Hi Leute,
wohnt einer von euch in Nürnberg und kann etwas Neutrales über die Stadt
erzählen?
Von der Größe her (500000 Einwohner) spricht es mir sehr zu, da ich in
einer kleineren Stadt aufgewachsen und fürs Studium in eine Großstadt
gezogen bin. Auch die Infrastruktur mit den öffentlichen
Nahverkehrsmitteln scheint sehr gut zu sein.
Ich habe mir auf youtube einen Imagefilm angeschaut und war/bin sehr
beeindruckt. Vor allem dieser Mix aus diesem Altmodischen und dem
Neumodischen gepaart mit den Seen und den Wäldern finde ich sehr
attraktiv.
Natürlich sind Geschmäcker verschieden und es wird viele geben, die dort
nicht leben wollen würden.
Deshalb sind mir eure Meinungen/Argumente wichtig. Aber damit meine ich
auch wirklich Argumente/Meinungen und keine sinnfreien Troll-Beiträge :D
Vielen Dank und Gruß
Es heißt "Nermberch". Die Bratwörscht sind klein. Ansonsten kenne
ich da einige, als Stadt zum Leben auf jeden Fall ok. Den Begriff
"Großstadt" halte ich für Nermberch für etwas gewagt. Mach es.
Danke schonmal, Joachim.
Na ja, ich komme aus ner Stadt mit 80000 Einwohnern. Dort gibt es 2
Clubs und sonst nur Bars :D
Und außer nem Bus als Verkehrsmittel ist da nicht viel... :(
Da find ich sowas wie Nürnberg schon interessant :)
Aber du hast recht: Im Vergleich zu HH, Berlin oder so ist es natürlich
nicht so groß :)
Joachim Drechsel schrieb:> Lomann schrieb:>> Was genau soll er denn machen?>> Weiß ich nicht. Er traut sich aber nicht. Also los ;)
:D haha, herrlich :)
Na ja, für meine Abschlussarbeit bin ich gerade in eine Stadt gezogen,
über die ich mich vorher nicht genau informiert habe. Nun habe ich in
nem halben Jahr ne neue Chance :)
War in Nürnberg vor drei Jahren während meines BPS !
Die Stadt hatte mir sehr gefallen, kann man vieles Unternehmen, was auch
Architektur angeht schön anzusehen.
Errinere mich wollte dort in eine Bar, hatte übers Internet gefunden.
Die Bar befand sich neben der Frauentormauer. Ich war durch die Stadt
gelatscht und hatte unterschiedliche Leute gefragt wie ich zu dieser
Strasse komme. Die meisten hatten mich komisch angeschaut, hatte erst
nachher erfahren, als ich dort angekommen war, dass bei dieser
Frauentormauer die ganze Puffs Nürnbergs zu finden waren.
Hi Dennis,
> Errinere mich wollte dort in eine Bar, hatte übers Internet gefunden.> Die Bar befand sich neben der Frauentormauer. Ich war durch die Stadt> gelatscht und hatte unterschiedliche Leute gefragt wie ich zu dieser> Strasse komme. Die meisten hatten mich komisch angeschaut, hatte erst> nachher erfahren, als ich dort angekommen war, dass bei dieser> Frauentormauer die ganze Puffs Nürnbergs zu finden waren.
:D
Dennis M. schrieb:> Die Stadt hatte mir sehr gefallen, kann man vieles Unternehmen, was auch> Architektur angeht schön anzusehen.
Ja, Kultur scheint Nürnberg einiges zu bieten. Ich finde dieses
"Altmodische" echt attraktiv und gemütlich. Sieht die ganze Stadt so aus
(bzw. größtenteils) oder sind das "nur" die typischen Touristengegenden?
Z.B. hier
http://www.reisehummel.de/images//1012/Grossbild/gross_nuernberg_copyright%20DZT%20Andrew%20Corwin.JPG
Wenn ich mir mal Fotos von Nürnberg raussuche, die mehr als nur 1 Haus
zeigen, dann scheint dieses Altmodische wirklich dominierend zu sein,
oder?
http://www.franken-wiki.de/images/thumb/b/bf/Metropolregion_N%C3%BCrnberg.jpg/600px-Metropolregion_N%C3%BCrnberg.jpg
Wenn ich mir jetzt mal ein Bild des Flughafens angucke, ist das ja wie
eine völlig andere Welt:
http://www.billig-am-flughafen-parken.de/pic/nuernberg_terminal_wide.jpg
Sieht so modern aus und passt gar nicht zum Rest. Oder täusche ich mich
da?
