Stromzange hat Ripple

Gast #2539388
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Bei der 100A-Stromzange A6303 habe ich in allen Meßbereichen einen
Ripple drauf. Der läßt sich nur vertreiben, wenn ich den PE am
Verstärker isoliere.
Die Zange kam von der Reparatur zurück und die Werkstatt sagte, daß dort
alles normal war.
Kann das an unserem Netz liegen?
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Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2539466
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faraday schrieb:
> ich lese eigentlich 50µs / 20kHz.
Lies nochmal die Periode des Signals ab...
Ein div (Kästchen) hat 50us. Die Periode ist 3/5 deines Kästchens also 
3/5 von 50us.

> harmlose Umgebung
Ein PC?

faraday schrieb:
> Das dürfte doch so eine High-Tec-Zange nicht beunruhigen.
Warum nicht? Wenn du die Kopplungsmechanismen (noch) nicht kennst...
Gast #2539522
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Hallo Lothar,
ja, es sind nicht ganz 50µs. Ich hatte nur vorher 150µs/6kHz gelesen und 
wollte die Größe korrigieren. Entweder wurde das noch geändert oder ich 
leide an Halluzinationen. Aber egal.
Das mit den 3/5 verstehe ich nicht.
Man weiß natürlich nie, aber ein PC kann doch die Zange nicht stören. 
Übrigens bekommt sie über das Koax ja auch PE vom Oszi. Ist schon sehr 
merkwürdig.
Moderator (Firma: Titel) Persönliche Seite #2539534
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faraday schrieb:
> ja, es sind nicht ganz 50µs.
Es sind sogar sehr viel weniger als 50us.

> Entweder wurde das noch geändert...
Das ist der Vorteil, wenn du angemeldeter User bist: du darfst deinen 
Beitrag nochmal korrigieren, solange keiner was anderes gepostet hat... 
;-)

> Das mit den 3/5 verstehe ich nicht.
Dein Oszi ist auf 50us pro Div eingestellt. Ein Div ist ein Kästchen. 
Und das Kästchen hat 5 Unterteilungen (das sind die Punkte). Damit hat 
jede der Unterteilungen 10us. Die Periode deines Signals ist 3 solcher 
Unterteilungen lang. Mithin also 30us und damit 3/5 von 50us...

> Man weiß natürlich nie, aber ein PC kann doch die Zange nicht stören.
Es kann sogar sein, dass wegen eines PCs kein Radioempfang mehr möglich 
ist. Der kann also schon so einiges...
Gast #2539603
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"Mit elektonischem Vorschaltgerät??? Dann halte mal ein Taschenradio in
die Nähe!"

Das sind hier alte Dinger, nur 50 Hz. Habe auch mal alle 
ausgemacht-keine Änderung. Sowas muß die Zange doch abkönnen, ich bitte 
Ihnen. Damit soll man Leistungselektronik messen.
Ich habe probehalber die Zange mit PE und den Oszi ohne betrieben, s.o.
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Gast #2539687
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faraday schrieb:

> Ich habe probehalber die Zange mit PE und den Oszi ohne betrieben, s.o.

Und wenn Du beides an den selben PE anschliesst? D.h. an die gleiche 
Steckdosenleiste.

Wenn die beiden PE's sich erst im Keller an der Wand treffen und 
Oszi+Amp durch das Koax direkt verbunden sind, dann hast Du da eine 
ordentliche Schleife aufgespannt, die einiges einsammeln kann.
Gast #2539728
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"Und wenn Du beides an den selben PE anschliesst? D.h. an die gleiche
Steckdosenleiste."

Die stecken direkt nebeneinander.

Was mich irritiert ist, daß sie in der Reparaturwerkstatt einwandfrei 
ging.
Gast #2539739
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"Steht im Datenblatt, das es diese beunruhigt."

Ich werde da nochmal gucken aber mit so einem Ripple in allen 
Meßbereichen kann man nicht vernünftig messen. Wenn das laut DB erlaubt 
ist, dann gute Nacht.
Gast #2539903
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"Wenn die Störquelle stark genug ist und der gesamte Messaufbau
schlecht genug, dann Arschkarte."

Es gibt hier keinen "Meßaufbau". Eine Stromzange liegt friedlich auf dem 
Tisch und der Verstärker steckt da, wo er hingehört-im Oszi.

Ich nehme das ganze Geschütz jetzt mit nach Hause und probiere da mal. 
Und wenn das alles nicht hilft, muß ich Berge von Application Notes / 
Datenblättern lesen-wollte ich eigentlich sparen.

