Hallo Forengemeinde,
ich habe gestern einen PC in die Hand bekommen, welcher ständig
abstürtzt. Das hört sich jetzt banal an, aber lasst mich erzählen:
Der PC läuft ganz normal, bis zu einem Zeitpunkt, bei welchem der
Bildschirm schwarz wird, der PC "scheinbar" ganz normal weiterläuft und
man dann nur noch hört, wie der Lüfter etwas leiser wird.
Nun hab ich schon einige Sachen unternommen und durchgecheckt.
1. Im PC sind 4 RAM-Arbeitsspeicher verbaut. Habe diese mit einem Tool
überprüft. Dieses lief bis 90% und wurde dann unterbrochen -.- Hab
daraufhin die Speicher einzeln ein/ausgebaut und den Rechner gestartet.
Die funktionieren alle.
2. Mir das Netzteil etwas angesehn. Viel zu sehen gab es leider nicht.
Sicherungen sind mir nicht aufgefallen, Netzteil sieht gut aus. Aber wer
messen will muss mehr tun...
3. ...Habe Everest Ultimate (Trail) installiert. Mit diesem Tool kann
man die Spannungen und sonstige Werte auslesen. Das angehängte Bild
zeigt die Werte kurz nach dem Einschalten des Rechners.
4. Mit Everest einen Systemstabilitätstest durchgeführt. Den RAM, die
CPU und die Festplatten habe ich dabei "gestresst" wie das Programm das
so ausdrückt. Die CPU und die ganze restliche Elektronik pendelte sich
dabei auf einen Wert nahe 50°C ein - eigentlich spitze für einen PC.
Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass eben die 3,3V nur noch 3,04V sind.
Ebenso die Core-Spannung. Ich weiß jetzt nicht ob diese Spannung, wie im
Programm steht, 2,5V sein muss. Jedenfalls habe ich hier nur etwas um
ein Volt. Genau wie die zweite Spannung auch. Da das Netzteil aber
leider nicht für die Core-Spannungen zuständig ist, habe ich mir
überlegt was tun... Ich denke mal, das diese Spannung von einem LDO
kommt, welcher eben mit diesen 3,3V versorgt wird.
Sollte ich als nächstes ein neues Netzteil kaufen?
Hat jemand ähnliche Erfahrungen gesammelt?
Hier noch eine kurze Beschreibung des Systems:
AMD Phenom X4 9650 Quad Core 2,3GHz
8GB Ram
2 x 500GB Festplatte
Falls ich etwas vergessen haben sollte, einfach melden, bin echt am
verzweifeln...
Dennis
Dennis X. schrieb:> 1. Im PC sind 4 RAM-Arbeitsspeicher verbaut. Habe diese mit einem Tool> überprüft. Dieses lief bis 90% und wurde dann unterbrochen -.- Hab> daraufhin die Speicher einzeln ein/ausgebaut und den Rechner gestartet.> Die funktionieren alle.
Dann hast du den Fehler doch. Alle 4 drin Abbruch, nur eines drin kein
Abbruch.
Entweder hat ein Modul einen Knacks oder ein Kanal des Mainboards.
Starten alleine ist zu wenig, am besten immer ein Paar einbauen und mit
dem Tool prüfen.
Udo Schmitt schrieb:> Dann hast du den Fehler doch. Alle 4 drin Abbruch, nur eines drin kein> Abbruch.> Entweder hat ein Modul einen Knacks oder ein Kanal des Mainboards.> Starten alleine ist zu wenig, am besten immer ein Paar einbauen und mit> dem Tool prüfen.
Wenns denn nur so einfach wäre. Selbst mit einem Modul auf nur einem
Steckplatz kam der Fehler. Also egal, ich kann die Arbeitsspeicher
ausschließen ;-)
>Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass eben die 3,3V nur noch 3,04V sind.
Also wird es wohl das Netzteil sein, das kaputt ist.
>Ebenso die Core-Spannung. Ich weiß jetzt nicht ob diese Spannung, wie im>Programm steht, 2,5V sein muss.
Eher nicht; 1.12V sollten passen.
Danke schonmal für eure Antworten!
g4st schrieb:>>Jetzt ist mir aber aufgefallen, dass eben die 3,3V nur noch 3,04V sind.> Also wird es wohl das Netzteil sein, das kaputt ist.
Okay, doch zu Beginn des Bootvorgangs kommt ja der obligatorische
Boot-Piep. Also sagt mir das Mainboard doch dass alle Spannungen i.O.
sind oder?
>>Ebenso die Core-Spannung. Ich weiß jetzt nicht ob diese Spannung, wie im>>Programm steht, 2,5V sein muss.> Eher nicht; 1.12V sollten passen.
Okay, danke! War nur leicht verwirrt, weil da +2,5V standen.
Ziehe mal den NT-Stecker von der Hauptplatine ab. Evtl. sind Kontakte
verbrannt.
Sonst mehrmal den Stecker reinstecken und danach die Spannungen prüfen.
3,0V für 3,3V sind zu wenig.