Danke und Gruß
Die Stadt ist riesig. Soweit ich mich errinere geht eine riesige
altmodische Mauer um die Stadt herum, und das meiste was drinne ist,
wurde vor langer Zeit errichtet. Sagen wir mal so, ich würde da
jederzeit hinziehen, wenn ich die Wahl hätte. Du musstr selbst mal dort
vorbeischauen, um einen ersten Eindruck zu bekommen.
Gruß
Dennis
Und es gab mal 50 Motorradhersteller in N, dazu eine Rennstrecke in
der Stadt (Norisring). Ganz brauchbares Bier.
Wenn ich nicht schon un Franken wäre würde ich hinziehen ;)
Nürnberg ist eine sehr schöne, bes. gemütliche Stadt. Ich bin da oft auf
Messebesuch (Embedded World). Es gibt so viele Einkaufsmöglichkeiten in
der Stadt, eine toller ÖPNV (Tram, Bus, Bahn, Flughafen). Die
Architektur ist oft sehr modern und mit Technik verspielt. Die Tram
(Strassenbahn) fährt übrigens autonom. Das kannte ich zuvor auch noch
nicht. Als Embedded Entwickler ist die Gegend natürlich sehr
interessant, es gibt im Umkreis viele Firmen in dem Bereich.
Wie es dort auf Dauer ist, wenn man dort lebt, dass weiss ich allerdings
auch nicht :-)
Dennis M. schrieb:> nachher erfahren, als ich dort angekommen war, dass bei dieser> <b>Frauentormauer</b> die ganze Puffs Nürnbergs zu finden waren.
Das ist ja mal ein passender Name.
Dennis M. schrieb:> Soweit ich mich errinere geht eine riesige altmodische Mauer um> die Stadt herum,
Genau genommen geht die Mauer um die Altstadt. Heute ist die Stadt
natürlich wesentlich größer.
> und das meiste was drinne ist, wurde vor langer Zeit errichtet.
Das stimmt nicht ganz, denn 1945 wurde die Altstadt zu >90% zerstört,
aber zumindest im Umfeld der Burg wurde darauf geachtet, beim
Wiederaufbau den alten Stil beizubehalten.
Wenn du her kommst erscheint dir Nämberch groß, aber du wirst schnell ne
Übersicht bekommen und merken dass sie sehr überschaubar ist, aber
trotzdem viel zu bieten hat. Die Frauentormauer heißt so weil da schon
seit eh und je die Mädels waren, der Name kommt nicht von ungefähr. Die
Bar die dort gesucht wurde war vermutlich das Stars&Stairs, was ich sehr
empfehlen kann. Bars und Clubs hat die Stadt vieles zu bieten wenn man
daran interessiert ist. Infos was so los ist gibts hier: www.curt.de
Kulturell ist auch sehr viel geboten, auch einige Großevents von denen
etliche sogar kostenlos sind: Blaue Nacht, 2x Klassik Open Air im Park,
Altstadtfest, Weihnachtsmarkt, Nachtflohmarkt, Nacht der Wissenschaften,
Rock im Park, Norisring Rennen und natürlich der Club (1.FCN) der dieses
Jahr ganz sicher NICHT absteigt!
Die Mieten sind hier im Vergleich zu Städten wie Stuttgart oder München
als niedrig zu bezeichnen, die Gehälter trotzdem recht gut.
Wer ernsthaft Arbeit sucht kann sich gerne an mich wenden, unsere Firma
sucht laufend neue gute Mitarbeiter und ich würd sogar ne Prämie
bekommen von der ich auch was abgeben könnte :-)
Ich wohne jetzt seit 10 Jahren hier und habs nie bereut.
