Hallo Leute,
für ein Projekt würde sich eine Starrflex super anbieten. Leider wollen
unsere Lieferanten sofor das Layout für eine Aussage, vorher gibts
nischt.
Ich aber Layoute nicht bevor ich nicht die Kosten einschätzen kann. Wenn
ich vonn eine 160x100 FR4 4fach , 4x35u, ausgehe , wieviel Prozent ist
eine Starrflex in etwas teurer ?
Danke
Zum Beispiel habe ich schon mit Würth gesprochen und mit GET, aber die
wollen eine "fertige" Platine für ihr Angebot. Wir hingegen wollen aber
erst dann diese Technik "einlayouten" wenn wir die Mehrkosten
gegenrechnen können. Da wir noch niemals mit Starrflex gearbeitet haben,
stehen uns keinerlei Erfahrungen zu Seite.
Deiner Antwort entnehme ich, dass nich unbedingt eine 100x160 Platine
einmal in "normal" und einmal in "starrflex" gemacht wird. Sondern die
Starflex durchaus in Bereiche "normal" und "flex" unterteilt ist und
daher die Kosten varrieren ?
Danoch sind wir der Meinung, dass es ein Hersteller im Ansatz möglich
sein muss, eine Kostenabschätzung zwischen 4fach FR4 100x160 und 4fach
FR4 mit Starrflex oben machen kann - nur nicht will.
Aber hier nochmal die Randparameter. 100x160 FR4 4fach Layer, 35 35 35
35u, die komplette Platinenform (Rechteck) wird gebraucht. Unser
jetziger Ansatz, die Platine "durch 3 teilen" Stapeln und über
Flachbandkabel verbinden. Flex bietet dies auch, aber ohne 4xStecker und
2xFlachbandkabel+Stecker.
Wie gesagt die Hersteller wollen - bis jetzt - ein fertiges Layout und
Projektname und Stückkosten ... das übliche.
Gruß
Bei Starrflex sind halt die Einrichtungskosten wesentlich höher als bei
Multilayer.
4-fach-Multilayer gibts ja heutzutage schon für ´nen Appel und ein Ei.
Ich würde mal folgendes Schätzen:
4 Lagen Starrflex : Einrichtungskosten ca. 300-500 Euro mehr.
Leiterplatte kostet halt auch etwas mehr, das kann ich aber nicht genau
sagen, das hängt stark von der Stückzahl ab.
Das fällt aber bei Stückzahlen nicht mehr so drastisch ins Gewicht.
Mann muß aber auch dagegenrechnen:
- Kabelkonfektion fällt weg
- Prüfung der Kabelkonfektion fällt weg, Baugruppe kann schon komplett
getestet geliefert werden.
- Montage der Kabelfällt weg
- Weniger Teile im Lager
Was ich schon öfter gemacht habe:
3-Lagen-Starrflex, also 2-Seitige Leiterplatte, eine Flexlage
auflaminiert.
Da kann man schön eine GND-Plane in die Mitte legen, auf der starren
Seite Bestücken und ist von den Kosten auch noch recht moderat dabei.
Hersteller: Ilfa, Häusermann, Contag...
Bei Häusermann muss man aber aufpassen, wenn mann gleichzeitig noch
Microvias verwenden will. Das geht bei denen nur bis zu einer bestimmten
Größe.
Bei Starrflex empfehle ich, die Kontur am besten vom Mechaniker in 3D
zeichnen zu lassen (als "Blechteil") und sich daraus gleich eine
Abwicklung geben zu lassen, die man ( leider nicht mit Eagle) gleich als
Leiterplattenkontur importieren kann.
Hallo Willi,
Du kannst davon ausgehen, dass die Starrflexlösung immer teurer ist als
die über Flachbandkabel verbundenen Einzelplatinen. Das Kabel und die
Stecker kosten nur wenige Cent, die Starrflex-Leiterplatte kann aber
auch mal schnell 50-100% teurer sein als ein Dreierset im Nutzen.
Im Übrigen sollte aber auch Würth in der Lage sein, ein Angebot
abzugeben. Mach eine ordentliche Skizze der LP, pack den gewünschten
Lagenaufbau dazu und schreibe die Randbedingungen auf. Damit sollten die
schon was anfangen können.
