Liebe Alle,
ich betreibe einen Atmega32 (8 Mhz Quarz) um die Rückgabewerte eines
Dehnungsmessstreifens (verstärkt um 1000 per INA333, Schaltplan ist
angehängt - VO geht dann auf PA0) per ADC auszumessen. Die Software
besteht im Großen und Ganzen aus den Forenelementen und ist angehängt.
Wenn ich mir die Werte ausgeben lasse, dann erhalte ich im unbelasteten
Zustand (wie auch bei gleichmäßiger Belastung) stark schwankende
Rückgabewerte, bspw:
794, 857, 836, 862, 841, 855, 849, 847, 842, 834, 822, 845
Dafür, dass der DMS keine Belastung hat, schwanken mir die Werte viel zu
stark. Die grundsätzliche Funktionalität ist vorhanden, wird Druck
aufgegebn steigt der Wert signifikant. Die Erhöhung oder Erniedrigung
der Anzahl an Messungen pro Durchgang bringt weder Verbesserung noch
Verschlechterung.
Erwarte ich zu viel oder liegt ein grundsätzlicher Fehler in Hard- oder
Software vor?
Beste Grüße
Anstatt das Forum mit deinem Quellcode zu füllen, hättest du vielleicht
auch mal nachdenken können.
Das, was Dehnungsmeßstreifen so an Signal abgeben, ist ziemlich klein
und da mußt du dir eben gedanken machen um Rauschen und Einstreuungen
aller Art. Schmeiß den OpV raus, benutze den eingebauten SAR-ADC für
irgendwas anderes, aber nicht zum Messen !! und nimm einen ordentlichen
Sigma-Delta-ADC, der von sich aus ne integrierende Funktionsweise hat.
Obendrein solltest du die ADC-Eingänge ordentlich gegen HF und NF (50
Hz) abblocken, damit der ADC es leischter hat und du solltest dir
Gedanken um die Temperaturstabilität deiner Widerstände machen.
W.S.
Erstmal vielen Dank für die Antworten - ich taste mich derzeit an das
Thema heran und versuche dementsprechend die Schwächen auszuloten.
Betrieben wird das System über ein Netzteil (9V).
Ist der Ansatz umfassend unbrauchbar oder kann ich mit Maßnahmen die
Werte im derzeitigen Aufbau verbessern?
Hans B. schrieb:> ADCSRA = (1<<ADPS1) | (1<<ADPS0); // Frequenzvorteiler
und natürlich wieder mal den ADC gepimpt mit 1MHz ADC-Takt.
(sonst dauert die Mittelwertbildung so lange und das Servo fängt an zu
zappeln)
Gruß Anja
Hi Anja,
das war keine Absicht, danke für den Hinweis. Habe den Vorteiler auf 64
erhöht und sollte damit innerhalb der geforderten 50 - 200 kHz Breite
liegen.
Grüße
> Ist der Ansatz umfassend unbrauchbar
Du misst im wesentlichen die Schwankungen der 9V des Netzteils im
Verhältnis zu den geregelten aber wechselnd belasteten 5V.
Versorge wenigstens den DMS mit AREF, also der Referenzspannung des
A/D-Wandlers.
Inwieweit man dann mit kleinen Kondensatoren noch kurze Schwankungen
glätten kann, sei dahingestellt, letztlich kann man auch in Software den
Mittelwert bilden.
Da auch die 5V Versorgung eines uC schwankt, sollte man ARef aus einer
Referenzspannung gewinnen.
Hi Alle,
da ich bei der obigen Schaltung sehr viele Störungen hatte habe ich mir
eine verbesserte Variante überlegt (Schaltung im Anhang). Aber leider
funktioniert die nicht so wie sie soll. Ich messe zwar beim Eingang zum
INA333 sehr schön die Belastung der DMS-Streifen und kann auch gut mit
den Potis ein Nullabgleich machen, doch leider kommt am Ausgang des
INA333 keine Belastungsveränderung mehr raus sondern immer nur ein
konstanter Wert von 3,2V.