Trotzdem danke für Eure Bemühungen.
#2539918
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Meine Herrn! Jetzt sieh doch mal ein, dass du deine "teure Messzange" 
das eben genau nicht "abkönnen muss", weil sie auch für 3000 Eur die 
Physik nicht umbiegen kann!
Du hast keine Ahnung von Messtechnik, keine Ahnung von EMI und sehr 
offensichtlich keinerlei Gefühl, was denn EIN MILLIVOLT überhaupt ist.
Es wäre also höchste Zeit, wenigstens zwei dieser Mängel zu beheben, 
weil sie unabdingbar sind für das Aufgabenfeld, das du leider Gottes 
beherrschen sollst.
Gast #2539949
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Ich verwenden dies Zange oft in Verbinsung mit AM503B. Bei 10mV/Div darf 
bei egal welcher einstellung am Verstärker kein so hoher Ripple zu sehen 
sein.

ABER: Du hast dein Scope hoffentlich auf 50Ohm Abschlus gestellt? Bei 
den meisten Teks TDS540 Serie (beim meinem TDS744A mit sicherheit) würde 
der Kanal 4 Mesbereich dann mit 10mVOhm angezeigt werden...
Gast #2539985
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Danke Michael H. für die aufmunternden Worte.

Da Du ja physikalisch so bewandert bist, kannst Du mir sicher den 
Unterschied in den beiden Diagrammen bei 3Adc schnell mal erklären.
Kann aber auch sein, daß Dir solche Genauigkeit genügt.


Bei 50 Ohm intern oder extern ändert sich nichts.
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Gast #2540071
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Die Zange oder Verstärker hat etwas. Ich verwenden auch oft tek Zangen 
und deren Verstärker. Die sind nicht so empfindlich das da eine EVG oder 
ein entfernter Umrichter so stört. Ich messe mit mehreren Zangen im 
Umrichter/PFC wo zig A fließen und das gibts definitiv keinen Ripple wie 
in den Scope bildern. Auch wenn die große Zange im nur 1A Bereich ist.

Hast du eine weitere für den Verstärker (zb kleine A6302)? Die TCP202 
brauch ja keinen.
Meine Erfahrung ist, dass meist die Verstärker Probleme machen. Einen 
Effekt wie hier mit dem PE hatte ich noch nicht.
Gast #2541059
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Hallo nochmal,

ich habe Zange und Verstärker mit nach Hause (Dorf) genommen-dasselbe in 
grün.
Dann habe ich hier in der Werkstatt mit 2m Koax experimentiert-da findet 
man Verlegungsbahnen, wo der Ripple fast weg ist. Das ganze geht auch 
bei ausgeschaltetem Verstärker. Übrigens kann man mit einer richtig 
großen Koax-Schleife (2m) auch den Ripple wegbekommen.
Auch 10m Schuko-Verlängerungsschnur helfen wegen größerem 
PE-Widerstand-ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
Weiß der Geier, woher die Störung kommt. Irgendwie sind`s 
PE-Ausgleichströme, aber warum? Wenn`s am schlechten Koaxkabel/Verschluß 
liegt, dürfte ja die PE-Unterbrechung nicht so wirksam sein.
Ich werde mir jetzt noch neue Koaxkabel in verschiedenen Längen 
machen-mal sehen, was da so rauskommt.
Gast #2541287
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faraday schrieb:

> Auch 10m Schuko-Verlängerungsschnur helfen wegen größerem
> PE-Widerstand-ist natürlich nicht im Sinne des Erfinders.
> Weiß der Geier, woher die Störung kommt. Irgendwie sind`s
> PE-Ausgleichströme, aber warum?

Dann guck Dir doch mal am kürzlich reparierten Gerät den Netzfilter und 
die Y2-Kondensatoren an. Vielleicht hat's da jemand gut gemeint und was 
nachgerüstet, das im Originalschaltplan nicht vorkommt.
Gast #2542534
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prinzipiell scheint das zu funktionieren. Bei manchen Schalterstellungen 
war ein DC-Offset da, aber diesen Tip werde ich auf alle Fälle im Auge 
behalten.
So +/-200mV scheint das Ding zu bringen, bei 500mV war dann Schluß. Im 
100mV-Bereich relativieren sich natürlich die PE-Probleme. Muß mal 
sehen, ob das alles gesund für Zange+Verstärker ist, bzw. die 
Genauigkeit leidet.
Gast #2542568
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>Bei manchen Schalterstellungen war ein DC-Offset da, aber diesen Tip >werde ich 
auf alle Fälle im Auge behalten.
Und bei Degaussen/Abgleichen geht der Offset nicht weg?

>Muß mal sehen, ob das alles gesund für Zange+Verstärker ist, bzw. die
>Genauigkeit leidet.
Die Zang leidet nicht. Auch dem Verstärker macht es nichts, er clippt 
einfach. Ja er wird nichtlinear wenn man ihn nahe an die Grenzen 
steuert.

Was den Zanen/Verstärker richtig weh tut, ist degaussen unter Last. Und 
hoher Überlast der zange. Da ist es egal wie der versätker eingestellt 
ist.
Um mit großen Zangen (wenn man nur ein A630XL zur Hand ist) kleine 
Ströme zu messen kann man auch mehrfach ein Kabel durch die Messöfnung 
führen.

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