Gast
#2642993
Hallo liebes Forum! Ich muss mittels ACS 712 einen 2 Ströme von je 1 - 1.5A messen. Es geht um eine Hifi-Verstärkerschaltung, wo der Strom durch die Mosfets gemessen werden soll. Ausgangsbasis: Atmega16, LCD, getrennte Spannungsversorgung über 2 Netzteile von µC und Verstärker. (Messung über die ACS ist ohnehin potenzialfrei) Angeschlossen sind die beiden Module (es sind Fertigmodule mit entsprechender Minimalbeschaltung, also Filter-C's und Lüsterklemme) an 2 ADC-Pins eines Atmega16. Nun steht im Datenblatt, dass bei unbelasteter Messstrecke des IC's 1/2 VCC am Output-Pin anliegen sollten. (VCC habe ich 4.96V +- 0.05V) Bei mir sind es lt. LCD Anzeige 2.985V (ich wandle im Programm mittels Konstante auf Volt um, diese Konstante ist allerdings korrekt). Pro 1A soll sich die Spannung am Output-Pin des ACS712 um genau 185mV nach oben/unten (je nach Polarität) ändern. Soweit, so gut. Problematisch an der Sache ist die Genauigkeit, bzw. die Frage, mit welcher Beschaltung des µC man diese mit relativ geringem Bauteilaufwand erhöhen könnte? Verwende ich die interne Referenz (2.54V) des Atmega16, geht logischerweise nichts mehr, da ich ja bereits über ihr liege- somit fällt diese Variante aus. Daher bin ich auf AVCC ausgewichen, welche parallel an VCC angeschlossen ist (direkt vor den Pins sitzen natürlich 100nF Kondensatoren). Ich schwanke bei den Messungen in etwa um +- 70mA. (und das leider sehr sprunghaft, obwohl lt. Multimeter der Strom über einen längeren Zeitraum (mehrere Minuten) absolut konstant bleibt. Die errechnete Spannung schwankt natürlich auch massiv. (über einen 0.47 Ohm Widerstand fallen in etwa 550-680mV ab, welche ich auf dem LCD darstellen will) Softwaretechnisch lasse ich in einem Array 30 Messungen hintereinander machen und bilde daraus den Mittelwert. Diese Messung wiederum lasse ich dann innerhalb von 2 Sekunden per Timerinterrupt 5mal machen, und bilde auch daraus wieder den Mittelwert, so dass die Schwankungen signifikant zurückgehen. Mir kommt es so vor, als ob ich mir irgendwo Störungen einfange, da der IC natürlich so gut wie keinen Strom treibt und daher evtl. Ausseneinflüsse massiv auf das Ergebnis einwirken (ähnliche Effekte hat man ja bei "offenen ADC-Pins"). Das alles wäre nur halb so wild, wenn ich nicht auch noch starke Ungenauigkeiten bei Stromveränderungen in der zu messenden Schaltung hätte. (+- 200mA ca, pendelt sich nach ein paar Messungen aber wieder auf +/-70mA ein) Da ich leider noch nicht keine Erfahrungen in diesem Bereich habe, aber durchaus gewillt bin, dazuzulernen, Frage ich die Spezialisten hier. - Macht eine 10µH Spule zwischen VCC und AVCC Sinn bzw. bessert sie die Schwankungen? - Bringt die Beschaltung des ACS712 mit OP-Amp was, um die Ausgangsspannung von 185mV auf 610mV je Ampere zu erhöhen (Datenblatt Seite 12 Application 3)? - Warum messe ich 2.985V anstelle 2.5V über den ADC? Eventuell hat ja schon jemand mit diesem wirklich interessanten Bauteil gearbeitet und weiss, wie man da rangehen muss. Für eure Hilfe sage ich jetzt schon vielen Dank! :) Grüsse, Matthias