Wälzlager für Ulta Hoch Vakuum

Moderator Persönliche Seite #2551697
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Michael m. schrieb:
> Es wird nur immer ein wenig per Hand bewegt, da hoffe ich, dass es auch
> ohne Schmierung funktioniert.

Wälzlager benötigen (im Gegensatz zu Gleitlagern) die Schmierung
nicht für den Betrieb, sondern vorrangig als Korrosionsschutz.
(So zumindest die Aussage unseres damaligen Konstruktions-Profs.)
Damit solltest du an dieser Stelle kein Problem bekommen.
#2551734
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Michael m. schrieb:

> Es wird nur immer ein wenig per Hand bewegt, da hoffe ich, dass es auch
> ohne Schmierung funktioniert.

Und wieso brauchst Du dann ein Wälzlager? Gleitlager werden in
diesem Bereich wesenlich häufiger benutzt u.a. weil sie präziser
sind. An das Quietschen wegen der fehlenden Schmierung gewöhnt
man sich schnell. :-)
Gruss
Gruss
Harald
PS: Ich weiss zwar nicht, was Du unter UHV verstehst, aber es gibt
auch Schmiermittel für den Vaccuum-Bereich.
OP (Firma: irgendeine) #2551770
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Es sollte so wenig Spiel wie möglich haben, um eine sehr hohe 
Wiederholgenauigkeit zu erreichen. Und da dachte ich, dass Gleitleger 
eher mehr Spiel haben. Magnetlager denke ich sind völlig ungeeignet.
Die Welle ist Horizontal, und es wird ein schätzungsweise rund 2 
Kilogramm schwerer Anbau an der Welle sein, der gedreht wird.
Hab schon bei FAG nachgefragt, aber bis ich eine Antwort bekomme wird es 
noch ein wenig dauern.
Gast #2551887
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Weshalb sind Magnetlager ungeeignet. 2kg sind garkein Problem bei 
Widerholgenauigkeiten im µm Bereich. Zudem lässt sich die Welle komplett 
einhausen, was ja für den Betrieb im Hochvakuum von Vortreil wäre. Sind 
höchstens etwas kostenintensiver.
Gast #2552081
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@Michael

ja Stromversorgung ist Notwendig. Die elktrischen Verluste fallen aber 
besonders bei schweren Rotoren deutlich geringer aus als die 
Reibverluste. Das ist aber für deine Anwendung wahrscheinlich nicht 
relevant, da du ja nur von wenigen Umdrehungen von Hand gesprochen hast.
Allerdings sind Magnetlager für den Einsatz im Vakuum, wie bereits 
erwähnt geradezu prädestiniert.

@all

sicherlich kann man Bruchteile von Nanometern messen aber welche 
Relevanz sollte das im Bezug auf eine gelagerte Welle haben?
#2552182
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der_präsident schrieb:

> @all
>
> sicherlich kann man Bruchteile von Nanometern messen aber welche
> Relevanz sollte das im Bezug auf eine gelagerte Welle haben?

Nichts, aber einige Grundkenntnisse der Meßtechnik helfen vielleicht
für die Endscheidung, ob Wälz- oder Gleitlager. Wir haben früher
immer gesagt, ein Kugellager "rumpelt" von einer Kugel zur nächsten,
da ja schliesslich alle Kugeln einen etwas anderen Durchmesser haben.
Ein Magnetlager halte ich für "ein wenig per Hand bewegt" für über-
triebenen Aufwand. Sowas hatten wir für 200.000 U/min in unseren
Turbomolekularpumpen. Übrigens glaube ich nicht, das man im UHV-
Bereich echte Drehdurchführungen realisieren kann. Das geht m.E.
höchstens als Magnetkupplung.
Gruss
Harald
OP (Firma: irgendeine) #2552236
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Welche Turbopumpe hat 200.000 U/min? Unsere haben meistens 60.000U/min.

Also Drehdurchführungen mit Katzenschwanzantrieb (oder wie das heißt), 
sind schon UHV Tauglich, die Teile sind bei uns überall verbaut. Sie 
haben auch keinen Spalt, der gedichtet werden muss, sind aber nicht für 
hohe Geschwindigkeiten geeignet.

Mir geht es aber nur um die Lager nicht um Durchführungen.

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