Der Flughafen mag modern sein, aber lächerlich klein. Er ist nicht
international. Wenn man interkontinental fliegen will muss man trotzdem
nach Frankfurt oder München. Oder mit einem Zubringerflieger von
Nürnberg zu nem anderen großen Flughafen in Europa.
KrasseScheisse schrieb:> Krass.>>>> Altmodische Häuser und einen modernen Airport in einer Stadt?>>>> Wie geht das zsamm? Hexenwerk!
Alles Planung!
Die haben auch die Müllverbrennung mitten in der Stadt plus Kraftwerk in
Sandtreuth!
Alles zentral gelegen!
Dafür haben die auch ne U-Bahn gebraucht (D-land kleinste Großstadt mit
eigener U-Bahn). Dafür haben die ihr bestausgebautes Straßenbahnnetz zum
"Grünfeld plus Eisenschienen = ideales Hundeklo" (Ergebnis eines
hochpreislichen Ideenwettbewerbes) umfunktioniert.
Musterbeispiel in der Äusseren Bayreuther Str. zu bestaunen.
Da man ja Rekordhalter sein will und der Club seit 40 Jahren nix mehr
bringt, muß man halt der Rekord "Höhste Arbeitslosigkeit in Bayern"
gehalten werden. Dafür wurden auch die Fahrer in der U-Bahn abgeschafft.
Wg. den hohen Personalkosten! Mit der eingesparten Kohle wollen die
Nuermberga ihre Schulden in ca. pi mal Daumen 30 Mio Jahren eingespart
haben. Solang muß also ihre Klein-U-Bahn durchhalten.
Nürnberg, da sieht man die Abstammung der Menschheit jeden Tag!
Stephan S. schrieb:> Die Frauentormauer heißt so weil da schon seit eh und je die Mädels> waren, der Name kommt nicht von ungefähr.
Diese Erklärung erscheint zwar naheliegend, ist aber leider falsch.
Die Frauentormauer ist nach dem Frauentor benannt, das sich beim
Handwerkerhof befindet, also weit weg vom Rotlichtviertel. Das Frauentor
hat seinen Namen wiederum daher, daß dahinter früher ein Frauenkloster
lag, von dem heute noch die Kapelle St. Klara übrig ist.
Nürnberg wäre eine Stadt die mich auch interessieren würde. Vllt ziehe
ich mal da hin. Vieeeeeeeeeel günstiger als München, dennoch gute Jobs
und gute Verdienstmöglichkeiten. Für mich als Landei ist sogar Nürnberg
schon eine Riesenstadt. Ich denke Nürnberg ist eine der Städte, wo das
Gehalt-Preis-Leistungsverhältnis mit eines der Besten ist in Deutschland
für Ingenieure. Vllt noch in einigen Städten im Ruhrgebiet. In München
jedenfalls hat man als Durchschnittlicher Entwicklungsing einen niederen
Lebenstandard als Durchschnittsarbeitnehmer im bayrischen Wald.
Mir sagte mal ein zugezogener Nürnberger "Franke wird man erst in
dritter Generation." Es soll wohl etwas schwieriger sein, dort Anschluss
zu finden.
Oder: Wann ist eine Kneipe voll?
Köln: Wenn auf jedem Platz jemand sitzt.
Nbg: Wenn an jedem Tisch einer sitzt.
fchk
Frank K. schrieb:> Oder: Wann ist eine Kneipe voll?> Köln: Wenn auf jedem Platz jemand sitzt.> Nbg: Wenn an jedem Tisch einer sitzt.>> fchk
sagt man im Schwabenland auch, dafür ist es hier teuer. Gibts nen
irgendwo eine Region in Deutschland, wo die Menschen offen sind wie in
Köln, aber Mieten und Hauspreise sehr human sind und es dennoch halbwegs
passable Jobs für Ings gibt ?
Ok, wieder was dazu gelernt mit der Frauentormauer. Bin ja auch kein
eingeborener Nürnberger, musste aber nicht wirklich weit zureisen.
Das mit dem guten Preis/Leistungsverhältnis was Verdienstmöglichkeiten
vs. Lebenserhaltungskosten betrifft seh ich auch so.
