Hallo zusammen,
ich habe von einem Laptop das LCD Display aufgehoben in der Hoffnung es
mit etwas Bastlerei an einen VGA / DVI oder anderen Ausgang anzuklemmen.
Habe mich vor einem Jahr schon mal eingelesen und was ich weiß ist, dass
das Signal digital sein muss, nicht wie beim VGA Ausgang analog.
Auch die Stromversorgung sollte mit 5V Wechselspannung geregelt werden,
weil die Flüssigkristallzellen sonst zu warm werden.
Das Ganze war in einem Sony Vaio eingebaut, ist ein 15" WXGA Monitor wie
er auch im Compaq Pressario X1300 verbaut war. Typ VGN-A215M
Anschluss sieht folgendermaßen aus:
40 poliger Stecker
Pin Nr - Kabelfarbe
1 - blau
3 - rot
5 - schwarz
7 - schwarz
9 - blau
10 - schwarz
11 - weiß
12 - schwarz
13 - blau
14 - schwarz
15 - weiß
16 - schwarz
17 - blau
18 - schwarz
19 - weiß
20 - schwarz
21 - blau
22 - schwarz
23 - weiß
28 - schwarz
30 - rot
32 - rot
34 - rot
36 - rot
38 - schwarz
40 - schwarz
Die Anschlussbelegung ist etwas komisch, auf der einen Seite befinden
sich die geraden Zahlen und auf der anderen die Ungeraden.
Warum mache ich mir soviel Arbeit?
Nun, ich studiere Maschinenbau und würde gerne mehr von Elektronik
verstehen - zumindest hoffe ich, dass ich durch das Bastelprojekt einen
etwas tieferen Einblick bekomme.
Leider habe ich hier fast kein Werkzeug, wenn ich nach Hause komme,
nehme ich das Display mal aus dem Gehäuse raus um zu sehen wo was
angeklemmt ist.
Was die Sache vllt. einfacher macht: ich habe zuhause eine Art
Industrie-PC mit eingebautem LCD Display - evtl. passt der Anschluss
oder ich kann den größeren daran anschliessen.
Was meint ihr?
gruß
Nico
waldrallye schrieb:> Auch die Stromversorgung sollte mit 5V Wechselspannung geregelt werden,> weil die Flüssigkristallzellen sonst zu warm werden.
Ich habe gerade auf den Kalender gesehen, 1. April ist heute nicht.
auf deutsch gesagt: vergiss es. Deine Kenntnisse reichen nicht um sowas
durchzuziehen.
Übrigens das TFT Panel verfügt über einen 30 Pin Anschluss. Vermutlich
ist in deinem Sony ein 2 Lampen Panel eingebaut.
Thomas
nana, wer will denn da die Flinte gleich ins Korn werfen?
Wollte erstmal Infos zusammentragen, was man dafür so braucht bzw welche
Signale man wie verarbeiten muss, damit sowas geht.
Gehen tut das wohl: http://www.youtube.com/watch?v=q0mnvHI8HPw
Von der technischen Seite (löten, verdrahten etc.) sehe ich absolut kein
Problem.
Das Problem ist natürlich nicht unlösbar, aber dazu braucht es etwas
mehr Ahnung von der Materie, als Du in Deinem ersten Beitrag zu erkennen
gegeben hast.
Ist Dir schon was zum Aprilscherz eingefallen?
Würdest Du die Forensuche benutzen, könntest Du auf Hinweise treffen,
wie vorzugehen ist. Du brauchst eine Elektronik, die der in normalen
Desktopmonitoren entspricht, die also ein VGA- oder DVI-Signal an das
vom TFT-Panel erwartete LVDS-Signal anpassen.
Dazu brauchst Du noch eine Stromversorgung für die
Hintergrundbeleuchtung des TFT-Panels, wenn es eine CCFL-Beleuchtung
hat, nennt man die "Inverter".
hi
entschuldige, aber ich habe das Thema ein Jahr ruhen lassen und erstmal
das was ich an Infos zur Hand hatte aufgeschrieben.
Mittlerweile habe ich hier im Forum ein Thema zum LVDS Interface
gefunden und werde mich über die Semesterferien mal etwas damit
auseinandersetzen.