Sieht jemand was ich falsche mache? Bin für Tipps und Anregungen wie
immer sehr dankbar.
Ja laut Datenblatt sollen da im singel betrieb 1,8V-5,5V als
Versorgungspannung anliegen.Ach ja und die Spannungsversorgung von 5V
und 9V ist mit der Schaltung aus dem AVR-Tut realiesiert.
In der neuen Schaltung sind so viele Fehler enthalten, dass es schon
schmerzt.
Der eklatanteste Fehler besteht darin, dass sich die Eingangsspannungen
des INA oberhalb der Versorgungsspannung befinden. Das mögen eigentlich
nur weniger spezielle Hochvolt-Instrumentenverstärker. Was soll das bloß
R9?
Die Versorgung der DMS-Brücke erfolgt auch nicht mit einer Spannung, die
aus derselben Referenz abgeleitet wird wie die Referenzspannung des
A/D-Wandlers und des REF-Anschlusses des INA, sondern weiterhin direkt
aus dem Netzteil. Ein größerer Murks ist kaum vorstellbar.
V- des INA ist zwar sauber abgeblockt, aber überhaupt nicht
angeschlossen.
Und die Wirkung der Abgleichpotentiometer ist auch sehr zweifelhaft, da
sie nicht nur den Nullpunkt verschieben, sondern erheblichen Einfluss
auf die Steilheit der Brücke haben.
Der hohe Querstrom durch die Spannungsreferenz führt auch nur zu
unnötiger Erwärmung und damit Instabilität. Stattdessen sollte sie mit
wesentlich geringerem Strom betrieben und dafür für die zu erzeugenden
Spannungen entsprechenden Wandler (OP) eingesetzt werden.
Hi
hatte viel zu tun, so das ich mich jetzt erst wieder darum kümmern
konnte. Danke erst mal an Alle für die Hilfe.
Ich muss Herrn Schweigstill recht gebe,n die Schaltung ist wirklich
murks. Ich bekomme sie zwar zum laufen, aber die Störungen sind noch
schlimmer als bei der ersten Schaltung.
Ich habe langsam keine Ahnung mehr wie ich die Schaltung aufbauen soll
kann mir da jemand helfen?
Ich schildere mal kurz meine Ziele.
Ich habe aus eine Küchenwaage Wäagezelle mit zwei DMS Streifen, der eine
ist quer und der andere längs, auf einen kleinen Stahlbalken aufgeklebt.
Mit diesen will ich das Gewicht von Gläsern und dessen Inhalt bestimmen.
Der Messbereich soll zwischen 0 bis 1000g liegen und möglichst eine
grammgenaue Auflösung haben.
Meine Herangehensweise war bis jetzt so, das ich die DMS Streifen mit
zwei Widerständen zu einer Vollbrücke aufbaue und die beiden
Ausgangsspannungen mit dem Instrumentenverstärker INA333 verstärke und
dann über den ADC des ATmega32 auswerte.
Bis jetzt sind jedoch alle meine versuche an den Störungen gescheiter.
Die Versorgungspannung der Brücke und des Atemgas erfolgt mittels
Spannungsregler und Kondensatoren wie im AVR-Tut. Für den ADC des ATmega
habe ich bis jetzt immer die interne Refspannung genutzt.
Bei der letzten Schaltung wollte ich die Brückenspannung erhöhen, da ich
so bei Belastung der Wäagezelle eine größere Spannungsänderung am
Brückenausgang habe, aber das scheint ja nicht so gut zu sein.
Ich bin für jeden Schaltungsvorschlag Dankbar da ich an dem Ding langsam
verzweifle.
MfG
Das Thema Waage und DMS kommt hier alle paar Wochen. Klapper doch
erstmal die Forenbeiträge ab. Das erste Schaltbild war schon mal gar
nicht so schlecht.