Und nein, der Club steigt nicht ab. Auch wenns Freitag ist, da gibts
keine Diskussion! Haben die eigentlich noch den Titel "Rekordaufsteiger"
(= Mannschaft die am häufigsten von allen deutschen Vereinen auf und
auch abgestiegen ist...)? Ein fragwürdiger Titel :-)
Ein weiterer Pluspunkt: bisher waren die Nürnberger nicht so dämlich
eine Umweltzone einzuführen und zu denken damit könnte man die
Feinstaubbelastung senken.
Kraftwerk und Müllverbrennung mitten drin oder nah dran? Hat auch
Vorteile: weniger Verluste bei der Stromübertragung und die
Müllfahrzeuge müssen nicht wer weiß wo hin fahren. Z.B. in eine
Thermoselect Müllverbrennungsanlage die 50km weiter steht, Millionen
verschlungen hat und nie in Betrieb ging...
Stephan S. schrieb:> Z.B. in eine>> Thermoselect Müllverbrennungsanlage die 50km weiter steht, Millionen>> verschlungen hat und nie in Betrieb ging...
Na, kannste doch auch näher haben, fahr in den Fürther Hafen, da steht
der Rest vom "Schwelbrandverfahren" der KWU aus Erlangen. Hat auch
Millionen gekostet und ist nie in Betreib gegangen!
R. Max schrieb:> Das stimmt nicht ganz, denn 1945 wurde die Altstadt zu >90% zerstört,> aber zumindest im Umfeld der Burg wurde darauf geachtet, beim> Wiederaufbau den alten Stil beizubehalten.
Ok, das wusste ich nicht. Hatte aber den Eindruck gehabt.
Gruß
Dennis
Frank K. schrieb:> Mir sagte mal ein zugezogener Nürnberger "Franke wird man erst in> dritter Generation." Es soll wohl etwas schwieriger sein, dort Anschluss> zu finden.
Das gilt aber eher für Dörfer, wo jeder jeden persönlich kennt, und auch
noch fast alle miteinander verwandt sind.
In den Eifeldörfern war es bisweilen so, heute aber auch nicht mehr
tragisch. Meine Eltern wurden dort erst nach 20 Jahren voll in der
Dorfgemeinschaft anerkannt, und zwar, als sie ein altes Haus kauften.
Das war der springende Punkt. Erst dann gehört man feste dazu. Sie waren
vorher seltene Fremde, die man an einer Hand im Ort abzählen konnte.
Die Großstadt wird eher anonym sein. Das ist in Köln, Bonn, und Trier
so, wo ich schon war, und sicherlich in Nürnberg nicht sehr viel anders.
Köln besteht übrigens aus geschätzt 80% Zuwanderern nach dem WW2. Da ist
alleine deswegen nicht viel los an Stichhaltigkeit, Einheimischer oder
Ureinwohner sein. Wie ist denn dieses Verhältnis in Nürnberg? Das war
doch ebenfalls mal ziemlich ausgebombt, und wuchs nach dem WW2 sicher
drastisch durch Zuwanderung.
Nürnberg ist aber auch die Stadt, die mich an den südlicheren deutschen
Regionen am ehesten interessieren würde. Evtl. sogar die ländliche
Region drum herum. Franken und Eifeler wird sich auch kaum sehr
unterscheiden. ;-) Der Mietspiegel liegt ähnlich wie Berlin oder Trier.
In Roth ein paar km südlich war ich in der Grundausbildung des
Wehrdienstes. Es war dort landschaftlich ähnlich wie meine Gegend hier,
und mir ging es draußen in Feld und Wald ganz gut.
Industrie in Innenstädten: Köln hatte in Kalk bis vor ein paar Jahren
die CFK. Chemische Fabrik Kalk. Ein Kunstdüngerwerk der BASF. Nur eines
von vielen Beispielen. Mann, war es da dreckig, alle Häuserfassaden
schwarz. Auch die Fettschmelze, Tierabfallverwertungsanlage vom
Großschlachthof. Hat einen größeren Straßenzug Wohngebiet in K-Nippes
ziemlich verstunken, allerdings ist das weniger giftig. Bevor ich das
Werk mal von innen kannte, wurde mir bei Kunden in der Nähe immer
ziemlich übel, und ich schaute, daß ich schnellstens weg kam. Ja, ich
bekam eines Tages einen Auftrag im Werk selbst, und mir schwebten schon
so Dinge wie Arzt oder Kündigung im Kopf. Ich war auch bereits der
zehnte Kollege, neun vor mir waren schon wegen Übelkeit kollabiert. Aber
dann: Halb so schlimm. Mich besuchte dort keine Betriebsaufsicht bzw.
