Simon schrieb:
> Warum ist C1 und C2 eigentlich so verschalten, sowas hab ich schon
> einige male gesehen bei Differenziellen Analog Eingängen.
R5-C1 und R6-C2 sind Tiefpässe, die Wechselspannung (eingekoppelte
Störungen...) filtern sollen, sind also ein Teil der Schutz- bzw.
Entstörmaßnahmen. Die Folge ist natürlich, dass man schnelle
Signaländerungen nicht erfassen kann. Je nach Anwendung ist da ein
angemessener Kompromiss zu finden.
> Kann man X1-1 auch auf Minus legen, wenn man an einen Atmega ADC möchte?
Meine Schaltung hat symmetrische Differenzeingänge, die sich im Bereich
von +/- ein paar Volt über oder unter GND bewegen dürfen. (Das ist bei
genauen Messungen nötig wegen Potentialunterschieden an den GNDs.)
Wenn Du das nicht brauchst: Entferne R6, C2, D2, D4, IC2 und den
Instrumetenverstärker.
Einen Impedanzwandler im '+'-Weg brauchst Du aber wahrscheinlich noch,
da R5 etwas hochohmig ist. Oder Du verkleinerst R5 - das hängt alles
aber auch von Deinen Genauigkeits-Ansprüchen ab.
> Und die Dioden mach ich einmal auf Plus und einmal auf Minus?
Bei der einpoligen Version ist das OK, da machen die Zenerdioden nicht
so viel Sinn (Du hast ja keine Gleichtaktspannung). Außer: Du speist im
Fehlerfall über die Schutzdioden soviel Strom in die
Versorgungsspannungen ein, dass sie "hoch" gehen und ev. was zersören.
> Ich habe ja beim ADC nur einen Eingang, das andere wuerde ich auf Minus
> legen
Das hat aber nichts mit den ADC zu tun: der Instrumetenverstärker macht
aus der Differenzspannung an seinem Eingang eine auf GND bezogene
Ausgangsspannung. Die geht dann an den ADC. Ansonsten: siehe oben.
Gruß Dietrich