Bis auf die DMS Versorgung und der offene Ref-Anschluss, der gehört an
Masse, da die Brücke nur einseitig belastet wird.
Möglicherweise kommen Deine Störungen aber auch von Seiten der Software.
gk
Liebe Alle,
danke erneut für die Befassung im Rahmen der vorherigen Beiträge. Mit
ist bislang schlichtweg unklar, welche Aufgabe der Vref Pin am INA333
hat. Kann mir das jemand erklären?
Im Endeffekt möchte ich das Messdelta der unbelasteten Wäagezelle zur 1
kg-Belastung möglichst groß im 10-Bit bereich des Atmega32ADC abbilden;
bin mir aber der nötigen Mathematik nicht ganz schlüssig.
Viele Grüße
Hans
>danke erneut für die Befassung im Rahmen der vorherigen Beiträge. Mit
ist bislang schlichtweg unklar, welche Aufgabe der Vref Pin am INA333
hat. Kann mir das jemand erklären?
Ist es denn so schwierig das Datenblatt zu diesem INA333 zu lesen? Das
Originaldatenblatt vom Hersteller, nicht eine abgespeckte Kopie eines
Trittbrettfahrers.
Ohne das Datenblatt gesehen zu haben ... Der Refpin bezieht sich auf den
Ausgang. Der eingang ist differentiell, dh hat keinen Bezug zu
irgendwas, ausser, dass beide Eingangspins innerhalb der Speisespannung
liegen muessen. Die Ausgangsspannung ist nun diese Eingangsdifferenz
verstaerkt und bezueglich dem Refpin. Diese Referenzspannung muss man
vorgeben. zB auf GND oder auf Vcc(ADC)/2
Die Spannung am VRef-Pin bewirkt eine Offsetverschiebung des
Ausgangssignals. Ist die Eingangsdifferenzspannung des Ina's null, steht
am Ausgang VRef an.
Im Falle einer Waage z.B. würde man VRef an Masse anschliessen, damit
ohne Belastung am Ausgang 0 Volt ansteht und bei maximaler Belastung
Umax.
Bei einem DMS-Aufnehmer, der Zug und Druckbelastungen erfassen soll,
würde man an VRef die Hälfte der maximalen Eingangsspannung(Umax) des
AD-Wandlers anschliessen.
Ein Poti an VRef anzuschliessen ist übrigens keine gute Idee, denn der
VRef-Pin muss niederohmig angeschlossen werden.
gk
Ich habe vor ein paar Jahren auch DMS angesteuert. Mein Elektroniker
hatte allerdings eine wesentliche komplexere Schaltung entworfen, um die
Stabilität zu erhöhen.
Benutzt hatten wir dann einen 24-Bit AD-Wandler. Der wurde mehrfach
overgesampelt und einige Bits hinten wurden gleich weggelassen.
Nach meinen Erfahrungen muss man bei DMS einiges noch an Software
dazupacken. Und mit nur 10 Bit Auflösung eines AD-Wandlers sollte man
gar nicht herangehen, da man die letzten 3 Bits getrost ignorieren kann.
Wie PittyJ schon andeutet:
Es ist fraglich, ob sowas mit dem eingebauten A/D eines uC sauber
umsetzbar ist.
Auf jeden Fall muss auf saubere Spannungsversorgung geachtet werden,
möglichst NICHT aus einem Schaltnetzteil, sonder im Linearregler.
Sind separate Gnd/Vcc des A/D Teils vorhanden, sowie ordentliche
Referenzspannungen?
Auch spielt die Leitungsführung (Layout) sicher eine grosse Rolle, und
mit Stütz-C nicht geizen.
Hallo,
vorab: Datenblatt und verwandte Threads hier im Forum habe ich gelesen.
Mangels entsprechender Kenntnisse, bleibt das Meiste jedoch unklar ->
deshalb meine Fragen hier.