Bauleiter, hatte freies Arbeiten nach Belieben wie noch nie. ;-)
Im Schlachthof das selbe, von vorne: Der, der Mittags immer die drei
fettesten Steaks auf dem Teller brauchte, lief als erster raus, sich
übergeben. Das war für ihn der erste vegetarische Tag im Leben. ;-)
hinz schrieb:> In Nürnberg gibt es den Christkindlesmarkt und Lebkuchen.
Und die Nürnberger Rostbratwurst.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Und die Nürnberger Rostbratwurst.
Gottseidank nicht nur eine.
Da ich vorbelastet bin, kann ich mich nicht neutral äußern.
Aber noch ein paar Punkte:
- im Schnitt trockener und wärmer als im deutschen Schnitt
- Essen und Trinken gut und günstig
- genügend Brauereien in Franken, um den Industriedreck nicht trinken zu
müssen
- Weingegend auch nicht weit weg
- geniale Landschaften drumrum (Fränkische Schweiz etc.)
- ggf. gewöhnungsbedürftige Sprache
- recht freundlicher Menschenschlag, auch wenn sie es zu verstecken
suchen
- es wird viel gemeckert, da darf man gerne mit machen.
(man sollte aber das Gemecker über Franken und Nürnberg den
Eingeborenen überlassen)
Wer alte Häuser und Geschichte mag: es gibt im mehr oder weniger nahen
Umland noch viel mehr als nur Nürnberg.
Klaus Wachtler schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Und die Nürnberger Rostbratwurst.>> Gottseidank nicht nur eine.>> Da ich vorbelastet bin, kann ich mich nicht neutral äußern.>> Aber noch ein paar Punkte:> - im Schnitt trockener und wärmer als im deutschen Schnitt> - Essen und Trinken gut und günstig> - genügend Brauereien in Franken, um den Industriedreck nicht trinken zu> müssen> - Weingegend auch nicht weit weg> - geniale Landschaften drumrum (Fränkische Schweiz etc.)> - ggf. gewöhnungsbedürftige Sprache> - recht freundlicher Menschenschlag, auch wenn sie es zu verstecken> suchen> - es wird viel gemeckert, da darf man gerne mit machen.> (man sollte aber das Gemecker über Franken und Nürnberg den> Eingeborenen überlassen)>> Wer alte Häuser und Geschichte mag: es gibt im mehr oder weniger nahen> Umland noch viel mehr als nur Nürnberg.
Das ist eine sehr gute kurze Zusammenfassung von Nürnberg!
Ich bevorzuge aber die fränkischen Bratwürste dann doch...
Zum Thema alte Häuser sind auch noch Rothenburg odT, Dinkelsbühl,
Bamberg und Regensburg nicht sooo weit weg.
Nur eines wollte ich noch zum Statement "ggf. gewöhnungbedürfte Sprache"
sagen: horch amol, do wennsd di ned glei schleichsd! wer ned miidreedn
konn sollerd aafach sei babbm haldn!
Merke: in Fränkisch gibts nur 2 Wörter mit hartem T, das eine ist Walt
und das andere Semft. :-)
Ein kleines Lexikon für Geschäftsfränkisch (was will uns der Kollege aus
Franken damit sagen?) gibt hier:
http://www.bundesland-franken.de/geschaeftsfraenkisch.html
Hi,
ich danke euch sehr für eure Beiträge.
Ich finde, dass Nürnberg sehr spannend klingt. Ich werde wohl mal fürn
WE hin und mir selbst ein Bild davon machen. Aber hoffentlich ist es
endlich mal etwas, wo Stadt und Arbeit zu passen scheinen :)
Gruß,
al3ko
War im Spam Filter, hab sie eben beantwortet.
