF-Verstärkerbox. Ich staunte nicht schlecht, als ich am 
Gehäuse-
boden einen "abgeschüttelten" Transistor fand. Der Kollege hatte Draht-
anschlüsse aus Messing und die Platine war senkrecht eingebaut.

Ich habe ihm dann die Beine geknickt und ihn neu eingelötet. Das war der
ganze Fehler, etwas Anderes ist nicht in Mitleidenschaft gezogen worden.

MfG Paul

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