Hallo,
ich möchte für mein Modellauto ein Tanksensor bauen.
Meine Idee, Zwei Kabel hineinstecken, je nach füllstand müsste sich ja
der Widerstand der drähte ändern, die Frage ist nur, ist das gefährlich?
kann sich das Benzin dadurch enzünden?
oder gibt es vielleicht Tanksensoren in miniformat fertig zu kaufen?
müssten sehr klein sein, da der tank ja nur 500ml fast und ich nicht den
ganzen Platz für den Sensor verbrauchen möchte ;)
würde mich auf eine antwort freuen....
gruß
Stichwort Zündfähiges gemisch.
Der Tank füllt sich zwar mit Luft, aber das Luft-Benzindampf-Gemisch ist
denke ich zu fett, es würde sich nicht entzünden.
Außerdem braucht es eine offene Flamme oder sehr hohe Temperaturen um
Benzin zu entzünden. Eine glühende Zigarette reicht zum Beispiel ja auch
nicht aus um Benzin zuentzünden.
also rein praktisch würd ich jetzt behaupten, dass in einem benzintank
meist garnicht genug luft ist, damit du da irgendwas entzündet bekommst
->
es sei denn, der tank wäre komplett leer, und du bildest wirklich nen
zündfunken zwischen deinen kontakten.
soweit mir bekannt, redet man im ExSchutz davon, leistungen auf 25mW zu
begrenzen
bin mal gespannt, was die pros dazu sagen.
mfg
meine zweite idee wäre ein ultraschallsensor nur leider sind die meisten
die ich gefunden habe zu groß oder benötigen mindestens 10volt, die habe
ich bei ein modell nicht, das läuft mit 4-6volt je nachdem ob akku leer
oder voll.
Ist es wirklich Benzin mit dem das Modellauto betrieben wird?
Für die Glühkerzenmotoren sind es Metanol und Nitromethan.
Bei diesen Gemischen ist die Zündfähigkeit sicher ganz anders.
Gruß JensM
>naja das passiert ja zwangsweise, wenn das benzin verbraucht wird füllt>sich ja der rest des tankes mit luft ;)
Nein, eben gerade nicht! Der Dampfdruck von Benzin ist derart enorm, daß
er jegliche Luft aus dem Tank drückt. Nur wenn der Tank fast völlig leer
ist, können sich gefährliche Gemische bilden. Schau dir mal an, wie
übliche Tanksensoren aussehen und arbeiten...
ja, ich habe ein 1:6 Benzin Modell mit 30ccm Hubraum, es wird mit 1:25
Zweitakt Gemisch gefahren.
Das Nitromethan zeug, verwendet man nur bei kleinen Modellen in Maßstab
1:8 und kleiner.
Ein Schwimmer (mit Dämpfung) tut sowas fast überall.. oder evtl. geht
auch ein Ultraschallsensor im Deckel (wie weit ist die
Flüssigkeitsoberfläche weg?)
habe noch eine dritte, idee ein durchflussmengenmesser, hat da
vielelicht jemand eine idee wo ich ein kleinen her bekomme? die die man
so bei conrad usw... bekommt sind ja nicht grade klein ( im verhältnis
wieviel platz man eben bei so ein kleinen modellauto hat )
Stefan schrieb:> naja aber in benzin ist ja immer etwas wasser dadurch sollte es doch> leitfähig sein oder?
Nein. Du kannst aber einen kapazitiven Sensor bauen, der sich
ausnutzt, dass epsilon_r des Kraftstoffs größer ist als der von
Luft: zwei parallele Drähte haben folglich bei vollem Tank eine
größere Kapazität als bei leerem. Problematisch ist aber, dass
Benzin (falls es wirklich welches ist) extrem schwappt; außer im
Stillstand wirst du also keine ruhige Anzeige hinbekommen.
Solange die möglichen Ströme, die durch die Drähte im Extremfall
fließen können, so gering sind, dass da nichts glühen kann, kann
sich auch nichts entzünden.
also der sensor sieht schonmal gut aus, muss ich mir nur noch ein
passenden schwimmer und geäuse dafür bauen, aber das sollte nicht das
problem sein, werde gleich mal an der drehbank ein test starten.
Stefan schrieb:> habe noch eine dritte, idee ein durchflussmengenmesser
Ah, ein Tropfenzähler. :-)
An sowas hatte man sich bei Trabant und Wartburg seinerzeit versucht.
Das Ding hatte den Namen "Mäusekino" weg, weil es eigentlich nur
anzeigte, dass man beim Tritt aufs Gaspedal mehr Kraftstoff braucht.
Überleg' dir mal, wie gering die Mengen sind, die man damit zählen
muss bei einem Modellauto.
Kommt noch hinzu, wenn du daraus den Füllstand ermitteln willst, musst
du die Durchflussmenge über die Zeit integrieren; der Fehler der
Mengenmessung kumuliert bei dieser Integration.
Hab mich auch schon mal gefragt ob man mit dem:
http://de.rs-online.com/web/p/hall-effekt-sensor/6807119/
so etwas realisieren kann.
Es ist ein linearer Hall Sensor. Die Frage ist, wie groß und welcher Art
ein Magnet sein muss um einen Messbereich von 1-15cm abzudecken. Geht
das überhaupt so weit? Oder noch weiter?
Hat da jemand Erfahrung?
Ja, ich hab das mal probiert, das geht, man kann Magneten aus einigen 10
cm Abstand noch messen. Aber das ist dann eben auch genauso empfindlich
auf umliegende Stahlteile, die das Erdmagnetfeld ändern. Und bewegen
darf sich die Anordnung natürlich auch nicht, weil man eben
hauptsächlich das Erdfeld misst.
Spann doch einfach einen Widerstandsdraht von unten nach oben und einen
Schwimmer mit Kontaktfeder drumrum, so ähnlich sehen die alten
Kraftstoffstandgeber auch aus. Ich würde das mit möglichst wenig
Elektronik machen, also rein Analog mit solcherart Poti. Du hast ja in
diesem Fall einen richtigen Motor mit Zündanlage nehme ich an, da sind
mächtig fette Spitzen im Netz.
Irkan
Deine Selbstbauideen in allen Ehren, aber du bist nicht allein mit dem
Hobby. Erfahrungsgemäss braucht man keine permanente Anzeige. Ein Timer
reicht völlig aus um nicht liegenzubleiben. Evtl. muss man das mit
Versuchen ermitteln. Aber die 1/5er fahren eh länger wie einem lieb ist
;-)
Mein Methanoler hustet einmal wenn der Sprit knapp wird, dann fahre ich
direkt raus. Beim Rennen halt mit Timer..