Jetzt die Stadt ansehen wäre etwas düster weil nichts grün ist.
Vielleicht solltest noch einen Monat warten bevor du her kommst.
Vielleicht wäre der Abend der blauen Nacht ja ein guter Termin, da wäre
dann auch gleich was los.
al3ko schrieb:> Ja, Kultur scheint Nürnberg einiges zu bieten. Ich finde dieses> "Altmodische" echt attraktiv und gemütlich. Sieht die ganze Stadt so aus> (bzw. größtenteils) oder sind das "nur" die typischen Touristengegenden?> Z.B. hier http://www.reisehummel.de/images//1012/Grossbild/gross_nuernberg_copyright%20DZT%20Andrew%20Corwin.JPG
Der Eindruck täuscht. Das auf dem Bild ist unsere Kaiserburg. Rechts der
Sinwellturm. In der Altstadt (also innerhalb der Mauern) findet man noch
einige Fachwerkhäuser und andere Relikte.
Aber gefühlte 95% der Stadt sehen "neu" aus. Nach 1945 erbaut.
Wenn du dir Bilder von Nürnberg aus dem II. WK ansiehst weißt du auch
warum.
Wenn du auf "altmodisch" stehst, dann musst du nach Bamberg gehen.
Dort kamen (keine?) / kaum Bomben runter und die Altstadt sieht
fantastisch aus. Mit dem Auto bist du von Bamberg in 30min in Nürnberg.
Günter M. schrieb:> Dort kamen (keine?) / kaum Bomben runter
Wozu auch, alles kriegswichtige (z.B. Boschwerk) hat man in Bamgerg
rechtzeitig in mittelalterlichen Bierkellerstollen bombensicher
unterirdisch versteckt.
> Mit dem Auto bist du von Bamberg in 30min in Nürnberg.
Das kann aber teuer werden ;-)
Kurz hinter Forchheim ist Tempo 120 angesagt, ab Erlangen dann 100, um
Fürth herum und nach Nürnberg rein auch mal 80. Ich habe in Erlangen
studiert und auch mal in N gearbeitet. Wenn die A73 leer ist, schafft
man's in einer halben Stunde von BA zur TechFak (ER Südgelände), nach N
muß man schon 45min rechnen. Wenn man fährt, wenn alle fahren, gerne
auch doppelt so lange.
Stephan S. schrieb:> Nur eines wollte ich noch zum Statement "ggf. gewöhnungbedürfte Sprache"> sagen: horch amol, do wennsd di ned glei schleichsd! wer ned miidreedn> konn sollerd aafach sei babbm haldn!
red ned bled daher, i bin do ah anner.
(Wobei ich teilweise <=50% aus Rothenburg stamme, aber ist ja auch noch
Franken)
Nett finde ich auch die Ecke südlich von N:
Schwabach, Roth, Spalt etc. - insbesondere im Sommer ist die fränkische
Seenplatte (nein, ausnahmsweise nix zum Essen) nicht zu verachten.
anscheinend gibt es ganz schöne viel SENFler hier
(für nicht eingeweihte: Schwabach-Erlangen-Nürnberg-Fürth).
Ich selbst finde einige Ecken in Fürth auch sehr schön, insbesondere
den Teil der Altstadt mit den vielen Kaffees, Kneipen etc.
Un die Fürther Kirchweih nicht zu vergessen.
Das Wohnen soll in Fürth auch recht günstig sein.
Weiterhin hat das ganze Franken auch sehr viele schöne Ecken zum
Motorrad-Fahren.
Viele Grüße aus Erlangen,
Thomas
Joachim Drechsel schrieb:> Korrekt. zB der Spessart ;)
und Oberfranggn (ehem. Grenzland), die Oberpfalz,
das ist alles weniger voll als die Standardstrecken mit den
Möchtegernrennfahrern und Knieschleifern.
fahre eine VX800 :-)
(noch neun Jahre, dann gibts theoretisch ein H-Kennzeichen)
Oberpfalz ist lustig. Im September ist da wieder Ostbocktreffen bei
Konnii am Reichhartsschacht (zwischen Regensburch und Amberch).
