Hallo, gestern (14.02.) sah ich auf Sat1 den (schleimigen) Meier mit seiner Akte-Sendung. http://www.sat1.de/tv/akte/sendungen/akte-20-126 Im letzten Beitrag ab ca. 35:20 wurde behauptet, dass sich JEDER Flachbildfernseher mit einem Zusatzgerät (~100€) zum 3D-Gerät aufrüsten liesse. Näheres, wie Gerätebezeichnung oder Bezugsquelle, wurde merkwürdigerweise nicht angegeben. Weiss hierüber jemand mehr? Danke Dave
Dave Trescher schrieb: > dass sich JEDER > Flachbildfernseher mit einem Zusatzgerät (~100€) zum 3D-Gerät aufrüsten > liesse. sind diese rot-grün Papp-Brillen wirklich so teuer ;-) ???????
Alle können heute 100Hz und DVI. Nehme einen 3D Stream, wandle diesen so um das abwechselnd alle 50Hz das Bild für's linke und rechte Auge angezeigt wird und synchronisere dazu eine Shutterbrille. Gruß hagen
Hagen Re schrieb: > Alle können heute 100Hz und DVI. Nehme einen 3D Stream, wandle diesen so > um das abwechselnd alle 50Hz das Bild für's linke und rechte Auge > angezeigt wird und synchronisere dazu eine Shutterbrille. > > Gruß hagen Die frage ist dann nur wie die Qualität dabei ist, Stichwort: Ghosting. nur weil der Fernseher 100Hz hat (was imo für Shutterbrillen schon untere grenze ist) heißt das nicht das die Pixel nach 10ms nicht mehr "Nachleuchten". Für Heimkino-Fans ist 2 Beamer + Polfilter immer noch das beste.
Benjamin xyz schrieb: > Für Heimkino-Fans ist 2 Beamer + Polfilter immer noch das beste. Dürfte schwierig werden, die Bilder zweier Beamer pixelgenau übereinanderzulegen.
@ J.-u. G. (juwe) >> Für Heimkino-Fans ist 2 Beamer + Polfilter immer noch das beste. >Dürfte schwierig werden, die Bilder zweier Beamer pixelgenau >übereinanderzulegen. Na dann schraub deine Beamer mit Mikrometerschrauben aus dem Baumarkt an die Wand ;-)
J.-u. G. schrieb: > Benjamin xyz schrieb: >> Für Heimkino-Fans ist 2 Beamer + Polfilter immer noch das beste. > > Dürfte schwierig werden, die Bilder zweier Beamer pixelgenau > übereinanderzulegen. Kann es sein das du noch nicht so ganz verstanden hast wie 3D funktioniert? Die Bilder "pixelgenau" übereinander zu legen ist garnicht nötig. Bei den nvidia-stereo3D Treibern die vor 2004 draußen waren gab es z.b. eine Tastenkombination um im Spiel die Einzelbilder nach auseinander oder zusammen zu schieben um den Kreuzungspunkt der "Linsen" im Raum einzustellen. Eine Verschiebung der Einzelbilder auf der 2D-Leinwand ist einfach nur ein verschieben des 3D-Bildes nach vorn bzw. hinten. 3D gezockt hab ich schon vor 4-6 Jahren mit nem 40€ Röhrenmonitor + 10€ Shutterbrille von ebay. Die heutigen 3D-Fernseher (letztes Jahr Cebit) waren da kaum besser in Sachen Qualität.
Benjamin xyz schrieb: > Die Bilder "pixelgenau" übereinander zu legen ist garnicht nötig. Bei > den nvidia-stereo3D Treibern die vor 2004 draußen waren gab es z.b. eine > Tastenkombination um im Spiel die Einzelbilder nach auseinander oder > zusammen zu schieben um den Kreuzungspunkt der "Linsen" im Raum > einzustellen. Und damit hat man zwei Beamer betrieben? > Eine Verschiebung der Einzelbilder auf der 2D-Leinwand ist > einfach nur ein verschieben des 3D-Bildes nach vorn bzw. hinten. Das sieht doch aber nur gut aus, wenn die beiden Bilder auf der Leinwand hinsichtlich Größe und optischer Verzerrung sehr gut übereinstimmen (Unterschiede müssen kleiner sein als eine projizierte Pixelgröße). Ansonsten variiert die Stereobasis innerhalb des Bildes, was dazu führt, dass einige Bereiche des Bildes näher erscheinen als andere. Ich bin mir nicht sicher, ob das die Optiken, die in üblichen Beamern verbaut sind, leisten können. Weiterhin müssten Temperatur- und Alterungseinflüsse beider Beamer ziemlich identisch sein. > 3D gezockt hab ich schon vor 4-6 Jahren mit nem 40€ Röhrenmonitor + 10€ > Shutterbrille von ebay. Ein Monitor, der abwechselnd linkes und rechtes Bild anzeigt, hat diese Probleme natürlich nicht.