Gruß,
Peter
Willi schrieb:> Deiner Antwort entnehme ich, dass nich unbedingt eine 100x160 Platine> einmal in "normal" und einmal in "starrflex" gemacht wird. Sondern die> Starflex durchaus in Bereiche "normal" und "flex" unterteilt ist und> daher die Kosten varrieren ?
genau da liegt der knackpunkt. der platinenhersteller kann das
verhältnis flex zu starr nicht wissen und daher braucht er die
platinendaten.
ich hab unserem hersteller eine handskizze des platinenentwurf geschickt
und einen groben schaltungsentwurf incl grober stückliste.
Hast Du auch schon an Semiflex gedacht? Da wird im Gegensatz zu
Starrflex keine flexible Folie auf die Platine auflaminiert, sondern nur
das vorhandene FR4 dünngefräst.
Ist wesentlich billiger, hat jedoch mehr Einschränkungen in Hinsicht auf
Beweglichkeit, Biegezyklen.
Würth macht so etwas, KSG auch...
> genau da liegt der knackpunkt. der platinenhersteller kann das> verhältnis flex zu starr nicht wissen und daher braucht er die> platinendaten.
Nicht wirklich.
Da bei Starrflex die gesamt Fläche mit der Flexfolie laminiert ist,
reicht dafür schon mal die Aussenabmessung bzw. ein Preis pro
Quadratdezimeter.
Da die starren Teile zwar auf 2 Arten hergestellt werden können,
EInzelstücke einzeln auflaminiert oder ein grosses Stück und der Rest
weggefräst, kann er hier nur von dem grossen Stück ausgehen und muss
wissen wie viel er etwa fräsen muß.
Eurokarte in 3 Bereiche reicht da eigentlich.
Die grösseren Schwierigkeiten entstehen nun bei Multilayer, wenn der
Flexanteil mit der Starrplatine durch Durchkontaktierungen verbunden
wird. Platine ohne diese Verbindungen, wo also das flexible Laminat
nachträglich auf die starre Platine auflaminiert wird, sind saubillig,
während das durchkontaktieren es sehr teuer macht.
Ich nehme an, WilliWillsWissen braucht hier Durchkontaktierungen und
wird deswegen bei den Preisen rückwärts überkippen.
Bei Lieferanten gilt: Wer keine Preise nennen will, ist eh zu teuer.
Hallo MaWin,
Ja
Ja und
Ja und
schade, dass die Hersteller wohl den Markt an China verloren haben.
Daher "schä..en" sie sich hier Prise zu nennen. Anders kann ich mir das
Verhalten nicht erklären.
Die Anzahl der Fräskonturen, der Lagenaufbau (wieviele Flex-Lagen, außen
oder innen liegend), Flexmaterial und verwendetes Klebesystem sowie
evtl. Auftrag von Speziallacken lässt sich schwer über den groben Daumen
kalkulieren. Dazu brauchst du eine genauere Spezifikation der Platine
inkl. Biegeradien.
Wenn das Ganze weniger als 5 Biegezyklen sieht (sprich: nur zum Einbau
der Flexteil erforderlich ist), dann ist Starrflex überdimensioniert.
Dafür gibt es Semiflex mit 5-10 Biegezyklen. Dabei kommen auf die Kosten
der normalen Leiterplatte "nur" Zusatzkosten für die entsprechenden
Tiefenfräsungen drauf.
> schade, dass die Hersteller wohl den Markt an China verloren haben.> Daher "schä..en" sie sich hier Prise zu nennen. Anders kann ich mir das> Verhalten nicht erklären.
Ich hab auch die Erfahrung gemacht: Die Leute die man typischerweise am
Telefon hat können nichts anderes machen als konkrete Angaben in den
Computer tippen und der spukt dann einen Preis aus. Fragen wie, wie viel
Aufpreis es typischerweise kostet 2 verschiedene Blind Vias zu haben
ggü. nur einer Art (nur 5% oder eher 50%) können die nicht beantworten.
Zwei konkrete Beispiele in den Computer hacken (160x100, Lagenaufbau,
etc.) und die Preise nennen, auf dieser Ebene konnte mir der Verkäufer
am Telefon dann weiter helfen.