Die mit Everest ausgelesenen Spannungswerte müssen nicht stimmen,
betrachte es als Schätzung. Für eine Messung würden die Mainboards mehr
kosten...
Siehst Du allerdings 3,3 V im Idle und 3,04 V unter Last, dann schreibe
es.
Die Instabilität wird wie so oft an defekten Kondensatoren liegen. Ob
auf dem Mainboard oder im Netzteil ist von hier recht schlecht zu
erkennen.
Wechsel doch einfach mal das Netzgerät, z.B. vom Kollegen ausleihen,
sofern nirgendwo eins rumliegt oder ein anderer Rechner eins spenden
kann. Sicher einfacher als fröhliches Rätselraten, was denn kaputt ist.
unbekannter schrieb:> Wechsel doch einfach mal das Netzgerät, z.B. vom Kollegen ausleihen,> sofern nirgendwo eins rumliegt oder ein anderer Rechner eins spenden> kann. Sicher einfacher als fröhliches Rätselraten, was denn kaputt ist.
So in etwa werde ich es auch machen...
Dennis X. schrieb:> Hab daraufhin die Speicher einzeln ein/ausgebaut und den Rechner> gestartet. Die funktionieren alle.Dennis X. schrieb:> Selbst mit einem Modul auf nur einem Steckplatz kam der Fehler.
Hmm, ja was denn jetzt?
Ms die Speicher funktionieren alle doch der Fehler kommt immer noch.
doch jetzt kann ich die Speicher ausschließen.
Netzteil ist bestellt, konnte mir keines borgen.
mhh schrieb:> Die mit Everest ausgelesenen Spannungswerte müssen nicht stimmen
1.Auch digitale Multimeter können falsche Werte anzeigen.
2.Als Gegenprobe Netzteil tauschen wurde schon vorgeschlagen.
3.Hat schon mal einer nach bauchigen und ausgelaufenen Elkos gesucht?
>bei 4 Ram Modulen muss man teilweise einfach die Spannung der Ram um 1>oder 2 Stufen anheben.
Wenn es bisher jahrelang funktioniert hat, wird es kaum die Lösung sein,
an der Spannung herumzuschrauben! Gegenprobe Netzeil tauschen wäre
sinnvoller.
Dennis X. schrieb:> Werde heute die Spannungen mit dem Mulimeter durchmessen.
Schon mal gut. Wenn du einen Oszi organisieren kannst, wäre das noch
besser, damit siehst du, ob die Spannungen wellig sind, d.h. die Elkos
anfangen, den Geist aufzugeben.
So, gestern abend lief der Rechner geschlagene 2h im
Systemstabilitätstest. Max. Temp. 57°C.
Das war nachdem ich die Grafikkarte entfernt habe und den Bildschirm auf
die OnBoard-Grafikkarte gesteckt hatte. Jetzt dachte ich es lag daran,
doch soeben ist er dann wieder direkt nach dem Booten abgestürtzt.
Jetzt ist gerade auch das 150W höhere Netzteil eingetroffen, mal sehn ob
das was bringt. Ansonnsten untersuche ich nocheinmal die RAM's, denn
langsam ist da schon etwas komisch...
Bis dahin, besten Dank an die Helfer!
Dennis X. schrieb:> So, gestern abend lief der Rechner geschlagene 2h im> Systemstabilitätstest. Max. Temp. 57°C.> Das war nachdem ich die Grafikkarte entfernt habe und den Bildschirm auf> die OnBoard-Grafikkarte gesteckt hatte. Jetzt dachte ich es lag daran,> doch soeben ist er dann wieder direkt nach dem Booten abgestürtzt.> Jetzt ist gerade auch das 150W höhere Netzteil eingetroffen, mal sehn ob> das was bringt. Ansonnsten untersuche ich nocheinmal die RAM's, denn> langsam ist da schon etwas komisch...>> Bis dahin, besten Dank an die Helfer!
Das Board sieht aber noch nicht so aus?
(das Board wurde weder für das Bild gebogen, noch nachträglich per
Bildbearbeitung so hingetrimmt, defekt waren hier mal wieder einige
Elkos)
p.s. die Platine passt auch ganz gut zu
Beitrag "Auf die Schnelle Multilayer"
Arc Net schrieb:>> Das Board sieht aber noch nicht so aus?> (das Board wurde weder für das Bild gebogen, noch nachträglich per> Bildbearbeitung so hingetrimmt, defekt waren hier mal wieder einige> Elkos)
Nein, das sieht so definitiv nicht so aus. Also es kann sicherlich sein,
dass ein Elko auch mal kaputt ist ohne dass man etwas sieht, aber
äußerlich sind die Teile in Ordnung. Der PC lief heute mit neuem
Netzteil geschlagene 10 Stunden in einer Videoschleife. Also ich denke
das Netzteil hat entweder einen Schaden oder sich dazu entschieden
weniger Leistung zur verfügung zu stellen. Das neue hat jetzt 150Watt
mehr.
> p.s. die Platine passt auch ganz gut zu> Beitrag "Auf die Schnelle Multilayer"
Nur zu gut :D Einfach klasse der Beitrag...