Zu der Beschaltung des VREF wird für eine Waage Masse und für einen
DMS-Aufnehmer 1/2 Umax vorgeschlagen. Während sich mir das erste noch
erschließt, ist mir der Wert 1/2 Umax nicht klar. Woher kommt dieser?
Ziel ist wie gesagt die Spiegelung auf die Gesamtbandbreite des ADC.
Vorliegend bringt die Brückenspannung unbelastet bereits 40 mV. Wie
erzeuge ich denn hier einen Nullabgleich?
Mittlerweile ist mir wohl auch klar, dass ich einen entsprechenden
externen ADC verwenden sollte (24 Bit). Da ich 3 Wäagezellen ausmessen
möchte, müsste deren Kommunikationsmöglichkeiten für den mc
unterscheidbar sein. Gibts da Bauteile mit entsprechender Logik oder
brauche ich für jeden externen ADC einen mc? Ich habe hier ein paar von
TI rumfliegen, kann aber mangels Zugriff erst heute Abend die genaue
Bezeichnung bzw. Datenblötter einsehen. Alternativ: Gibt es für solche
Anwendungen besonders geeignete ADC?
Grüße
Hans B. schrieb:> Zu der Beschaltung des VREF wird für eine Waage Masse und für einen> DMS-Aufnehmer 1/2 Umax vorgeschlagen. Während sich mir das erste noch> erschließt, ist mir der Wert 1/2 Umax nicht klar. Woher kommt dieser?
Nehmen wir mal an Dein A-/D-Wandler hat einen Eingangsbereich von 0..5
Volt.
1.) Bei einer Waage würdest Du Dein Messsignal so verstärken, dass bei
null Belastung das Eingangssignal des Wandlers 0 Volt beträgt. Bei
maximaler Belastung eben 5 Volt.
2.) Bei einem Zug-Druck Kraftaufnehmer würde man den Verstärker z.B. so
dimensionieren, dass man bei maximaler Zugbeanspruchung des Aufnehmers
am A-/D-Wandler 5V anstehen hat, ohne Belastung 2,5V und bei maximaler
Druckbeanspruchung 0 V. Und das geht sehr elegant, indem man stabile
2,5V an den VRef Eingang anlegt. Das kann man mit einer Referenz machen,
oder mit einem temperaturstabilen Spannungsteiler mit nachschalteten
OP-Amp Buffer, z.B. dem TLE 2426.
Hans B. schrieb:> Vorliegend bringt die Brückenspannung unbelastet bereits 40 mV.
Das ist schon relativ viel. Die Frage ist ob die 40mV durch die
unterschiedlichen Widerstände der DMS enstehen oder ob diese sich aus
der zur Vollbrücke ergänzten Beschaltung ergeben. Wenn die beiden
Ergänzungswiderstände eine Toleranz von 1% haben, ergeben sich im
üngünstigsten Fall schon 5mV/V.
Hans B. schrieb:> Wie > erzeuge ich denn hier einen Nullabgleich?
Indem Du die Ergänzungswiderstände entsprechend anpasst. Zum Test kannst
Du ein Trimmer in den Mittelpunkt zwischen den beiden Widerständen
schalten, an dem etwa 80mV abfällt.
Hans B. schrieb:> einen entsprechenden externen ADC verwenden sollte (24 Bit).
Ein hochauflösender ADC stellt auch entsprechend höhere Ansprüche an die
analoge Signalverarbeitung. 2mV/V mit 24 bit aufgelöst ergeben ca. 120
pV/V.
Hans B. schrieb:> Gibts da Bauteile mit entsprechender Logik oder brauche ich für jeden einen
externen ADC.
Es gibt auch mehrkanalige ADCs oder man verwendet sogenannte
Multiplexer. Ich würde aber estmal die obige Schaltung mit dem im µC
eingebauten Wandler zum Laufen bringen.
gk