J.-u. G. schrieb: > Benjamin xyz schrieb: >> Die Bilder "pixelgenau" übereinander zu legen ist garnicht nötig. Bei >> den nvidia-stereo3D Treibern die vor 2004 draußen waren gab es z.b. eine >> Tastenkombination um im Spiel die Einzelbilder nach auseinander oder >> zusammen zu schieben um den Kreuzungspunkt der "Linsen" im Raum >> einzustellen. > > Und damit hat man zwei Beamer betrieben? Ja, die Leute der "Szene" damals die das nötige Kleingeld hatten weil sie keine Schüler mehr waren haben das so gemacht. Das ist nicht umsonst die Technik die auch in den meisten 3D-Kinos angewendet wird. Shutterbrillen bei 100Hz sind doch nach einiger Zeit ganzschön ermüdend für das Auge. J.-u. G. schrieb: > Das sieht doch aber nur gut aus, wenn die beiden Bilder auf der Leinwand > hinsichtlich Größe und optischer Verzerrung sehr gut übereinstimmen > (Unterschiede müssen kleiner sein als eine projizierte Pixelgröße). > Ansonsten variiert die Stereobasis innerhalb des Bildes, was dazu führt, > dass einige Bereiche des Bildes näher erscheinen als andere. Naja die Beamer sollten schon vom gleichen Typ sein und Helligkeit gleich eingestellt, aber pixelgenaue Überlagerung ist unnötig. Bei so einem von-2D-auf-3D-hochgerechnet Mist kann es sein das dadurch das Bild ein bisschen schärfer wirkt aber bei gutem 3D gibt es kaum Bildbereiche die exakt in der Ebene liegen in dem sich die Aufnahme-Optiken kreuzen.
Hagen Re schrieb: > Alle können heute 100Hz und DVI. Nehme einen 3D Stream, wandle diesen so > um das abwechselnd alle 50Hz das Bild für's linke und rechte Auge > angezeigt wird und synchronisere dazu eine Shutterbrille. Gerade 100Hz sollten für 3D eigentlich tötlich sein. Denn wenn es ein 100Hz TV ist, heisst das ja der er selbst die 100Hz aus den Eingangsbildern (50Hz/60Hz) berechnet. Und diese Berechnung weiss nichts von 3D, manscht also die schön getrennten Bilder wieder zusammen.
Jörg S. schrieb: > Hagen Re schrieb: >> Alle können heute 100Hz und DVI. Nehme einen 3D Stream, wandle diesen so >> um das abwechselnd alle 50Hz das Bild für's linke und rechte Auge >> angezeigt wird und synchronisere dazu eine Shutterbrille. > Gerade 100Hz sollten für 3D eigentlich tötlich sein. Denn wenn es ein > 100Hz TV ist, heisst das ja der er selbst die 100Hz aus den > Eingangsbildern (50Hz/60Hz) berechnet. Und diese Berechnung weiss nichts > von 3D, manscht also die schön getrennten Bilder wieder zusammen. Hm. Ich denke das hängt dann von dem Virtaul-3D-Gerät ab. Wenn ich es konstruieren müsste dann würde ich mit einem Framebuffer arbeiten der eine Frameratenanpassung durchführt die aus den zB. 60Hz DVI-Daten am Eingang ein 100Hz oder 120Hz Ausgangs-DVI-Datenstrom macht. Aber das wäre ja nur relevant wenn man mit Shutterbrillen arbeitet. Sind es dagegen Rot/Grün Brillen dann könnte man per Verdopplung der Pixelanzahl und mit gleicher Framerate am Ein- zu Ausgang arbeiten. Denn dann wird ja aus einem Farbpixel zb. 4 neue Farbpixel aber mit Rot/Grün Stich um den 3D Effekt zu erzielen. Davon abgesehen kenne ich diese Zusatzgeräte immer nur als Geräte die mit HDMI/DVI arbeiten, also zwingend einen echten 100Hz Monitor benötigen. Aber letzendlich ist es so wie ich es schonmal sagte: Vergleichbar mit dem Virtual-Quadro-Dolby-Sound der 80'er bei dem man aus dem L/R Stereo Stream ganz einfach die Differenzsignale zwischen L/R kanal auf zwei zusätzliche Lautsprecher gab. Die verbesserte Variante filterte dann per DSP noch bestimmte Frequenzbereiche raus. Letzendlich also "Lug & Trug". Gruß hagen
Hallo zusammen, ich kenne mich mit der 3D-Technik nicht besonders gut aus, aber mir ist aufgefallen, dass ständig von 3D gesprochen wird, wobei es sich doch in Wirklichkeit lediglich um stereoskopisches Material handelt (Der Begriff "3D" ist reichlich dick aufgetragen). Mir ist auch nicht bekannt, dass es schon echte 3D Geräte gibt, oder weiß da jemand Genaueres? Echtes 3D wäre in meinen "Augen" ein System, welches auch ein korrektes 3D Bild generiert, so wie wenn ich vor einer realen Szenerie stünde. Das bedeutet freilich, dass ich beliebige Punkte im Tiefenverlauf mit den Augen fixieren/scharf stellen kann, was bei der stereoskopischen Technik nicht geht. Gruß
Jonny Obivan schrieb: > ich kenne mich mit der 3D-Technik nicht besonders gut aus, aber mir ist > aufgefallen, dass ständig von 3D gesprochen wird, wobei es sich doch in > Wirklichkeit lediglich um stereoskopisches Material handelt (Der Begriff > "3D" ist reichlich dick aufgetragen). Was denkst du wie es mir geht wenn ich bei nem 5.1 Lautsprecherset "3D Surround Sound" lese. Das ist nichtmal richtiges 2D, das ist höchstens eine gebogene Dimension.