An sich ist es nur ein Bastelprojekt mit dem Hintergedanken das in einem
Tutorial zu veröffentlichen, wie man ein LVDS Display aus einem Laptop
noch irgendwie irgendwo weiterverwenden kann.
Vielen dank für eure Mithilfe!
Also nur um dir ein paar Anhaltspunkte zu geben:
TFT Panels werden mit 3.3V DC betrieben bei 5 V AC wirds ganz lustig.
Für den Inverter brauchst du 12..19V und natürlich diverse Steuersignale
(Enable, PWM)
http://www.alibaba.com/product-gs/490269416/VGA_to_LVDS_convertor_for_TFT.html
das ist die Schaltung die dein VGA nach LVDS konvertiert sowas wurde
auch in deinem Youtube Video verwendet.
Googlen nach VGA2LVDS bringt erstaunliches zu Tage
Wenn Du dich in einem Jahr eingearbeitet hast funktioniert das dann
eventuell
Thomas
Hallo,
habe mir in der Zwischenzeit eine Grafikkarte (genau genommen sinds zwei
von Kontron) ersteigert, die einen internen LVDS Anschluss hat. der ist
zwar von den Abmessungen her nicht passend, aber immerhin passt ein IDE
Kabel von einem Diskettenlaufwerk - also 34 Phasen. Nach genauem
Hinsehen habe ich gesehen, dass die Schnittstelle, die ich brauche zwar
vorgesehen (angezeichnet) aber nicht aufgelötet ist. Sprich entweder
löte ich mir mit einem Floppy IDE Kabel eine Art Adapter oder ich löte
die Schnittstelle auf die Karte. Woher bekommt man sowas??
Habe ungeschickterweise das Mainboard vom Laptop entsorgt :/
Nochmal zum Display, es hat einen Inverter im Deckel vom Laptop mit
eingebaut.
Auf der Rückseite steht der Hersteller nebst genauem Typ:
Hitachi TX39D80VC1GAA
Lese gerade die PDF die bei der Grafikkarte beilag, dort ist die Rede
von einem JILI Connector, so heißt das Gegenstück, das zum LCD Display
geht.
hier mal ein Bild von der Karte:
http://de.kontron.com/images/pr_trades/pr/115/kopr0426_blank.jpg
Allerdings hat meine auf der Rückseite keine Anschlüsse
Hab auch schon n Verwendungszweck für das Ding:
Wenn mir ein Desktopgehäuse in die Hand fällt, wird der LCD dort einfach
aufgepflanzt (habe noch die Scharniere vom Laptop!) und fertig.
Jili ist das Jumptec intelligent lvds interface. Congatec als Nachfolger
sollte dazu was haben, Kontron sowieso.
Hast du die Software um das Paneltiming zu konfigurieren?
Erstaunlich. Ich habe vor ein paar Wochen einen Thread gesehen, bei dem
ein Maschinenbaustundent ein Notebookdisplay anschließen wollte. Deja-vu
würde ich sagen....
Tja erst nachgucken, dann informieren, dann kaufen (oder auch nicht).
Aber lernt sowas schnell (die Steigung der Lernkurve ist stark abhängig
vom Preis, wobei schon kleine Beträge zu starkem Ärgern führen können).
Besonders lustig wirds, wenn dann die Kabel zum Display geschnitten und
auf eine Platine gelötet wird, dann gehts ans fröhliche
Kurzschluss-Suchen.
Gruß Jörg
* falls jemand den Witz daran nicht versteht - bei neueren Displays
werden Koaxialkabel verwendet, die wie ein normaler Draht aussehen. Der
Stecker dient gleichzeitig zur Verbindung der Signalmasse.
Sebastian schrieb:> Ist denn überhaupt sicher, daß das Display LVDS Anschluß hat?
Das ist ein WXGA-Display, das hat eine zu hohe Auflösung, als daß das
parallel angesteuert werden könnte.
Außerdem steht auf der von nico verlinkten Seite
(http://www.panelook.com/modeldetail_parameter.php?id=3425) daß das
Display LVDS verwendet.