Fahre eine Dnepr MT11 und Guzzi SP 1000 (beide Gespann).
Klaus Wachtler schrieb:> ich könnte jetzt schon eines haben (R90S)
Ah ! Der Dnepr-Nachbau :-)))
Klaus Wachtler schrieb:> ich könnte jetzt schon eines haben (R90S)
von der hatte ich mal ein riesiges Poster im Zimmer, (ich denke während
des Studiums), das ist ein wirkliches schönes Mopped.
Klaus Wachtler schrieb:> red ned bled daher, i bin do ah anner.
Ahsu, sooch des hald glei. Nix füa unguad!
Zuckerle schrieb im Beitrag #2576609:
> Gibt es eigentlich noch das Gelände wo vor 1945 die> Betriebsfeiern und Mitgliederversammlungen abgehalten> wurden ?
Ja, so mehr oder weniger gibts das noch. Ein Teil davon nennt sich
Steintribühne und die Straße davor wird bei schönem Wetter von Inliner
Fahrern und Modellbauautos genutzt. Einmal im Jahr wird ein Teil davon
zum Norisring, z.B. für die DTM. Ein anderer Teil davon ist ein
Geländeteil von Rock im Park. Das Frankenstadion (nein, für mich wird
das niemals Easy-Credit-Stadion heißen!) ist auch gleich neben dran.
Ich habe vier Jahre dort gelebt und für Siemens gerbeitet. Die Stadt ist
schon ok, das Interessante ist aber, dass mit Erlangen und Fürth gleich
zwei weitere Städte in Reichweite sind und sich damit eine gute Mischung
ergibt - besonders, weil das Umland sehr stark zersiedelt ist. Die
Spannweite reicht von städtischen Nachtleben bis zum ländlichen
Bauerndasein.
Da ist für jeden das Richtige dabei. Ausserdem fährt man nur 90 min nach
München und 30min nach Bamberg.
Musik ist im Frankenland ebenso angesagt, wie Essenskultur - in Franken
kann man sehr gut und trotzdem günstig Essen, anders, als in Stuttgart
oder München z.B. wo man preislich locker 20% höher liegt. Es gibt
mehrere Bars und Orgas, wo Musik gemacht wird, zudem finden sich
hiereinige gute klassische Musikschulen und auch Thomann ist hier
angesiedelt.
Nürnberg hat eine gut positionierte SM- und Fetisch-Szene, falls Dich
das interessiert, auch wesentlich besser als München oder Stuttgart z.B.
Das Problem in Nürnberg ist das Hinkommen! Du musst immer irgendwie über
die A3 und die ist ja immer zu :-)
ex Nürnberger schrieb:> Das Problem in Nürnberg ist das Hinkommen! Du musst immer irgendwie über>> die A3 und die ist ja immer zu :-)
Schon mal was von der A6 oder A9 gehört?
Klaus Wachtler schrieb:> Stephan S. schrieb:>> Nur eines wollte ich noch zum Statement "ggf. gewöhnungbedürfte Sprache">> sagen: horch amol, do wennsd di ned glei schleichsd! wer ned miidreedn>> konn sollerd aafach sei babbm haldn!>> red ned bled daher, i bin do ah anner.>> (Wobei ich teilweise <=50% aus Rothenburg stamme, aber ist ja auch noch> Franken)
ich bin kein Franke, finde den Dialekt aber ganz schön. Ich finde es
eigentlich immer schön wenn Menschen eine leichte Dialektfärbung haben.
Es hat was sympathisches. Unsympathisch finde ich so ein steriles
hochdeutsch. Tragisch finde ich, dass immer mehr Jugendliche, selbst aus
ländlichen Regionen, immer seltener noch Dialekt sprechen.
Ja, in der Tat schade.
Zumal es ja nicht nur ein "frankisch" gibt.
Zumindest vor wenigen Jahrzehnten gab es sogar innerhalb Nürnbergs
verschiedene Dialekte, zwischen Rothenburg und Nürnberg sind da
natürlich auch himmelweite Unterschiede - von den ganzen anderen
Varianten ganz zu schweigen.
Irgendwie scheint die Sprache doch auch an den Brauereien zu hängen,
beide verschwinden ziemlich synchron.