Ich hatte diese Diskussion eröffnet. ABER: Leider hatte/konnte mir niemand meine Kernfrage beantworten. Nämlich, ob es denn tatsächlich möglich ist mit einem Zusatzgerät JEDEN Flachbildfernseher zu einem 3D-Empfänger aufzurüsten, wie in dem dargestellten Link behauptet. Wenn ja, was ist das für ein Gerät, wo zu erwerben? Vielen Dank Dave
ist dieses Gerät gemeint? http://www.youtube.com/watch?v=8hk9bQhcwr0
Wahrscheinlich. Allerdings liegt das in einer Preisregion, die schon wieder unatraktiv ist: http://www.curtpalme.com/3DTheatre.shtm Mit einer Brille 640$, also etwa 480 Euro. Das ist doch etwas von den 100 Euro bei Akte 2012 entfernt. Dafür kann man heutzutage einen kompletten 3D-Fernseher kaufen. Haben die bei Akte nur falsch recherchiert oder wissen die was, was der Rest der Welt noch nicht weiß?
Habe mir gerade nochmal den Akte-Beitrag genauer angesehen; bei 35:29 ist das Gerät ziemlich deutlich zu sehen. Es handelt sich offenbar um den König 2D to 3D-Konverter, den es z.B. bei Amazon gibt: http://www.amazon.de/VIDEOKONVERTER-BRILLE-TECHNIK-CINEMA-EFFEKT/dp/B006OK9OEI Der liegt zwar ungefähr in dem versprochenen Preisrahmen, ist aber IMHO praktisch nicht zu gebrauchen: Er arbeitet nämlich mit Anaglyphentechnik; d.h. mit den bekannten Rot/Blau-Brillen. So etwas wird sich heutzutage wohl kaum noch jemand freiwillig antun. Über die Qualität der Akte-Recherchen mag sich jeder selbst ein Urteil bilden...
Manfred Freise schrieb: > König 2D to 3D-Konverter Prima, das war genau die Antwort die ich brauchte, danke. Also ist das Teil nicht zu gebrauchen, ganz im Gegensatz zum Bericht im Akte-Quatsch. Auf der Amazon-Seite wird etwas Ähnliches von AEG (digitale 3-D TV Box) gezeigt und dieses Wundergerät hat auch Kundenbewertungen, die fast alle vernichtend sind. http://www.amazon.de/AEG-DVK-4628-Digitale-TV-Sendungen/dp/B005QMV6GO/ref=pd_cp_ce_0 Aber das ist mal wieder typisch für den genannten Privatsender: miesester Journalismus. Dave
Dave Trescher schrieb: > Aber das ist mal wieder typisch für den genannten Privatsender: > miesester Journalismus. Nein als Journalismus getarnte Werbung! neudeutsch Product Placement Das ist etwas grundverschiedenes Ein mieser Schmierfink weis es nicht besser. Eine miese Redaktion missbraucht das Vertrauen ihrer sogenannten "Kunden" im Auftrag ihrer wahren Kundschaft. siehe da (1998wejou/werbungjournalismus) http://www.bubenhofer.com/publikationen/1998wejou/werbungjournalismus.html Namaste
Was wundert Ihr Euch? Das ist "Privat"fernsehen, das ist dafür da, genau so zu sein.
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