Ich hab da ne LED Beleuchtung gebastelt für einen Freund. Der betreibt
das Ganze an einer Autobatterie, die dann immer mal zum Laden abgeklemmt
und wegtransportiert wird. Die Beleuchtung arbeitet mit einem Step-Up
und KSQ, ist also im Falle einer Verpolung im Ar***. Da die Möglichkeit
des verkehrten Anschliessens durchaus plausibel ist, durch das öftere
An- und Abklemmen, möchte ich einen Verpolungsschutz einbauen.
Die Kandidaten:
1. Diode in Sperrrichtung parallel im Anschlusskabel, davor eine
Sicherung.
Vorteil: keine Verluste, Nachteil: ist unsicher, glaube ich
2. dasselbe mit einer Schottky Diode zusätzlich in Reihe.
Vorteil: etwas sicherer, Nachteil: Verluste an der Diode
3. Gleichrichterbrücke
Vorteil: Idiotensicher, Nachteil: hohe Verluste
Was ist die optimale Lösung? Gibt es weitere Möglichkeiten das zu lösen?
Verpolsichere Stecker schliesse ich jetztmal aus, das Ganze wird
bestimmt mit so Federklemmen an die Batterie angeschlossen.
Klar, am besten ist die mechanische Variante. Ich denke mein Freund
schafft es aber diese zu umgehen ;-)
Und vielen Dank für die Links. Die Variante mit dem FET ist natürlich
gut, das kannte ich noch nicht. So werde ich das machen. Die Beleuchtung
hat ja nur die zwei Anschlüsse und sonst keinen Massebezug. Da werde ich
einen N-Kanal FET reinbasteln, P-Kanal hab ich nämlich keinen da.
Don Elektro schrieb:> 1. Diode in Sperrrichtung parallel im Anschlusskabel, davor eine> Sicherung.> Vorteil: keine Verluste, Nachteil: ist unsicher, glaube ich
Also ich hab schon Geräte gesehen, die das so machen und sich damit vor
meiner Blödheit gerettet haben.
Rolf Magnus schrieb:> Don Elektro schrieb:>> 1. Diode in Sperrrichtung parallel im Anschlusskabel, davor eine>> Sicherung.>> Vorteil: keine Verluste, Nachteil: ist unsicher, glaube ich>> Also ich hab schon Geräte gesehen, die das so machen und sich damit vor> meiner Blödheit gerettet haben.
Hatte ich auch schon gedacht.Aber ist das bei einer Autobatterie ohne
Strombegrenzung so gut? Kann man da mit einer flinken Sicherung
sicherstellen dass die Diode nicht beschädigt wird?Ansonsten begrenzt ja
oft das Steckernetzteil...
Kann man vorallem sicher sagen das die Spannung auf der Sekundärseite
max. -Uf der Diode ist? Wer weiss schon welcher kurze Peak ausreicht um
die Schaltung zu killen?
> 1. Diode in Sperrrichtung parallel im Anschlusskabel, davor eine> Sicherung.> Vorteil: keine Verluste, Nachteil: ist unsicher, glaube ich> 2. dasselbe mit einer Schottky Diode zusätzlich in Reihe.> Vorteil: etwas sicherer, Nachteil: Verluste an der Diode> 3. Gleichrichterbrücke> Vorteil: Idiotensicher, Nachteil: hohe Verluste
4. Eine Diode in Reihe.
Bei richtiger Polung Verlust 0.7V, bei falscher Polung aus,
keine Sicherung die es zu ersetzen gibt nach verpoltem
Anschliessen.
Pfeif auf die 0.7V.
Ja jetzt habe ich es tatsächlich so gebaut wie MaWin schreibt. Ich hatte
nämlich nur LL-FETs da und da wusste ich auch nicht ob das klappt. Eine
dicke 3,5A Schottky macht mir jetzt 0,5V @ 0,8A, sprich ~0,3W Verlust
bei 9W Gesamtverbrauch. Ist zwar nicht das idealste, aber wohl das
einfachste. Und sicher ist es auch :-)
> Pfeif auf die 0.7V.
Bei ner Schottky wäre es sogar weniger,aber er hat leider noch nichts
über die Dimensionen seiner Beleuchtung geschrieben.Bzw wie viel Strom
dass in den Stepup fließt...
Man brauch nicht unbedingt Dioden für einen Verpolschutz.
Ein MOSFET mit Hühnerfutter reicht. Richtig herum hat man dann nur den
Rdson mit ein paar mOhm im Strompfad.
Siehe z.B: http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz
Aber die Klemmen sind bei den Autobatterien die ich kenne immer
ungleich, so dass man sie eigentlich nicht sooo schnell verwechseln
sollte.
k.A. schrieb:>> Also ich hab schon Geräte gesehen, die das so machen und sich damit vor>> meiner Blödheit gerettet haben.>> Hatte ich auch schon gedacht.Aber ist das bei einer Autobatterie ohne> Strombegrenzung so gut?
Also bei mir handelte es sich damals um ein CB-Funkgerät, das für den
Einsatz im Auto gedacht war. Ich weiß aber nicht mehr, ob ich das damals
an einer Autobatterie oder einem Netzteil verpolt hatte. Und vermutlich
war da noch mehr an Eingangsbeschaltung, um den "Dreck" aus dem 12V-Netz
des Autos fernzhalten. Das wird ja auch solche Spannungsspitzen dämpfen.
Jim Meba schrieb:> Siehe z.B: http://www.lothar-miller.de/s9y/categories/39-Verpolschutz
Da sieht man mal, was passiert, wenn einer auf den Thread antwortet,
ohne ihn vorher zu lesen...
k.A. schrieb:> Hatte ich auch schon gedacht.Aber ist das bei einer Autobatterie ohne> Strombegrenzung so gut? Kann man da mit einer flinken Sicherung> sicherstellen dass die Diode nicht beschädigt wird?
Nein, deshalb würde ich die Blödheitsdiode im Fehlerfall auch
zusammen mit der Sicherung auswechseln. Glücklicherweise stirbt
die wohl überwiegend so (mit Kurzschluss), das die Schaltung
trotzdem geschützt wird. Die Sicherung sollte natürlich so
dimensioniert werden, das der Strom gerade leicht über dem
Betriebsstrom liegt.
Gruss
Harald