Hallo,
ich hab gerade mit ein paar Kollegen eine ziemlich interessante
Diskussion zur Transformierung einer 400V DC Spannung zu einer 230V
Spannung geführt, die selber weiter verarbeitet werden soll.
Ich bin eigentlich EGSler, daher hab ich mit Netzspannung jetzt nicht
soviel zu tun.
Ich war halt der Meinung, dass es besser wäre, die 400V DC mittels PWM
auf 100 kHz zu zerhacken und dann auf 230V runtertransformieren und
wieder nen Brückengleichrichter dahinter.
Der andere war eher der Meinung die Spannung nur auf 50 Hz
Wechselspannung zu verwandeln um dann einen normalen Trafo nutzen zu
können, weil man ja keine Hochfrequenztrafos für 400V standardmäßig
nicht kaufen kann.
Jetzt würde ich mal gerne eure Meinung hören, vom Wirkungsgrad und
Platzverbrauch sollte doch die 100 kHz Lösung besser funktionieren?
Gruß Heino
@ Heino (Gast)
>Ich bin eigentlich EGSler, daher hab ich mit Netzspannung jetzt nicht>soviel zu tun.
EGS?
>Ich war halt der Meinung, dass es besser wäre, die 400V DC mittels PWM>auf 100 kHz zu zerhacken und dann auf 230V runtertransformieren und>wieder nen Brückengleichrichter dahinter.
Nennt sich Schaltnetzteil.
>Der andere war eher der Meinung die Spannung nur auf 50 Hz>Wechselspannung zu verwandeln
Dazu braucht es einen Wechselrichter.
>um dann einen normalen Trafo nutzen zu>können, weil man ja keine Hochfrequenztrafos für 400V standardmäßig>nicht kaufen kann.
Schlechtes Argument.
>Jetzt würde ich mal gerne eure Meinung hören, vom Wirkungsgrad und>Platzverbrauch sollte doch die 100 kHz Lösung besser funktionieren?
Jo.
Du hast verloren ;-)
Gruß Heino
Einfach isses ja nicht solche Trafos zu besorgen.
EGS = Elektroniker für Geräte und Systeme
Trafos in Reihe schalten würde doch theoretisch auch funktionieren?
Bei Schaltreglern mit Spulen hab ich mit sowas zwar böse Erfahrungen
gemacht, hing wohl aber eher mim Layout zusammen :-(
@ Heino (Gast)
>Einfach isses ja nicht solche Trafos zu besorgen.
Warum? Nur weil es sie nicht im Baumarkt gibt? Wer solche
Schaltnetzteile bauen will, findet genügend Lieferanten.
>Trafos in Reihe schalten würde doch theoretisch auch funktionieren?
Welche Trafos? Den Wechselrichter und 50 Hz Trafo? Sicher, kostet nur
deutlich mehr und wiegt auch ordentlich was.
>Bei Schaltreglern mit Spulen hab ich mit sowas zwar böse Erfahrungen>gemacht, hing wohl aber eher mim Layout zusammen :-(
Aha, und weil das so ist funktionieren Schaltregler prinzipiell nicht.
Interessanter Standpunkt.
MfG
Falk
>Ich war halt der Meinung, dass es besser wäre, die 400V DC mittels PWM>auf 100 kHz zu zerhacken und dann auf 230V runtertransformieren und>wieder nen Brückengleichrichter dahinter.
Und das bewirkt was? Mal nach traffolosen pv invertern googeln.
>Ich bin eigentlich EGSler, daher hab ich mit Netzspannung jetzt nicht>soviel zu tun.>Einfach isses ja nicht solche Trafos zu besorgen.
Total einfach. Uzählige Trafobauer machen dir auch einen 100kHz "Trafo",
wenn du nicht selbst wicklen willst (was übrigens wesentlich liechter
ist als beim Netztrafo, da in der Regel viel weniger Windungen)
>EGS = Elektroniker für Geräte und Systeme
Was hast du da gelernt? Was macht man da?
MFG Fralla
hängt vom Betrieb ab!
Auf jedenfall biste in nem mittelständischen Unternehmen eher die
billige Arbeitskraft die alles macht.
In der Schule hauptsächlich nachdem Grundjahr, Digitaltechnik
Also angefangen von Operationsverstärkern, Transistorgrundschaltungen,
Lüftersteuerung, TTL Logik bis hin zu Mikrocontrollern, AD Wandlern, DA
Wandler, bisschen C und Schwingkreise und 2 Tage mal Schaltregler
Ansonnsten zur 230V Geschichte
Wir hatten im 1. Lehrjahr in der Schule mal ein Projekt mit ner Wohnung
installieren, da haben wir halt die ganzen Schaltungsarten gelernt.
Dann gabs noch ein Projekt mit ner Schützsteuerung für Drehstrom
Asynchronmotoren, im 2. Lehrjahr gings dann nochmal tiefer in die
Stromnetze rein, Querschnitt, Stromversorger...
Was besser ist hängt unter anderem von der Leistung ab. Von der Tendenz
liegt die optimale Frequenz höher je kleiner das System ist. Die 50 Hz
oder ggf. 60 Hz wären gut, wenn man im Bereich MW ist. 100 kHz sind
schon relativ hoch - also eher was für kleine Leistungen. Es gibt ja
auch noch was dazwischen (z.B. 20 kHz, um noch über der Hörschwelle zu
liegen).
Wenn man danach wieder Gleichspannung (300 V oder 230 V? ) braucht hat
die höhere Frequenz auch noch Vorteile bei der Glättung.
>bisschen C und Schwingkreise und 2 Tage mal Schaltregler
aua...
>installieren, da haben wir halt die ganzen Schaltungsarten gelernt.> im 2. Lehrjahr gings dann nochmal tiefer in die>Stromnetze rein, Querschnitt, Stromversorger...
Ok, das erklärt die Frage.
MFG
Wenn ein PWM Signal von 20khz gefiltert wird kommt dann ein schöner
Sinus raus
http://www.mikrocontroller.net/articles/Wechselrichter#H-Br.C3.BCcke
Wenn man das Tastverhältnis der PWM überall über die Zeit entsprechend
kleiner macht, ändert sich auch die Höhe der Wechselspannung am Ausgang.
Da braucht man keinen extra Trafo
Axel
Also meinst du quasi so:
Ich hab die 400V von nem PFC, mit nem Taktverhältnis von 60% an und 40%
aus, könnte ich quasi so etwa 250V erreichen, was mir dann wieder
erlauben würde, ein ganz normalen Flybacktrafo für 250V zu nehmen?
Ist sicher nicht so effizient?
>400V zu 230V, da fließt schon ordentlich strom in der Zeit, ein>Kondensator packt das glaub ich nicht mehr so recht.
Da ist eine Drossel dazwischen... Auserdem ist bei 0V im AC-Netz mehr
Spannungsdifferenz da, hat aber nichts damit zu tun was der Kondensator
"packen" muss.
>Ich hab die 400V von nem PFC, mit nem Taktverhältnis von 60% an und 40%>aus, könnte ich quasi so etwa 250V erreichen, was mir dann wieder>erlauben würde, ein ganz normalen Flybacktrafo für 250V zu nehmen?
Das ist alles unsinn was du schreibst. normaler Flyback für 250V. Weist
da was einen Flybacktrafo so besonders macht?
Sieh dir an wie ein gewöhnlicher Inverter funktionier, also
Vollbrücke+LC-Filter...
MFG