Ja, da gibts krasse Unterschiede. Aus der Westmittelfrankengegend wo ich
ursprünglich herkomme gibts alle 5 km nen neuen Dialekt die teilweise
echt grundverschieden sind...
Stephan S. schrieb:> Ja, da gibts krasse Unterschiede. Aus der Westmittelfrankengegend wo ich> ursprünglich herkomme gibts alle 5 km nen neuen Dialekt die teilweise> echt grundverschieden sind...
Das ist hier einige 100km weiter westlich auch so. Man kann aber gleich
den Herkunftsort erkennen, niemand kann es verbergen.
Ich selbst wuchs hier zweisprachig auf. ;-) Zwei Orte, die 30km entfernt
liegen. Die Eltern sprachen mit uns Kindern den Dialekt von dort, wo sie
her sind, und wir Kinder noch mal den neuen Dialekt am Zuzugsort. Die
Eltern lernten den neuen Dialekt nie mehr. Also, als Kind lernt man
leichter und schneller.
Unsere alten Vermieter früher, in den 1920-ern geboren, erzählten uns in
den 1960-ern schöne Geschichten, daß die Nachbarorte ringsum alle
miteinander ziemlich verfeindet waren. Man kaufte nicht im Nachbarort,
und einer aus dem Nachbarort bekam im eigenen Ort nichts, wenn er was
kaufen wollte. Das ging so bis etwa in die Zeit um den WW2, und noch
kurz danach. Man erkannte schon am Dialekt genau, aus welchem Ort einer
kam.
Da wurde dann von der Bäckereibesitzerin schon mal einer lautstark mit
dem Kehrbesen verjagt. Oder aus der Kneipe. Völlig Fremde wiederum
nicht. Das ist ja heute auch undenkbar, sowas. Es ist inzwischen aber
völlig verschwunden.
Klaus Wachtler schrieb:> Aber noch ein paar Punkte:>> - im Schnitt trockener und wärmer als im deutschen Schnitt
Das fiel mir damals in Roth besonders auf. Die gesamte Grundausbildung 6
Wochen durchgehend Schönwetter. Und das war auch gut so. Man hat ja
viele Außenübungen, sei es Sport, oder zur Kampfausbildung über den
Waldboden robben. Auf jeden Fall erspart das Wetter sehr die Reinigung
von Kleidung und Equipment, wie beispielsweise Zeltplanen, von
Schlamm...
> - Essen und Trinken gut und günstig
War am genannten Ort bei mir kostenfrei. Konnte mich über die BW-Kost
auch nicht wirklich beklagen. ;-) Zum Frühstück war immer etwas
Gelbwurst dabei, zum Abendessen Leberkäse, anscheinend auch bayrische
Spezialitäten.
> - genügend Brauereien in Franken, um den Industriedreck nicht trinken zu> müssen
Sicher meinst du da Geheimtipps, die beispielsweise in der kleinen
Hausbrauerei naturtrübes Bier brauen. Wie Zils Bräu in Naurath in der
Eifel-Mosel-Region. Irgend was ausgefallenes. Hab das mal probiert, und
da läßt man ein Bit auch gerne für stehen.
Rother und Spalter Pils hatten sie sonst an industriellen Bieren. Ein
bis drei Flaschenbiere waren an einem Abend der Woche auch erlaubt, es
gab in der Ausbildungsabteilung der Kaserne einen winzigen Bierkeller
für eine gesellige Zusammenkunft. Meistens Donnerstags, weil Freitags
vor der Heimreise nicht mehr viel angesagt war, außer Revierreinigen.
Für Ausländer wie Südbayern oder Eifeler bestellte man aber beim
Getränkelieferanten auch mal einen Kasten Weizen oder einen Kasten Bit.
Dafür hatte man viel Verständnis.
> - es wird viel gemeckert, da darf man gerne mit machen.
Wo wird in deutschen Landen schon nicht gemeckert?
> (man sollte aber das Gemecker über Franken und Nürnberg den> Eingeborenen überlassen)
Richtig meckern und schimpfen kann in Köln auch nur der eingeborene
Taxifahrer, sonst kaum jemand. ;-)