ROHS Produkte aus den 90gern für aktuelles Projekt verwenden

Gast #2639788
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Das wäre der nächste Punkt, doch ersteinmal muss ich in Erfahrung 
bringen, ob ich nicht ROHS Konforme Produkte überhaupt für neue Produkte 
verwenden darf.

Der Sonderfall Medizin- Militär und Automobiltechnik tritt nicht ein.
Gast #2639822
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hmm ich habe da etwas im Hinterkopf das Altbestände verwendet werden 
dürfen. Ähnlich wie bei den Glühlampen, irgendwann werden die halt nicht 
merh produziert bereits produzierte Bestände dürfen noch veräußert 
werden.

Viele Grüße
Gast #2639834
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> Die angesprochenen Restposten wie z.b. bei Pollin sind großteils auch
> nicht ROHS konform.

Richtig. Und daher billig und für Bastler oder zur Reparatur.

> Die Frage ist halt ob ich damit ein neues Produkt entwickelt darf.

Nein.
Du darfst nur komplett RoHS konforme Geräte in Verkehr bringen.

Es geht um das "in Verkehr bringen". Also der Verkauf an den 
Endbenutzer.

Wenn der schon ein Relais (eher ein dickes Schütz mit Schraubkontakten) 
hat, welche aus der alten Zeit stammte, darf er es natürlich 
anschliessen, denn das wurde schon vorher in Verkehr gebracht. Aber du 
darfst ein Gerät mit nicht-RoHS-konformen eingebauten Relais nicht 
ausliefern.

Die meist mit Cadmium verseuchten Relaiskontakte will niemand in der 
Müllverbrennung haben.
Gast #2639899
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Stimmt schon, doch so oder so wandern die damals produzierten produkte 
irgendwann auf dem Wertstoffhof oder wie noch weiter verbreitet im 
Haushaltsmüll.

Ob Pollin das nun an die Endkunden gibt oder ich das ganze in ein 
"Gerät" setze... Ne Dämliche Regelung...
Moderator Persönliche Seite #2639910
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guest schrieb:
> Darf ich den Restposten verwenden?

RoHS limitiert die Gesamtmenge an Blei, die in deinem fertigen Produkt
noch drin sein darf (und zwar auf 0,1 Masse-%).  Selbst, falls diese
Teile also wirklich Blei in ihrer Beschichtung enthalten, dürftest du
damit kein Problem haben, diese Forderung einzuhalten.

Allerdings ist es genauso gut möglich, dass die Anschlüsse auch damals
einfach nur verzinnt waren (weil das technologisch viel einfacher ist,
als eine Metallmischung zu galvanisieren), und dass sie nur mangels
Notwendigkeit nicht explizit als "bleifrei" deklariert sind.
#2639921
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Jörg Wunsch schrieb:
> RoHS limitiert die Gesamtmenge an Blei,

Aber halt nicht nur Blei, sondern auch andere Substanzen.

MaWin schrieb:
> Die meist mit Cadmium verseuchten Relaiskontakte will niemand in der
> Müllverbrennung haben.

Bei Cadmium wären noch 0.01 Prozent erlaubt.

Lösung: Dem Gerät solange billige Zusatzbauelemente verpassen, bis das 
Gesamtgewicht stimmt ;)
Moderator Persönliche Seite #2640550
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Jörg Wunsch schrieb:
> RoHS limitiert die Gesamtmenge an Blei, die in deinem fertigen Produkt
> noch drin sein darf (und zwar auf 0,1 Masse-%).

Es kam der Einwand, dass sich die Limitierung auf "homogene
Werkstoffe" bezieht.  Das ist korrekt.  Dennoch wäre ein Rest-
Bleigehalt an einem Bauteilanschluss so gering, dass durch den
Lötvorgang mit einem bleifreien Lot ein neuer "homogener Werkstoff"
mit einem genügend geringen Bleianteil entsteht.  Wer's nachlesen
will:

http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2011:174:0088:0110:DE:PDF

Der TE müsste natürlich klären, inwiefern andere der bei RoHS
relevanten Materialien eine Rolle spielen könnten bei seinem Bauteil.

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